Viele Motorradfahrer kennen das Problem: Das Motorrad startet gut, aber sobald es in den Leerlauf geht, stirbt der Motor ab. Dieses Problem kann verschiedene Ursachen haben, von einfachen Einstellungen bis hin zu komplexeren mechanischen Defekten. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die möglichen Ursachen und gibt Anleitungen zur Fehlerbehebung.
Mögliche Ursachen und Lösungsansätze
1. Vergaserprobleme
Der Vergaser ist ein zentrales Element für die Gemischaufbereitung. Probleme in diesem Bereich sind häufige Ursachen für das Absterben des Motors im Standgas.
1.1. Verschmutzter oder verharzter Vergaser
Bei Maschinen, die lange Zeit gestanden sind, ohne dass zuvor der Sprit aus den Schwimmerkammern abgelassen wurde, weisen diese und die darin befindlichen Düsenstöcke oft einen zähen bis festen, harzartigen Überzug auf. Diese Rückstände bilden sich, wenn im Lauf der Zeit das Benzin verdunstet. Sie setzen alle Düsen und Kanäle im Inneren des Vergasers zu und lassen sich selbst durch frischen Sprit nicht mehr lösen. Dann hilft nur noch eine gründliche Reinigung im Ultraschallbad. "Um festzustellen, ob ein Vergaser verharzt ist, schraubt man die Schwimmerkammer ab", so Wolfgang.
1.2. Falsche CO-Einstellung
Die CO-Schraube unter den Vergasern muss exakt eingestellt sein, sonst geht gar nichts. Rechts und links gleichmäßig. Wenn ich mich richtig erinnere 2 Umdrehungen nach draußen. Aber WICHTIG ist die Co Schraube. Lieber zu fett als zu mager. Wenn ich mich nicht täusche ist raus magerer rein fetter.
1.3. Leerlaufgemisch-Regulierschraube
Zunächst überprüft er die kleinen O-Ringdichtungen von Gemisch- und Standgasschraube. Vor dem Herausschrauben der Leerlaufgemisch-Regulierschraube dreht man sie zuerst vollständig bis zum Anschlag hinein und zählt die Umdrehungen. "Diese Grundeinstellung erleichtert später die Montage, speziell das Synchronisieren bei Mehrzylinder-Motoren geht dann rascher vonstatten." Nach dem Entfernen der jeweiligen Einstellschrauben kommen zunächst eine Feder, danach eine kleine Unterlegscheibe und schließlich ein O-Ring zum Vorschein.
1.4. Schwimmer und Schwimmernadelventil
Für Ärger sorgt mitunter aber auch die Schwimmereinheit selbst, bestehend aus Schwimmer und Schwimmernadelventil. "Zu den eher seltenen Defekten zählt ein undichter Schwimmer", sagt Wolfgang. "Bei Undichtigkeiten schließt das Schwimmernadelventil nicht mehr, und das Benzin läuft ungehindert in den Vergaser." Geschieht dies unbemerkt bei einem abgestellten Motorrad, kann sogar der gesamte Tankinhalt auslaufen. Dann besteht die Gefahr, dass der Sprit ebenso den Motor komplett flutet. Aus diesem Grund stets den Benzinhahn schließen, sofern möglich.
2. Falschluft
Falschluft kann ebenfalls dazu führen, dass der Motor im Standgas abstirbt. Hierbei wird Luft angesaugt, die nicht durch den Luftfilter gelangt ist, was zu einem zu mageren Gemisch führt.
2.1. Undichte Ansaugstutzen
Läuft der Motor unruhig, kann ebenso Fremdluft im Bereich der Ansaugstutzen die Ursache sein. Deshalb die Ansaugstutzen vor und nach dem Vergaser auf Dichtheit und festen Sitz kontrollieren, insbesondere die Schlauchschellen.
2.2. Luftfiltergehäuse
"Das Luftfiltergehäuse muss dicht sein, damit keine Nebenluft angesaugt wird", erklärt der Zweirad-Profi. "Der Luftstrom und die Luftmenge, die durch das Gehäuse und den Luftfilter strömt, ist genau bemessen und die Bedüsung exakt darauf abgestimmt." Nebenluft führt zur Abmagerung des Gemischs und letztlich zur Überhitzung des Motors.
