Die MotoGP-Saison 2024 steht ganz im Zeichen von 75 Jahren Motorrad-Weltmeisterschaft. Die Königsklasse des Motorradsports blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Die Ursprünge der Motorrad-Weltmeisterschaft gehen viel weiter zurück, wobei die MotoGP erst im Jahr 2002 die bisherige Königklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft ablöste.
Am kommenden Wochenende, den 8. bis 10. März, beginnt auf dem Lusail International Circuit im Wüstenstaat Katar die MotoGP-Saison 2024. Am 13. Juni 1949 fand das erste Rennen zu dieser statt.
Die Anfänge der Motorrad-Weltmeisterschaft
Das erste Motorrad mit Benzinmotor, das in Serie produziert wurde, stammt aus dem Jahr 1894 und hört auf den Namen „Hildebrand & Wolfmüller“. 13 Jahre später, im Jahr 1907, fand mit der legendären Isle of Man TT das erste offizielle Motorrad-Rennen der Welt statt.
Eine Motorrad-Straßen-Weltmeisterschaft wurde vom Motorrad-Weltverband FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme) für 1949 erstmals ausgeschrieben. Nachdem die Europameisterschaft in den 1930er-Jahren das höchste internationale Prädikat war, wurde diese vom Motorrad-Weltverband FIM nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 wiederbelebt und auch 1948 ausgeschrieben.
Als erstes WM-Event für den Motorrad-Straßenrennsport befand man die traditionsreiche und seit 1907 ausgetragene Tourist Trophy auf der zu Großbritannien gehörenden Isle of Man in der Irischen See als den geeignetsten Austragungsort. Nach den ersten Trainingsfahrten verschiedener Klassen war es am Montag, dem 13. Juni 1949, den Rennfahrern der Klasse bis 350 ccm vorbehalten, den ersten WM-Lauf der Geschichte zu bestreiten.
Auf der Isle of Man wurden die Klassen damals in Lightweight-TT, Junior-TT und Senior-TT unterteilt, was im Continental Circus auf dem europäischen Festland den Klassen bis 250, 350 und 500 ccm entsprach. Wie erwähnt, trugen in der reichlichen Rennwoche die 350er- respektive Junior-TT-Piloten ihr Rennen als Erste aus.
Für dieses Auftaktrennen galt der Brite Leslie "Les" Graham auf seiner Zweizylinder-AJS, die wegen der Rippen-förmigen Zylinder auch "Porcupine" (zu Deutsch Stachelschwein) genannt wurde, als der große Favorit. Nachdem die 100 Probanden bei schönem Rennwetter paarweise auf den Mountain Circuit geschickt wurden, war es tatsächlich Les Graham, der dem Rennen seinen Stempel aufdrückte und die erste Runde als Schnellster mit 19 Sekunden Vorsprung abschloss.
Doch schon in der zweiten von sieben Runden auf dem 37,73 Meilen gleich 60,720 Kilometer langen Kurs musste er sein Motorrad mit Kupplungsdefekt abstellen. Dadurch lag Bill Doran auf der zweiten AJS an der Spitze des Klassements, doch in der letzten Runde und nur ca. 20 Kilometer vor dem Ziel traf auch ihn die Defekthexe in Form eines kaputten Getriebelagers.
Das eröffnete Freddie Frith mit seiner Velocette die Chance auf den Sieg. Er hatte im finalen Umlauf auf Bill Doran ohnehin mächtig aufgeholt und dabei in 26:35 Minuten und einem Schnitt von 135,55 km/h die schnellste Runde gedreht. Seine Siegerzeit betrug letztendlich für die Renndistanz von 425,044 Kilometern 3:10:26,0 (133,817 km/h). Die weiteren ersten WM-Rennen gewannen Harold Daniell (500 ccm, Norton) und der Ire Manliff Barrington (250 ccm, Velocette).
Damals traten die Fahrer in verschiedenen Hubraumklassen an. Unterteilt wurden die Meisterschaften in 50 ccm bzw. 80 ccm, 125 ccm, 250 ccm, 350 ccm und 500 ccm für Solo-Maschinen, beziehungsweise in 500 ccm für Motorräder samt Beiwagen. In der Anfangszeit dominierten vor allem englische und italienische Marken mit Viertaktmotoren das Geschehen.
