Gran Canaria, bekannt für ihre vielfältigen Landschaften und atemberaubenden Aussichten, ist ein ideales Ziel für Motorradfahrer. Ob Küstenstraßen, kurvenreiche Bergpässe oder charmante Dörfer - die Insel bietet für jeden Geschmack etwas. Hier finden Sie wertvolle Tipps und Routenvorschläge, um Ihr Motorradabenteuer optimal zu gestalten.
Die perfekte Leihmaschine für Spanien
Die Wahl des richtigen Motorrads hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und geplanten Aktivitäten ab. Spanien bietet eine vielseitige Landschaft und unterschiedliche Straßentypen. Von Küstenstraßen bis hin zu kurvenreichen Bergpässen oder auch Offroad-Strecken ist alles dabei. Beachten Sie, dass es mit den Mietmotorrädern nicht gestattet ist, ins reine Gelände oder auf unbefestigten Strecken zu fahren.
Sogenannte Adventure-Motorräder, also geländefähige, alltagstaugliche Allrounder, sind sehr beliebt in Spanien, da sie auch auf schlechten Streckenabschnitten gut funktionieren. Mit ihrer aufrechten Sitzposition, robuster Bauweise und guten Bodenfreiheit sind sie für verschiedene Terrains geeignet. Zum Beispiel mit einer Honda NC750X können Sie sowohl über die Bergstraßen der Pyrenäen fahren als auch über sandige Küstenstraßen oder durch das Hinterland kurven.
Die vielen kurvenreichen Straßen und Bergpässe im nördlichen Spanien sind ideal für Sporttourer oder Reise-Enduros. Diese Motorräder bieten leistungsstarke Motoren und gute Straßenlage. Diese Maschinen, wie beispielsweise die Ducati Multistrada oder die BMW R1250 GS eignen sich perfekt für eine flotte Fahrt durch Serpentinen. Von den für Serpentinenfahrten ebenfalls sehr beliebten Supersportlern sollten Sie bei einer Tour durch Spanien, insbesondere der Pyrenäen lieber Abstand nehmen, denn die sportliche Sitzposition kann über sehr lange Strecken anstrengend sein, besonders, wenn Sie diese Haltung nicht gewohnt sind.
Für eine entspannte Tour entlang der Küstenstraßen oder durch die kleinen spanischen Dörfer eignen sich eigentlich alle Maschinen mit einer angenehmen Sitzposition, wie sie die Reise-Maschinen in der Regel alle bieten. Mit einer Ducati DesertX sind Sie ebenso gut bedient, wie mit einer BMW F750 GS oder auch einer kleinen Moto Morini X-Cape.
Falls Sie überwiegend in den großen Metropolen wie Barcelona oder Madrid unterwegs sind oder nur in der näheren Umgebung auf zwei Rädern Mobil sein wollen, ist vielleicht auch ein Motorroller wie der PCX 125 von Honda eine gute Wahl. Er besitzt genug Leistung, um auch kleinere Hügel oder Steigungen in der Stadt gut zu meistern, ist dabei besonders wendig und günstiger im Mietpreis als eine Reisemaschine.
Einzylinder Enduro der 350-650ccm-Klasse reicht völlig.
Besondere Verkehrshinweise für Spanien
In Spanien gelten die üblichen Verkehrsregeln, jedoch gibt es auch einige Unterschiede zu den Vorschriften in Deutschland, die Sie als Motorradfahrer unbedingt beachten sollten.
Die wichtigsten sind folgende:
- Pflicht für Helm UND Handschuhe: Im Gegensatz zu Deutschland ist in Spanien neben der Helmpflicht auch das Tragen geeigneter Handschuhe für Motorradfahrer und Sozius vorgeschrieben.
- Mitführen einer Warnweste: Sie müssen für sich und Ihren Beifahrer immer Warnwesten mitführen und im Falle einer Panne oder eines Unfalls selbstverständlich sofort anlegen. Warndreieck und Verbandskasten sind hingegen nicht vorgeschrieben, sollten allerdings zu Ihrer eigenen Sicherheit dennoch dabei sein.
