Motorrad auf 4 Rädern: Arten, Eigenschaften und Einsatzbereiche

Das Motorrad mit 4 Rädern bietet Stabilität, Spaß und Vielseitigkeit. Solche Motorräder werden immer beliebter, sowohl zum Vergnügen als auch für die Arbeit.

Verschiedene Arten von vierrädrigen Motorrädern

Die verschiedenen vierrädrigen Motorräder sind für unterschiedliche Einsatzzwecke und Kunden konzipiert:

  • Traditionelle Quads: Sie sind klein, haben einen niedrigen Schwerpunkt und sind hauptsächlich für die Freizeit gedacht. Sie sind für Fahrten in schwierigem Gelände gedacht, für die normale Fahrräder oder Autos nicht geeignet sind.
  • Side-by-Sides: Sie sind größer als normale Quads und können mehr Personen aufnehmen. Sie haben oft eine geschlossene Kabine und ähneln Mini-Geländewagen. Das macht sie zum idealen Begleiter für Gruppenausflüge und Touren durch anspruchsvolle Landschaften.
  • 4-Rad-Bikes für Erwachsene: Diese robusteren und leistungsfähigeren Modelle können auch auf öffentlichen Straßen fahren und sind eine gute Alternative zu den üblichen Zweirädern oder Autos.

E-Motorräder

Das E-Motorrad macht nicht nur keinen Lärm, sondern verursacht auch keine Umweltverschmutzung. Orte wie Parks und Touristenorte sind perfekt für sie geeignet.

Geschwindigkeit von vierrädrigen Motorrädern

Die Geschwindigkeit eines Motorrads mit 4 Rädern, oft auch als Quad oder ATV (All-Terrain Vehicle) bezeichnet, kann stark variieren und hängt von mehreren Faktoren ab, darunter der Hersteller, das spezifische Modell, der Motor, die Bauart und der Verwendungszweck. Die Geschwindigkeit unterscheidet sich von einem vierrädrigen Motorrad zum anderen. Vieles hängt von der Art und dem Zweck ab. Die meisten können zwischen 50 und 90 km/h fahren, was für das Gelände und weniger befahrene Orte ideal ist. Einige sportliche Motorräder erreichen über 100 km/h.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Quads und ATVs ursprünglich für Geländefahrten und nicht für hohe Geschwindigkeiten auf asphaltierten Straßen entwickelt wurden. Ihre Stabilität und Handling-Eigenschaften unterscheiden sich deutlich von denen herkömmlicher Motorräder oder Autos, besonders bei hohen Geschwindigkeiten.

Einsatzbereiche von vierrädrigen Motorrädern

  • Landwirte benutzen Motorräder mit 4 Rädern für schwere Sachen.
  • In den Städten sind immer mehr vierrädrige Motorräder unterwegs. Sie sind eine coole neue Art der Fortbewegung für Menschen, die vom Verkehr genervt sind.
  • Diese speziellen Motorräder sind ideal für erwachsene Fahrer, denn sie sind stabil und leicht zu handhaben. Sie sind aber nicht nur für die Straßen der Stadt geeignet.
  • Viele Leute lieben sie auch für Spaß und Reisen. Man würde mit einer dieser Maschinen durch die Wälder, über die Wüstendünen oder über hohe Berge fahren.

Endlich gibt es keine Grenzen, was man mit einem vierrädrigen Motorrad machen kann.

Krafträder: Was sind die Unterschiede?

Krafträder sind verschiedene Arten von motorisierten Zweirädern, die sich in Bezug auf ihre Motorleistung, Hubraumgrenzen und zulässige Höchstgeschwindigkeiten unterscheiden.

  • Krafträder: Sind die allgemeine Bezeichnung für motorisierte Zweiräder, auch Motorräder genannt. Sie haben in der Regel eine höhere Motorleistung, einen größeren Hubraum und eine höhere Höchstgeschwindigkeit. Für das Führen von Krafträdern wird in den meisten Ländern ein spezieller Motorradführerschein benötigt.
  • Kleinkrafträder: (z.B. Kleinkrafträder, Mofas oder Motorroller) sind motorisierte Zweiräder mit einem Hubraum von höchstens 50 cm³ und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Sie haben eine begrenzte Motorleistung und sind in der Regel mit einem automatischen Antrieb ausgestattet.
  • Leichtkrafträder: Haben einen Hubraum von maximal 125 cm³ und eine Nennleistung von höchstens 11 kW. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 80 km/h begrenzt.