Abgesehen von den Six Days International Enduro, die 1913 im englischen Carlisle erstmals als (inoffizielle) Mannschaftsweltmeisterschaft ausgetragen wurde, war Speedway die erste Motorsportdisziplin, in der ein Motorrad-Einzel-Weltmeister eines Jahres gekürt wurde. 1936 sicherte sich der Australier Lionel von Praag in London diesen Eintrag für die Ewigkeit in den Geschichtsbüchern. Im Motocross schrieb die FIM 1957 die erste Weltmeisterschaft aus, allerdings zunächst nur für die 500-ccm-Klasse. Erster Titelträger wurde der Schwede Billy Nilsson auf einer britischen AJS.
Veränderungen und Entwicklungen im Laufe der Jahre
Viel ist in dieser Zeit geschehen und viele Meilensteine wurden gesetzt. So wurde zum Beispiel beim Grands Prix von Frankreich in Le Mans im letzten Jahr der 1.000. Motorrad-GP der Geschichte ausgetragen. Am Saisonende 2023 waren 1.015, bei denen bis dahin 3.371 Rennen für Soloklassen zur Austragung kamen. 126 Fahrer konnten sich bis dato ein- oder mehrmals als Weltmeister feiern lassen.
1983 wurde zunächst die 350-ccm-Klasse ersatzlos gestrichen, ein Jahr darauf die 50-ccm-Klasse durch die 80er-Klasse ersetzt. Auch der klassische Rennstart, der seinerzeit noch mit dem Anschieben der Rennmaschinen einherging, wurde Ender der 1980er Jahre durch einen stehenden Start ersetzt.
In den 1990er Jahren wurden dann auch noch die 80-ccm-Klasse und die Seitenwagen-Rennen aus dem Programm entfernt, bis zum Jahr 2001 wurde dann ausschließlich in den Hubraum-Klassen 125 ccm, 250 ccm und 500 ccm gefahren.
Zeitgleich etablierte sich ebenfalls unter dem Dach der FIM die sogenannte Superbike-Weltmeisterschaft (SBK), in der Fahrer und Teams mit seriennahen Motorrädern an den Start gingen. Sie wurde ursprünglich von den vier großen japanischen Herstellern Honda, Yamaha, Kawasaki und Suzuki ins Leben gerufen.
Im Lauf der Saison 2001 wurde der Druck der japanischen Hersteller, allen voran Honda, auf den Dachverband so groß, dass es zu einer weitreichenden Umstrukturierung innerhalb der Motorrad-WM kam.
Die MotoGP-Ära
Mit dem neuen Branding folgten auch neue Regularien. So kamen in der Königsklasse des Motorradsports fortan Viertaktmotoren mit maximal 990 cm Leistung zum Einsatz. Im finalen Jahr der ursprünglichen Motorrad-WM mit 500 ccm Hubraum (2001) krönte sich der „Doctor“ Valentino Rossi zum Weltmeister.
Auch die Anfänge der MotoGP sollten an den Italiener gehen, der zwischen 2002 und 2005 ganze vier Titel als Fahrerweltmeister einheimste, zunächst auf einer Honda-Maschine, dann auf Yamaha. Rossi führt gemeinsam mit dem Spanier Marc Márquez die Bestenliste der Fahrerweltmeister an - beide Piloten kommen bislang auf sechs Weltmeistertitel in der MotoGP.
Die kleineren Hubraumklassen (125 ccm und 250 ccm) fanden auch weiterhin unter dem Dach der Motorrad-WM statt. Davon versprach sich die FIM eine erhöhte Sicherheit für die Piloten, da die Geschwindigkeiten geringer ausfallen sollten. In der Praxis war davon allerdings kaum etwas zu merken. Tatsächlich konnte die Geschwindigkeit in den Kurven sogar erhöht werden, sodass es häufiger zu Stürzen kam.
Zur Saison 2012 wurde der Hubraum dann wieder angehoben. Ab dieser Saison waren die Bikes mit 1.000 ccm Hubraum ausgestattet, gleichzeitig wurde die maximale Zylinderzahl auf vier beschränkt. Es begann die Dominanz der spanischen Fahrer: Zwischen 2012 und 2020 wanderte der Titel des Fahrerweltmeisters nach Spanien.
Marc Márquez auf Honda krönte sich ganze sechs Mal zum Weltmeister (zuletzt in der Saison 2019), Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo sicherte sich zwei weitere Titel, während die Krone in der Saison 2020 an Joan Mir ging.
Seit 2016 gilt innerhalb der technischen Regularien ein Mindestgewicht von 158 kg für ein Bike in der MotoGP-Klasse. Die Leistung eines Motorrades ist hingegen nicht reguliert und wird aus Wettbewerbsgründen lediglich in Untergrenzen bemessen.
