Motorradrennsport Grundlagen: Ein umfassender Leitfaden

Der Motorradrennsport ist eine faszinierende Welt, die von Leidenschaft und Hingabe geprägt ist und Fahrer sowie Zuschauer gleichermaßen begeistert. Ob Straßenrennen, Motocross, Supercross, Speedway oder Trial - die Vielfalt der Disziplinen bietet für jeden Geschmack und jedes Talent die passende Herausforderung.

Vorbereitung auf die Rennsaison

Mit den Vorbereitungen für die neue Saison ist unmittelbar nach dem Ende einer Saison zu beginnen. Man muss sich einen Plan erstellen, über alle erforderlichen, durchzuführenden Maßnahmen, um die Materialbeschaffung einzuleiten und Fertigungsmöglichkeiten zu erkunden. Bei der Vielschichtigkeit der Probleme ist eine kollektive Arbeit immer von Vorteil. Dabei sollte auf jeden Fall noch Zeit zu einer regelmäßigen, zielgerichteten sportlichen Betätigung eingeplant werden, die zu einer physischen und psychischen Leistungssteigerung führt. Vor allem sollte man die Zeit der Winterpause nutzen, mit einem gut vorbereiteten Wagen zur Abnahme und zum Training zu kommen. Die Zeit dort soll man nicht dafür nutzen, den Wagen fertig zu machen, sondern das Fertige zu erproben.

Grundlagen für angehende Rennfahrer

Gerade heute, wo man sich einfach einen Rennwagen kaufen kann und sofort mit dem Erwerb einer Lizenz und einem ärztlichen Attest auf die Rennstrecke darf, fehlen den Meisten die Grundlagen, was man braucht um „Rennfahrer“ zu sein. Rennfahrschulen bieten dieses Wissen an und die meisten glauben ohnehin, schnell fahren zu können. Dass das „Schnellfahren“ nicht allein den Sieg ausmacht, wird in diesen beiden unten aufgeführten Artikeln beschrieben. Die Rhetorik ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, der Inhalt jedoch wichtig und absolut aktuell. Eine Übersicht, die man im Kampf und am ermüdeten Ende eines Wettbewerbs behalten muss.

Die Rolle des Helfers

Wir würden es für erforderlich halten, dass man mit seinem Helfer zu einer bestimmten Arbeitsteilung kommt. Nicht, wie es schon vorgekommen ist, dass der Fahrer eine halbe Stunde vor dem Rennen seinen Helfer suchen muss. Das löst natürlich Nervosität aus, die man vermeiden sollte. Schließlich fährt der Helfer, wie es das Wort schon ausdrückt, zum Helfen mit und nicht, um im Fahrerlager spazieren zu gehen. Das kann man nur tun, wenn man seine Aufgaben erfüllt hat. Nach Möglichkeit soll man seinen Wagen eine ½ Stunde vor dem Training vorbereitet dastehen haben.

Training und Vorbereitung

Zum Training selbst ist die Möglichkeit zum Fahren so oft und so lange wie möglich zu nutzen. Dabei den Wa-gen aber nicht durch unvernünftiges Fahren vorzeitig zu demolieren, sondern sich nach der langen Winter-pause wieder an das Fahren mit einem Rennwagen zu gewöhnen. Es ergeben sich im Rennwagen, wie auch im Tourenwagen ganz andere Sitzpositionen, ausgestreckte Arme, Sichtverhältnisse, Anbremspunkte usw. Des Weiteren ist beim Training der Zeitplan einzuhalten und es muss wenigstens immer einer, der Fahrer oder Helfer, über den Ablauf Bescheid wissen.

Checkliste für Training und Rennen

Zur Vorbereitung des Wagens für das Training und Rennen ist es von Vorteil, wenn man sich eine Checkliste anfertigt, von all den Dingen, die man zu einem Rennen benötigt. Diese Checkliste ist wieder dann zu ergänzen, wenn man zusammen mit seinem Helfer die Ausfallursachen auswertet. Es empfiehlt sich die Anlegung eines Buches, wie es die meisten unserer erfolgreichen Fahrer führen. Man trägt z. B. Nur über so eine exakte Zusammenstellung kann man eine richtige Grundlage schaffen, auf der man immer wieder aufbauen und weiterentwickeln kann. Es gehört natürlich dazu, dass, wenn schon nicht der Fahrer, dann zumindest der Helfer in der Lage ist, das genannte Buch anzulegen und auszuwerten. Nur durch intensives Befassen mit dieser Problemen kommt man weiter. Dabei ist ein ständiger, möglichst der gleiche Helfer von Vorteil. Es gehören natürlich viel Zeit, Lust und Liebe dazu.

