Vorbereitung
Um eine optimale Lackierung zu erzielen, sind einige Vorbereitungen notwendig:
- Reinigen Sie die Tanköffnung vorsichtig mit Isopropanol und Einmaltüchern.
- Kleben Sie die Tanköffnung sorgfältig zu, damit keine Verunreinigungen in den Tank geraten.
- Alle zu lackierenden Teile mit dem Exzenterschleifer mit P120 anschleifen. Dabei auch die Klebeaufschriften abschleifen. Etwaige Roststellen gleich mitausschleifen.
- Schadstellen mit Universalspachtel spachteln. Dabei in mehreren Schichten dünn arbeiten.
- Den getrockneten Spachtel final mit Schleifpapier der Körnungen P80, P120 und P240 anschleifen.
- Die Metallteile nach dem Spachteln mit Isopropanol und Einmaltüchern gründlich reinigen.
- Die Bauteile aufbocken oder aufhängen, sodass beim Lackieren alle Bereiche gut erreichbar sind.
- Die Teile von Innen mit Abdeckpapier und Streifenklebeband abkleben. Dort werden sie nicht lackiert und brauchen nicht gesondert gereinigt zu werden.
Grundierung
Eine gute Grundierung ist entscheidend für die Haftung und den Schutz des Lacks:
- Die Metallteile mit einer 2K-Epoxidharzgrundierung in zwei Schichten grundieren. Zwischenablüftzeiten beachten. Grundsätzlich wird immer versucht nass-in-nass zu arbeiten.
- Die Kunststoffteile mit Kunststoffhaftvermittler einsprühen. Dabei besonders die durchgeschliffenen Teile beachten. Ablüftzeit beachten.
- Die Kunststoffteile mit dem Mipa Etch-Filler hellgrau in zwei Schichten grundieren.
- Metallteile ebenfalls mit dem Mipa Etch-Filler hellgrau in zwei Schichten grundieren.
- Den Etch-Primer mit Softflex P400, P600 und P800 anschleifen.
Lackierung mit der Spraydose
Hier sind die Schritte zur eigentlichen Lackierung:
- Den Basislack jeweils in zwei Schichten auftragen. Zwischenablüftzeiten beachten.
- 2K-Klarlack in zwei Schichten auftragen.
Weitere Tipps & Tricks
Damit eine dünne, gleichmäßige und ebene Lackschicht entsteht, sollte man zum einen die Spraydose und die zu bearbeitende Fläche vorwärmen; so wird der Lack flüssiger und verläuft besser, wodurch er sich wiederum besser verbindet. Für ein gleichmäßiges Endergebnis sollte die Größe des Sprühkopfes zur Größe der Oberfläche passen, die man lackieren will. Je größer die Oberfläche, desto breiter der Sprühkopf.
Wichtige Hinweise
Der Auftrag des Basislacks erfolgt analog dem des Grundlacks. Zuletzt trägt man den Klarlack auf die Deckschichten auf. Die Trocknungspausen unbedingt einhalten, da in dieser Zeit auch Stoffe im Spraylack ablüften müssen. Maximal drei Deckschichten (je Grund- oder Basislack) aufsprühen, damit die Lackschichten möglichst dünn bleiben und gut trocknen. Den Abstand (15-20cm) einhalten, da dies sonst zu einer rauen Oberfläche führen kann. Mit fast allen Lackprodukten UNBEDINGT Schicht für Schicht arbeiten, sonst läuft die Siffe runter, Lack härtet nicht durch, wird Matt oder verläuft nicht zu einer schönen Struktur. Falls mit Spraydosen gearbeitet wird, einen Dünnen Gang auftragen. Er soll erst beim zweiten Gang decken. Ich empfehle 4 -5 Gänge. Von selbst Trocknen lassen - Kein Fön oder mit der Luftpistole trockenblasen. Nach dem Schliff mit Wasserreiniger (Alkohol) und mit Silikonentferner (Lösemittel) reinigen.
Die richtige Umgebung
Ideale Umgebungstemperatur der zu besprühenden Fläche: 18-25°C. Bei dieser Temperatur wird die Farbe nicht zu schnell trocken, sondern bleibt gut nass und verläuft gut (so entsteht eine gleichmäßige Oberfläche). Bei zu hoher Temperatur trocknet die Farbe zu schnell, bei zu geringer verläuft die Farbe nach dem Auftragen nicht mehr gut. Auch Abkleben ist sehr wichtig, um umliegende Flächen vor Sprühnebel zu schützen. Man selbst sollte alte, aber saubere Kleidung tragen, die dreckig werden kann; unverzichtbar ist außerdem ein guter Mundschutz, der vor dem giftigen Aerosol der Sprühdosen schützt (man sollte hier wirklich nicht sparen!). Außerdem sollte man vorher den Staub auf der Arbeitsfläche sowie in der Umgebung entfernen bzw. den Staub auf dem Boden bspw. binden, indem man Wasser darauf sprüht. Des Weiteren braucht man bspw. einen großen und stabilen Karton als Unterlage, um zum einen den Untergrund nicht ausversehen zu besprühen und zum anderen um die zu besprühenden Bauteile leicht zu drehen.
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