Motorrad Motorblock Lackieren: Eine Anleitung

Viele Motorradfahrer wünschen sich, ihren Motorradmotorblock optisch aufzuwerten. Eine Lackierung kann hier Abhilfe schaffen und dem Motor ein neues Aussehen verleihen. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten, um ein dauerhaft gutes Ergebnis zu erzielen. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Anleitung zum Lackieren eines Motorradmotorblocks.

Vorbereitung ist das A und O

Bevor mit dem eigentlichen Lackieren begonnen werden kann, sind einige vorbereitende Schritte notwendig. Diese sind entscheidend für die Haftung des Lacks und das Endergebnis.

Demontage

Ohne ein wenig Demontage funktioniert eine Motorlackierung auch in der Instant-Variante nicht. Im Falle der Sportster müssen Rasten, Auspuff und Vergaser ab. Im Prinzip geht es nur darum, mit möglichst überschaubarem Aufwand möglichst viel von den zu lackierenden Flächen des Motors freizulegen.

Reinigung

Jetzt kommt die chemische Keule ins Spiel - und zwar nicht zu knapp. Denn ohne eine penible Putzaktion wird der neue Lack auf den unumgänglichen Fett- und Ölresten flugs wieder abblättern. Vorher schön mit Motorreiniger einsprühen und abwaschen. Nix mehr Öl usw. Gibts auch günstig bei ATU.

Abkleben

Zum Ausgleich dürfen wir uns dann wie Verhüllungskünstler Christo fühlen - nur wickeln wir nicht den Berliner Reichstag ein, sondern unser Bike. Und zwar bitte sehr sorgfältig, wobei wir zunächst mit Kreppband jene Kanten abkleben, die nicht lackiert werden sollen. In unserem Fall sind das zum Beispiel die Zylinderköpfe und die seitlichen Kurbelgehäusedeckel. Auch die verchromten Rohre der Stößelstangen sollen weiterhin für Polierorgien bereit stehen: Also kleben wir unten und oben einen Streifen Krepp, bevor wir ein Stück Papier zuschneiden, das wir dann um die Rohre wickeln als seien es Zigarren.

Die Wahl des richtigen Lacks

Bei der Wahl des Lacks sollte man unbedingt auf Hitzebeständigkeit achten. Es gibt spezielle Motorlacke, die diesen Anforderungen gerecht werden. Normaler Autolack geht auch, der hält Temperaturen bis ~100, 120° normalerweise aus.

Wir haben uns für »Corona Schwarz Matt« von Normfest entschieden; gibt’s beispielsweise auch silbern im Handel für ’nen Zehner die 400-Milliliter-Sprühdose.

Der Lackiervorgang

Mit dem Heißluftföhn werden die Oberflächen nochmals abgeblasen und leicht angewärmt, dann trocknet auch die Farbe aus der gut geschüttelten und nicht zu kalten Sprühdose schneller. Damit arbeiten wir zügig, aber nicht hektisch. Immer wieder schütteln wir die Dose, wobei wir in möglichst gleichmäßigem Abstand sprühen. Der immer wieder über die frisch lackierten Bereiche blasende Föhn trocknet die Farbe schnell ab.

Nachdem alle Flächen - und besonders in den Ecken und beispielsweise hinter den Stößelschutzrohren muss man sorgfältig auf einen gleichmäßigen Farbauftrag achten - lackiert sind, kann man sich eine kleine Pause gönnen. Man kann aber auch umgehend mit dem Auspacken beginnen, was dann ein bisschen wie Weihnachten ist. Eine gebogene Anreißnadel hilft, das Papier um die Stößelrohre abzuknibbeln, während eventuell zu gut abgeklebte Eckchen mit einem kleinen Pinsel nachgearbeitet werden sollten.

Zusammenbau

Danach dann heißt es: Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Und wenn das erledigt ist, dann steht dem nächsten Ritt nichts mehr im Wege. Außer vielleicht das gepflegte Feierabendbier mit dem guten Freund und Helfer.

Zusätzliche Tipps und Informationen

  • Es wird empfohlen, eine Waffe in voller Größe anstelle einer Minipistole zu haben.
  • Die Vorbereitung ist ein sehr wichtiger Schritt: Das Schleifen erfolgt nass mit Schleifblättern der Körnung P320.
  • Verwenden Sie einen Entfetter, um alle Klebstoffe, Silikone, Fette, Kraftstoffe und andere unsichtbare Verunreinigungen zu entfernen, die zu Defekten in den oberen Schichten führen könnten.
  • Tragen Sie 3 bis 4 dünne Schichten auf, um die Hintergrundfarbe vollständig abzudecken und bis die optimale Farbe erreicht ist.

Empfohlene Produkte

Einige Produkte, die für die Motorblocklackierung empfohlen werden:

  • Motorreiniger (z.B. von ATU)
  • Hitzebeständiger Lack (z.B. Corona Schwarz Matt von Normfest)
  • 2K-Klarlack
  • Schleifpapier (verschiedene Körnungen)
  • Entfetter
  • Kreppband
  • Abdeckpapier

Es gibt ebenfalls Farben für`n Motor. Ist sogar ein V8 vorn drauf. Also gekauft das Zeuch. Kam glaube ich um die 20 Euronen die Dose. Eine hatte aber nicht gereicht. Denn wenn, dann richtig. Der Lack ist aber danach ziemlich matt. Aber dazu gibts einen Finisher Lack, der auch benzin und Ölbeständig ist im selben Regal von der selben Firma. Kostet um die 25 Euro. Sieht aber echt klasse aus und wird super glatt und was soll ich sagen, habe keinen Dunst aber es sieht aus wie vom Profi. Man kann rumkratzen und es passiert nix.

Tabelle: Empfohlene Schleifpapierkörnungen

Schritt Schleifpapierkörnung
Entfernen von Kratzern P320
Anschleifen der Grundierung P500
Zwischenschliff bei Dekorationen P500

Mit dieser Anleitung und den richtigen Materialien steht einer erfolgreichen Motorblocklackierung nichts mehr im Wege. Viel Erfolg!

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