Das Motorrad sicher und fachgerecht aufzubocken - auf den ersten Blick wirkt es wie eine einfache Aufgabe, doch für viele Motorradfahrer und Schrauber ist das Motorrad aufbocken eine unterschätzte Kunst. Ob zur Wartung, Reifenwechsel oder gründlichen Reinigung - das Motorrad aufbocken gehört zu den grundlegenden Fähigkeiten, die du als Motorradfahrer beherrschen solltest. Doch wie geht’s richtig, und welches Equipment brauchst du wirklich? Doch ohne das richtige Werkzeug kann ein kleiner Rutsch schnell zu einem großen Problem werden. Stabilität steht an erster Stelle.
Das richtige Werkzeug wählen
Es gibt verschiedene Arten von Montageständer, die jeweils für unterschiedliche Aufgaben und Motorradtypen geeignet sind:
- Heckständer: Wird unter der Schwinge oder der Hinterachse des Motorrads angebracht. Ideal für die Kettenpflege oder Arbeiten am Hinterrad.
- Frontständer: Hebt das Vorderrad an. Ideal für Arbeiten an der Vordergabel oder dem Vorderrad. Hier wird der Ständer entweder an der Vordergabel oder am unteren Lenkkopf angesetzt.
- Zentralständer: Hebt das komplette Motorrad an. Für umfassende Arbeiten eignet sich der Zentralständer, der das komplette Motorrad aufbocken kann.
- Motorradheber: sind kompakt, preiswert und universell einsetzbar gemäß der Maximalbelastung. Mit dem Scherenheber kann das Motorrad stationär, schnell und leicht aufgebockt werden, sodass beide Räder in der Luft sind und rund um das Motorrad geschraubt werden kann.
Für ein sicheres Aufbocken werden zwei Montageständer benötigt. Zuerst wird hinten aufgebockt, danach vorne. So wird verhindert, dass das Motorrad umkippt.
Bei den Ständern für das Vorderrad gibt es auch Lenkkopfständer.
Für den Einsatz dieser Ständer muss die Aufliegefläche flach sein.
Vorbereitung zum Aufbocken
Bevor du mit dem Aufbocken beginnst, stelle sicher, dass du auf einer ebenen und festen Oberfläche arbeitest. Das verhindert, dass dein Motorrad während des Vorgangs umkippt. Ziehe außerdem Schutzausrüstung an, insbesondere Handschuhe, um Verletzungen zu vermeiden. Überprüfe deinen Motorradständer (Hauptständer oder Montageständer) auf Beschädigungen und Stabilität.
Motorrad auf den Seitenständer stellen
Starte, indem du dein Motorrad auf den Seitenständer stellst, oder eine zweite Person dein Bike festhält, und du deinen Heckständer an deinen Motorrad Bobbins fixierst. Dies gibt dir die nötige Stabilität, während du den Montageständer vorbereitest. Achte darauf, dass das Motorrad sicher steht und nicht wackelt.
Fixiere die Vorderradbremse mit einem Gurt oder Gummi. So verhinderst du, dass sich das Motorrad beim Unterschieben des Heckhebers selbstständig macht und umfällt.
Montageständer richtig positionieren
Zum Aufbocken des Hinterrades halte das Motorrad am Rahmen oder an einem anderen festen Punkt fest und hebe den Heckständer langsam an. Du wirst merken, wie sich das Hinterrad vom Boden hebt. Gehe dabei Schritt für Schritt vor und kontrolliere immer wieder die Stabilität deines Motorrads. Achte darauf, dass das Motorrad gerade bleibt und der Ständer nicht verrutscht.
Wenn du einen Vorderständer benötigst, platziere diesen entsprechend vor dem Motorrad nach dem das Heck sicher aufgebockt ist. Schiebe den Frontständer unter die Vordergabel oder den unteren Lenk Kopf. Drücke den Griff des Frontständers nach unten, bis das Vorderrad vollständig angehoben ist.