Schätzungen zufolge leistet ein aktuelles Motorrad in der MotoGP zwischen 260 und 300 PS. Damit sind Geschwindigkeiten von über 360 km/h möglich. Den aktuellen Rekord stellte der Ducati-Pilot Jorge Martín im Jahr 2022 im italienischen Mugello auf. 363,6 km/h schnell war der Spanier. Damit liegt die MotoGP in Sachen Top-Speed fast auf Augenhöhe mit der Formel 1.
Mit satten 21 Rennen fällt der MotoGP-Kalender so umfangreich aus, wie nie zuvor. Das zweimalige Weltmeister Pedro Acosta wechselt 2024 in die Königsklasse und startet an der Seite von Augusto Fernandez für GasGas. Gresini setzt für 2024 auf das Duo Márquez: Die Brüder Marc und Alex Márquez starten auf Ducati.
Legendäre Fahrer und ihre Erfolge
Der Fahrer mit den meisten Weltmeistertiteln ist der Italiener Giacomo Agostini mit 15 in seiner WM-Zeit von 1965 bis 1977 errungen Kronen, allesamt in der 350- und 500-ccm-Klasse. Ihm folgt der Spanier Angel Nieto, der in den kleinen Klassen bis 50 bzw. 125 ccm 13 Titel einheimste, aus Aberglaube aber Zeit Lebens von 12 + 1 Titel sprach. Gemeinsam auf dem dritten Platz dieses Rankings liegen der Brite Mike Hailwood und die Italiener Valentino Rossi und Carlo Ubbiali mit jeweils neun Kronen.
Mit jeweils sieben WM-Titeln in Folge ist Giacomo Agostini auch der Fahrer mit den längsten Serien. 399 Fahrer haben von 1949 bis einschließlich 2023 in den Solklassen Grands Prix gewonnen. Auch in dieser Statistik ist "Ago Nazionale" ganz vorn zu finden, nämlich mit 122 Grand-Prix-Siegen. Ihm folgen Valentino Rossi (115), Angel Nieto (90), Marc Marquez (85) und Mike Hailwood (76).
Hier eine Auswahl weiterer legendärer Fahrer:
- Hugh Anderson (Neuseeland): In den 1960ern gelangen Anderson beeindruckende 25 Grand-Prix-Siege und vier Titel.
- Hans-Georg Anscheidt (Deutschland): Von 1962 bis 1968 einer der besten Fahrer in der 50-ccm-Klasse, mit drei WM-Titeln auf Suzuki.
- Kork Ballington (Südafrika): Vier WM-Titel in den Klassen 250er und 350er.
- Max Biaggi (Italien): Vier aufeinanderfolgende WM-Siege in der 250er-Klasse.
- Alex Criville (Spanien): 500er-Weltmeister 1999.
- Stefan Dörflinger (Schweiz): Dominierte Mitte der 1980er die kleinen Motorrad-Klassen mit vier Titeln.
- Mick Doohan (Australien): Fünf WM-Erfolge in Serie (1994 bis 1998).
- Andrea Dovizioso (Italien): Weltmeister der 125er-Klasse und dreimal Vizeweltmeister in der MotoGP.
- Geoff Duke (Großbritannien): Sechs WM-Titel in den 1950er-Jahren.
- Wayne Gardner (Australien): 500er-Weltmeister 1987.
- Mike Hailwood (Großbritannien): Neun WM-Titel in verschiedenen Klassen.
- Nicky Hayden (USA): MotoGP-Weltmeister 2006.
- Daijiro Kato (Japan): 250er-Weltmeister 2001.
- Eddie Lawson (USA): Vier WM-Titel in der 500er-Klasse.
- Jorge Lorenzo (Spanien): Fünf WM-Titel (zwei in der 250er-Klasse, drei in der MotoGP).
- Anton Mang (Deutschland): Fünf WM-Titel in den Klassen 250er und 350er.
- Jorge Martinez (Spanien): Vier WM-Titel in den Klassen 80er und 125er.
- Angel Nieto (Spanien): 13 WM-Titel in den kleinen Klassen.
- Dani Pedrosa (Spanien): Drei WM-Titel (zwei in der 250er-Klasse, einer in der 125er-Klasse).
- Wayne Rainey (USA): Drei WM-Titel in der Königsklasse.
- Phil Read (Großbritannien): Sieben WM-Titel in verschiedenen Klassen.
- Jim Redman (Großbritannien): Sechs Weltmeisterschaften (vier in der 350er-, zwei in der 250er-Klasse).
- Kenny Roberts (USA): Drei WM-Titel in Serie (1978-1980).
