Motorradhelm Beleuchtung Nachrüsten: Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Gerade für Motorrad- und Rollerfahrer spielt die richtige Beleuchtung eine wichtige Rolle für die Sicherheit. Motorräder sind im Dunkeln schlechter zu erkennen als Autos. Im Straßenverkehr ist es besonders wichtig von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. Allerdings kann es, gerade bei schlechten Wetterverhältnissen, schnell passieren, dass du von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen wirst.

Um das zu vermeiden, solltest du dein Motorrad mit einer ausreichenden Beleuchtung ausstatten. Sinnvoll ist es einen hellen Scheinwerfer und eventuell Zusatzscheinwerfer sowie Nebelscheinwerfer zu befestigen, um auch bei Nebel oder im Dunkeln wahrgenommen zu werden. Wir empfehlen dir ebenfalls Kleidung mit Reflektoren anzuziehen oder zusätzliche Reflektoren an deinem Motorrad zu befestigen.

Gesetzliche Vorgaben für Motorradbeleuchtung

In Deutschland gibt es einige Vorgaben, die du beim Einbau von neuer Motorrad Beleuchtung beachten solltest. Bei einem Motorrad Scheinwerfer sind zum Beispiel nur Leuchtmittel mit weißem Licht erlaubt. Im Gegensatz dazu muss es sich beim Rücklicht um rote Beleuchtung handeln. Gelbes Licht hingegen darf nur an den Seiten (also beim Blinker zum Beispiel) verbaut werden. Beachte auch, dass nur Beleuchtung montiert werden darf, die entweder gesetzlich vorgeschrieben oder gesetzlich zusätzlich erlaubt ist.

In der EU ist die sogenannte E-Zertifizierung, auch E-Prüfzeichen genannt, für Beleuchtung gesetzlich vorgeschrieben. Achte also beim Kauf eines neuen Scheinwerfers, der neuen Motorrad Blinker oder eines Zusatzscheinwerfers, darauf das eine E-Zertifizierung vorliegt. Ansonsten ist die Beleuchtung nicht für den Straßenverkehr zulässig. In unserem Online Shop findest du natürlich einige Scheinwerfer und Motorrad Zusatzscheinwerfer mit einer E-Zulassung.

Halogen vs. LED Scheinwerfer

Bei der Beleuchtung an Motorrad gibt es zwei gängige Varianten - Halogen und LED Scheinwerfer. Halogen ist eine eher ältere Technik, die aber viele Motorradhersteller noch verwenden. Im Grunde genommen ist ein Halogen Scheinwerfer vereinfacht gesagt die Weiterentwicklung einer herkömmlichen Glühbirne. Dabei punktet diese Technik vor allem mit ihrem günstigen Preis und wird genau deshalb von vielen Herstellern als Standardausstattung verwendet. Die einfache Installation ist ein weiterer Pluspunkt eines Halogen Scheinwerfers.

LED Beleuchtung wird immer beliebter und auch einige Hersteller verbauen mittlerweile serienmäßig LED Scheinwerfer an den neuen Motorrad Modellen. Die LED Technik ist zwar etwas teurer als die herkömmlichen Halogenlampen, hat aber entscheidende Vorteile. Zwei der wohl wichtigsten Vorteile sind die lange Lebensdauer und die starke Leuchtkraft von Motorrad LED Scheinwerfern. Außerdem sind sie deutlich platzsparender, haben einen geringen Energieverbrauch und sind robuster als die Halogen-Variante.

Installation eines neuen Motorradscheinwerfers

Der Einbau eines neuen Motorrad Scheinwerfers ist in der Regel relativ einfach. Mit nur wenigen Handgriffen kannst du bereits deinen neuen Motorrad LED Scheinwerfer einbauen. Falls du zum ersten Mal einen Scheinwerfer wechselst, empfehlen wir dir ein Foto von den Kabeln zu machen, um diese später richtig anzubringen. Wichtig ist es auch, dass du die vorhandenen Kabel nicht durchschneidest.

