Motorradführerschein: Alles zur Prüfung in Deutschland

Die Führerscheinprüfung ist eine der großen Herausforderungen eines jungen Erwachsenenlebens. Hier können Sie sich darauf vorbereiten und fleißig üben. Falls Sie Ihren Führerschein schon haben, dann können Sie hier testen, wie sattelfest Sie bei den deutschen Verkehrsregeln sind.

Führerscheinklassen für Motorräder

In Deutschland gibt es verschiedene Führerscheinklassen für Motorräder:

  • Kraftrad Klasse A: Mit einem Führerschein der Klasse A sind alle Krafträder und dreirädrige Kraftfahrzeuge miteingeschlossen. Der Direkteinstieg in den Führerschein der großen Motorräder darf erst mit 24 Jahren gemacht werden. Doch wer zuvor bereits einen A2-Führerschein für kleine Motorräder hatte, darf sich schon mit 20 Jahren an den A-Führerschein wagen.
  • Kraftrad Klasse A1: Die Fahrerlaubnis gilt für alle Motorräder von nicht mehr als 125 Kubikzentimetern und mit einem Verhältnis der Leistung zum Gewicht von maximal 0,1 Kilowatt pro Kilogramm. Auch dreirädrige Kraftfahrzeuge bis 15 Kilowatt dürfen damit gefahren werden. Der Führerschein darf ab 16 Jahren gemacht werden.

Voraussetzungen für den Motorradführerschein

Was bedeutet das erforderliche Mindestalter für den Führerschein? An dem Tag, an dem man die Fahrerlaubnis ausgehändigt bekommt, sollte man alt genug dafür sein. Das nimmt nicht nur Einfluss darauf, ab wann man den Führerschein in den Händen halten darf, sondern auch, wann man die Ausbildung anfangen kann.

Dafür gibt es zwar keine gesetzlichen Vorschriften, aber Fahrschulen achten darauf, dass sich neue Fahrschüler nicht ein Jahr vor Erreichen des jeweiligen Mindestalters zum Führerschein anmelden. Bei Minderjährigen ist außerdem eine Einverständniserklärung der Eltern erforderlich.

Mindestalter

  • Klasse A1: Kein Vorbesitz, ab 16 Jahre; Keine Befristung der Besitzdauer.
  • Klasse A2: Kein Vorbesitz, ab 18 Jahre; keine Befristung der Besitzdauer.
  • Klasse A (Direkteinstieg): Kein Vorbesitz, ab 24 Jahre; keine Befristung der Besitzdauer.
  • Klasse A (mit Vorbesitz A2): Vorbesitz Klasse A2, ab 20 Jahre.

Ablauf der Führerscheinprüfung

Um in Deutschland ein Kraftfahrzeug legal bewegen zu dürfen, ist eine gültige Fahrerlaubnis nötig. Um einen Führerschein zu erhalten oder sich für die Führerscheinprüfung anzumelden, sind unterschiedliche Voraussetzungen zu erfüllen, allen voran der Besuch einer Fahrschule. Auch bei einem Führerscheinverlust durch ein Fehlverhalten mit Bußgeld sind diese Punkte zu berücksichtigen.

Die Ausbildung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Die Theoriestunden sollen Kenntnisse zur Verkehrssicherheit vermitteln, die dann in einer theoretischen Prüfung abgefragt werden. Das Bestehen ist die Voraussetzung für die Teilnahme an der praktischen Prüfung.

Theoretische Prüfung

Bei der theoretischen Führerscheinprüfung wird abgefragt, ob der Stoff aus dem Unterricht verinnerlicht wurde und der Prüfling ein sicheres Wissen in Sachen Verkehrsregeln und Verkehrszeichen hat. Die Prüfung wird an einem PC mit einem speziellen Prüf-Programm durchgeführt, meistens in Räumen des TÜV oder der Dekra.

Für den Führerschein der Klasse B müssen insgesamt 30 Fragen beantwortet werden: 20 mal Grundwissen und 10 mal Zusatzstoff zur jeweiligen Klasse. Die meisten Aufgaben sind Multiple-Choice-Fragen. Zu jeder Frage gibt es mehrere Antwort-Möglichkeiten, von denen auch mehrere korrekt sein können.

