Atmungsaktive Motorrad Regenbekleidung im Test

Regenschauer lassen sich trotz bester Vorbereitung nicht immer vermeiden. Gerade auf Tour oder beim Pendeln ist trockene Kleidung Gold wert. Zwar bieten viele Textilkombis oder Lederbekleidung einen gewissen Schutz, doch bei langanhaltendem Regen geraten sie schnell an ihre Grenzen. Wer dauerhaft trocken bleiben möchte, setzt auf eine spezielle Regenkombi fürs Motorrad.

Was ist eine Motorrad-Regenkombi?

Motorrad-Regenkombis bestehen meist aus wasserdichten Materialien wie Polyester oder Polyamid und sind in zwei Varianten erhältlich: als Einteiler (Overall) oder Zweiteiler (Jacke & Hose). Einteiler bieten besseren Regenschutz, sind aber schwieriger anzuziehen. Zweiteiler lassen sich schneller überwerfen, schützen jedoch nicht ganz so effektiv bei starkem Regen.

Vor- und Nachteile von Einteilern und Zweiteilern

Vor der Entscheidung für eine Regenkombi fürs Motorrad ist ein Test eine gute Möglichkeit um herauszufinden, ob Sie einen Ein- oder einen Zweiteiler bevorzugen.

  • Einteiler: Bieten besseren Schutz gegen Starkregen, erfordern jedoch mehr Aufwand beim Anziehen. Bei Viel- und Allwetterfahrer:innen ist der Einteiler erste Wahl.
  • Zweiteiler: Lassen sich schneller überwerfen und reichen für leichten Regen oft aus.

Worauf beim Kauf einer Motorrad-Regenkombi achten?

Beim Kauf von Motorrad Regenanzügen sollten verschiedene Aspekte berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass der Anzug nicht nur vor Regen schützt, sondern auch komfortabel, sicher und langlebig ist.

  1. Wasserdichtigkeit: Achten Sie auf Materialien und Versiegelungen, die zuverlässigen Schutz vor Wasser bieten. Ab 1500 mm gilt ein Stoff als wasserabweisend, ab einer Wassersäule von 8000 mm spricht man von "wasserdicht". Für Vielfahrer:innen und Touren bei Starkregen empfiehlt sich somit eine Regenkombi mit mindestens 8000 mm Wassersäule.
  2. Atmungsaktivität: Um Schwitzen und Überhitzung zu vermeiden, sollte der Anzug atmungsaktiv sein. Für die Atmungsaktivität sind meist Netzeinsätze in den Oberteilen bzw. Jacken vorhanden.
  3. Gewicht: Leichtes Material flattert weniger und trägt nicht auf.
  4. Größe: Eine Nummer größer wählen, da die Kombi über der Schutzkleidung getragen wird. Da Jacke und Hose in der Regel über der normalen Motorradbekleidung getragen werden, darf die Regenkombi etwas größer ausfallen. In der Regel reicht eine Nummer größer als bei der Konfektionsgröße der Motorrad-Kombi, wobei einige Hersteller dies bereits beachten. Eine Größentabelle und Anprobieren hilft daher bei der Auswahl am besten.
  5. Reflektoren: Für Sichtbarkeit bei schlechtem Wetter auf ausreichend Reflektoren achten. Bei einem Test der Motorrad-Kleidung sollten Sie vor dem Kauf daher auch prüfen, wie gut die Kombi zu sehen ist. Vorteilhaft sind definitiv helle bzw.
  6. Nähte und Versiegelungen: Überprüfen Sie, ob die Nähte versiegelt sind, um Wassereintritt zu verhindern. Verschweißte und verklebte Nähte sollen auch an diesen Schwachpunkten für genügend Wasserdichtigkeit sorgen (Wassersäule: 20.000 mm).
  7. Passform: Der Anzug sollte bequem sitzen, ohne zu flattern oder die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Wichtig: Im Stehen sollte die Hose unten ordentlich Falten werfen, denn in Fahrposition mit angewinkelten Beinen rutscht die Klamotte stets ein Stück nach oben. Um diesem wiederum entgegenzuwirken, haben einige Hersteller Riemen zur Weitenregulierung an Oberarmen und Taille angebracht, die das überschüssige Material fixieren.
  8. An- und Ausziehen: Der Anzug sollte leicht an- und auszuziehen sein, idealerweise auch mit Handschuhen. Entscheidend kann auch sein, ob sich die Motorrad-Kleidung schnell an- und ausziehen lässt. Das ist wichtig, falls Sie auf der Fahrt mal von einem Regenschauer überrascht werden. Machen Sie daher vor dem Kauf bei verschiedenen Regenkombis fürs Motorrad einen Test wie schnell Sie diese über Ihre normale Motorrad-Kleidung bekommen.
  9. Kragen und Verschlüsse: Ein hoher Kragen verhindert das Eindringen von Wasser. In Bezug auf Wasserdichtigkeit können Sie bei einem Test der Regenkombi fürs Motorrad auch prüfen, ob die Bekleidung ein Einlaufen des Wassers in den Nacken verhindert. Das ist z. B.
  10. Preis-Leistungs-Verhältnis: Vergleichen Sie Preise und Leistungen verschiedener Anzüge.
  11. Markenreputation und Kundenbewertungen: Informieren Sie sich über die Reputation der Marke und lesen Sie Kundenbewertungen.