Insgesamt lassen sich die Unterschiede zwischen Krafträdern, Kleinkrafträdern und Leichtkrafträdern anhand der Motorleistung, des Hubraums und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit festmachen.

Krafträder im Vergleich

Welche Versicherung für Motorrad, Roller, Trike und Quad? Wir klären auf.

Krafträder sind sowohl Motorräder als auch Roller. Je nach Leistung erfolgt die genaue Unterscheidung von Krafträdern in weiteren Kategorien. Es kann sich um ein Kraftrad bzw. einen Kraftroller, um ein Leichtkraftrad bzw. einen Leichtkraftroller oder ein Kleinkraftrad bzw. einen Kleinkraftroller handeln. Zudem gibt es bei Krafträdern Sonderformen wie Trike und Quad.

Der Begriff Kraftrad steht in Deutschland für alle Krafträder und Kraftroller, die ein amtliches Kennzeichen führen müssen. Leichtkrafträder sind zulassungsfrei, dürfen jedoch auf öffentlichen Straßen nur in Betrieb genommen werden, wenn sie ein amtliches Kennzeichen führen. §4 Abs. 2 FZV.

Wir klären Sie auf, unter welchen Voraussetzungen Sie welches Kraftrad im Straßenverkehr fahren dürfen und welchen Versicherungsschutz Sie benötigen.

Motorrad

Als Motorräder werden alle mittelschweren Krafträder (bis 35kW/47 PS) und schweren Krafträder (ohne Leistungsbeschränkung) bezeichnet. Für die Teilnahme am Straßenverkehr ist eine Zulassung notwendig, mit der eine jährliche Kfz-Steuer sowie die Hauptuntersuchung alle zwei Jahre verbunden sind.

Ein mittelschweres Motorrad fahren dürfen Personen ab 18 Jahren, die eine Fahrerlaubnis Klasse A2 haben. Für schwere Motorräder ist die Fahrerlaubnis Klasse A erforderlich. Diese kann ab 24 Jahren im Direkteinstieg erworben werden oder bereits ab 20 Jahren, sofern die Fahrerlaubnis der Klasse A2 seit mindestens einem Jahr besteht.

Leichtkraftrad

Als Leichtkrafträder werden Leichtrafträder und Leichtkraftroller bezeichnet, die einen Hubraum von mehr als 50 bis maximal 125 ccm sowie eine Nennleistung bis 11kW/15 PS haben. Entscheidender Unterschied: Bei einem Leichtkraftroller können beide Füße des Fahrers nebeneinander auf dem Trittbrett platziert werden. Bei einem Leichtkraftrad werden die Füße während der Fahrt links und rechts vom Rahmen auf dafür vorgesehene Fußrasten gestellt - dazwischen befinden sich meist Motor und Tank des Leichtkraftrads.

Gefahren werden dürfen Leichtkrafträder mit einem Führerschein Klasse A1, der ab 16 Jahren erworben werden kann. Wer die Fahrerlaubnis vor dem 1. April 1980 erlangt hat, ist ebenfalls fahrberechtigt.

Kleinkraftrad

Kleinkrafträder zeichnet ein Hubraum von maximal 50 ccm sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h aus - wenige historische Modelle ausgenommen. Mofa, Moped und Mokick zählen zu den Kleinkrafträdern. Einige motorbetriebene Fahrräder (Pedelecs) sowie kleine Roller gehören ebenfalls in die Kategorie Kleinkraftrad.

Um mit einem Kleinkraftrad zu fahren, ist eine Fahrerlaubnis Klasse AM oder höher erforderlich. Wer den Führerschein vor der Umstellung der Klassen erworben hat, ist mit der Führerscheinklasse M und 5 ebenfalls zum Führen eines Kleinkraftrads berechtigt.

Für die Teilnahme am Straßenverkehr entfällt der Gang zur Zulassungsstelle. Zugelassen werden Kleinkrafträder über ein Versicherungskennzeichen, mit dem der Versicherer Schutz für ein Jahr bietet. Die Hauptuntersuchung ist für Kleinkrafträder nicht erforderlich, und die Kfz Steuer muss ebenfalls nicht gezahlt werden.