Insgesamt gibt es etwas mehr als 1.000 Fragen, die genaue Anzahl ändert sich, wenn der Fragenkatalog etwa zwei Mal pro Jahr aktualisiert wird. Je nach Schwierigkeitsgrad der Fragen gibt es unterschiedliche Anzahl von Fehlerpunkten. Die schwierigste Kategorie hat fünf Fehlerpunkte. Wer sich nicht sicher ist, kann eine knifflige Frage auch markieren und für später zurückstellen.

Seit 2010 ist die theoretische Prüfung am PC. Diese Prüfung schaffen Sie mit einem Finger, dem Finger an der Maus. Als Aufwärmübung bieten wir Ihnen auf diesen Seiten einen Bogen mit aktuellen Fragen an. Ausfüllen, klicken, Sicherheit gewinnen. Sie erfahren sofort, ob Sie die theoretische Führerscheinprüfung bestanden hätten.

Die Prüfungsfragen entsprechen dem gültigen Lernprogramm und werden vom Prüfsystem automatisch ausgewählt. Herzlichen Glückwunsch! Teilen Sie das Ergebnis Ihrer Fahrschule mit - Sie können sich nun auf die praktische Führerscheinprüfung konzentrieren.

Wichtig: Nach bestandener Theorieprüfung haben die Prüflinge 12 Monate Zeit, die praktische Prüfung abzulegen. Wird diese Frist überschritten, verliert die Theorieprüfung ihre Gültigkeit.

Praktische Prüfung

Die praktischen Fahrstunden teilen sich in reguläre und verpflichtende Fahrstunden. Die regulären Fahrstunden haben eine Länge von 45 Minuten und sind in ihrer Mindestanzahl gesetzlich nicht bestimmt. Da darin die grundsätzlichen Fähigkeiten des Fahrens vermittelt werden, entscheidet der Fahrlehrer, wann der Schüler ausreichend für die Pflichtstunden geschult ist.

Die Überlandfahrt dauert etwa fünf Stunden und dient zum Training der Fahrt auf Landstraßen und längeren Strecken. Bei der vierstündigen Autobahnfahrt wird vor allem das Auf- und Runterfahren geübt. Während der Nachtfahrt wird gelernt, wie die Beleuchtung des Fahrzeugs überprüft und genutzt wird.

Für A1, A2, A und B müssen fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten und drei Nachtfahrten absolviert werden. Möchte man jeweils auf die nächsthöhere A-Klasse aufstocken, sind drei Überlandfahrten, zwei Autobahnfahrten und eine Nachtfahrt verpflichtend.

Der praktische Führerscheintest ist eigentlich eine Fahrstunde wie jede andere Übungsstunde auch - mit dem Unterschied, dass außer Ihnen und Ihrem Fahrlehrer noch ein Prüfer mit im Fahrzeug sitzt. Der Prüfer ist auch derjenige, der Ihnen während der Prüfung die Fahranweisungen und -aufgaben stellt.

Kosten für den Motorradführerschein

Für Motorrad-Führerscheine der Klasse A und A2 zahlt man circa 1.300 Euro. Die genauen Kosten sind sowohl von der Anzahl der benötigten Fahrstunden als auch vom Bundesland abhängig. So lernt man in Brandenburg am günstigsten, in Bayern am teuersten.

Dabei erhebt jede Fahrschule eine Grundgebühr für den Verwaltungsaufwand und meist zugleich den Theorieunterricht, Kosten für das Lehrmaterials, für reguläre Fahrstunden sowie Sonderfahrten, die sich je nach Führerschein in ihrer Anzahl unterscheiden. Zusätzliche Kosten kommen für einen Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs, ein Passfoto, den Führerscheinantrag und die Prüfungsgebühr hinzu.

Wer durchfällt, muss daher automatisch durch zusätzliche Fahrstunden und eine erneute Prüfungsgebühr mehr zahlen. Generell gilt: Je weniger reguläre Fahrstunden benötigt werden, desto weniger muss bezahlt werden.

Tipps zur Vorbereitung

Stur auswendig lernen kostet zum einen viel Zeit, zum anderen lassen sich viele der Pkw-Führerschein-Fragen viel leichter beantworten, wenn man die Verkehrsregeln auch versteht. Versuchen Sie, diese möglichst schnell hintereinander zu absolvieren. Dann liegen zwischen den Stunden keine großen Lücken, in denen Sie das Gelernte wieder vergessen.