Materialien

Das Material spielt bei Motorrad-Regenbekleidung in einem Test häufig auch eine wichtige Rolle. Denn dieses muss selbst auch wasserdicht und windfest sein. In der Regel besteht Regenkleidung fürs Motorrad daher aus Kunstfasern. Angenehm zu tragen sind dabei vor allem Kombis aus Polyamid und Polyester. Es gibt aber auch Motorrad-Regenkombinationen aus PVC, jedoch ist dieses beim Tragen nicht ganz so flexibel wie die anderen Materialien.

Wie pflegt und lagert man eine Motorrad-Regenkombi richtig?

Nach jeder Nutzung sollte die Regenkombi gründlich getrocknet werden - idealerweise bei Raumtemperatur, nicht direkt auf der Heizung oder in der Sonne. Verschmutzungen lassen sich mit einem feuchten Tuch oder gemäß Pflegehinweis mit Handwäsche entfernen. Maschinenwäsche ist nur bei expliziter Herstellerfreigabe empfohlen. Für längere Lagerung sollte die Kombi sauber und trocken an einem luftigen Ort aufgehängt oder locker zusammengelegt werden, um Knickstellen zu vermeiden, die die Membran beschädigen könnten.

Die besten Regenkombis fürs Motorrad im Überblick

Welche Motorradkleidung kann bei Regenwetter überzeugen? Wir werfen einen Blick auf die beliebtesten Angebote.

  • JDC Regenkombi, einteilig: Verschweißte und verklebte Nähte sollen auch an diesen Schwachpunkten für genügend Wasserdichtigkeit sorgen (Wassersäule: 20.000 mm). Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, bietet die schwarze Kombination gut sichtbare Reflektoren auf der Vorder- und Rückseite. Klettverschlüsse an den Knöcheln sorgen für eine bessere Passform, genauso wie der Gummizug an der Taille.
  • Fastway Regenbekleidung, einteilig: Auch die Regenkombi von Fast Way ist ein einteiliger Overall. Ebenso, wie bei der Konkurrenz, soll auch hier der diagonale Reißverschluss das An- und Ausziehen vereinfachen. Stretchbereiche um die Körpermitte, an Armen und Beinen sollen für eine bessere Passform sorgen.
  • Rebelhorn Regenkombi, zweiteilig: Der Regenanzug der Marke Rebelhorn besteht vollständig aus wasserdichtem Polyester. Zusätzlich sind die Nähte laminiert, um auch hier kein Wasser durchzulassen. Der elastische Bund der Motorradbekleidung und Kordelzüge an den Knöcheln und den Handgelenken sorgen für eine verbesserte Passform.
  • Kemimoto Regenanzug, zweiteilig: Ebenfalls als Zweiteiler ist der Regenanzug von Kemimoto ausgelegt. Er besteht aus einer Jacke samt Taschen und einer integrierten Kapuze sowie einer Hose mit elastischem Taillenbund. Der Hersteller gibt bei der Dichtigkeit die Wassersäule mit 10.000 mm an, womit sich der Anzug für leichte bis mittelstarke Regenschauer eignet. Jacke und Hose sind nicht gefüttert, weshalb bei niedrigeren Außentemperaturen warme Kleidung unter der Kombi empfohlen wird.

