Motorräder, verwandte Zweiräder und Trikes werden in Deutschland mit einem Kennzeichen ausgestattet, welches sich am Fahrzeugheck befinden muss. Bis in die 1950er-Jahre hinein wurde an Motorrädern in Deutschland ein Schild auf dem vorderen Schutzblech angebracht. Die Montage erfolgte längs zur Fahrtrichtung. Diese erste Form des Motorradkennzeichens wurde jedoch nach dem Krieg abgeschafft, da es zu weit hinausragte und somit andere Verkehrsteilnehmer gefährdete. Bei Oldtimern wird diese Variante jedoch immer noch genutzt, und ist auch nicht untersagt.
Motorrad-Liebhaber sprachen sich bereits lange für eine Verkleinerung der Motorradkennzeichen aus. Im April 2011 erfolgte dann eine entsprechende Änderung in der Fahrzeug-Zulassungs-Verordnung (FZV), die eine Nutzung kleinerer Kennzeichen mit geringerer Schriftgröße gestattet.
Rechtliche Rahmenbedingungen und Vorgaben
Das Kennzeichen kann leicht geneigt montiert werden, wobei der Winkel 30 Grad von der Senkrechten nicht übersteigen darf. Es muss also zwischen 60 und 90 Grad zum Boden stehen. Eine seitliche Montage von Motorradkennzeichen ist zulässig. Das Kennzeichen muss jedoch beidseitig lesbar sein, wenn der Betrachter 30 Grad seitlich hinter dem Fahrzeug steht.
Da Motorräder fast ausschließlich im Sommerhalbjahr genutzt werden, ist ein Saisonkennzeichen äußerst zu empfehlen. Es erspart Ihnen den regelmäßigen Gang zur Zulassungsstelle - An- und Abmeldung erfolgen automatisch. Bitte beachten Sie: Im abgemeldeten Zustand darf das Motorrad nur auf Privatgrundstücken abgestellt werden. Seit 2011 sind Wechselkennzeichen für motorisierte Zwei- und Dreiräder verfügbar. Das Wechselkennzeichen gilt nur für zwei Fahrzeuge eines Typs - beispielsweise für zwei Motorräder. Steuern werden für beide Fahrzeuge fällig, Versicherungen behandeln die Thematik unterschiedlich.
Das richtige Befestigen eines Kennzeichens ist entscheidend für die Straßenzulassung Ihres Fahrzeugs. Ohne ein ordnungsgemäß montiertes Nummernschild kann Ihr Auto nicht legal auf deutschen Straßen bewegt werden. Gerade bei Neuzulassungen oder Ummeldungen ist eine schnelle Montage entscheidend, um Bußgelder zu vermeiden. Die rechtzeitige Befestigung Ihres Kennzeichens spart nicht nur Nerven, sondern auch Geld.
Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) legt fest, dass das Kennzeichen stets sauber, unverdeckt und in einem gut sichtbaren Zustand sein muss. Verstöße können zu empfindlichen Bußgeldern führen. Der Abstand der Befestigungspunkte ist ebenfalls von Bedeutung, um eine normgerechte Anbringung zu gewährleisten.
Montagevarianten
Die Montage eines Nummernschilds kann auf verschiedene Weise erfolgen. Die traditionelle Schraubenmethode ist die gebräuchlichste Variante. Hierbei werden präzise gebohrte Löcher genutzt, um das Schild mit Schrauben fest zu verschrauben. Als innovative Alternative bietet sich das Klettband an. Mit wetterfesten Pads und einem stabilen Klettband kann das Kennzeichen ohne Bohren befestigt werden. Für temporäre Lösungen sind Magnethalterungen ideal. Sie ermöglichen eine einfache und schnelle Montage ohne Werkzeuge.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Montage mit Schrauben
Ihr KFZ besitzt wahrscheinlich bereits zwei Kennzeichenhalter, die Sie zuerst entfernen müssen. Bei CARCLIX 3 Modellen und bei den Modellen vieler anderer Anbieter können Sie direkt den unteren Rand mit leichtem Druck herunterklappen und dadurch öffnen. Nachdem Sie das Nummernschild entnommen haben ist der eigentliche Kennzeichenhalter mit mehreren Schrauben befestigt, die Sie mit einem Schraubendreher lösen können. Stelle Sie sicher, dass Sie den Halter richtig herum halten. Der breite Rand gehört bei allen Modellen nach unten.
Stecken Sie anschließend die ebenfalls bei uns erhältlichen Befestigungsschrauben von vorn in die Löcher und danach die Unterlegscheiben von hinten auf die Befestigungsschrauben. Öffnen Sie nun den Rahmen Ihres neuen CARCLIX Modells. Als letzten Schritt klappen Sie den Rahmen wieder zu. Bei unseren CARCLIX Modellen befinden sich hierzu im unteren Rand 4 Verbindungspunkte, die Sie mit leichtem Druck hörbar schließen müssen. Vergessen Sie hier beim CARCLIX 2 die Seitenteile nicht!
