Motorrad Nierengurt Damen Test: Schutz und Komfort für Bikerinnen

Für viele Motorradfahrer stellt sich die Frage: „Warum brauche ich einen Nierengurt, um Motorrad zu fahren?“ Kaum ein anderes Zubehör für Motorradfahrer steht derart in der Diskussion wie der Nierengurt. Doch der Motorrad-Nierengurt ist in seiner Bedeutung unterbewertet. Die Vorteile derartiger Schutzkleidung überwiegen im klaren Maße gegenüber den Nachteilen.

Warum ein Nierengurt?

Spekulatives Halbwissen macht beim Thema Nierengurt ungebremst die Runde. Angeblich soll der Gurt außerdem die empfindlichen Organe vor Unterkühlung und bösartigen Entzündungen schützen. Doch welchen Sinn macht der Bestseller noch in Zeiten moderner Funktionsbekleidung?

„Warum brauch‘ ich sowas? - Stört doch nur!“ Doch der Motorrad-Nierengurt ist in seiner Bedeutung unterbewertet.

Funktionen und Vorteile von Nierengurten

Neben der Schutzfunktion von Nierengurten sehen viele Motorradfahrer auch einen wesentlichen Vorteil von Nierengurten darin, dass sie insgesamt die Haltung auf dem Motorrad verbessern und so Verspannungen vorbeugen können. Was macht den Nierengurt aus?

Schließlich seien die Nieren von einer halben bis einen Zentimeter dicken Fettschicht umgeben und in einer festen Bindegewebekapsel gut gebettet. Die Nieren bräuchten dementsprechend keinen Extraschutz. „Schläge oder Stöße, die zu einer Nierenverletzung führen, müssten das Ausmaß eines heftigen Boxpunchs haben“, erläutert Galle, der solch ein Geschehen auf dem Motorrad für unwahrscheinlich hält.

Die Anzahl von motorradfahrenden Patienten ist allerdings so gering, dass sich der Nierengurt als Massenartikel damit kaum erklären lässt. Deutlich häufiger sind Blasenentzündungen, die generell auf mangelhafte Bekleidung zurückzuführen sind. Kann man sich ohne Frage auf dem Motorrad einfangen. Beziehungsweise hauptsächlich Frau.

So fällt die Empfehlung von Professor Galle klar aus: bauchfrei auf keinen Fall, Nierengurt auf keinen Fall falsch. Florian Schueler, Leiter Unfallforschung am Institut für Rechtsmedizin in Heidelberg, merkt dazu an, dass ein derartiger Schutz gegen innere Verletzungen bisher nirgends nachgewiesen wurde, befürwortet den Nierengurt aber dennoch: "Die stützende Wirkung eines Gurtes vermittelt – zumindest subjektiv – ein gutes Gefühl auf dem Motorrad, der Fahrer ist konzentrierter, das erhöht den aktiven Unfallschutz." Schueler warnt jedoch davor, sich nur mit Jeans und T-Shirt plus Nierengurt aufs Motorrad zu setzen und mahnt: "Immer mit zertifizierter Komplettausrüstung fahren!"

Der Nierengurt sitzt auf jeden Fall an einer sehr wichtigen Stelle: der Körpermitte. Weicht hier die Temperatur von anderen Körperzonen stark ab, können flugs unangenehme Muskelverspannungen entstehen.

Wärmefunktion

Die Wärmfunktion ist besonders in Frühjahr, Herbst und Winter von Bedeutung. Für Fahrer, die lediglich die warmen Sommertage für Ausfahrten mit dem Motorrad nutzen, ist dieser Aspekt von Nierengurten vermutlich eher uninteressant. Die Nieren selbst liegen tief im Körperinneren und sind allein dadurch vor Kälte geschützt.

Doch der Nierengurt wärmt zudem die untere Rückenpartie, über die auch die Nierengefäße und andere laufen. Darüber hinaus hat die Wärme auch noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Die Muskulatur im Lendenwirbelbereich wird beim Fahren mit dem Motorrad entspannt - unangenehmen Verspannungen wird so vorgebeugt.