Motorrad-Regenkombi Vergleich (Auszug)

Hier ein Auszug aus einem Vergleich verschiedener Motorrad-Regenkombis:

Modell Material Eigenschaften Ausstattung Vorteile Nachteile
Ilm ‎‎ilm-rs02 Nanostoff wasserdicht und verschleißfest Zweiteiler, einfaches Anziehen, atmungsaktiv, Netzfutter, winddicht, verstellbare Bünde Mit Kapuze Umweltfreundlich und verschleißfest, mit mehreren Taschen, bequem und atmungsaktiv, schnelles Trocknen und einfaches Falten Ohne Reflektoren, nicht verstellbare Bünde
JDC Motorrad-Kombi SHIELD Polyamid wasserdicht Einteiler, besserer Schutz, atmungsaktiv, Netzfutter schmale Streifen Atmungsaktiv, Signalfarbe bei schlechtem Wetter gut sichtbar, Weitenverstellung an Taille Nicht winddicht, ohne Kapuze
Coutyuyi CZ-208-D47 Nanostoff wasserdicht und verschleißfest Zweiteiler, einfaches Anziehen, atmungsaktiv, Netzfutter schmale Streifen Geruchlos, sehr langlebig, umweltfreundlich Schnitt der Jacke etwas kurz geraten, keine Beutel zum Verstauen enthalten
HEYBERRY Motorrad Regenkombi Polyester wasserdicht Zweiteiler, einfaches Anziehen, atmungsaktiv, Netzfutter, winddicht schmale Streifen Mit Scotlight-Reflektoren, elastischer Bund an den Ärmelenden, atmungsaktiv Nicht verstellbare Bünde, keine Beutel zum Verstauen enthalten
Nerve Hard Rain Regenkombi Polyamid wasserdicht Einteiler, besserer Schutz, winddicht breite Streifen Wasser- und winddicht durch verschweißte Nähte, sportlich-bequemer Schnitt mit langem Reißverschluss Nicht verstellbare Bünde, keine Beutel zum Verstauen enthalten
Flm Regenkombi Motorrad Polyester, PVC beschichtet wasserdicht Einteiler, besserer Schutz, atmungsaktiv, Netzfutter, winddicht Anti-Rutsch-Gewebe am Gesäß Sehr atmungsaktiv, leicht anzulegen, mit integrierter Helmhaube Keine Beutel zum Verstauen enthalten, nicht verstellbare Bünde
Modeka Black Rain Regenkombi Polyester wasserdicht Einteiler, besserer Schutz, atmungsaktiv, Netzfutter, winddicht Taschen wasserfest Gummizug in der Taille, langer Diagonalreißverschluss, Netzfutter (100% Polyester) Keine Beutel zum Verstauen enthalten, ohne Reflektoren
A-Pro teilbarer Regenanzug Polyester wasserdicht Zweiteiler, einfaches Anziehen, atmungsaktiv, Netzfutter, winddicht Innentaschen und Außentaschen Stoßfestes Textil, ergonomische Gestaltung, helle Farbe für bessere Sichtbarkeit -

Weitere Testberichte und Vergleiche

Im Vergleichstest der Oktober Ausgabe des „Tourenfahrer“ wurden Regen-Zweiteiler von sechs Herstellern auf ihre Wasserdichtigkeit und Eigenschaften wie Aerodynamik, Handling und Verarbeitung getestet.

Platz 1: FLM Sports Membran 1.0 (Testsieger)

  • Vorteile: dank Klimamembran wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv, Kapuze im Kragen, Verbindungsreißverschluss zwischen Jacke und Hose
  • Nachteile: relativ schwer, keine Packtaschen, schmutzanfällig

Platz 1: Held Rainblock (Testsieger)

  • Vorteile: tolle Ausstattung: Membran, Stretchanteil und sinnvolle Taschen, großzügiges Anti-Rutsch-Pad, sehr leicht und gut im beiliegenden Säckchen zu verstauen, zwei Farbvarianten, gesonderte Damengrößen
  • Nachteile: leider keine Kapuze, der Kragen könnte noch höher sein

Platz 2: Difi Fiji (Kauftipp)

  • Vorteile: sehr leicht, vorhandene Taschen dienen auch, um Jacke und Hose in sich selbst zu verstauen, rutschfestes Material am Gesäß
  • Nachteile: Gummizug am Ärmel schließt nicht vollständig, Farbe sehr grell

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