3. Zündungsprobleme
Eine fehlerhafte Zündung kann ebenfalls dazu führen, dass der Motor im Standgas ausgeht.
3.1. Zündkerzen
Ebenso neue Zündkerzen. Zündkerzen raus und gegen andere gewechselt. Leider waren die „neuen“ nicht ganz neu, die hatte ich mal 1.500km gefahren.
3.2. Zündspulen
Die beiden Zündspulen sind mit dicken Kontakten mit Schrauben am Rahmen befestigt und liefern damit den Rückstrom von den Zündkerzen. Die Kontaktstelle am Rahmen wies noch Farbe auf, die im Werk nicht abgekratzt worden war und somit dem Strom einen Widerstand setzte. Habe die Farbe abgekratzt, ein Schraubenpaar war bereits im Gewinde verschweißt, habe dann einen Kupferdraht zur Masse gelegt.
4. Tankentlüftung
Eine verstopfte Tankentlüftung kann dazu führen, dass kein Kraftstoff nachfließen kann, was insbesondere im Standgas zum Absterben des Motors führt.
4.1. Überprüfung der Tankentlüftung
Könnte die Tankentlüftung sein, probier es mal mit geöffneten Tankdeckel aus. ich denke die Tankentlüftung könnte es sein. er springt an und wenn er die Leitung leer gezuzzelt hat, geht er aus. Entlüftung ist der graue Schlauch, der ins Gabeljoch läuft.
5. Ventilspiel
Ein falsches Ventilspiel kann ebenfalls die Ursache sein.
5.1. Zu enges Ventilspiel
Schau, dass Du ausreichend Ventilspiel hast. Ein zu enges Spiel macht auch so etwas.
6. Elektrische Probleme
Elektrische Defekte können ebenfalls zum Absterben des Motors führen.
6.1. Batteriepole und Massepunkt
Dennoch bitte einmal prüfen ob die Batteriepole und der Massepunkt am Motor richtig angezogen sind.
7. Choke
Die richtige Choke-Einstellung ist entscheidend.
7.1. Choke-Bedienung
Bei mir ist es so, dass wenn ich den Choke nicht nach ner zeit rein drücke, meine auch ausgeht, weil sie dann warm ist, so hat man mir das zumindest inner werkstatt erklärt, als ich mal da waralso falls du immer/demnäcchst mit choke startest, achte mal darauf, ob du ihn auch wieder rein tust.
Systematische Fehlersuche
Wichtig ist, die möglichen Fehlerquellen systematisch abzuarbeiten. Sonst läuft man Gefahr, dass es trotz intensiver Fehlersuche weiterhin ruckelt und zuckelt.
Schritt 1: Überprüfen Sie die einfachen Dinge zuerst, wie den Zustand des Luftfilters und die Tankentlüftung.
Schritt 2: Untersuchen Sie den Vergaser auf Verschmutzungen und stellen Sie sicher, dass alle Einstellungen korrekt sind.
Schritt 3: Kontrollieren Sie die Zündanlage, einschließlich der Zündkerzen und Zündspulen.
Schritt 4: Achten Sie auf Falschluftquellen und dichten Sie diese gegebenenfalls ab.
Schritt 5: Überprüfen Sie das Ventilspiel und lassen Sie es gegebenenfalls einstellen.
Schritt 6: Stellen Sie sicher, dass alle elektrischen Verbindungen fest und sauber sind.
Zusammenfassung der häufigsten Ursachen
| Ursache | Mögliche Lösung |
|---|---|
| Vergaserverschmutzung | Vergaser reinigen (Ultraschallbad) |
| Falsche CO-Einstellung | CO-Schraube korrekt einstellen |
| Undichte Ansaugstutzen | Ansaugstutzen auf Dichtheit prüfen und ggf. ersetzen |
| Verstopfte Tankentlüftung | Tankentlüftung reinigen oder Tankdeckel testweise öffnen |
| Falsches Ventilspiel | Ventilspiel prüfen und einstellen |
| Defekte Zündkerzen | Zündkerzen erneuern |
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