Weitere Methoden zur Kennzeichenbefestigung
Bevor Sie mit der Montage beginnen, ist eine sorgfältige Vorbereitung der Montagefläche unerlässlich. Staub, Fett oder Feuchtigkeit können die Haftung beeinträchtigen. Als nächstes markieren Sie die Befestigungspunkte mithilfe eines Maßbands und eines Schablonen. Dies verhindert Schieflagen und gewährleistet einen gleichmäßigen Abstand. Für die Kleber-Methode oder das Klettband empfiehlt es sich, die Pads auf der rückseite des Nummernschilds zu aktivieren. Drücken Sie diese fest auf die vorbereitete Fläche und halten Sie sie einige Sekunden.
Um Beschädigungen zu vermeiden, verwenden Sie ein Pad oder einen Halter, der speziell für Ihr Fahrzeugmodell entwickelt wurde. Autobesitzer, die Wert auf Flexibilität legen, können auf die Magnethalterung zurückgreifen. Diese Methode eignet sich hervorragend für temporäre Lösungen und ermöglicht ein schnelles Auswechseln des Schilds.
Tipps und Tricks
Ein Tipp noch: Versuch min. Kennzeichen anbringen ... kann man so und so ... Also, eigentlich kein Thema, weil man da Löcher reinbohren kann und Schrauben durchsteckt ... fertig ist der Siegellack! Es gibt ja auch Schraubensets mit Abdeckkappen in weiß/blau/schwarz, um die farbliche Gestaltung des Kennzeichenaufdrucks zu erhalten.
Grundsätzlich sitzen die möglichen Bohrungen aber so blöd, dass man Kompromisse beim äußeren Erscheinungsbild eingehen muss. Plastik- oder Metallhalter für das Kennzeichen gibt es in entsprechender Größe meist nicht, oder sie sehen am Moped etwas sehr unästhetisch aus. Eine mögliche Lösung ... für handwerklich minimal begabte Menschen ...
Meine Kennzeichen bekommen von je her eine dünne Tafel Aluminiumblech als Verstärkung auf die Rückseite (logisch) verpasst, weil das Kennzeichenblech sich grundsätzlich wie die Silberfolie aus Zigarettenschachteln verbiegen lässt. Aluminiumbleche gibt es u.a. im Baumarkt in 20 cm x 100 cm Größe. Überaus praktisch, weil die neuen kleinen Kennzeichen 18 cm x 20 cm Abmessungen haben, da spart man schon mal einen Zuschnitt auf das 20 cm Maß.
Den Zuschnitt auf das 18er Maß bekommt man, nach Anzeichnen, mit halbwegs ruhiger Hand, einer kleinen Flex mit 1mm Metalltrennscheibe, auch hin. Die Ecken des Blechs schneide ich nur minimal mit der Flex ab. Die Rundungen werden mit einer Metallfeile und Schmirgelpapier, das man auch zum Entgraten des Zuschnitts verwenden sollte (... sonst evtl. später Aua!), nachgearbeitet. Im Idealfall, soweit die doofe Flex nicht selbständig Schlangenlinien geschnitten hat und die Feile eine Raspel war, hat man jetzt ein deckungsgleiches Blech für die Kennzeichenrückseite (... wieder logisch, sonst lässt es sich ja am Ende unseres kleinen handwerklichen Diskurses nicht ablesen!).
Bis hierher keine Zauberei ... Wer ein wenig mit Holz/Möbeln arbeitet, der kennt sie ... "Gewindeeinschlaghülsen" Watt is datt denn? Also! Die Dinger sehen aus wie eine breite Unterlegscheibe mit mittig aufgesetzter Gewindehülse! Außerdem ist die Scheibe eingeschnitten und vier Zacken stehen vor, die sich bei angedachter Verwendung in das Holz krallen, um ein Mitdrehen beim Verschrauben zu verhindern. Dieses Wunderwerk der Technik erhält man auch im Baumarkt. Die hat damals Daniel Düsentrieb im Mickey Maus Heft Nr. 123, im Jahr 1986, erfunden, als Goofy eine Hundehütte für Pluto bauen wollte. Aber wir weichen vom Thema ab ...
Normal sollte die Wahl auf ein M6 Gewinde fallen! Alles andere ist "Pussikram" oder völlig übertrieben! Die vier "Krallen" unserer Gewindeeinschlaghülse sind für unsere Zwecke eher hinderlich und werden mit einer kleinen Wasserpumpenzange wieder flach in die Form der Scheibe gedrückt. Wir haben ja kein Holzmoped! Außerdem kann man sich an den kleinen gemeinen hervorstehenden Spitzen ganz böse verletzen! Sinn der Sache ist, dass die Scheibe später nicht zu sehr auf dem Aluminiumblech aufträgt, da wir Blech und Kennzeichen am Ende miteinander relativ plan verkleben wollen.
