Dreirad-Roller erweisen sich als großartige Alternative zu Autos, um den täglichen Weg zur Arbeit zu erledigen. Praktische Begleiter im Alltag, mit denen man jeden Stau bezwingen kann. Insbesondere, da die meisten dieser Fahrzeuge inzwischen - zumindest in Österreich und Deutschland - auch mit dem B-Führerschein und ohne jeglichem Zusatz gefahren werden dürfen. Zwar wiegen sie meist mehr als ihre zweirädrigen Pendants, doch dank der doppelten Bereifung in der Front bieten sie ein Plus an Sicherheit auf schlechten, beziehungsweise rutschigen Straßen.
Dreirad-Roller mit B-Führerschein: Die Top-Modelle
Die 1000PS Redaktion hat im Rahmen der 1000PS Top Awards Wahl 2023 die besten Dreirad-Roller mit B-Führerschein gekürt. Hier sind die Favoriten:
- Peugeot Metropolis 400: Die Idee, sich an Autofahrer zu richten, macht wohl kaum ein Dreirad-Roller besser als der Peugeot Metropolis. Bereits in der Optik ist das zu erkennen: Lichtelemente und Armaturen ähneln jenen der Peugeot Autosparte stark. In Sachen Stauraum kann er zudem punkten: Dank einer praktischen Durchreiche vom Heck bis unter den Fahrersitz können auch längere Gegenstände transportiert werden. Während der Fahrt überzeugt der kräftige Motor und das gute Gefühl für die Vorderräder. Angeboten wird er in verschiedenen Varianten.
- Yamaha Tricity 300: Yamaha hat im Jahr 2020 mit dem Tricity 300 den Schritt unternommen, nun auch in der 300er Klasse der Dreirad-Roller aufzutreten. Hierbei setzt Yamaha beim Tricity 300 ebenfalls auf das Leaning Multi Wheel-Neigetechnik, ein Anti-Kipp-System, welches das Fahrzeug beim Halten an Ampeln stabil aufrecht hält.
- Piaggio MP3: Der Begründer und ewige Klassiker der Dreirad-Roller. Mit der neuen Exclusive Version hat Piaggio deutlich nachgelegt und in Sachen Ausstattung das Non plus ultra in dieser Fahrzeugklasse geschaffen: Rückfahrkamera und Retourgang haben wir auf noch keinem anderen Roller gesehen! Zudem überzeugt er mit seinem großartigen Wind- und Wetterschutz, sowie einem riesen Staufach unter der Sitzbank. Über die Jahre gab es verschiedenste Baureihen in mehreren Motorstärken, doch das Highlight ist bestimmt der aktuelle 530er Motor.
Führerscheinbestimmungen für Trikes
Optisch erinnern Trikes an motorisierte Dreiräder. Rechtlich werden Trikes als Fahrzeuge mit einer einspurigen Achse vorne und einer mehrspurigen Achse hinten definiert. Sie sind entweder klassisch mit Verbrennungsmotoren oder auch in der Elektro-Variante erhältlich.
Welchen Führerschein braucht man?
Die erforderliche Fahrerlaubnis richtet sich nach der Leistung des Trikes:
- Klasse AM: Für Trikes mit nicht mehr als zwei Sitzplätzen, einer Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h, einer Nenndauerleistung von nicht mehr als 4 kW, einer maximalen Leermasse von 270 kg und einem Hubraum von nicht mehr als 50 cm³ (Fremdzündungsmotor) oder 500 cm³ (Selbstzündungsmotor).
- Klasse A1: Für Trikes mit einer Leistung von bis zu 15 kW.
- Klasse A: Für stärkere Trikes mit einer Leistung von mehr als 15 kW.
Wichtig: Beim Umtausch in die Scheckkarte erkennt man dies anhand der Schlüsselzahlen 79.03 und 79.04 zu A1 und A.
Klasse B und Dreiräder
Die ab dem 19.1.2013 erworbene Klasse B umfasst ebenfalls das Führen von dreirädrigen Kraftfahrzeugen, jedoch nur in Deutschland (Schlüsselziffer 194). Sofern das Kraftfahrzeug allerdings eine Motorleistung von mehr als 15 kW aufweist, gilt diese Berechtigung nur, wenn der Inhaber der Fahrerlaubnis mindestens 21 Jahre alt ist.
Eine abermalige Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung zum 28. Dezember 2016 ermöglichte in Deutschland aufs Neue allen Besitzern eines Autoführerscheins den Zugang zum Dreirad-Roller. Einschränkung: Wer die Prüfung nach dem 19. Januar 2013 abgelegt hat, muss mindestens 21 Jahre alt sein um den mp3 500 zu bewegen. Wer jünger ist, darf dreirädrige Kraftfahrzeuge bis maximal 15 kW bedienen.
Dieses gilt aber ausschließlich in Deutschland - wer mit seinem starken Dreirad ins Ausland fährt, braucht den Motorradführerschein der Klasse A.
Der Stufenführerschein
Der Stufenführerschein ermöglicht es Fahrern, in einem Zeitraum von jeweils zwei Jahren Erfahrungen auf einem Fahrzeug mit einer geringeren Motorleistung zu sammeln, um dann nach einer entsprechenden praktischen Prüfung auch ohne zusätzliche Ausbildung (Zeitstunden in der Fahrschule) in die nächste Leistungsklasse aufzusteigen.
Der Stufenführerschein kann mit der Stufe 1 oder 2 begonnen werden:
- Stufe 1: A1 - 11 kW (15 PS), Mindestalter: 16 Jahre
- Stufe 2: A2 - 35 kW (48 PS), Mindestalter: 18 Jahre
- Stufe 3: A - keine Beschränkung, Mindestalter Zweirad: 20 Jahre, Dreirad: 21 Jahre
Trikes Mieten
Viele Autovermietungen bieten Trikes bereits ab 100 Euro pro Tag an. Erkundigen Sie sich am besten im Voraus, ob entsprechende Modelle verfügbar sind.
Ja, es ist sogar vom Gesetzgeber vorgeschrieben, dass Trikes nur mit Führerschein gefahren werden dürfen. Das gilt auch, wenn Sie ein Trike mieten wollen. Jedoch gibt es nicht den einen, spezifischen Führerschein für das Trike.
Wer es vollbracht hat, ein Trike zu mieten und sich ans Steuer zu setzen, wird schnell die Vorzüge des Gefährts kennenlernen. Durch den zusätzlichen Reifen herrscht eine besonders hohe Stabilität. Trikes können deshalb bei einem kontrollierten Fahrstil nicht umfallen.
Sicherheitsaspekte und Ausrüstung
Für Trikes gilt generell Helmpflicht. Diese entfällt nur, wenn das Trike mit einer zugelassenen Rückhalteeinrichtung (Sicherheitsgurt) ausgerüstet ist und diese auch benutzt wird. Es müssen geeignete Helme getragen werden.
Da der Fahrer eines Trikes 'im Freien' sitzt, sollte die Kleidung eher der eines Motorradfahrers entsprechen. Ein Trike kann nicht so ohne weiteres kippen, deshalb sind Protektoren wohl nicht erforderlich, jedoch vor Witterungseinflüssen sollte die Kleidung schon schützen.
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