Schutzfunktion

Die Schutzfunktion von Nierengurten ergibt sich vor allem durch die eingenähten Protektoren im Rückenbereich. Diese Schutzelemente - meist aus besonders festen und widerstandsfähigen Kunststoffen - schützen im Falle eines Sturzes den Nieren- und Lendenwirbelbereich.

Stützwirkung

Neben den genannten Vorteilen ist vielen Motorradfahrern auch die Stützwirkung von Nierengurten wichtig. Wer zum ersten Mal einen Nierengurt trägt, kann ihn als störend empfinden. Die manchmal eingenähten starren Stäbchen im Rückenbereich machen den Nierengurt zu einer Art Korsett.

Die aufrechte Haltung beim Fahren mit dem Motorrad wird gefördert, dadurch auch insgesamt Verspannung vorgebeugt. Trotzdem wollen Motorradfahrer Fahrtwind spüren und tragen deshalb insbesondere im Hochsommer gerne winddurchlässige Kleidung, die bei vielen Ausstattern im Angebot ist.

In der Regel hilft ein geeigneter Nierengurt also bei der Körperklima-Regulierung und empfiehlt sich daher selbst unter einer Komplettmontur als Zusatzaccessoire, darüber sind sich die Experten Galle, Scholl und Schueler einig.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Die Passform ist besonders wichtig. Haben Sie sich zum Kauf eines Nierengurtes entschlossen, sollten Sie ihn in jedem Falle anlegen und testen, ob er sich ihrer Figur gut anpasst. Wichtig ist bei einem Nierengurt wie auch bei anderen Motorrad-Kleidungsstücken die Passform. Der Gurt sollte fest sitzen, damit er Sie ordentlich schützt, und dennoch nicht einschnüren.

Für kältere Tage eignet sich verstärkt ein Nierengurt, der zusätzlich gepolstert oder gefüttert ist. So wird die Wärmfunktion verbessert. Generell sind die meisten Nierengurte in einem Test aus strapazierfähigem Polyester hergestellt. Die Stützfunktion sollten Sie vor dem Kauf von einem Nierengurt in einem Test ebenfalls prüfen.

Achten Sie auch darauf, dass Sie nicht nur einen reinen Nierenwärmer kaufen. Worauf sollte ich beim Kauf besonders achten? Die meisten Nierengürtel lassen sich mittels eines Klettverschlusses verschließen. So ist das schnelle An- und Ablegen der Schutz-Bekleidung gewährleistet.

Bleibt festzuhalten: Der Bestseller Nierengurt sollte, um Missverständnissen vorzubeugen, besser "Körpermittengurt" heißen und bei der Fahrerausstattung nicht fehlen.

Passform und Größe

Achten Sie beim Nierenschutz stets auf die richtige Passform. Nierengurt und Größe: Achten Sie beim Nierenschutz stets auf die richtige Passform. Die meisten Nierengürtel lassen sich mittels eines Klettverschlusses verschließen. So ist das schnelle An- und Ablegen der Schutz-Bekleidung gewährleistet.

Materialien

Für kältere Tage eignet sich verstärkt ein Nierengurt, der zusätzlich gepolstert oder gefüttert ist. So wird die Wärmfunktion verbessert. Generell sind die meisten Nierengurte in einem Test aus strapazierfähigem Polyester hergestellt.

Auf diese Weise lässt sich schnell die unterschiedliche Isolationswirkung der eng am Körper getragenen Gurte feststellen. Ergebnis: An der Stelle wurde es kühl bis kalt, insgesamt blieb es aber erträglich.

Gänzlich ohne Gurt hingegen zitterte und schlotterte der Fahrer bei null Grad Außentemperatur schon nach wenigen Minuten Fahrt auf der Landstraße und verkrampfte am gesamten Oberkörper. Die sichere, einstündige Heimreise ermöglichte lediglich ein mit wärmespendenden Kissen ausgestatteter Gurt (Probiker Duo) bei dieser Witterung.