Bei der Auswahl der Beleuchtung am Motorrad kannst du dich grundsätzlich austoben. Achte dabei auf die gesetzlichen Vorgaben, wie zum Beispiel die Pflicht für Motorrad Blinker. Für maximale Sicherheit an deinem Motorrad, empfehlen wir dir ausreichend LED Beleuchtung an deinem Motorrad anzubringen. Die große Auswahl an Licht Sets, die speziell für dein Fahrzeug Modell hergestellt sind, ermöglichen es dir das Passende für dich und dein Bike zu finden.

LED-Lichttechnik zum Nachrüsten

Motorräder kommen heutzutage oftmals ab Werk mit LED-Scheinwerfern. Diese erlauben ein modernes und markenspezifisches Erscheinungsbild - plus natürlich eine gute und oftmals punktgenaue Ausleuchtung. All das bietet eine Umrüstung auf LED bei älteren Motorrädern zwar nicht, dennoch ist die Leuchtdiode womöglich auch hier eine reizvolle Option. Schließlich gefällt die LED (light emitting diode) mit hoher Leuchtkraft bei zugleich vergleichsweise niedrigem Stromverbrauch. Wo sich eine Halogenbirne 55 oder gar 60 Watt gönnt, fordert beispielsweise die Philips Ultinon Pro6000 LED nur 15 Watt von der Lichtmaschine - und leuchtet trotzdem mindestens genauso hell.

Wichtig sind jedoch zwei Punkte: Zum einen natürlich die Zulassung, denn nur dann dürfen LED-Lampen auch im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden. Zu Redaktionsschluss bietet nur Philips eine Einsatzerlaubnis für Motorräder, Osram will Mitte Oktober aber ebenfalls Zweirad-Zulassungen für die Night Breaker LED anbieten. Auf der jeweiligen Hersteller-Homepage können sich Interessenten dann informieren, ob die Lampen auch für ihr Motorrad zugelassen sind - und sich die mitzuführende Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG) herunterladen. Von nicht zugelassenen LED-Lösungen raten wir übrigens dringend ab: Die Leuchtleistung einer mitgetesteten China-LED-H7 ist quasi inexistent, siehe Bildergalerie.

Der zweite wichtige Aspekt hat mit der sogenannten Adaption zu tun, also der Anpassung des Auges an Helligkeitsverhältnisse: Wird der Lichtkegel auf dem Asphalt heller, passt sich die Pupille durch Verengung an. Dadurch wird aber zugleich alles außerhalb des Lichtkegels als dunkler wahrgenommen, was bei Nachtfahrten kontraproduktiv sein kann. Mehr ist hier nicht immer besser.

Tagfahrlicht, Positionsleuchten und Zusatzscheinwerfer

Besser sehen und gesehen werden, das funktioniert wie beschrieben über mehr Licht vom Hauptscheinwerfer, alternativ können aber auch zusätzliche Scheinwerfer als weitere Lichtquellen agieren. Mit so manchem Zusatznutzen, wenn die Regeln befolgt werden. Generell gilt: Am Motorrad darf nur jene Art von Beleuchtung montiert werden, die gesetzlich vorgeschrieben oder zusätzlich erlaubt ist (also beispielsweise keine Unterbodenbeleuchtung oder LED-Lichterkette). Außerdem müssen alle Leuchten und Reflektoren über ein ECE- (großes E plus Ziffer) oder EG-Prüfzeichen (kleines e plus Ziffer), also eine Zulassung verfügen.

Das klingt erst mal klar und überschaubar, wird im Detail dann aber doch etwas komplizierter. Denn erstens müsst ihr als Käufer darauf achten, dass die Leuchte auch tatsächlich für den vorgesehenen Einsatzzweck zugelassen ist - dazu steht neben dem Prüfzeichen ein weiteres Kürzel, wie F3 für Nebelscheinwerfer oder RL für Tagfahrlicht. Und zweitens gelten weitere Besonderheiten bei den Montageorten und dem Betrieb - so dürfen Tagfahrlicht und Abblendlicht beispielsweise nicht gleichzeitig leuchten. Hochwertige Produkte aus dem Zubehörhandel kommen in der Regel mit Anleitung und entsprechender Funktionalität, sodass an der Lichtanlage auch selbst nachgerüstet werden kann.