- Fußgänger und Straßenbahnen haben Vorfahrt: In Spanien müssen Sie als Motorradfahrer an Straßenkreuzungen, auf Gehwegen und in Fußgängerbereichen immer warten, wenn Fußgänger unterwegs sind. Gleiches gilt für Straßenbahnen, die in jedem Fall Vorfahrt haben, sofern die Vorfahrt nicht durch eine Ampel geregelt ist.
- Eigene Motorradparkplätze: Parken Sie auf keinen Fall Ihr Motorrad auf Gehwegen oder in Bereichen mit gelber Markierung. Hier besteht absolutes Parkverbot. Blaue Markierungen stehen für gebührenpflichtige Parkbereiche, Grün und Orange sind Anwohnern vorbehalten. Suchen Sie wenn möglich nach weißer Bordsteinmarkierung, denn hier können Sie bedenken- und kostenlos parken. In vielen spanischen Städten gibt es eigene Motorradparkplätze, in welchen Sie kostenlos oder zumindest günstiger parken dürfen.
Tourenvorschläge auf Gran Canaria
Hier sind einige Tourenvorschläge, um die Insel auf zwei Rädern zu erkunden:
- Kleine Einführungsrunde: Von Ihrem Wohnort nach Arguineguin, dann nach Soria und bis zu dem kleinen Restaurant/Kiosk am Stausee. Weiter in westlicher Richtung zum "Presa de las Ninas" und schließlich nach Mogan für eine schöne Abfahrt.
- Tal der tausend Palmen: Von Ihrem Wohnort nach Maspalomas und dann in nördlicher Richtung nach Fataga ins Tal der tausend Palmen. Genießen Sie die Aussicht am "La Baranda" und machen Sie eine Pause in Fataga. Weiter geht es in Richtung San Bartolome de Tirajana, Cruz Grande und Chira am Embalse de Chira.
- Nordwestküste: Starten Sie von Ihrem Wohnort nach Puerto de Mogan (GC200), Mogan, Aldea de San Nicolas (GC200), Puerto de la Aldea und dann in Richtung Agaete. Nehmen Sie jeden Aussichtspunkt mit (GC200), Galdar, Abstecher nach Sardina, Sta Maria de Guia (GC292), San Juan (GC 70 oder 700) und Moya. Von Moya zurück und auf der GC 74 nach Fontaneles, dann nach Artenara, Tejeda und San Bartolome.
Meiden Sie den Nordosten um Las Palmas. Die Küstenstrasse im Nordwesten ist ein absolutes Highlight. Man sollte allerdings etwas Erfahrung (Alpen) haben.
Sehenswürdigkeiten auf Gran Canaria
Mit dem Motorrad können Sie eine Vielzahl von Touristenattraktionen besuchen:
- Maspalomas Dunes: Genießen Sie die besten Strände im Süden der Insel.
- Roque Nublo: Das Symbol von Gran Canaria, ein vulkanischer Monolith, den Sie nach einer kurzen Wanderung erreichen.
- Tejeda: Eine der schönsten Städte Spaniens mit Museen, der Kirche Unserer Lieben Frau von Socorro und dem Roque Bentayga.
- Teror: Die religiöse Hauptstadt der Insel, die als Eigentum von kulturellem Interesse aufgeführt ist.
- Firgas: Mit dem Paseo de Gran Canaria und der Plaza de San Roque.
- Arucas: Mit der imposanten Kirche San Juan Bautista.
Gastronomie auf Gran Canaria
Vergessen Sie nicht, die außergewöhnliche Gastronomie zu genießen und die zerknitterten Kartoffeln mit Mojo Picón, Adobo-Schwein oder Brunnenkresse-Eintopf zu probieren.
Mietbedingungen und Hinweise
Bei Vertragsunterzeichnung wird eine Anzahlung für Franchise-Schäden von Ihrer Kreditkarte abgebucht, die nach Abschluss zurückerstattet wird. Es ist wichtig, dass Sie eine Kreditkarte haben.
Das Fahren durch Gran Canaria ist am praktischsten und sichersten, obwohl das Fahren durch die Berge eine ziemliche Herausforderung sein kann, da es extreme Konzentration auf die engen und kurvenreichen Straßen erfordert.