Weitere Aspekte

Je nach Jahreszeit sollte der Gurt also unterschiedlich stark isolieren, warum sich also nicht gleich zwei zulegen? Wind-abweisende Materialien oder gar komplett winddichte Membranen können genauso sinnvoll sein wie ein teilweise durchlässiges Netzmaterial, um bei sportlichen Aktivitäten (Offroad, Rennstrecke) ausreichende Belüftung zu gewährleisten. Gute Stützwirkung und Passform sind außerdem entscheidend (bei Anprobe unbedingt Fahrerhaltung einnehmen!).

Die Test-Kandidaten

Auf der folgenden Doppelseite stellt MOTORRAD zehn verschiedene Typen für jeden Einsatzzweck und Geldbeutel vor.

Zehn verschiedene Nierengurte an einem Seil. Durch die Nummerierung lässt sich der jeweilige Textabschnitt zuordnen.

1 - Der Allrounder: elastisch, flächiger Klettverschluss mit großem Einstellbereich, durchschnittliche Stützfunktion. Der Büse Taslan trägt nicht zu dick auf, isoliert ordentlich an kalten Tagen, bleibt im Sommer ausreichend atmungsaktiv. Günstige, zweckerfüllende Materialien, daher auch günstiger Preis. Kann alles, aber nichts richtig gut.

2 - Der Billige: Greift man mal eben vom Grabbeltisch ab – der Louis Sponsor kostet nur so viel wie ein Eisbecher und erfüllt seine Funktion ausreichend. Mehr jedoch nicht, denn das Neopren isoliert nur mäßig, darunter schwitzt der Fahrer im Sommer, und das sehr elastische Material bietet trotz variabel verschließbaren Kletts nur wenig Stützfunktion.

3 - Mit voller Stützkraft voraus: stark luftdurchlässiges Material, daher so gut wie keine Isolation. Der extrem breite und mittels großer Klettverschlüsse doppelt verstellbare Bikers Faja erfüllt aber seine Mission als angenehme Stütze der Körpermitte nicht zuletzt wegen eingearbeiteter steifer Torsionsbänder vorbildlich.

4 - Der Klassiker: Leder klimatisiert von Natur aus. Doch wegen des an der Körperseite eingesetzten dicken, wenig atmungsaktiven Schaumstoffs eignet sich der Harro Leder nur bedingt für warme Tage, weil man darunter schwitzt. Gute Passform und Verarbeitung, eine sehr passable Stützfunktion sowie solide verstellbare Metall-Hakenverschlüsse und zwei Taschen gehören zu den Pluspunkten. Eine Empfehlung für stilechte Retro-Biker.

5 - Heiße Sache: Zwei passende Gel-Wärmekissen (Satz für 4,95 Euro) können beim Probiker Duo in dafür vorgesehenen Taschen im Nierenbereich verstaut werden. Die wiederverwendbaren, mit Sodiumacetat gefüllten Kissen erwärmen sich durch eine chemische Reaktion auf über 50 Grad Celsius und halten die Körpermitte länger als eine Stunde lang muckelig warm. Top-Tipp für Ganzjahres-Motorradfahrer.

6 - Ab ins Gelände: Schwitzen, Schütteln, Schläge – Normalität bei härterer Gangart über Stock und Stein. Ein Offroad-Nierengurt sollte deshalb besonders gut stützen, was der durch seine Netzstruktur gut belüftete Acerbis Profile Evo dank steifer Kunststoffeinsätze und spezieller Spannbänder tut. Mit Lendenwirbel-Protektoreinsätzen außerdem eine sinnvolle Ergänzung zum Brustpanzer.

7 - Prima Klima: Paraffinähnliche Mikrokapseln sollen beim Rukka Outlast je nach Außentemperatur Körperwärme speichern beziehungsweise überschüssige wieder abgeben. Mittels dieses Zwischenspeichers funktioniert die Mikroklima-Regulierung tatsächlich recht gut. Der angenehm dünn auftragende und gleichzeitig gut stützende Hightech-Gurt isoliert an kalten Tagen noch ausreichend und empfiehlt sich daher für den Dauergebrauch. Mitgedacht: Klettverschluss mit großem Einstellbereich.