Mittlerweile sollte sich auch die Legalität von in den Blinkern integrierten, gelben Positions- bzw. Begrenzungsleuchten herumgesprochen haben, wie sie Honda ab Werk verbaut. Diese sind seit 2016 laut UNECE- Vorschrift 53.01 erlaubt und dürfen prinzipiell auch selbst nachgerüstet werden.

LightMode - leuchtende Nachrüstkits für Helme

Ihr möchtet euren Helm aufpimpen und für bessere Sichtbarkeit sorgen? Dann könnten die die Nachrüstkits von LightMode, die euren Helm „erleuchten“, interessant für euch sein.

Die Nachrüstkits von LightMode dürften sich überwiegend für zwei Zielgruppen eignen: Zum einen haben Motorradfahrer, die ihren Helm optisch schon immer verändern wollten, hiermit die Möglichkeit farbige Streifen zu installieren, die zudem noch leuchten können. Primär richten sich die Beleuchtungslösungen allerdings an Motorradfahrer, die ihre Sichtbarkeit verbessern wollen - vor allem nachts und bei eher trübem Wetter. Dabei bietet Lightmode verschiedene Style-Varianten an.

Neutron, Electron und Proton

Insgesamt können Käufer zwischen den drei Varianten Neutron, Electron und Proton wählen. Die Funktionsweise ist einfach. Die Sets werden per Klebestreifen oder mitgeliefertem Flüssigkleber am Helm angebracht. Am einfachsten ist die Neutron-Variante zu installieren, bei der die Klebestreifenmethode zum Einsatz kommt. Ein Flüssigkleber wird nicht benötigt. Die Streifen lassen sich wie ein Sticker an den Helm kleben. Käufer können zwischen diversen Farben wählen. Bei beiden Sets werden dünne Drähte geliefert, die mithilfe von Klebesticks temporär am Helm befestigt werden. Beim Design haben Käufer freie Hand und jede Menge Kreativitätsspielraum.

Nachdem die Drähte so positioniert wurden, wie sie am Ende am Helm befestigt werden soll, kann der Draht mithilfe eines Flüssigklebers final aufgeklebt werden. Um abstehende Kleberreste zu verhindern, wird eine weitere Flüssigkeit mitgeliefert, die relativ schnell an selbiger Stelle aufzutragen ist. Für Strom sorgt eine kleine Box, die zusätzlich am Helm befestigt werden muss und und ähnlich wie eine Actioncam installiert wird. Die Drähte werden daraufhin mit der kleinen Box, die übrigens ebenfalls leuchten kann, verbunden. Geladen wird per USB-Anschluss. Die Batterie, die für die Stromversorgung sorgt, soll je nach Beleuchtungsvariante sechs oder sieben Stunden halten. Die Betriebsdauer lässt sich auf elf oder zwölf Stunden steigern, wenn man sich für den „blinkenden“ Modus entscheidet. Laut Hersteller ist das System wasserdicht. Die Electron-Kits sind ab 149 US-Dollar zu haben. Für die Proton-Variante werden mindestens 169 US-Dollar fällig. Der Versand erfolgt übrigens aus den USA. Ganz neu sind die Helmsets von LightMode übrigens nicht. Bereits 2014 wurde eine Crowdfundingkampagne erfolgreich abgeschlossen, die bei der Markteinführung geholfen hat.

Zudem stellt sich abschließend die Frage, wie die Rechtslage in Deutschland ist. Darf so ein leuchtender Helm überhaupt im Straßenverkehr verwendet?