- Kenny Roberts jun. (USA): 500er-Weltmeister 2000.
- Jarno Saarinen (Finnland): 250er-Weltmeister 1972.
- Kevin Schwantz (USA): 500er-Weltmeister 1993.
- Barry Sheene (Großbritannien): Zwei WM-Titel in der 500er-Klasse.
- Marco Simoncelli (Italien): 250er-Weltmeister 2008.
- Freddie Spencer (USA): Drei WM-Titel (zwei in der 500er, einer in der 250er).
- Casey Stoner (Australien): Zwei WM-Titel in der MotoGP.
- John Surtees (Großbritannien): Sieben WM-Titel in den 1950er-Jahren.
- Luigi Taveri (Schweiz): Drei 125er-Weltmeistertitel.
- Carlo Ubbiali (Italien): Neun WM-Titel.
- Franco Uncini (Italien): 500er-Weltmeister 1982.
Erfolgreiche Hersteller
Honda ist mit 821 Siegen der erfolgreichste Hersteller im Grand-Prix-Sport (Solo-Klassen), gefolgt von Yamaha (520), Aprilia (297), MV Agusta (275) und Kalex (176).
Bis zum Ende der Saison 2022 kürten sich Fahrer auf Honda-Bikes ganze 25 Mal zum Weltmeister.Auf Platz 2 folgt MV Augusta aus Italien mit 16 Titeln, auf Platz 3 Yamaha mit 14. 46-Mal fuhr der MotoGP-Weltmeister ein Bike aus Japan, damit liegt das Land des Lächelns unangefochten an der Spitze.
Legendäre Strecken
Fahrer aus 30 Nationen haben Solo-Grand-Prix-Rennen gewonnen. In ebenfalls 30 Ländern wurden bisher Grands Prix ausgetragen. Einsamer Rekordhalter ist die Niederlande, wobei bislang 74 Mal in Assen gefahren wurde. 2023 wurde Indien mit dem Buddh International Circuit als jüngstes Land in den Kalender aufgenommen. 2024 wird Kasachstan das 31.
Auf dem Sachsenring gastierte die Motorrad-WM bislang 37 Mal, von 1961 bis 1972 auf der alten 8,618 Kilometer langen alten Strecke mit Stadt- und Walddurchfahrt sowie seit 1998, mit Ausnahme 2020 aus besagtem Grund (Corona), auf dem neuen modernen Kurs. In diesem Jahr kommen die Zweirad-Artisten vom 5. bis 7. Juli.
Der Sachsenring: Eine besondere Strecke mit viel Geschichte
Der Sachsenring hat zum diesjährigen Jubiläum viel zu erzählen. Am 26. Mai 1927 wurde hier das erste Motorradrennen gestartet, damals hieß es noch Badberg-Vierecksrennen. Mehr als 140.000 Zuschauer säumten die Strecke. Bei der zweiten Auflage im Folgejahr gab es einige Verletzte und mehrere tödliche Unfälle, woraufhin die Rennen verboten wurden.
Erst 1934 wagten die Organisatoren einen Neubeginn. Schon bald war der „Sachsenring“, der seinen Namen 1937 erhielt, nicht mehr wegzudenken. Im Gegenteil. Der Kurs wurde immer bekannter und schnell Bestandteil internationaler Rennkalender. 1936 und 1938 wurde der „Große Preis von Europa“ auf der Strecke ausgetragen, der mit der Bedeutung der heutigen Weltmeisterschaft vergleichbar ist. Die Renndistanz betrug bei den 500ern 40 Runden, was circa 350 Kilometern entsprach. Dafür drehten die Fahrer zweieinhalb Stunden am Gas.
Die Helden aus der Vorkriegszeit hießen Ewald Kluge, Georg Meier, James Guthrie und Bernd Rosemeyer. Sie schrieben auf der 8,7 Kilometer langen Naturrennstrecke Geschichte. Dann kam der Krieg. Die Region lag am Boden. Doch gleich danach kamen die Motorräder schnell wieder ins Rollen. Schon 1949 strömten die Zuschauer in Scharen an den Ring zurück.
Von 1961 bis 1972 rollten die ganz Großen der Szene mit dem WM-Tross an und gaben sich die Klinke in die Hand: Giacomo Agostini, Mike Hailwood, Angel Nieto, Dieter Braun. Der Sachsenring hatte es geschafft: Es wurden WM-Rennen in den Soloklassen ausgetragen. „Ago“ schrieb sich in dieser WM-Ära 1968 mit der schnellsten Rennrunde in die Geschichtsbücher ein. Er brauchte 2:55,4 Minuten, was einem Schnitt von 176,798 km/h entspricht.