Aufbocken mit dem Hauptständer
Wenn dein Motorrad mit einem Hauptständer ausgestattet ist, ist der Prozess etwas anders. Setze dich leicht auf das Motorrad, drücke den Hauptständer mit deinem linken Fuß nach unten und schiebe das Motorrad gleichzeitig nach hinten. Aufgrund der Hebelwirkung hebt sich das Motorrad automatisch an und steht sicher auf dem Ständer. Achte darauf, dass beide Füße des Hauptständers den Boden berühren und das Motorrad stabil steht.
Verwendung von Prismabuchsen
Unsere Motorrad-Ständeraufnahmen - oder auch „Bobbins“ genannt - von Buma Racing wurden entwickelt, um selbst höchsten Sicherheitsanforderungen zu entsprechen. Sie sind ein unverzichtbares Zubehör, wenn es darum geht, dein Motorrad sicher auf einem Heckständer abzustellen. Die Ständeraufnahmen dienen als Befestigungspunkt, an dem der Heckständer sicher ansetzt, sodass dein Motorrad stabil steht, sei es für Wartungsarbeiten, die Reinigung oder zum Parken.
Die BUMA Racing Prismabuchsen RACE PRO MINI, sind die kleine Variante der BUMA Racing RACE PRO Bobbins, aber bieten gleiche maximale Stabilität und sind auch aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Nur eben in kleiner und günstiger.
Alternative Methode zum Aufbocken ohne Hauptständer
Wenn dein Motorrad keinen Hauptständer hat und du unterwegs bist, kannst du folgende Methode anwenden:
- Platziere einen Bock rechts neben dem Moped.
- Kippe das Moped über den Seitenständer nach links ab.
- Beuge dich über das Moped und platziere den Bock unter dem senkrechten Halteeisen der Fussraste.
Überprüfung der Stabilität
Nachdem du dein Motorrad aufgebockt hast, überprüfe noch einmal die Stabilität. Wackle leicht am Motorrad, um sicherzugehen, dass es auch feststeht und nicht umkippen kann. Kontrolliere auch die Position des Ständers und stelle sicher, dass er nicht verrutschen kann.
Das Motorrad wieder absenken
Achte darauf, dass der Hauptständer ausgefahren ist und das Gewicht des Motorrades sicher aufnehmen kann. Falls du einen Frontständer verwendet hast, senke diesen zuerst ab. Zum Absenken vom Heckständer drückst du das Motorrad leicht nach vorne und lässt es langsam vom Heckständer herunter. Halte dabei das Motorrad stabil, um ein eventuelles Umkippen zu vermeiden. Beim einem Zentralständer drückst du das Motorrad leicht nach vorne und den Zentralständer langsam nach oben bis das Motorrad wieder auf dem Boden steht.
Unser Tipp: Willst du deine Maschine im Alleingang aufbocken, geht es leichter, wenn sie sich leicht zu dir neigt und beinahe geradesteht. Dazu kannst Du einfach ein Stück Holz unter den Seitenständer legen.
Aufbocken für die Winterpause
Um das Motorrad ideal für den Winter vorzubereiten, fängt es bei der Pflege an und endet beim Aufbocken und Einpacken. Zum Aufbocken des Motorrads bieten sich Montageständer, Scherenheber oder Hubtische und Zentralständer an.
Der Beste Unterstützer zum Einwintern des Motorrades ist der Zentralständer. Über zwei Aufnahmepunkte am Rahmen wird das Motorrad über zwei Pins angehoben. Über mehrere Raststufen kann die Hubhöhe flexibel eingestellt werden. In einer der unteren Raststufen steht das Motorrad noch mit beiden Rädern auf dem Boden. Nun kann flexibel und ohne Angst, dass das Motorrad umkippt, die Kette gereinigt oder das Hinterrad ausgebaut werden. In der höchsten Raststufe sind beide Räder frei in der Luft und das Motorrad kann vollumfänglich gewartet und gereinigt werden. Folglich ist das Fahrwerk vollständig entlastet und es entstehen über den Winter keine Reifenstandschäden.Durch die doppelten, kugelgelagerten Rollen ist das Verschieben des Motorrads auf engem Raum kinderleicht.
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