Weitere Produkte für mehr Sicherheit

Beginne dein nächstes Abenteuer mit einem praktischen Begleiter an deiner Seite: TYREinflate 4000 ist eine kabellose und wiederaufladbare Reifenpumpe mit Li-Ion-Akku, die gleichzeitig als Powerbank dient. Pumpe einen platten Reifen in nur 3,5 Minuten1 auf. Die Auto-Stopp-Funktion und das Luftablassventil helfen dir dabei, den Reifendruck optimal zu halten. Das LED-Display ist hintergrundbeleuchtet und somit gut lesbar. Wenn du den Reifendruck mehrerer Motorräder im Auge behalten möchtest, speichert das Gerät bis zu vier verschiedene Druckeinstellungen. Dank der integrierten Taschenlampenfunktion sind Pausen in der Nacht oder spätes Ankommen kein Problem mehr.

Die handliche, leichte Reifenpumpe TYREinflate 2000 kann der ideale Begleiter für dein nächstes Motorradabenteuer werden. Mit dem digitalen Display mit Hintergrundbeleuchtung kannst du die Angaben sofort erfassen. Wenn du mehr als ein Motorrad nutzt, kann der TYREinflate 2000 bis zu vier verschiedene Werte speichern. Du musst nicht neben deinem Motorrad stehen, während die Pumpe ihre Arbeit erledigt. Mit der eingebauten Auto-Stopp-Funktion stoppt der Inflator automatisch, wenn der richtige und voreingestellte Druck erreicht ist. Lade das Gerät einfach mit dem mitgelieferten USB-Kabel auf und nutze es als Powerbank an entlegenen Orten. Dann ist auch die integrierte Taschenlampenfunktion praktisch. Ein platter Reifen muss nicht länger ein Hindernis sein!

Mit OSRAM TYREseal 450 kannst du bis zu 6 mm große Löcher3 problemlos mit modernster Partikel-Gel-Technologie abdichten und anschließend deine Reifen mit einer Reifenpumpe wie dem TYREinflate 2000 oder 4000 wieder aufpumpen. Nach der Selbstreparatur kannst du noch bis zu 200 km weiterfahren, um den Reifen wechseln zu lassen. Bitte suche dennoch schnellstmöglich eine Werkstatt auf! Um Geld zu sparen, kannst du deinen Reifen sogar komplett reparieren lassen, da das Dichtmittel wieder ausgespült werden kann.

Manchmal gerät man im Straßenverkehr in Situationen, in denen alles ganz schnell geht und ein Unfall unvermeidbar ist. Danach kannst du dich möglicherweise nicht mehr vollständig an das Geschehene erinnern. Damit du dich auf die Straße konzentrieren kannst, zeichnen hochauflösende Weitwinkel-Dashcams auf, was möglicherweise außerhalb deines Sichtfelds passiert. Potenziell wichtiges Bildmaterial wird gesichert und steht für spätere Analysen zur Verfügung.4 Kontrastreiche Schwarz-Weiß-Nachtbilder der ROADsight 50 Dashcam können dazu beitragen, dass selbst bei einer Kollision im Dunkeln kaum ein Detail übersehen wird.

Vorsicht ist besser als Nachsicht: Packe unsere LEDguardian TA20 ein und sei vorbereitet, damit du bei einer nächtlichen Panne unterwegs schon von weitem gesehen wirst. Mit seinen eher geringen Abmessungen passt es problemlos in einen Rucksack. Du kannst das Abenteuer deines Lebens erleben, denn die TA20 hält schwierigen Wetterbedingungen stand, da sie beständig gegen eindringendes Wasser, Staub und Stöße ist und über eine besonders hohe Windbeständigkeit verfügt.

OSRAM bietet spezielle Motorroller-Lampen an, die am entsprechenden Symbol auf der Verpackung zu erkennen sind. Gleichzeitig sind OSRAM Autolampen ebenfalls für den Einsatz in Motorrädern geeignet. Performance-Motorradlampen bringen im Vergleich zu Standard-Motorradlampen deutlich mehr Licht auf die Straße.