Die Höchstgeschwindigkeit in Städten beträgt 50 km / h, auf Nebenstraßen 90 km / h und auf den beiden einzigen Autobahnen der Insel 120 km / h. Das Fahren ist auf der rechten Seite und das Tragen eines Helms ist obligatorisch.
Obwohl das Parken in Bereichen mit weißen oder gelben Linien verboten ist, gibt es eine Vielzahl von kostenlosen Parkplätzen für Motorräder.
Zusätzliche Tipps
- Kaufen Sie eine gute Karte.
- Vermeiden Sie die Straße von Chira in Richtung Maspalomas (GC 604), da diese sehr gefährlich ist.
Motorradtouren in anderen Regionen Spaniens
Neben Gran Canaria gibt es auch andere reizvolle Motorradrouten in Spanien:
Tour von Barcelona über die Pyrenäen zum Atlantik
Die Motorradtour beginnt in der lebendigen Stadt Barcelona, von wo aus es los Richtung Nordwesten in die Stadt Tremp am Fuße der Pyrenäen geht. Die erste Etappe führt Sie durch malerische katalanische Landschaften, vorbei an sanften Hügeln und beeindruckenden Bergpanoramen.
Von Tremp aus geht es weiter in den Nationalpark Ordesa. Dieser Naturpark ist für seine beeindruckenden Canyons, Wasserfälle und dichten Wälder bekannt. Die Straßen schlängeln sich durch die Berglandschaft und bieten eine einzigartige Gelegenheit, die Natur in ihrer ganzen Pracht zu erleben.
Die nächste Etappe führt nach Pamplona, berühmt für seine Stierrennen während des Sanfermines-Festivals. Hier erkunden Sie die charmante Altstadt und genießen die historische Atmosphäre der Stadt. Eine Fahrt durch die engen Gassen und das Kopfsteinpflaster wird Sie in längst vergangene Zeiten zurückversetzen.
Von Pamplona aus setzen Sie Ihre Tour fort nach Donostia-San Sebastián. Diese Küstenstadt ist für ihre spektakulären Strände, die malerische Bucht und die exquisite baskische Küche bekannt. Machen Sie einen Spaziergang entlang der Promenade, probieren Sie die köstlichen Pintxos (baskische Tapas) und genießen Sie den Blick auf das azurblaue Meer.
Das nächste Stück führt Sie entlang der wunderschönen Küstenstraße neben dem rauen Atlantik bis nach Bilbao. Folgen Sie der Autobahn AP-8, aber machen Sie immer wieder Abstecher auf die kleinen Wege, die bis zu den Klippen führen. Im faszinierenden Bilbao erwartet Sie das berühmte Guggenheim-Museum Bilbao mit seiner beeindruckenden Architektur und den außergewöhnlichen Kunstwerken.
Von hier führt die Tour mit dem Motorrad wieder Richtung Osten und entlang des Flusses Ebro bis Saragossa. Die Hauptstadt der spanischen Region Aragonien ist bekannt für Ihre beeindruckende Basilika Nuestra Señora del Pilar, den Maurenpalast Aljafería und die historische Altstadt. Bis zurück nach Barcelona sind es von hier noch rund 300 Kilometer, die Sie bequem auf der AP-2 fahren können. Machen Sie einen Zwischenhalt in Mequinenza, wo Sie am Aussichtpunkt Mirador sobre la presa de Mequinenza einen fantastischen Blick genießen. Hier gibt es übrigens auch ein Minenmuseum, das Museo de la Mina de Mequinenza und das schöne Castillo de Mequinenza.
Die gesamte Strecke von Barcelona an die Atlantikküste und wieder zurück beträgt ca. 1500 Kilometer.
Mit dem Bike entlang der Costa Blanca bis nach Gibraltar
Wer Sonne und Meer liebt und die Freiheit des Motorradfahrens mit Strandurlaub und Kulturangeboten verbinden will, sollte über eine Motorradtour von Alicante entlang der Costa Blanca und Costa del Sol bis nach Gibraltar in Betracht ziehen. Die Tour führt entlang der malerischen Küstenstraßen atemberaubende Landschaften, charmante Küstendörfer und idyllische Strände und führt Sie auf Ihrem Weg zu bedeutenden Sehenswürdigkeiten wie das Picasso-Museum in Málaga oder die imposante Felsenformation von Gibraltar.
