Style oder Sicherheit? Für viele Motorradfahrer stehen Lederkombis für beides - und das vollkommen zu Recht. Denn einerseits hat Leder in Sachen Abriebschutz die Nase vorn vor textilen Alternativen aus Kunstfasern. Zum anderen passt der Look einer Lederkombi auch besser zu sportlichen Bikes, als es das Dreilagenlaminat mit einem Dutzend Taschen und fast ebenso vielen Belüftungsöffnungen je könnte.
Natürlich passen auch die hier getesteten Textiljacken mit ihrem Mix aus Leder und Textil hervorragend zum sportlichen Naked Bike, gern in Verbindung mit den mittlerweile beeindruckend sicheren Biker-Jeans. Doch eine oben wie unten einheitliche, knackig sitzende Lederkombi versprüht mit ihren aufgesetzten Knie-, Schulter- und Ellbogenschleifern eben mehr Racing-Spirit, und der körpernahe Schnitt sorgt nicht nur für eine direktere Verbindung zum Motorrad, sondern im Idealfall auch dafür, dass die Protektoren selbst bei einem Hochgeschwindigkeitssturz dort bleiben, wo sie hingehören.
Auf deutschen Straßen haben 4,6 Millionen Motorradfahrer/innen das Gefühl von Freiheit, wenn sie durch die Kurven und über die Landstraßen cruisen. Aber auch bei dem schönen Gefühl von Freiheit, darf die Ausrüstung für die nötige Sicherheit nicht fehlen. Um Dich vor Verletzungen zu schützen, wird mehr Schutzkleidung benötigt als nur der Motorradhelm. Es ist wichtig, dass Du eine Motorrad-Kombi trägst, damit sie Dich im Notfall vor starken Verbrennungen und anderen Verletzungen schützen kann.
Die beste Schutzwirkung bei einem Sturz ist ebenfalls mit einer Lederkombi zu erreichen. Es kommt doch einmal vor, dass man einen leichten Sturz erlebt. Die modische Wirkung der Kombi begeistert mit schnittigen Details und trendigen Farben. Die sportliche Motorradkombi für Damen wird gern beim Fahren im Alltag getragen und begleitet die Trägerin mit in den Urlaub. Bei Insidern genießt die hochwertige Kombi einen ausgezeichneten Ruf.
Die Damen Lederkombi besteht fast vollkommen aus hochwertigem Leder. Mit den praktischen Reißverschlüssen wird sie stabil und sicher verschlossen. Die Damen Lederkombi ist für den Motorsport einfach unersetzlich. Mit der stylischen Kombi kann man sich sehen lassen, sie ist ein attraktives Bekleidungsstück für die Motorsportlerin.
Mit Innentaschen und den äußeren Taschen hat das Modell viel Stauraum zu bieten, der unterwegs wertvoll ist. Beim Kauf sollte man unbedingt beachten, dass die Motorradkombi richtig gut sitzt. Eine weite Kombi ist nicht windschnittig und setzt zu viel Widerstand dem Fahrtwind entgegen, was die Geschwindigkeit verringert, die Unfallgefahr erhöht und mehr Kraftstoff kostet. Das Material soll winddicht, wasserdicht und isolierend wirken. Die Protektoren müssen integriert sein und ausreichend Schutz bieten. Es gibt Rückenprotektoren und Knieschleifer, die enorm bedeutend sind als Schutz bei einem Sturz.
Die Motorradkombi kann man mit oder ohne Höcker kaufen. Das ist eine Geschmacksfrage. Man sollte sich im Voraus darüber Gedanken machen, was die eigene Kombi an funktionellen Ausrüstungen mitbringen soll und worauf man gegebenenfalls auch verzichten mag, wenn es um preisliche Unterschiede geht. Es gibt am Markt die Möglichkeit eine Kombination aus textilem Material im Ganzen zu erwerben oder Einzelteile aus Motorradjacke und Motorradhose.
Die günstigsten Kombis aus Leder für Damen beginnen etwa im Bereich um die 250 Euro. Eine gute und preiswerte Lederkombination für Damen ist etwa im Bereich ab 500 Euro zu finden.