Einfach von Halogen- zu LED-Licht wechseln - mit der NIGHT BREAKER LED. Zugelassen für den Straßenverkehr in vielen Ländern und speziell für Motorräder entwickelt12. Die leistungsstärksten Halogenlampen von OSRAM. Erhältlich als H4, H7 und H11. Unsere innovative Laserablationstechnologie in Kombination mit einer hochentwickelten Wendel macht den Unterschied!

Mit NIGHT BREAKER SILVER bietet dir OSRAM eine leistungsstarke Halogenlampe mit optimierter Lebensdauer. XENARC NIGHT BREAKER 220 spenden das hellste OSRAM Xenon-Licht mit effizienter Xenon-Technologie, das für bessere Sicht auf der Straße sorgt. Design-Motorradlampen von OSRAM verleihen deinem Motorrad einen coolen und unverwechselbaren Look. Hightech-Halogenlampen mit kraftvollem und hellem extraweißem Licht.

Spare nicht nur Geld für kostspielige Austauscharbeiten, sondern erspare dir auch auch künftigen Stress und Ausfallzeiten. Langlebige Motorradlampen sind ideal für Vielfahrer oder Motorradfahrer, die Tagfahrlicht nutzen. Sorgt für das Gefühl von Sicherheit mit einer bis zu viermal längeren Lebensdauer.11 Kann dank der silbernen Kappe auch in Klarglasscheinwerfern verwendet werden. Langlebige Xenon-Scheinwerferlampen machen dein Leben noch ein bisschen stressfreier.

Ob als Serien-Erstausstattung für Motorräder oder als Austauschprodukt: diese Lampen überzeugen durch hohe Qualität und Zuverlässigkeit. Diese Lampen bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind gleichermaßen robust und kostengünstig. Hinweis: Mit der Zeit projizieren Lampen weniger Licht, was die Sichtbarkeit des Fahrers bei Nacht verringert. Um den vollen Nutzen aus deinen Scheinwerfern zu ziehen, tausche die Lampen paarweise aus, bevor sie durchbrennen. Entdecke unsere Design-Signallampen für einen auffälligen Look.

LED-Retrofits für Motorräder und Oldtimer

Viele Automodelle, die mit H4-, H7- oder H1-Halogenlicht ausgestattet sind, können mit LED-Lampen nachgerüstet werden. Sogar bei Motorrädern und Oldtimern ist das möglich. Der Einbau lohnt sich: Es ist einfach und günstig, mehr Licht auf die Straße zu bekommen.

Schon 2017 hat der ADAC eine Untersuchung über den Einsatz von sogenannten LED-Retrofits oder LED-Replacement-Lamps durchgeführt, die anstatt einer Halogen- oder Glühlampe im Auto eingesetzt werden können. Das Produkt Osram Night Breaker H7-LED erhielt eine Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG) mit einem bestimmten Verwendungsbereich.

Das bedeutet: Es darf nur in Fahrzeuge verbaut werden, deren Scheinwerfer in Einheit mit dem LED-Leuchtmittel geprüft worden sind und die Vorgaben der Lichtverteilung nach UN ECE Reg. 112 erfüllen, also weder andere blenden noch die Fahrbahn unkonform ausleuchten. Alle Modelle bringen laut den Herstellern über 200 Prozent mehr Licht und eine fünfmal so lange Lebensdauer. Damit amortisieren sich die 120 bis 140 Euro teuren H4- und H7-Nachrüstsets innerhalb weniger Jahre. 2022 brachte Philips zudem die ersten zugelassenen Standlicht-LEDs in W5W-Form auf den Markt.

Die vom TÜV zertifizierten und vom KBA zugelassenen LED-Retrofit-Lampen von Osram und Philips können mittlerweile in vielen Fahrzeugmodellen von Alfa Romeo bis VW eingebaut werden. Weitere Modelle sind angekündigt. Sogar für Transporter und Wohnmobile ist die Nachrüstung von Scheinwerfern mit Halogenlampen auf LED für beliebte Modelle möglich, zum Teil sogar auch für das Fernlicht.