Besser: Sie nehmen den kompletten amtlichen Fragenkatalog und teilen Sie sich den Lernstoff in kleinere, gut zu bewältigende Häppchen auf, nach denen Sie sich zur Belohnung jeweils ausreichend Zeit zum Relaxen oder für schöne Dinge gönnen. So fällt das Lernen viel leichter. In den Tagen unmittelbar vor der Prüfung wiederholen Sie nur noch Fragen, bei denen Sie öfter falsch lagen.

Gerade für zwischendurch, wenn Sie etwa auf dem Heimweg in der U-Bahn Zeit haben, sollten Sie sich zudem eine App aufs Smartphone packen, die alle relevanten Theorie-Fragen enthält. Manche Dinge kann man sich einfach schwer merken. Wie war zum Beispiel noch mal die richtige Formel, um den Bremsweg oder den Anhalteweg zu berechnen? Solche Dinge schreibt man sich am besten auf Zettel und hängt sie dorthin, wo man sie täglich sieht: an den Kühlschrank, an die Tür, neben den Fernseher.

Neue Theorie-Fragen ab April 2025

Ab dem 1. April 2025 gilt ein neuer Fragenkatalog für die theoretische Führerscheinprüfung für alle Klassen. Darunter sind 9 neue Aufgaben, die den Motorrad-Führerschein betreffen, also die Fahrerlaubnisklassen A, A1 und A2 sowie 4 weitere für die Klasse AM. Wer gerade am Büffeln ist, sollte seine App aktualisieren.

Zum Stichtag wurden insgesamt 64 Fragen im Fragenkatalog der Theorie-Prüfung überarbeitet oder neu aufgenommen.

  • 9 neue Fragen in Klasse A
  • 4 neue Fragen in Klasse AM

Ab April 2025 kommen erstmals Multiple-Choice-Fragen mit Bildern zum Einsatz, um das Wissen über Verkehrszeichen gezielter zu überprüfen.

Fehlerpunkte bei der Theorieprüfung

Für das Bestehen der Theorieprüfung sind, abhängig von der Führerscheinklasse, 20 bis 40 Multiple-Choice-Fragen zu beantworten. Die zulässige Fehlerpunktzahl variiert zwischen sechs und zehn, wobei die Fehlerpunkte pro Frage zwischen zwei und fünf liegen.

In der Führerscheinklasse B müssen 30 Fragen beantwortet werden, und es dürfen maximal zehn Fehlerpunkte erreicht werden. Dabei darf jedoch nur eine Frage, die mit fünf Fehlerpunkten bewertet ist, falsch beantwortet werden.

Diese Regelung gilt auch für die Motorradklassen AM, A, A1, A2 sowie die Erweiterung zur Klasse C1.

Durchfallquote

Laut den jüngsten Daten des TÜV-Verbands für 2023 lag die Durchfallquote bei der theoretischen Führerscheinprüfung bei 42 Prozent - ein Höchstwert. Besonders hoch war die Quote in der Klasse B, dem Pkw-Führerschein für Prüflinge über 18 Jahre, wo nahezu jeder zweite Teilnehmer scheiterte, mit einer Durchfallquote von 49 Prozent.

Auch die praktische Prüfung wies eine hohe Durchfallquote auf, die mit etwa 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant blieb. Besonders auffällig ist, dass viele Prüflinge bei Wiederholungsprüfungen ebenfalls Schwierigkeiten haben: Rund 54 Prozent derjenigen, die die Theorieprüfung im ersten Versuch nicht bestanden hatten, scheiterten auch beim zweiten Mal.

Führerscheinklassen im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Informationen zu den verschiedenen Führerscheinklassen zusammen:

Klasse Fahrzeugart Mindestalter Vorbesitz erforderlich
A1 Motorräder bis 125 cm³ 16 Jahre Nein
A2 Motorräder bis 35 kW 18 Jahre Nein
A (Direkteinstieg) Alle Motorräder 24 Jahre Nein
A (mit Vorbesitz A2) Alle Motorräder 20 Jahre Ja (A2 seit 2 Jahren)
B PKW bis 3,5 t 18 Jahre (BF17 möglich) Nein

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0