Testkriterien für Motorrad-Lederkombis
Wenngleich die Lederkombis in unserem Test möglichst auch mit Komfort und Belüftung glänzen sollten, war der Aspekt Sicherheit die punktereichste Kategorie: Bis zu 40 Punkte konnten die Teilnehmer für die Wahl und Zusammensetzung ihrer Materialien, Lederdicke und Doppelungen, Sicherheitsnähte und Protektorenausstattung sowie deren Sitz, Abdeckung und Schutzlevel sammeln.
Auch landstraßentaugliche Lederkombis wollen standesgemäß getestet werden. Dafür muss es zwar nicht auf die Rennstrecke gehen, Highspeed auf der Autobahn, eine flotte Landstraßenrunde und Rums(chw)itzen gehören aber zum Testprozedere.
Dabei sollte aber keineswegs das Wohlfühlen außen vor gelassen werden. Bis zu 20 Punkte gab es daher für Gewicht, Futter, Bewegungsfreiheit und die Klimatisierung. Weitere 20 Punkte waren in der Kategorie Passform zu holen. Dazu testeten wir nicht nur mehrere Größen jeder Kombi, sondern wählten auch zwei Testfahrer, die zwar die gleiche Größe haben, vom Körperbau aber unterschiedlich ausfallen - mal schlank, mal muskulös.
Die finalen 20 von insgesamt 100 Punkten gab es für Materialqualität, Verarbeitung und Ausstattung.
Beim Test haben wir neben der Lederqualität und der Protektorenausstattung also besonders auf solide und kräftige Verbindungsreißverschlüsse, Nähte sowie eine gute Überlappung von Ober- und Unterteil geachtet.
Zertifizierte Sicherheit
Früher mussten nur professionelle Zweiradfahrer wie Motorrad-Polizisten oder Roller fahrende Pizzaboten zertifizierte Schutzkleidung tragen. Beim Verkauf an Normalverbraucher gab es hingegen kaum Vorgaben. Seit vergangenem Jahr gilt in Europa nun die Norm EN 17092, die Kunden dabei helfen soll, die Schutzfunktion von Motorradbekleidung zu beurteilen. Dazu wird zwischen verschiedenen Einsatzzwecken unterschieden: C (Aufprallschutz), B (Abriebschutz) und A (beides zusammen). Kategorie A unterscheidet weiterhin zwischen drei Sicherheitsstufen: A, AA und AAA. Je besser die Schutzfunktion der Bekleidung bei der Zertifizierung, desto mehr "A".
Über das erreichte Schutzlevel gibt ein Aufdruck oder Einnäher in der Kombi Auskunft, auf dem neben dem Motorradfahrer-Piktogramm auch die Norm, das Level sowie das CE-Logo aufgeführt sein müssen.
Auch für Protektoren gibt es eine Norm: die EN 1621. Diese unterteilt Protektoren je nach Kraftminderung in Level 1 oder 2, außerdem je nach geschütztem Körperbereich in A oder B. Welchen Protektor ein Bekleidungshersteller verbaut, bleibt ihm überlassen. Daher wäre auch ein kleiner, für Frauen oder Kinder gedachter Protektor in der Herren-XXL-Kombi zwar zulässig, aber wenig sinnvoll.
Top Empfehlungen für Damen Lederkombis
Testsieger: Held Street/Rocket 3.0
Passform, Tragekomfort, Beweglichkeit und Protektorenausstattung gefallen, die Held-Kombi punktet zudem mit touristischen Features wie Belüftung und zahlreichen Taschen. Eine Nummer größer kaufen, und alles ist gut.
- Preis: Jacke 399,95, Hose 349,95 Euro
- Herstellungsland: Vietnam
- Zertifizierung: EN 17092, A
- Obermaterial: Rindsleder (1,2 mm), Polyamid und Polyurethan, Futter: Polyester und Polyamid
- Größen: 48-62, Kurz-, Lang- und Damengrößen
- Farben: Schwarz, Schwarz/Weiß, Weiß/Rot, Weiß/Rot/Blau, Weiß/Pink (Damenvariante)
- Gewicht (Größe 52): Jacke 2,54 kg, Hose 2,21 kg, Gesamtgewicht 4,75 kg
Kauftipp: Rebelhorn Rebel Jacket/Pants
Die in Deutschland noch recht unbekannte Marke Rebelhorn zeigt mit der Kombination aus Rebel-Jacke und -Hose, wie ein sicherer Zweiteiler für den sportlichen Einsatz auszusehen hat. Eine sehr gelungene Vorstellung!