Für die Leuchtmittel gibt es Kompatibilitätslisten auf den Internetseiten der Hersteller. Bei einigen Modellen sind vom Lampenhersteller verfügbare Adapter erforderlich. Wird eine LED-Lampe jedoch in ein nicht dafür freigegebenes Fahrzeug verbaut, kann die Betriebsgenehmigung erlöschen.

Zudem dürfen die Leuchtmittel mit deutscher Zulassung nur in Autos verbaut werden, die auch in Deutschland zugelassen sind. Eine Fahrt ins europäische Ausland ist zwar möglich, aber oft nur zulässig bei Rechtsverkehr.

Um eine staatenübergreifend einheitliche Regelung zu erlangen, wurde im Mai 2024 ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Bauform der heute legal verwendeten LED-Retrofits werden in die UN-ECE-Regelungen aufgenommen. Dafür haben sich die FIA und der ADAC maßgeblich eingesetzt.

Die aktuellen Kompatibilitätslisten sind auf den jeweiligen Herstellerseiten zu finden, etwa bei Osram oder Philips. Zum Beispiel bei Besitzern von Young- und Oldtimern, die bei ihren Ausfahrten auch gerne von der modernen Lichttechnik profitieren wollten. Der Leuchtenhersteller Philips setzte deshalb 2023 unter Mitwirkung des ADAC und mit Unterstützung des "Mercedes-Benz R/C 107 SL Club Deutschland e.V." einen Entwicklungsprozess auf, an dessen Ende die Straßenzulassung der Philips Ultinon Pro6000 H4-LED für den Mercedes SL R/C 107 und über 50 weitere historische Fahrzeuge gesichert war.

Die Zulassung wurde in Deutschland gemäß Paragraf 22a StVZO in Form einer Erweiterung der Allgemeinen Bauartgenehmigung erteilt und erlaubt jetzt den Einsatz in ausgewählten Fahrzeugmodellen. Dazu gehören beliebte und weitverbreitete Modelle mit H4-Lampen wie der VW Käfer, die Golfmodelle 1 bis 4, der VW Bully T2 bis T4 oder der Trabant P 601, aber auch exotische Fahrzeuge wie Ford Escort und Mustang, alte Minis und Land Rover, diverse Triumph-Roadster oder gar der Rolls-Royce Corniche.

Neue LEDs mit mehr Modellen kompatibel. Die Technik der LED-Retrofits wurde weiter verfeinert. Die Effizienz der Leuchtdioden konnte erhöht werden, sodass der immer noch erforderliche Kühlkörper auf der Rückseite kleiner ausfallen kann. Das Ergebnis: Das neue Leuchtmittel passt in kleinere Lampengehäuse und ist damit kompatibel zu mehr Scheinwerfertypen. Werden sie zu warm, sinkt die Effizienz und die Lichtleistung. Daher haben auch die LED-Retrofits der neueren Generation auf der Rückseite einen aktiven Lüfter. Dadurch benötigen sie aber mehr Bauraum und sind nicht für alle Scheinwerfertypen kompatibel. Ziel ist es daher, die Kühlung der LEDs nach innen zu verlegen.

Das hat mehrere Vorteile:

  • weitestgehend kompatibel zu allen Lampengehäusen
  • Wärme bleibt im Reflektorgehäuse, das Abtauverhalten verbessert sich

Osram hat es bereits geschafft: Auf der diesjährigen Messe Automechanika in Frankfurt wurde die Night Breaker LED Speed vorgestellt. Sie erfüllt die strengen Anforderungen für eine Straßenzulassung und darf daher eingesetzt werden. Umständliche Adapter für Leuchten mit Kappen, in die die LED-Lampen mit der Rückseite eingesteckt werden, entfallen damit.

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