Die Geschichte der Motorrad Bayer GmbH ist eng mit der Entwicklung der Motorradindustrie in Deutschland und insbesondere mit der Marke BMW verbunden. Eberhardt Sarfert, zuständig für die Motorräder im Hause BMW, setzte auf Arbeitszeitverkürzung, da er der Meinung war, dass das Motorrad bei der Freizeitgestaltung eine entscheidende Rolle spielt.
Die Anfänge und Herausforderungen
Die große Zukunft für BMW-Motorräder sollte feierlich verkündet werden, und Eberhard von Kuenheim, Chef der BMW-Muttergesellschaft, wollte zusammen mit Bundeskanzler Helmut Kohl die neue Motorradproduktion im Berliner BMW-Werk einweihen. Dies zeugte von Mut, da der Motorradabsatz seit Jahren hinter den Erwartungen der Hersteller zurückblieb. Zahlreiche Händler verschleuderten ihre Ware zeitweise deutlich unter Einkaufspreis, um ihre Lager zu räumen, und manche Hersteller gerieten in Finanznöte.
Der zweitgrößte Hersteller der Welt, Yamaha, machte im vergangenen Jahr rund 30 Milliarden Yen (etwa 400 Millionen Mark) Verlust, und Weltmarktführer Honda musste im Motorradgeschäft deutliche Gewinneinbußen hinnehmen. Die Japaner hatten sich einen gnadenlosen Kampf um Marktanteile geliefert und brachten fast im Wochenrhythmus ein neues Modell heraus. Yamaha-Chef Hisao Koike und fast die gesamte Chefetage des Unternehmens mussten gehen, und auch Honda-Chef Kiyoshi Kawashima wurde abgelöst. Beide Unternehmen legten einen Großteil ihrer Anlagen still.
BMW's Strategie und Optimismus
BMW-Mann Sarfert zeigte sich von alledem unbeeindruckt und glaubte, dass die Krise auf dem Motorradmarkt ausschließlich ein Problem der Japaner sei. Er war der Meinung, dass die Kundschaft nicht mehr gewillt sei, den schnellen Modellwechsel der Japaner mitzumachen, und dass sich das Geschäft nicht mehr über den Preis machen lasse. Sarfert glaubte nicht, dass es mit BMW weiter bergab gehen könnte, sondern setzte seine Hoffnungen auf die moderne Fabrik in Berlin. BMW hatte in den vergangenen drei Jahren 300 Millionen Mark in die hochmoderne Produktionsanlage investiert.
Mit ihren wassergekühlten Vierzylinder-Motoren sollte die K 100 den schweren Japanern mehr als bisher Konkurrenz machen. Die luftgekühlten Boxer-Modelle, die BMW bereits seit 60 Jahren baute und die wegen ihrer Robustheit auch weiterhin im Angebot bleiben sollten, waren vor allem den jüngeren Motorradkunden nicht mehr schnell und spurtstark genug. Bei den schweren Modellen hatte BMW noch die besten Aussichten, mithalten zu können.
Sarfert wollte allein von der neuen Modellreihe in diesem Jahr 20.000 Einheiten produzieren, zusätzlich zu 12.000 herkömmlichen Maschinen. Er rechnete jedoch erst mit schwarzen Zahlen, wenn die Motorradsparte 35.000 Motorräder im Jahr verkaufte.
Weitere historische Aspekte
Die Firma Bayer wurde im Jahre 1932 von Albert und Ludwig Bayer gegründet. Die ersten Geschäftsräume befanden sich im Keller des elterlichen Hauses, Schillerstraße 17. Es wurden Bauschlosserarbeiten, sowie Fahrrad- und Motorradreparaturen durchgeführt. Die Maschinenfabrik Gebrüder Bayer feierte im April ihr 50jähriges Bestehen. Ehemals von Fritz Bayer als Bauschlosserei im elterlichen Haus gegründet, verfügte die Maschinenfabrik heute über ein komplettes Werkzeugschleifmaschinenprogramm. Der Schwerpunkt der Produktion liegt jedoch auf den Werkzeugmaschinen (Drehmeißel, Spiralbohrer und Schleifmaschinen).
Gleichzeitig wurde der Handel mit Motorrädern aufgenommen. Albert Bayer leitete damals den kaufmännischen und Fritz und Ludwig Bayer den technischen Bereich.
Die AWO und Simson
Die Geschichte des Motorrades begann mit einem sowjetischen Befehl. Wie Hans-Jürgen Schwanitz vom Fahrzeugmuseum Suhl berichtete, wurde Ende 1948 die Entwicklung eines 250-Kubikzentimeter-Viertaktmotors gefordert. Nachdem Anfang Juli 1949 mit drei Mustern die ersten Fahrversuche unternommen wurden, baute man in Suhl im März des Folgejahres die erste AWO 425, am 1. Mai wurde eine Nullserie von 25 AWO-Motorrädern übergeben.
Die Bezeichnung AWO 425 steht für: AWTOWELO 4/Viertaktmotor 25/250 Kubikzentimeter Hubraum. Am 1. Mai 1952 übergab die Sowjetunion das Werk an die Regierung der DDR. Damit änderte sich auch die Typenbezeichnung. Die Motorräder wurden unter dem Namen der Gebrüder Simson ausgeliefert, die 1896 in Suhl mit der Fahrradproduktion begannen: Simson 425 und Simson 425 S. Auf Weisung übergeordneter Dienstellen musste 1961 die Produktion der Simson-Motorräder eingestellt werden. Motorräder wurden ab der Zeit nur noch in Zschopau hergestellt (MZ). Bis zum Ende waren 124.140 AWO 425 und 84.569 AWO 425 S vom Band gelaufen.
BMW heute
BMWs Goalgetter, die R 1250 GS, hat ab dem 2021er-Modelljahr ebenfalls ein Kurvenlicht. Stichwort Test: BMWs neue Super Cruiser, die R 18, stellt sich BMWs beliebtem Klassiker, der R Nine T, in einem Vergleichstest: Welches Konzept überzeugt?
Vorgängerin und Begründerin der beliebten GS-Baureihe war die R 80 G/S von 1980. Ein Nachbau des Ur-Prototyps wird vorgestellt und Design-Legende Hans A. Muth erzählt die Geschichte dazu. Aus diesem zeitlichen Abschnitt stammt auch die R 1200 S. Der Sportboxer ist gebraucht sehr zu empfehlen.
Das Unternehmen, das zunächst Flugzeugmotoren und Motorräder produzierte, baute seit 1928 auch Automobile. Die Legende, wonach das BMW-Logo einen drehenden Propeller vor blauem Himmel darstellt, wurde vom Unternehmen vermutlich aus Marketinggründen verbreitet. Die im Logo verwendeten Farben Blau und Weiß beziehen sich allerdings seit jeher auf die bayerischen Landesfarben.
Verwandte Beiträge:
- Polo Motorradbekleidung: Test, Kollektion & Kaufberatung
- Motorrad Kostüm für Erwachsene: Die besten Outfits für Biker
- Angststreifen Motorrad entfernen: Tipps & Tricks
- Thermo-Unterwäsche Motorrad Herren: Test, Kaufberatung & Modelle - Perfekter Komfort beim Motorradfahren
- Kiddimoto Laufrad Holz Test: Der ultimative Ratgeber für das beste Holzlaufrad!
- Top Ducati Händler in Brandenburg – Entdecken Sie italienische Motorradkunst hautnah!
Kommentar schreiben