Die Motorradbatterie ist ein oft übersehenes, aber entscheidendes Bauteil. Meist sitzt die Batterie irgendwo versteckt unter der Verkleidung oder der Sitzbank und schafft vor sich hin. Damit dieser Moment möglichst nicht eintritt, gilt es, einige Grundsätze zu beachten und dem Akku etwas Zuneigung zu geben - er wird es mit Zuverlässigkeit danken!
Wann sollte man die Batterie laden?
Eine Batterie muss immer in bestem Zustand sein, damit sie auch bei kalter Witterung ausreichend Energie vor allem beim Startvorgang liefern kann: Elektrostarter, Zündung, elektrische Anlage und Einspritzung verlangen Saft, Saft, Saft! Egal ob Gel-Batterie, wartungsfreie MF- oder Blei-Säure-Batterie: Eine Batterie muss geladen werden, wenn ihre Spannung weniger als 12,3 Volt (beziehungsweise 6,3 Volt) beträgt.
Dies ist am »müden« Elektrostarter zu spüren, wenn dieser den Motor nicht mehr richtig durchdreht (oder am flackernden Licht, wenn der Motor mit niedriger Drehzahl läuft). Zum Messen des Ladezustands bleiben die Kabel an den Batteriepolen angeschlossen. Entsprechende Messgeräte sind im Kfz- oder Motorradzubehörhandel erhältlich.
Motorradbatterie ausbauen: Schritt für Schritt
- Die Zündung ist ausgeschaltet!
- Batteriefach öffnen: Es ist meist irgendwo unter der Sitzbank oder einem Seitendeckel zu finden; ab und zu auch unterm Tank (in der Betriebsanleitung nachsehen).
- Zuerst den Minuspol der Batterie abschrauben (schwarz), dann den Pluspol (rot).
- Sicherungsband abnehmen, Batterie ganz herausnehmen.
Das richtige Ladegerät für Motorradbatterien
Kaufen Sie sich ein Batterieladegerät speziell für Motorradbatterien, bei dem sich kleine Ladeströme einstellen lassen. Es gibt auch ganz prima elektronische Batterieladegeräte, die nach dem Anschließen zunächst einige Zeit mit der Batterie korrespondieren und deren Lade- und Allgemeinzustand abchecken.
Aufgrund dieser Ergebnisse werden Ladestrom und Ladezeit automatisch eingestellt (»Ladekurve«). Beim Laden dürfen die auf der Batterie (oder im Beipackzettel einer neuen Batterie) angegebenen Ladeströme und Ladezeiten nicht überschritten werden, weil durch zu hohen Ladestrom und zu lange Ladezeit die Batterie beschädigt werden kann.
Motorradbatterie laden: So geht's richtig
- Ausgebaute Batterie unter fließendem warmen Wasser reinigen, Wurzelbürste zu Hilfe nehmen.
- Batterie gut abtrocknen.
- Polanschlüsse mit einer Messingbürste oder mit Schmirgelleinen blank putzen.
- Batterie an Ladegerät anschließen: zuerst Pluspol anklemmen, dann Minuspol.
Bei Blei-Säure-Batterien unbedingt ALLE Stopfen entfernen! Normalladung mit 1/10 der Amperestärke der Batterie, Ladezeit 5 bis 10 Stunden. Eine Schnellladung darf nur im Notfall stattfinden, ein langsames Laden ist vorzuziehen. Batterie von Ladegerät abklemmen: zuerst Minuspol abklemmen, dann Pluspol. Nach der Ladung die Batterie mindestens 30 Minuten ruhen lassen, also nicht sofort einbauen und losfahren.
Motorradbatterie einbauen und anschließen
- Vor dem Einbau Folgendes abchecken: Ist eine Gummiunterlage für die Batterie im Batteriekasten vorhanden? Wenn nein, schnippeln Sie sich eine aus säurefestem Gummi.
- Sind die Batterie-Kabelanschlüsse sauber und ohne Korrosion? Wenn nein, auf beiden Seiten mit feinem 400er-Schmirgel abziehen.
- Ladedatum auf der Batterie vermerken, Batterie in Batteriekasten einsetzen.
- Schrauben mit etwas Kupferpaste einschmieren, das sichert guten elektrischen Kontakt und beugt Korrosion vor.
- Zuerst Pluskabel an Batterie anschließen, dann Minuskabel.
- Kabel exakt verlegen, sie dürfen sich nicht übermäßig stark knicken oder irgendwo scheuern.
- Schutzkappen auf Anschlüsse aufstecken.
- Deckel des Batteriekastens schließen.
Wartungsfreie MF-Batterie
Seit vielen Jahren sind wartungsfreie, versiegelte MF-Batterien auf dem Markt, sie haben die klassische Blei-Säure-Batterie mit den farbigen Stopfen auf der Oberseite und dem seitlich aufgesteckten Entlüftungsschlauch nahezu verdrängt. »MF« bedeutet »Maintenance free«, was so viel heißt wie »wartungsfrei«.
Doch dieses Versprechen ist trügerisch, denn ab und zu muss die Batterie ausgebaut, gereinigt und geladen werden. Eine versiegelte MF-Batterie hat keinen Entlüftungsschlauch, weil bei richtiger Ladung nur Sauerstoff entsteht (im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien, die auch Wasserstoff freisetzen). Dieser reagiert an der Minusplatte mit dem dort gebundenen Wasserstoff und verwandelt sich wieder in Wasser.
Vor dem Einbau einer neuen Bleibatterie
Eine neue Batterie muss vor ihrem Einbau zunächst mit Säure befüllt und dann geladen werden. Dies gilt bei einer »nicht wartungsfreien« Blei-Säure-Batterie genauso wie bei einer wartungsfreien MF-Batterie. Beide sind zwar trocken vorgeladen und nach der Erstbefüllung mit Säure theoretisch sofort einsatzbereit, doch je sorgsamer eine neue Batterie auf ihren ersten Einsatz vorbereitet wird, desto länger lebt sie.
Batteriepflege im Winter: Tipps zur Überwinterung
Mit Hilfe richtiger Wartung und Pflege können Sie die Lebensdauer Ihrer Batterie entscheidend verlängern. Unsere Experten raten dringend, bei einer Einmottung von Motorrad oder Roller die Batterie auszubauen, sie vollzuladen und an einem kühlen Ort (bei etwa zehn Grad Celsius) zu lagern.
Beim Ausbau der Batterie sollten Sie immer den Minuspol zuerst abklemmen und beim Einbau auch als letztes wieder anklemmen. Wird die Batterie im eingebauten Zustand geladen, darf auf keinen Fall die Zündung eingeschaltet werden! Sonst drohen Schäden an Motorsteuergeräten.
Das richtige Laden der Batterie
Bei herkömmlichen Standardbatterien sollten Sie den Säurestand kontrollieren. Wer eine Fahrpause von rund drei Monaten einlegt, der sollte die Batterie zwischendurch mindestens einmal mit einem Ladegerät laden, um wieder 100 Prozent der Kapazität zu erreichen. Der Ladevorgang sollte in einem rund 20 Grad warmen Raum laufen, jedoch nicht in Wohn- oder Schlafräumen.
Fazit
Ob man die Motorradbatterie ausbauen sollte oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Art der Batterie, den Lagerbedingungen und der Möglichkeit, die Batterie während der Winterpause zu laden. Eine regelmäßige Wartung und das richtige Überwintern sind jedoch unerlässlich, um die Lebensdauer der Batterie zu verlängern und sicherzustellen, dass das Motorrad im Frühjahr wieder zuverlässig startet.
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