- Preis: Jacke 379,00 Euro, Hose 299,00 Euro
- Herstellungsland: Pakistan
- Zertifizierung: FprEN 17092-3:2019, AA
- Obermaterial: Rindsleder (1,4 mm) und Polyamid, Futter: Polyester und Aramid
- Größen: 46-58
- Farben: Schwarz, Schwarz/Rot, Schwarz/Neongelb, Schwarz/Weiß, Schwarz/Grau/Neongelb
- Gewicht (Größe 52): Jacke 2,87 kg (ohne Rückenprotektor), Hose 2,33 kg (ohne Schleifer), Gesamtgewicht 5,20 kg
Büse Mille
Die Büse Mille gefällt mit ihrem sportlichen Schnitt, auch kurz, lang oder weiblich geratene Fahrer werden bei der immensen Größenauswahl fündig und glücklich. Die Belüftung dürfte im Sommer gerne noch üppiger sein.
- Preis: ab 649,95 Euro
- Herstellungsland: Pakistan
- Zertifizierung: EN 17092-2:2020, AAA
- Obermaterial: Rindsleder (1,2 mm), Polyamid und Elasthan, Futter: Polyester
- Größen: 46-62, Kurz-, Lang- und Damengrößen
- Farben: Schwarz/Weiß plus wahlweise Grau, Blau, Orange, Rot, Grün, Neongelb oder Gelb/Rot
- Gewicht (Größe 52): Jacke 2,85 kg, Hose 2,11kg, Gesamtgewicht 4,96 kg
FLM Sports 2.2
Die Polo-Hausmarke packt ansprechende touristische Features in eine sehr leichte Lederkombi. Die Reißverschlüsse sind zu feingliedrig und werden teils vom Obermaterial blockiert, die restliche Ausstattung gefällt aber.
- Preis: Jacke 349,99, Hose 279,99 Euro
- Herstellungsland: Vietnam
- Zertifizierung: EN 17092-2, AAA
- Obermaterial: Rindsleder (1,2 mm), Polyester und Elasthan, Futter und Weste: Polyester
- Größen: 48-60, Kurz- und Langgrößen
- Farben: Schwarz/Rot/Silber, Schwarz/Silber
- Gewicht (Größe 52): Jacke 2,50 kg, Hose 2,10 kg (ohne Schleifer), Gesamtgewicht 4,60 kg
REV’IT Xena 3 (Beste Einteiler-Lederkombi für Damen)
Dieser Einteiler wurde speziell für Frauen entwickelt. Er ist in den Größen von 34 bis 44 verfügbar. Die Lederkombi überzeugt mit einem sportlichen Design. Ausgerüstet mit BETAC® Ellenbogen, Knie- und 2 CE-Level Schulterprotektoren bist Du gut vor Stürzen geschützt. Auch ein Steißbein-Schutz und zwei Knieschleifer sind im Lieferumfang mit dabei. In sturzgefährdeten Bereichen verwendet REV’IT nur Sicherheitsnähte, die über einen sichtbaren und einen unsichtbaren Saum verfügen. Durch diesen Aufbau halten die Sicherheitsnähte den Aufbau der Kombi zusammen, auch wenn die sichtbaren Nähte durchgescheuert sind.
Weitere getestete Modelle
- Alpinestars GP Force Chaser
- Dainese Assen 2
- Spidi Laser Touring
- Vanucci VSJ-2 und ART.X1
Überblick über ausgewählte Lederkombis
| Modell | Preis (ca.) | Zertifizierung | Material | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Held Street/Rocket 3.0 | 750 € | EN 17092, A | Rindsleder, Polyamid, Polyurethan | Hoher Tragekomfort, touristische Features |
| Rebelhorn Rebel Jacket/Pants | 680 € | FprEN 17092-3:2019, AA | Rindsleder, Polyamid, Aramid | Sportlicher Einsatz, Kevlar-Verstärkungen |
| Büse Mille | 650 € | EN 17092-2:2020, AAA | Rindsleder, Polyamid, Elasthan | Große Größenauswahl, sportlicher Schnitt |
| FLM Sports 2.2 | 630 € | EN 17092-2, AAA | Rindsleder, Polyester, Elasthan | Leicht, touristische Features |
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