1973 war damit Schluss. Die DDR-Regierung gestattete nur noch Rennen mit der Beteiligung aus den östlichen Staaten. Westliche Fahrer wurden nicht mehr zugelassen. Erst 1990 gab es wieder Rennen für alle. Doch es wurde das vorerst letzte Jahr vor einer Pause. Die Stadtdurchfahrt ließ Wettkämpfe in dieser Form nicht mehr zu. Der Ring führte direkt durch die Ortschaft Hohenstein-Ernstthal.
Die Errichtung eines Verkehrssicherheitszentrums am Sachsenring eröffnete 1995 aber dann ganz neue Möglichkeiten. Daraus wird nach einem Umbau von 1996 nämlich bis heute nach Bedarf eine Rennstrecke für Autos und Motorräder gemacht. Der „neue“ Sachsenring besteht zu Teilen aber auch aus dem alten Kurs, wurde aber nach höchsten Sicherheitsstandards ausgebaut und tangiert den öffentlichen Verkehr nicht mehr.
Die heutige Anlage hat eine permanente und zeitgemäße Boxenanlage, einen neuen Start- und Zielturm und eine der modernsten Race Control-Anlagen. Unter diesen Voraussetzungen kehrte 1998 auch der Grand-Prix-Zirkus an die historische Stätte zurück. Erst im letzten Jahr wurde auf dem Sachsenring die komplette Asphalt erneuert.
Statistiken und Zahlen
Hier sind einige interessante Fakten und Zahlen zur Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft:
- 1.015 Grands Prix wurden bis zum Saisonende 2023 ausgetragen.
- 3.371 Rennen für Soloklassen fanden bis dahin statt.
- 126 Fahrer konnten sich bis dato ein- oder mehrmals als Weltmeister feiern lassen.
- 15 WM-Titel gewann Giacomo Agostini.
- 13 WM-Titel gewann Angel Nieto.
- 399 Fahrer haben Grands Prix in den Soloklassen gewonnen.
- 122 Grand-Prix-Siege errang Giacomo Agostini.
- 115 Grand-Prix-Siege errang Valentino Rossi.
- 90 Grand-Prix-Siege errang Angel Nieto.
- 85 Grand-Prix-Siege errang Marc Marquez.
- 76 Grand-Prix-Siege errang Mike Hailwood.
- 821 Siege erzielte Honda als Hersteller.
- 520 Siege erzielte Yamaha als Hersteller.
- 297 Siege erzielte Aprilia als Hersteller.
- 275 Siege erzielte MV Agusta als Hersteller.
- 176 Siege erzielte Kalex als Hersteller.
- 30 Nationen stellten Grand-Prix-Sieger.
- 30 Länder richteten bisher Grands Prix aus.
- 74 Grands Prix fanden in Assen (Niederlande) statt.
Einige bemerkenswerte Jubiläumsrennen und ihre Sieger:
- 100. Grand Prix: Spanien 1962 in Montjuich - Hans-Georg Anscheidt (Kreidler)
- 200. Grand Prix: Belgien 1970 in Spa-Francorchamps - Giacomo Agostini (MV Agusta)
- 250. Grand Prix: Belgien 1974 in Spa-Francorchamps - Phil Read (MV Agusta)
- 300. Grand Prix: Schweden 1978 in Anderstorp - Barry Sheene (Suzuki)
- 400. Grand Prix: Frankreich 1986 in Le Castellet - Eddie Lawson (Yamaha)
- 500. Grand Prix: Europa 1993 in Barcelona - Wayne Rainey (Yamaha)
- 600. Grand Prix: Katalonien 2000 in Barcelona - Kenny Roberts Jr. (Suzuki)
- 700. Grand Prix: Deutschland 2006 auf dem Sachsenring - Valentino Rossi (Yamaha)
- 750. Grand Prix: Niederlande 2009 in Assen - Valentino Rossi (Yamaha)
- 800. Grand Prix: Frankreich 2012 in Le Mans - Jorge Lorenzo (Yamaha)
- 900. Grand Prix: Aragon 2017 in Alcaniz - Marc Marquez (Honda)
- 1000. Grand Prix: Frankreich 2023 in Le Mans - Marco Bezzecchi (VR46-Ducati)
| Fahrer | WM-Titel |
|---|---|
| Giacomo Agostini | 15 |
| Angel Nieto | 13 |
| Mike Hailwood | 9 |
| Valentino Rossi | 9 |
| Carlo Ubbiali | 9 |
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