Trike

Ein Trike gilt in Deutschland sowie der gesamten EU offiziell als Motorrad. Mit ihren drei Rädern zählen sie zur Sonderform der Krafträder. Trikes haben einen Hubraum von über 50 ccm und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h - es sei denn, sie sind als Pkw zugelassen. Dies kann der Fall sein, da Trikes bis zum 19. Januar 2013 in die Klasse der Pkw eingestuft wurden.

Da Trikes als Motorräder gelten, benötigen Fahrer auch einen Motorradführerschein. Je nach Leistung des Trikes ist der passende Führerschein erforderlich:

  • Klasse A: Trikes über 15 kW
  • Klasse A1: Trikes mit maximal 15 kW
  • Klasse AM: Trikes mit maximal 4 kW und maximal 45 km/h Höchstgeschwindigkeit

Eine Bestandsschutzregelung bildet die einzige Ausnahme: Wer die Fahrerlaubnis vor dem 19. Januar 2013 erlangt hat, darf ein Trike weiterhin mit der Pkw-Führerscheinklasse B fahren.

Quad

Ein Quad hat ein Rad mehr als das dreirädrige Trike. Mit einer Leermasse von mehr als 350 kg, einem Hubraum von über 50 ccm und einer Leistung von mehr als 4 kW bringen sie es auf eine Höchstgeschwindigkeit von über 45 km/h. Quads zählen ebenfalls zur Sonderform der Krafträder - es sei denn, sie sind als Pkw zugelassen.

Kleine Quads oder All Terrain Vehicles (ATV) mit einem Hubraum von bis zu 50 ccm beziehungsweise 15 kW, 45 km/h Höchstgeschwindigkeit und einem Leergewicht von maximal 400 Kilogramm sind nicht zulassungspflichtig. Halter des Quads benötigen lediglich ein Versicherungskennzeichen. Gefahren werden dürfen die Einsteiger-Quads ab 16 Jahren und mit der Fahrerlaubnis Klasse AM. Mit einem Pkw-Führerschein dürfen diese Quads ebenfalls gefahren werden.

Größere Quads sind als land- und forstwirtschaftliche Zugmaschine oder Pkw zuzulassen. Neben dem Versicherungsnachweis fällt für Quads mit Hubräumen über 50 ccm die Kfz-Steuer an. Wie beim Pkw werden die amtlichen Kennzeichen vorne und hinten sichtbar am Quad befestigt. Zum Fahren wird ein Pkw-Führerschein Klasse B benötigt.

Wird das Quad als land- und forstwirtschaftliche Zugmaschine eingestuft, darf das auf 45 km/h gedrosselte Fahrzeug ebenfalls bereits ab 16 Jahren gefahren werden. Hierfür wird die Führerscheinklasse L benötigt, die auch als „Traktorführerschein“ bekannt ist.

Quad fahren: Was man wissen muss

Wer darf sie fahren, welches Zubehör ist nötig und wie sieht es mit der Sicherheit und der Zulassung aus? Das müssen Sie zu Quads und ATVs wissen.

  • Schutzkleidung ist empfehlenswert
  • Training hilft, Unfälle zu vermeiden
  • Vor der Fahrt: Fahrerlaubnisklasse prüfen

Böse Zungen behaupten, Quads vereinten die Nachteile von Motorrädern mit denen von Autos: Sie brauchen fast so viel Platz wie ein kleines Auto, und bei Regen werden die Fahrenden genauso nass wie auf dem Motorrad. Zudem sind sie verhältnismäßig oft in schwere Unfälle verwickelt.

Dennoch bieten Quads auch einige Vorteile: Im Gelände bringen sie wegen ihrer hohen Fahrdynamik jede Menge Spaß. In der Forstwirtschaft gehören sie häufig zum Fuhrpark, weil man mit ihnen Stellen im Wald ansteuern kann, die mit größeren Fahrzeugen nicht oder nur schwer erreichbar sind.

Definition: Was ist ein Quad?

Ein Quad ist ein vierrädriges Kraftfahrzeug mit Sitzbank für zwei, selten auch drei Personen. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Motorisierungen. Der Name stammt aus dem Englischen und ist eine Verkürzung von "quadruplet", was Vierling bedeutet. Manche Quads werden auch als ATV bezeichnet. Diese Abkürzung steht für All Terrain Vehicle. Im Gegensatz zu Sport-Quads verfügen diese meist über einen Allradantrieb, sind deshalb geländegängig und besonders als Arbeitsgeräte geeignet. Eine weitere Bauform sind die sogenannten Side-by-Side-Vehicles (SSV). Hier sitzen Fahrer und Beifahrer wie im Auto nebeneinander (side by side) unter einem Dach.