Ausschreibungs- und Durchführungsbestimmungen

Des Weiteren ist das erforderlich, dass man sich die Ausschreibungs- oder Durchführungsbestimmungen für ein Rennen genau durchliest, damit man orientiert ist, wie alles abläuft und die nicht gerade umfangreichen Trainingsmöglichkeiten wenigstens voll ausnutzt und man vor allem die erforderlichen Pflichtrunden erreicht.

Die Bedeutung der Körperlichen Verfassung

Für den Fahrer ist es von außerordentlicher Wichtigkeit, seiner Körpergröße entsprechend, eine gute und bequeme Sitzposition einzunehmen. Auf ausgestreckte Arme achten sowie auf die Rückspiegeleinstellung. Teile müssen fest im Wagen verbaut sein - insbesondere Batterie und Feuerlöscher. Zudem eine gute und leichtgängige Schaltung, anatomisch gute Lage der Kupplungs-, Gas- und Bremspedale.

Fahrtechnik und Strategie

Die Auswertung der Rundenzeitenliste eines Trainings oder Rennens zeigt eindeutig, dass man aus einem guten Motor von sich aus selbst durch gleichmäßiges Fahren viel tun kann. Bei vielen unserer Sportfreunde sind auf diesem Gebiet noch lange nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, da viele die vorhandene Leistung noch nicht verstehen 100%ig wirksam werden zu lassen.

Streckenkenntnisse

Bei den ersten Runden im Training muss man sich natürlich erst einmal die Strecke in Ruhe anschauen, auch wenn ich sie von den vorhergegangenen Rennen noch kenne. Denn es kann sich durchaus ergeben, dass durch Reparaturarbeiten an der Straßendecke, Absperrmaßnahmen usw. sich doch einiges verändert hat. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte man versuchen, mit dem PKW vorher einmal herum zu fahren. Vor allem auf Strecken, die man noch nicht kennt, natürlich unter Beobachtung der Straßenverkehrsordnung und nicht zum Finden der Ideallinie. Es sollte also nicht vorkommen, dass im Training in der ersten Runde auf einer Strecke, die man noch nicht kennt, man rausfährt. Das zeugt nicht gerade von einem systematischen und verantwortungsbewussten Herangehen an seine Aufgabe.

Die Rolle des Helfers an der Box

An der Box hat der Helfer die Aufgabe, die Rundenzeiten seines Fahrers zu stoppen und sie ihm mit der Tafel anzuzeigen, damit er kontrollieren kann, ob er sich verbessert hat, bzw. sich die fahrerischen oder technischen Maßnahmen auf die Rundenzeiten auswirken. Zumindest muss der Helfer sie registrieren, schon, um sie dann mit dem Fahrer auszuwerten - betreffs Übersetzungsfragen, Vergasereinstellung, Bremsabstimmung, Stabieinstellung, Luftdruckänderung, Änderung der Kinematik usw. Dafür ist das angelegte Buch eine gute Grundlage.

Die Ideallinie und Anbremspunkte

Für den Fahrer kommt es jetzt darauf an, für die Strecke die Ideallinie zu finden, Anbrems- und Schaltpunkte festzulegen, anhand des Drehzahlmessers die optimale Übersetzung zu überprüfen bzw. festzulegen. Es kann sich durchaus ergeben, dass durch Einbau des Reserve-Motors, einem anderen Auspuff usw. sich eine andere Übersetzung nötig macht, als im Jahr zuvor. Auch ausgebaute Kurven haben dabei ihren Einfluss.

Die Bedeutung des richtigen Anbremsens

An einem Beispiel soll dargestellt werden, wie wichtig das Finden des richtigen Anbremspunktes ist und das über viele Runden an der gleichen richtigen Stelle - wenn man also versucht, in den Grenzbereich vorzustoßen. Viele glauben, dass die Geschwindigkeit allein das Kriterium für besonderes Fahrkönnen ist. Das trifft aber nur in einem ganz beschränkten Umfang zu, denn auf einer geraden Ebene und genügend breiter Straße, z. B. auf einer Autobahn, wird es einem guten, sportlichen eingestellten Fahrer möglich sein, Geschwindigkeiten im Bereich von über 200 km/h zu fahren. Wenn er sich dann daran durch mehrmaliges Üben gewöhnt hat, werden ihm solche Geschwindigkeiten kein besonderes Unbehagen mehr bereiten. Diese Fähigkeit hat ja doch noch nichts damit zu tun, dass der betreffende Fahrer einen so schnellen Wagen auch auf einer Rennstrecke in ei-nem Rennen gut beherrschen würde.

