Dass Sie Ihren Wagen nicht ohne Kfz-Kennzeichen durch den Straßenverkehr steuern dürfen, ist Ihnen nicht neu. Doch wissen Sie auch, wie viele detaillierte Vorschriften es zu Nummernschildern gibt? Die Straßenzulassungsverordnung regelt Maße, Formen und Farben und sogar ihre korrekte Anbringung. Weitere Vorgaben gelten der Beleuchtung Ihres hinteren Kennzeichens, das auch im Dunkeln noch kenntlich sein muss.
Die Kennzeichenbeleuchtung, auch als Kennzeichenlicht bekannt, ist eine wichtige technische Ausstattung für jedes Fahrzeug. Sie sorgt dafür, dass das Nummernschild des Fahrzeugs auch bei Dunkelheit oder schlechten Lichtverhältnissen gut sichtbar bleibt, um den rechtlichen Vorschriften zu entsprechen.
Kurz bevor sich die Europäische Gemeinschaft zur Europäischen Union erklärte, hat sie noch einheitliche Regelungen zur Beleuchtung von Kraftfahrzeugkennzeichen erlassen. So müssen sich seit 2009 sämtliche Mitgliedstaaten an die Verordnung zur Genehmigung von Beleuchtungseinrichtungen hinterer Nummernschilder halten. Sie gilt für Kraftfahrzeuge und Anhänger und enthält detaillierte Vorgaben. Das macht es jedoch nicht einfacher! Selbst einige professionelle Automobildesigner verzweifeln an den Regelungen.
Rechtliche Grundlagen und Vorschriften
In Deutschland finden Sie Vorgaben zur Kennzeichenbeleuchtung in der StVZO sowie der FZV. Dabei regelt § 49a Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung allgemeine Grundsätze zu lichttechnischen Einrichtungen. § 12 Fahrzeug-Zulassungsverordnung befasst sich mit der Ausgestaltung und Anbringung von Kfz-Kennzeichen. Absatz 7 verpflichtet prinzipiell jeden Fahrzeughalter:in zur Beleuchtung seines hinteren Nummernschildes. Sie benötigen also auch eine Motorrad-Kennzeichenbeleuchtung. Fahren Sie Mofa, müssen Sie das Versicherungskennzeichen direkt unter seinem Rücklicht fest anbringen. Die Kennzeichenbeleuchtungen für Anhänger in der Land- und Forstwirtschaft gilt als Sonderfall.
Neben der Erforderlichkeit einer hinteren Kennzeichenleuchte erfahren Sie auch, wie diese auszusehen hat. Eine funktionstüchtige, den Vorgaben entsprechende Kennzeichenbeleuchtung alleine hilft Ihnen aber noch nicht weiter. Nach § 17 Straßenverkehrs-Ordnung müssen Sie sie bei schlechten Lichtverhältnissen auch anschalten. Bei einer Missachtung machen Sie sich gemäß § 22 Straßenverkehrsgesetz dem Kennzeichenmissbrauch strafbar.
Grundsätzlich darf die Helligkeit Ihres Kennzeichen-Lichtes andere Verkehrsteilnehmende nicht blenden. Gleichzeitig jedoch muss Ihr komplettes Nummernschild jederzeit noch aus 20 Metern Ferne lesbar sein.
Die Kennzeichenbeleuchtung ist eine spezielle Beleuchtungseinrichtung, die dazu dient, das Nummernschild eines Fahrzeugs zu beleuchten. Diese Beleuchtung sorgt dafür, dass das Kennzeichen bei Dunkelheit, Schwacher Beleuchtung oder Nebel jederzeit gut sichtbar ist. Die Kennzeichenbeleuchtung befindet sich in der Regel direkt über oder unter dem Nummernschild auf der hinteren Fahrzeugseite. Bei manchen Fahrzeugen ist sie in die Rückleuchten integriert, während bei anderen Fahrzeugmodellen ein separates Lichtmodul für das Kennzeichen verwendet wird.
Funktionen und Notwendigkeit
Die Kennzeichenbeleuchtung hat vor allem rechtliche und sicherheitsrelevante Funktionen:
- In Deutschland schreibt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) vor, dass alle Fahrzeuge mit einer funktionierenden Kennzeichenbeleuchtung ausgestattet sein müssen. Dies gilt sowohl für Pkw als auch für Lkw, Anhänger und Motorräder, sofern sie mit einem Nummernschild versehen sind. Vorschrift: Die Beleuchtung muss das Kennzeichen min.
- Ein gut beleuchtetes Kennzeichen ist ein wichtiger Bestandteil der Fahrzeugsicherheit, da es die Identifizierung des Fahrzeugs auch bei Dunkelheit oder schlechten Lichtverhältnissen ermöglicht.
- Das Fehlen oder eine defekte Kennzeichenbeleuchtung kann zu Bußgeldern führen. In Deutschland droht ein Bußgeld von 20 Euro, wenn die Kennzeichenbeleuchtung nicht funktioniert oder fehlt.
Varianten der Kennzeichenbeleuchtung
Es gibt mehrere Varianten der Kennzeichenbeleuchtung, die je nach Fahrzeugtyp und Modell eingesetzt werden:
- Frühere Fahrzeuge verwendeten häufig Halogenlampen für die Kennzeichenbeleuchtung.
- LED-Kennzeichenbeleuchtung ist mittlerweile weit verbreitet.
- Bei neueren Fahrzeugen ist die Kennzeichenbeleuchtung oft in die Rückleuchten integriert. Dies spart Platz und sorgt für eine harmonischere Gestaltung der Fahrzeugheckseite.