Quad fahren mit Autoführerschein?

Da es sich um ein vierrädriges Kraftfahrzeug handelt, ist meist eine Pkw-Fahrerlaubnis der Klasse B bzw. der Klasse 3 (alt) erforderlich. Eine Fahrerlaubnis für Krafträder genügt nicht, da diese nur zum Führen von zwei- oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen berechtigt.

Für ein Leicht-Kfz bis 45 km/h ist eine Fahrerlaubnis der Klasse AM (früher: Klasse S) ausreichend. Sie genügt, wenn das Quad entweder ein leichtes vierrädriges Straßen-Quad mit einer Nenndauerleistung/Nutzleistung von nicht mehr als 4 kW oder ein Leichtkraftfahrzeug mit einer Nenndauerleistung/Nutzleistung von nicht mehr als 6 kW ist, nicht mehr als zwei Sitzplätze hat, eine durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h, eine maximale Leermasse von 425 Kilo und einen Fremdzündungsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 Kubikzentimetern oder einen Selbstzündungsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 500 Kubikzentimetern oder eine andere Antriebsform hat.

Wenn das Quad bzw. ATV als Zugmaschine zugelassen ist und für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke (LoF) eingesetzt wird, genügt eine Fahrerlaubnis der Klasse L bzw. Klasse 5 (alt).

Quad fahren mit 16?

Kleine Quads mit einem maximalen Hubraum von 50 Kubikzentimetern und einer Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h dürfen in Deutschland sogar schon Jugendliche ab 15 Jahren fahren. Für eine Fahrerlaubnis der Klasse L beträgt das Mindestalter 16 Jahre.

Wie sicher sind Quads?

Quads verfügen über besondere Fahreigenschaften, die gerade für Quad-Neulinge eher gewöhnungsbedürftig und auch nicht mit denen anderer Fahrzeuge wie Fahrräder oder Pkw vergleichbar sind. Daher kommt es besonders bei unerfahrenen Fahrern oft zu schweren Unfällen.

Zum einen haben viele meist einfache Quads - im Gegensatz zu allen anderen mehrspurigen Fahrzeugen - kein Differenzial-/Ausgleichsgetriebe. Dieses treibt zwei Räder so an, dass sie in Kurven unterschiedlich schnell drehen und der Fahrer das Fahrzeug gut lenken kann. Hat ein Fahrzeug kein Differenzial, drehen beim Gasgeben alle Räder gleich schnell und treiben das Fahrzeug im Extremfall aus der Kurve heraus.

Zum anderen verfügen Quads häufig über Ballonreifen, die mit relativ wenig Druck gefahren werden und deswegen nur indirekt auf Lenkmanöver ansprechen. Sie reagieren in Kurven zeitverzögert, dann aber plötzlich und heftig auf den Lenkwinkel. Dadurch lenken viele Fahrer und Fahrerinnen zunächst zu stark ein. Wegen seines hohen Schwerpunkts und der schmalen Spur kann das Quad dann kippen, wenn der oder die Fahrende das Gewicht nicht ausreichend nach innen verlagert und schnell genug gegenlenkt.

Es gilt die Regel: Je schmaler die Spur oder je höher der Schwerpunkt des Fahrzeugs, desto ausgeprägter sind die beschriebenen Fahreigenschaften.

Auf der Straße kann das böse enden, denn hier muss sehr präzise gefahren werden, wofür Quads wegen oben genannter Punkte nur bedingt geeignet sind. Wer dennoch längere Strecken über asphaltierte Straßen fahren will, sollte davor unbedingt ausreichend trainieren, denn Erfahrung ist beim Quadfahren besonders wichtig.

Wo darf man mit dem Quad fahren?

Für Quads gelten dieselben Regeln wie für andere Kraftfahrzeuge auch. Sie müssen also innerorts und außerorts auf der Fahrbahn fahren. Auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen dürfen sie, wenn sie eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von mehr als 60 km/h haben.

Das Fahren auf Wald- und Feldwegen ist normalerweise - trotz der Geländetauglichkeit von Quads - nicht erlaubt: Oft sind diese nämlich nur für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke freigegeben.