In das Aluminiumblech können wir jetzt an beliebiger Stelle unsere Haltelöcher bohren. Bei M6er Hülsen bietet sich für die Löcher im Blech ein 8er Metallbohrer an. Mit kleinerem Bohrer vorbohren, damit das Loch auch grob an der Stelle sitzt, an der wir es haben wollen. Da wir die Einschlaghülsen noch ein wenig in das Blech dengeln wollen (Mulde), sollten die Haltelöcher aber mindestens ca. 2 cm vom Rand des Blechs entfernt sitzen.
Die Hülsen in die Löcher des Blechs stecken und jeweils mittig auf einen z.B. Ringschlüssel mit Innendurchmesser der Scheibe der Einschlaghülse legen. Mittig!!! Jetzt können wir etwaigen Frust, der sich bei vorangegangenen Arbeitsschritten aufgebaut haben könnte, abbauen. Die Scheibe/Hülse mit ein paar gezielten Schlägen (... mittig auf die Scheibe, sonst ist das Blech hin!) so gut es geht im Blech versenken.
Bevor wir jetzt die Teile verkleben, kontrollieren wir noch mal, ob das auch wirklich passt ... also, wie ursprünglich angedacht ... von den Bohrungen her am Moped sitz. Alles gut? Dann verkleben wir die Hülsen in den Löchern/Mulden des Aluminumblechs. Ich nehme dazu zwei Komponenten Kleber (Stabilit Express). Rund um den Scheibenrand auch etwas Kleber verteilen (... dünn, damit es nicht aufträgt!). Kaffee trinken!
Ist der Kleber angezogen, verkleben wir Blech und Kennzeichen (... nochmal! Blech gehört auf Kennzeichenrückseite und die hervorstehenden Hülsen unserer Gewindeeinschlaghülsen, sollten am Ende in Richtung Kennzeichenhalter zeigen!) Zum Verbinden der Bleche trage ich um die Scheibe der Einschlaghülsen wieder zwei Komponentenkleber auf (nicht in der Nähe des Gewindes), damit die beim späteren Verschrauben wirklich nicht mitdrehen kann.
Auf die Fläche der Bleche kann man Montagekleber (... der bleibt ähnlich wie Silikon etwas elastisch!) verteilen. Silikon geht aber z.B. auch zum reinen verbinden der Bleche. Sollte man sich mit der Menge nicht so sicher sein (... die beim Zusammenpressen hervorquellen kann), bietet sich ein vorheriges Abkleben der Ränder des Kennzeichens und des Aluminiumblechs an. Das sieht sonst hinterher sehr unschön aus!
Die beiden Bleche mit Plastikklemmen oder Zwingen an den Rändern zusammenpressen. Ruhig ein paar mehr Klemmen/Zwingen bereit legen, da die Scheiben/Hülsen leicht auftragen und das Blech an den Rändern der beiden Bleche ja möglichst dicht abschließen soll. Vergewissern, dass kein Kleber in die Gewinde gepresst wurde. Trocknen lassen ... fast fertig.
Zum absorbieren/montieren sollten Gummiunterlegscheiben über die herausstehenden Gewindehülsen geschoben werden. Die verwendeten Schrauben zur Befestigung dürfen natürlich nur so lang sein, dass sie sich später nicht über die Länge der Hülsen durchs Kennzeichen drücken! Schrauben passend kaufen, oder einkürzen und mit einem Tröpfchen "leichte Schraubensicherung" benetzen. Festschrauben, fertig das ist ... LG!
Indem Sie diese Schritte befolgen, können Sie Ihr Nummernschild sicher und professionell montieren. Ein korrekt angebrachtes Kennzeichen ist unerlässlich, sowohl aus rechtlicher als auch aus sicherheitstechnischer Sicht. Autobesitzer haben die Wahl zwischen verschiedenen Methoden: Die klassische Schraubenmethode bietet Stabilität, während Klettband und Magnetlösungen für Flexibilität sorgen.
Die Zulassungsverordnung legt fest, dass sowohl die Vorder- als auch die Rückseite des Fahrzeugs normgerecht ausgestattet sein müssen. Praktische Tipps, wie das Reinigen der Oberfläche oder das Verwenden von Pads, helfen, das Kennzeichen sicher zu befestigen. Montieren Sie Ihr Kennzeichen gemäß den Empfehlungen, um sicher und vorschriftsmäßig am Straßenverkehr teilzunehmen.
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