8 - Ladies only: Durch eine stärkere Taillierung spezifisch auf die Anatomie von Frauen zugeschnitten. Im Vergleich zu Unisex-Gurten spürten die Testerinnen lediglich eine minimal bessere Passform. Nichtsdestotrotz ist der Held Lola ein gut verarbeiteter Gurt mit wind- und wasserabweisendem Außenmaterial (Tactel). Taugt allerdings nur für den Sommer, im Winter friert Frau.

9 - Übergroß: Bis Umfang 160 Zentimeter (Größe 4XL) ist der FLM Race erhältlich. Sicherlich kein übliches Bauchmaß, deshalb haben leider nur wenige Anbieter für besonders korpulente Motorradfahrer Größen im Programm, die über XL hinausgehen.

10 - Zusatzschutz: Der Ixs Turtle Belt schließt die Lücke, wenn der Rückenprotektor im Leder- oder Textilanzug aus Komfortgründen nicht bis zu den Lendenwirbeln herunterreicht. Gute Stützwirkung. Nachteil: trägt dick auf und ist selbst zusammengerollt sehr sperrig.

Nierengurt Vergleich 2025

Die besten Nierengurte: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.

Vergleichstabelle

Unsere Vergleichstabelle, die wir unseren Lesern in Kooperation mit RTL erarbeiten, wird automatisch aktualisiert. Im Moment befinden sich darin 5 unterschiedliche Marken, die allesamt qualitativ hochwertige Nierengurte anbieten. Unsere Datenanalysten nehmen an, dass ein Produkt bei Amazon, idealo.de oder Ebay vor allen anderen Gründen vorwiegend wegen seiner Beliebtheit bestellt, und auch dementsprechend öfter bewertet wird. Unsere Meta-Analyse stellt sachliche und subjektive Bewertungsfaktoren gegenüber. Diese Bewertungsobjekten werden vorurteilsfrei festgelegt, was heißt, sie unterliegen keiner Zuordnungswillkür. Das ExpertenTesten.de-Team evaluiert nach einem Sterne-System, dessen beste Bewertung die 5 ist. Im Umgang mit Rezensionen auf unterschiedlichen Plattformen wird oft gesagt, man solle ihnen keinen Glauben schenken.

Im Folgenden eine Tabelle mit einigen der verglichenen Nierengurte:

ModellMaterialProtektorpositionVorteileNachteile
Büse StreamPolyesterRückenSchnelles An- und Ausziehen, gute Passform, hoher Tragekomfort, gute StützfunktionMaterial etwas dünn, ohne Reflektoren
Alpinestars 6504612-12-OS-WPS-APolyurethan, Leder, MetallRückenGeringes Gewicht, flexible Konstruktion, mit verstärktem TPR-HauptteilAnfangs starker Eigengeruch, ohne Reflektoren
Held NierengürtelPolyamid, PolyesterRücken2 Rückenverstärkungen, gute Passform, hoher Tragekomfort, wärmtKann relativ groß ausfallen, nicht sehr stabil
Nubex NierengurtPolyesterKeine ProtektorenVerstellbare und anatomische 3D-Stickerei, flexibel und atmungsaktiv, hoher TragekomfortOhne Reflektoren, durchschnittliche Verarbeitungsqualität
O'NEAL Nierengurt PXRPolychlorid, Polyester, PolyamidRückenBio-Innenschaum, ansprechendes DesignKein Belüftungssystem, durchschnittliche Verarbeitungsqualität

Die Marke, die die attraktivsten Nierengurte offeriert, ist Blackwild. Die kostengünstigsten Blackwild Nierengurte kostet im Durchschnitt sparsame 19,90€ Euro, und bietet trotzdem hohe Güte. Dem möchten wir im Folgenden nachgehen. Die Marke Blackwild offeriert Nierengurte um einen sehr moderaten Durchschnittspreis von 19,90€ Euro. Halten Sie sich in dieser Preisumgebung auf, wenn Sie Nierengurte in guter Qualität suchen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0