LoF oder Pkw: Welche Zulassung?

Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten:

  • als Leicht-Kfz bis 45 km/h
  • als vierrädriges Kraftfahrzeug zur Personenbeförderung
  • als vierrädriges Kraftfahrzeug zur Güterbeförderung
  • als land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschine

Früher war auch eine Zulassung als Pkw möglich. Das scheitert heute an dem wegen der motorradtypischen Bauweise von Quads nicht erreichbaren Geräuschgrenzwert von 74 dB. In Einzelfällen kann aber noch die Zulassungsart "Pkw offen" auftauchen.

Was ist beim Quadfahren zu beachten?

In der Straßenverkehrsordnung (§ 21a Abs. 2 StVO) steht, dass Fahrer und Beifahrer offener drei- oder mehrrädriger Kraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 20 km/h einen geeigneten Schutzhelm tragen müssen - dies gilt also auch für das Fahren mit Quads. Wenn man allerdings die vorgeschriebenen Sicherheitsgurte anlegt, muss man keinen Helm tragen.

ADAC Experten empfehlen, beim Quadfahren auf alle Fälle Schutzkleidung zu tragen. Kleidung aus dem Motocross-Bereich ist dafür besonders gut geeignet. Wichtig sind vor allem gute Motorradstiefel, da im Falle eines Unfalls die Beine und Füße am häufigsten Schäden davontragen, sowie Handschuhe.

Warndreieck, Verbandkasten und Co?

Ein Warndreieck muss immer im Quad dabei sein. Seit dem 1.7.2014 besteht auch die Verpflichtung, eine Warnweste mitzuführen, wenn das Quad als Pkw oder als land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschine zugelassen ist.

Fahrer von Quads müssen Verbandkästen mitführen, sofern ihre Fahrzeuge nicht als land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschine zugelassen sind.

Wo kann man Quadfahren trainieren?

Der ADAC empfiehlt: Mindestens einen Tag lang mit Technik und Fahrverhalten des Quads vertraut machen und in einem abgesperrten Gelände auf lockerem wie auch auf festem Untergrund das Quadfahren üben.

Führerscheinklassen im Überblick

Das hängt davon ab, wie groß der Hubraum, die Motorleistung oder die maximal zugelassene Geschwindigkeit Ihres Bikes ist.

  • Kleine Motorräder: Leichtkrafträder mit bis zu 125 cm³ Hubraum und einer Motorleistung bis zu 11 kW und einem Leistung/Leergewicht-Verhältnis von max.
  • Krafträder: bis 35 kW Leistung, Verhältnis von Leistung zu Gewicht von max. ab 20 Jahren bei einem Vorbesitz der Klasse A2 von mind.

Wenn Sie einen Pkw-Führerschein der Klasse B haben, dürfen Sie alle Kleinkrafträder mit einem Hubraum bis 50 cm³ fahren. Seit Januar 2020 können Sie nach einem speziellen Kurs bei einer Fahrschule die B196-Erweiterung erwerben. Damit können Sie Krafträder mit einem Hubraum bis 125 cm³ führen. Das entspricht dem sogenannten „kleinen Motorradführerschein“ der Klasse A1.

Mit einem alten Autoführerschein der Klasse 3 (wurde vor 1999 ausgestellt) dürfen Sie Kleinkrafträder fahren - und zwar mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h, einem Hubraum von höchstens 50 cm³ und einer Leistung von maximal vier kW (5,5 PS). Haben Sie Ihren Führerschein der Klasse 3 vor dem 1. April 1980 gemacht, haben Sie automatisch auch den Motorradführerschein der Klasse A1.

Neitem Neigerahmen für Quads und ATVs

Der bayrische Ingenieur Werner Krammel hat eine Technik erfunden, die Quads und ATVs sicherer macht. Dazu nutzt er die ureigene Fähigkeit von Zweirädern: die Schräglage.

Ein Zweirad neigt zum Umfallen. Das ist keine Neuigkeit und im Stand ist das bestimmt den meisten schon passiert. In Kurven würde das instabile Konstrukt Kraftrad zum kurvenäußeren Rand umfallen. Durch diese Besonderheit wird der Schwerpunkt der Mensch-Maschine günstiger in Kurven positioniert, es werden höhere Geschwindigkeiten bei höherer Stabilität erreicht. Zudem macht es Spaß.