Entscheidungsfindung in Hochgeschwindigkeit

Es ergibt sich bereits eine völlig andere Situation, wenn der mit ca. 200 km/h geradeaus fahrende Fahrer auf eine Kurve zuschießt, die maximal 130 km/h verträgt. Wenn wir uns mit 70 - 80 km/h auf der Landstraße einer Kurve nähern, haben wir sehr viel Zeit, um uns diese Kurve anzusehen und unsere Entschlüsse bezüglich eventuellen Bremsen und maximaler Kurvengeschwindigkeit zu fassen. Wir fahren mit etwa 20 m/s auf diese Kurve zu. Die Zeit für diesen Entschluss und von seiner Umsetzung in die Tat wird ausreichen. Denn ehe wir an den Kurveneingang gelangen, vergehen mehr als 3 s. Wenn wir dagegen in einem extremen Fall mit 200 km/h auf diese Kurve zuschießen, dann haben wir theoretisch nur noch reichlich 1 s Zeit, um uns zu entscheiden. In 1 s hätten wir aber den Kurveneingang schon erreicht und befinden uns in einem viel zu schnellen Tempo. Aus 60 m Entfernung ist kein Wagen mehr von 200 km/h auf 60 km/h herunter zu bremsen. Die Entschlüsse müssen also viel schneller gefasst werden. An diese Entschlussschnelligkeit angesichts der verschiedenen Stra-ßenkrümmungen und Oberflächen kann man sich schon viel schwieriger gewöhnen, als an die reine Geschwindigkeit.

Die Konsequenzen falscher Entscheidungen

Auch sagt uns ein reines Rechenexempel, dass ein Verschätzen des Anbremspunktes vor einer Kurve eine Verschätzung um ½ s bei 72 km/h zu 10 m Wegdifferenz führt, ein gleiches Verschätzen bei 200 km/h be-reits zu rund 28 m Differenz. Eine ½ s ist nicht viel. Wenn man von 72 km/h runterbremst, so sind 10 m verschätzte Wegdifferenz immer noch korrigierbar, aber wenn sich bei 200 km/hm Anbremsen um 28 Meter verschätzt, bedeutet das unweigerlich ein Verlassen der Fahrbahn. Schon daraus sieht man, mit welchen Maß an Konzentration in einem Rennen gefahren werden muss. Die Bedeutung Konzentration und Ausdauer: Pro Runde gibt es viele Kurven anzubremsen und das über viele Runden. So summieren sich dann auch am Ende eines Rennens für manche unbegreiflich die Plus- und Minuszeiten zu seinem Konkurrenten.

Trainingspakete und -möglichkeiten

Es gibt verschiedene Trainingspakete, die auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten sind:

  • Schnuppertraining: Für Rennstreckenneulinge, die unter professioneller Anleitung in die Welt des Rennsports eintauchen möchten.
  • Freies Fahren: Für erfahrene Rennstreckenfahrer, die Rennfeeling und Wettkampf suchen.
  • Silber: Intensivtraining mit dem eigenen Motorrad, begleitet von einem professionellen Instruktor.
  • Gold: Intensivtraining mit der BMW S 1000 RR, inklusive Mechanikerservice, Boxenplatz und Reifen.

Hier ist eine Übersicht über die verschiedenen MRS-Pakete:

Paket Beschreibung Preis (ab)
Schnuppertraining Halbtägiges Training mit der BMW S 1000 RR, professioneller Instruktor, 3 Turns à 20 min. 169,00 €
Freies Fahren Freies Fahren mit eigenem Motorrad oder Leihfahrzeug, Zeitnahme, 5-6 Turns pro Tag. 299,00 € (für zwei Tage)
Silber Intensivtraining mit eigenem Motorrad, professioneller Instruktor, kleine Gruppen, Videoanalyse, 5-6 Turns pro Tag. 1098,00 € (für zwei Tage)
Gold Intensivtraining mit der BMW S 1000 RR, Mechanikerservice, Boxenplatz, Reifen, professioneller Instruktor, kleine Gruppen, Videoanalyse, 5-6 Turns pro Tag. 1658,00 € (für zwei Tage)

Weitere Tipps und Informationen

  • Ausrüstung: Investiere in hochwertige Schutzausrüstung wie Helm, Motorradkombi, Handschuhe und Stiefel.
  • Training: Trainiere regelmäßig, um deine Fähigkeiten zu verbessern.
  • Mentoren: Suche nach erfahrenen Fahrern, von denen du lernen kannst.
  • Technik: Verstehe die Technik deines Motorrads.
  • Analyse: Analysiere deine Rennen, um dich kontinuierlich zu verbessern.
  • Ziele: Setze dir realistische Ziele.
  • Netzwerk: Baue ein Unterstützungsnetzwerk auf.
  • Demut: Bleibe demütig und respektvoll.
  • Spaß: Hab Spaß und genieße den Moment.

Um an Motorradrennen teilzunehmen, benötigst du eine gültige Rennlizenz, die du durch den Abschluss von Fahrsicherheitstrainings und Rennschulen erwerben kannst. Die Kosten für das Betreiben von Motorradrennen variieren je nach Art des Rennsports, den du ausübst. Es können Kosten für Ausrüstung, Renneinschreibungen, Transport, Training und Unterkunft anfallen.

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