Wenn die Kennzeichenbeleuchtung defekt ist oder das Licht nicht mehr richtig leuchtet, ist ein Austausch notwendig. Die Kennzeichenbeleuchtung ist ein kleines, aber unverzichtbares Element für die Sicherheit und rechtliche Zulassung eines Fahrzeugs. Sie sorgt dafür, dass das Nummernschild auch bei Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen gut sichtbar bleibt und entspricht den Vorschriften der StVZO.
Erlaubnis für LED-Kennzeichenbeleuchtung
Doch sind Sie auch strafbar für einen Wechsel der Kennzeichenbeleuchtung? Derzeit werden Kraftfahrzeugkennzeichen mit herkömmlichen Lampen oder Light Emitting Dioden beleuchtet. Doch tauschen Sie selbst offiziell genehmigte LED nicht einfach gegen klassische Glühbirnen! Werfen Sie vorher einen Blick in die Bauartgenehmigung für Ihren Wagentyp. Genehmigt diese keine LED-Lampen als Nummernschildbeleuchtung, kann Sie ihre Verwendung Ihre Betriebserlaubnis kosten. Erkundigen Sie sich dennoch über die Erlaubnis einer LED-Kennzeichenbeleuchtung.
Bauen Sie an Ihrem Auto oder Motorrad eine LED-Kennzeichenbeleuchtung ein, obwohl diese nicht zulässig ist, verlieren Sie die Betriebserlaubnis. Geraten Sie in eine Verkehrskontrolle, fällt ein Bußgeld und je nach Situation sogar ein Punkt in Flensburg an. Außerdem verlieren Sie Ihren Versicherungsschutz - bei einem Unfall wird es dann für Sie richtig teuer.
Möchten Sie eine LED-Kennzeichenbeleuchtung nachrüsten? Die einfachste Möglichkeit ist, eine neue Beleuchtungseinheit mit LED-Leuchtmittel zu kaufen und damit die alte zu ersetzen. Alternativ können Sie natürlich auch eine gebrauchte Kennzeichenbeleuchtung einbauen. Wichtig ist nur, dass Sie die Fassung mittauschen. Denn diese hat gemeinsam mit dem Leuchtmittel wiederum eine Genehmigung und die Betriebserlaubnis erlischt nicht.
Eine weitere Möglichkeit: Sie tauschen tatsächlich eine Halogenlampe gegen eine LED-Kennzeichenbeleuchtung. Anschließend führen Sie das Auto bei Ihrer Prüforganisation (z. B. TÜV) vor und lassen die Änderung eintragen, sodass die allgemeine Betriebserlaubnis wieder erteilt wird. Rechnen Sie mit Kosten von 25 bis 40 Euro für eine Einzelabnahme der LED-Kennzeichen am Auto.
Motorradkennzeichen: Größe und Anbringung
Wollen Sie mit einem Motorrad im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs sein, muss neben einer Zulassung und einem Versicherungsschutz auch ein entsprechendes Motorradkennzeichen vorhanden sein. Wie beim PKW oder LKW sind die Kennzeichen genormte EU-Nummernschilder, die hinten am Motorrad anzubringen sind. Die rechtliche Grundlage bezüglich der richtigen Anbringung sowie zum Aussehen bildet unter anderem § 10 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV). Grundsätzliche gelten die hier definierten Regelungen auch für Motorräder, also auch fürs Motorradkennzeichen.
Hierin besteht bereits der erste Unterschied zum PKW, denn es ist nur ein Kennzeichen vorgeschrieben. Vorn am Motorrad ist die Montage weder vorgeschrieben noch vorgesehen. Darüber hinaus ist spezifisch für Motorräder definiert, dass bei einem solchen hinteren Kennzeichen eine Beleuchtung vorhanden sein muss. Diese ist so anzulegen, dass das Motorradkennzeichen auf 20 m erkennbar ist.
Seit 2011 können sich beim Motorrad Kennzeichen in der Größe unterscheiden. Denn es sind nun Breiten von 180, 200 oder 220 mm möglich. Ältere Kennzeichen können noch bis zu 280 mm breit sein. Die Höhe ist bei 200 mm geblieben. Die älteren Varianten können nach der Änderung der Vorschriften in ein kleines Motorradkennzeichen umgetauscht werden.
Allerdings ist zu beachten, dass bei der schmalsten Version von 180 mm Breite neben den zwei Buchstaben nur noch zwei Ziffern stehen können und diese bei mehr Zeichen nicht anwendbar sind. Hier sind Kennzeichen mit 220 mm Breite notwendig. Hat das alte Motorradkennzeichen sechs Stellen hinterm Ortskürzel, erhalten Fahrzeughalter eine neue, kürzere Kombination, da die alten nicht auf die schmalen neuen Kennzeichenvarianten passen. Fürs Motorrad muss ein neues Kennzeichen also 5-stellig sein.
Zusätzliche Tipps und Informationen
Am Ende noch ein Hinweis, was bei Nummernschildern erlaubt ist. Inzwischen beispielsweise geht es, Kennzeichen bei Fahrzeugwechseln zu behalten. Sie können sich aber auch ein neues bestellen. Haben Sie Spaß an lustigen Autokennzeichen?
Hier kommt ein Schraubertipp zum Thema Motorrad-Beleuchtung: Der An- oder Umbau von Lampen und Leuchten erfordert zumindest rudimentäre Elektrik-Grundkenntnisse. Im Rahmen von Umbauten (zum Beispiel wenn die serienmäßig montierten Stecker nicht passen) keinesfalls den Kabelbaum zerschneiden, sondern besser Adapter besorgen beziehungsweise selber machen und verbauen. Zugelassene Bauteile mit E-Zeichen müssen nicht eingetragen werden, sofern man die ursprüngliche Anbaulage beibehält beziehungsweise die Anbauvorschriften (EU- bzw. StVO-Zulassung) erfüllt.
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