Anders ist das bei zweispurigen Fahrzeugen wie Quads und ATVS. Sie kippen im Grunde ungern. Und wenn sie mal fallen, dann richtig und meist fatal für alle Beteiligten.

Ingenieur Werner Krammel hat für mehrspurige Fahrzeuge wie Quads und ATVs einen Neigerahmen entwickelt, der das verhindern soll.

Das Neitem-System

Das Besondere am Neitem-System ist, dass das Fahrwerk selbst nicht die Fahrlage ändert. Der Schwerpunkt verlagert sich nach innen über einen Neigerahmen, der auf dem Fahrwerk montiert ist. Einem Motorradrahmen nicht unähnlich trägt er Motor und Getriebe in sich. In einer Kurve liegen Fahrer und Rahmen wie bei einem Zweirad in der Kurve und wirken so den Fliehkräften entgegen. Das soll bei Quads oder Three-Wheelern das übermäßige Rollen über die Hochachse verhindern und die kurveninneren Räder am Boden halten.

Zwei Lenkungen, zwei Dämpfungen

Klingt einfach, ist es aber natürlich nicht. Denn zum einen hat ein Motorrad so gesehen zwei Arten der Lenkung, zum zweiten muss der Neigerahmen zusätzlich zum Fahrwerk gefedert und gedämpft sein und zum dritten muss die Kraftübertragung vom beweglichen Antrieb zur fixierten Achse gegeben sein.

Fangen wir bei der Lenkung an: Bei niedrigen Geschwindigkeiten oder beim Rangieren dreht das Vorderrad in die gleiche Richtung wie der Lenker. Bei höheren Geschwindigkeiten dreht sich der Effekt um, die Räder drehen sich nur noch mininal in Richtung Kurve und vor allem ändern die Lenkimpulse am Lenker die Fahrlage in die entgegengesetzte Richtung.

Die Neitem-Technik hat für die Lenkung ein spezielles Lenkgetriebe entwickelt. Es kann die Räder für das Rangieren oder zum Abbiegen voll einschlagen, für das eigentliche Kurvenfahren überträgt es den Lenkimpuls auf die Räder und erzeugt sogar ein dem Motorrad sehr ähnliches Feedback im Lenker.

Der Neigerahmen selbst dreht sich über eine Achse und seine Bewegungen werden von den beiden großen Federbeinen vor den Downpipes des Rahmens gedämpft. Sie müssen perfekt mit den Dämpfern der Vorderachse und dem Federbein hinten abgestimmt werden.

Kette und Kardan in Kurve

Der Motor ist im Neigerahmen verschraubt und gibt seine Kraft wie gewohnt per Kette weiter. Dafür musste Werner Krammel eine Art Schwenkgetriebe entwickeln, das die Kraft der Kette, egal in welcher Schräglage, überträgt. Das sogenannte Nei-Getriebe ist mechanisch - ein Kreuzgelenk wäre passend - mit dem eigentlichen Sekundärantrieb verbunden und exzentrisch gelagert zum Ausgleich des Kettendurchhangs.

TC-600 Sport Moto

Aktuell existiert ein Prototyp mit dieser Technik: Das TC-600 Sport Moto, ein Dreirad. Es wird von einem Einzylinder mit 600 Kubik und 54 PS angetrieben und wiegt 230 Kilogramm. 10-Zoll-Räder geben Grip und der Neigerahmen erlaubt 35 Grad Schräglage.

Zusätzliche Informationen

Das schnellste Serienmotorrad der Welt ist eine Kawasaki Ninja H2R - es fährt mit einer Spitzengeschwindigkeit von 400 km/h.

Statistisch gesehen ist das Risiko, als Biker bei einem Motorrad-Unfall verletzt oder getötet zu werden, höher als bei anderen Verkehrsteilnehmern. Allerdings kann sich jeder Biker auf seine Fahrten optimal vorbereiten und damit sein persönliches Risiko, in einen Unfall zu geraten, reduzieren.

Fahrzeugtyp Hubraum Leistung Höchstgeschwindigkeit Führerschein
Kleinkraftrad max. 50 cm³ max. 4 kW 45 km/h AM
Leichtkraftrad max. 125 cm³ max. 11 kW 80 km/h A1
Trike (bis 19.01.2013) > 50 cm³ - > 45 km/h B

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