Sie starten Ihre Motorradtour in der sonnenverwöhnten Stadt Alicante. Von dort aus führt Sie die Küstenstraße entlang der Costa Blanca, eine malerische Route mit traumhaften Ausblicken auf das azurblaue Mittelmeer. Ihr erster Halt auf der Reise ist die historische Hafenstadt Cartagena. Tauchen Sie ein in die reiche Geschichte der Region, erkunden Sie die gut erhaltenen römischen Ruinen und spüren Sie den Charme der engen Gassen und Plätze. Von der beeindruckenden Burg Santa Catalina aus haben Sie eine fantastische Aussicht auf die Stadt und den Hafen.
Weiter geht es entlang der Küste in Richtung Almería. Die Straße schlängelt sich durch eine faszinierende Wüstenlandschaft, die an Filmkulissen aus Italo-Western erinnert. In Almería können Sie die imposante maurische Festung Alcazaba besichtigen. Die Stadt ist auch für ihre idyllischen Strände und das klare türkisfarbene Wasser bekannt, weshalb Sie hier auch unbedingt einen Strandtag einplanen sollten.
Von Almería aus setzen Sie Ihre Reise fort entlang der Küstenstraße nach Málaga. In Málaga, der Geburtsstadt von Pablo Picasso, können Sie das Picasso-Museum besuchen und die lebhafte Atmosphäre der Stadt genießen. Bummeln Sie entlang der palmengesäumten Promenade und probieren Sie die köstliche andalusische Küche.
Bei Marbella sollten Sie einen Abstecher ins Inland nach Ronda machen. Die Stadt ist bekannt für ihre atemberaubende Lage an einer Schlucht, die die Altstadt in zwei Teile teilt. Die beeindruckende Puente Nuevo, eine ikonische Brücke aus dem 18. Jahrhundert, überspannt diese Schlucht und bietet einen spektakulären Blick auf die umliegende Landschaft und die Tajo-Schlucht, was Ronda zu einem unvergesslichen Reiseziel macht. Sie können auch direkt von El Ejido, etwa 30 km nach Almería, landeinwärts fahren und durch die fantastische, bergige Landschaft der Sierra Nevada nach Granada fahren. Nehmen Sie hier die Route über La Alpujarra und weiter Richtung Westen. Zweifelsohne eine der schönsten Gegenden für Motorradfahrer im Süden Spaniens.
Der letzte Abschnitt Ihrer Tour führt Sie entlang der Küste nach Gibraltar. Die Straße schlängelt sich über steile Klippen und bietet spektakuläre Ausblicke auf das Meer und den berühmten Kalksteinmonolithen, den Felsen von Gibraltar. Hier treffen Sie auf freilebende Affen, die der Gesteinsformationen den Beinamen Affenfelsen gegeben haben. Der Panoramablick über die Meerenge von Gibraltar ist einfach sagenhaft. Von hier können Sie entweder die gleiche Route zurück nach Alicante fahren oder Sie fahren weiter nach Norden, in das ca. 200 km entfernte Sevilla, die Hauptstadt der spanischen Region Andalusiens. Sie gilt als Geburtsort des Flamencos, weshalb Sie unbedingt eine Flamenco-Show besuchen sollten. Außerdem empfiehlt sich die Besichtigung der berühmten Kathedrale von Sevilla und die Erkundung der Altstadt mit Ihrer eindrucksvollen maurischen Architektur und den königlichen Alcázar-Palast. Planen Sie am besten hier eine Übernachtung ein und stürzen Sie sich in das lebendige Nachtleben der pulsierenden Metropole, bevor Sie sich wieder auf den Weg zurück nach Alicante machen.
Für die komplette Tour mit rund 1500 km sollten Sie mindestens 7-10 Tage einplanen, um auch genügend Zeit für die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten und Strandtage zu haben.
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