Motorradreifen spielen eine "tragende" Rolle, da nur wenige Quadratzentimeter die einzige Verbindung zwischen Untergrund, Bike und Biker darstellen. Ihre Wichtigkeit sollte nicht unterschätzt werden, auch nicht beim Wechseln.
Der Wechsel von Motorradreifen kann in Eigenregie durchgeführt werden, obwohl Sicherheitsaspekte, Fahrdynamik und Leistungsübertragung wichtig sind. Etwas Geschick und Geduld sind erforderlich, aber es ist kein Hexenwerk.
Gründe für den Reifenwechsel
Gründe für den Wechsel gibt es viele:
- Abgefahrene Reifen
- Überschreitung des Alters (ca. 10 Jahre, unabhängig vom Zustand)
- Einfahrverletzungen durch Nägel oder Schrauben
- Sonstiger Druckverlust
- Optische oder geschmackliche Gründe
- Tuningmaßnahmen oder Modifikationen
Vorbereitung
Um einen Motorradreifen zu wechseln, muss das ganze Rad demontiert werden. Motorräder mit Hauptständer können aufgebockt werden, während für Bikes mit Seitenständer ein zusätzlicher Ständer erforderlich ist. Solche Montageständer sind in verschiedenen Ausführungen für 30 bis 200 Euro erhältlich.
Das Vorderrad ist bei Demontage und Montage etwas leichter zu handhaben als das Hinterrad. Während das Vorderrad ohne größere Umwege demontiert ist, verlangt das Hinterrad aufgrund verschiedener Bauteile im hinteren Bereich der Maschine nach etwas mehr Aufmerksamkeit. Ein paar zusätzliche Handgriffe und zu lösende Schrauben sind am Antriebsrad also zu berücksichtigen, nicht zuletzt aufgrund der Kette, des Zahnriemens oder des Kardanantriebs.
DIY-Reifenwechsel: Ja oder Nein?
Ein wenig Know-how, handwerkliches Geschick und grundlegende technische Kenntnisse sollten vorhanden sein. Wer sich die Arbeiten an Rad, Reifen und Felgen zutraut und die nötige Zeit aufbringen möchte, dürfte diesem Vorgehen viel Positives abgewinnen können.
Ob es sich lohnt, den Reifenwechsel selbst durchzuführen oder eine Werkstatt anzusteuern, hängt vom Fahrstil, der Laufleistung und dem Reifenverschleiß ab. Vielfahrer mit sportlichem Fahrstil sehen sich häufiger mit dem Reifenwechsel konfrontiert, wodurch der selbst durchgeführte Reifenwechsel an Relevanz gewinnt. Für Hobby-Biker, die nur wenige tausend Kilometer pro Jahr zurücklegen, liegt der Reifenwechsel in der Werkstatt näher, zumal dieser nur alle paar Jahre notwendig wird.
Je nachdem, wie häufig ein DIY-Motorradreifenwechsel erforderlich ist, kann die Heimwerkstatt mit entsprechendem Werkzeug und Equipment ausgestattet werden.
Vorab: Eine zweite Person zur Unterstützung ist nie fehl am Platz, aber bei guter Vorbereitung und den passenden Werkzeugen nicht zwingend erforderlich.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist, ob ein Reifenmontiergerät und ein Wuchtbock vorhanden sind bzw. angeschafft werden sollen. Ein Montagegerät kostet für den privaten Bereich zwischen 150 und 350 Euro, ein Wuchtbock etwa 50 bis 150 Euro. Häufig sind beide Geräte auch im Komplettpaket mit entsprechendem Zubehör erhältlich, sodass die gesamte Ausstattung der privaten Motorradreifen-Service-Werkstatt mit ca. 300 bis 500 Euro zu Buche schlägt.
Geht es vorerst um das Herantasten an den Reifenwechsel oder ist dieser nur so selten nötig, dass die Anschaffung des Equipments unverhältnismäßig wäre, so können alle Arbeiten auch ohne großes Gerät und mit überschaubarem Werkzeugbedarf erledigt werden.
Manuelle Montage von Motorradreifen
Mithilfe dieser Ausstattung kann die manuelle Montage von Motorradreifen in Angriff genommen werden. Um einen neuen Motorradreifen zu montieren, muss zunächst der alte Reifen runter. Dieser Vorgang ist im ersten Schritt am besten mit einem Schraubstock zu bewältigen. Hierfür muss zunächst das Ventilinnenteil herausgenommen werden um die Luft aus dem Reifen komplett entwichen zu lassen. Durch das Einspannen des Reifens in den Schraubstock wird die Luft herausgepresst und der Reifen von der Felge gelöst.
Wichtig ist dabei, dass lediglich die Reifenflanken und nicht die Felgen zwischen dem Schraubstock positioniert werden. Das Zusammenpressen des Reifens sollte mehrmals wiederholt werden und dabei über den gesamten Radumfang erfolgen. Damit sich in diesem Vorgang die Reifenwulst möglichst geschmeidig aus dem Felgenbett lösen lässt, kann an entsprechenden Stellen etwas Fettspray helfen.
Hat sich die Reifenwulst auf beiden Seiten rundum aus dem Felgenbett gelöst, ist körperlicher Krafteinsatz gefragt. Zunächst sollte dafür das Komplettrad mit einem Tuch, Polster oder ähnlichem Felgenschutz als Unterlage flach auf den Boden gelegt werden. Bei diesem sowie bei allen folgenden Arbeitsschritten ist dringend darauf zu achten, die Bremsscheibe nicht zu stark belasten und zu beschädigen sowie die Felge vor Kratzern zu bewahren.
Um die Felge während der „groben“ Bearbeitung ausreichend zu schützen, empfehlen sich spezielle Felgenschoner. Zwei von diesen Kunststofflippen, die über den Felgenrand gestülpt werden, sind ausreichend. Für effizientes und effektives Arbeiten sollten aber idealerweise vier Stück dieser Montagehilfen genutzt werden.
Ist der Felgenschutz positioniert, als über den Felgenrand geklemmt, kann an der entsprechenden Stelle damit begonnen werden, mittels Montierhebel (Löffeleisen, Montagehebel) unter die Reifenwulst zu greifen und diese mit etwas Kraftaufwand über den Felgenrand (mit Felgenschoner) herauszuhebeln.
Da es in der Regel nicht genügt, den Reifen aus der Felge zu heben, ohne dass dieser wieder in seine ursprüngliche Position zurückfällt, muss der Hebel nun in seiner Stellung fixiert werden. Hierzu kann der Montierhebel mittels Kabelbinder durch die Lochung der Bremsscheibe oder durch die Speichen der Felge in Stellung gebracht und festgezurrt werden.
Dieser Vorgang kann nun mehrmals in dieser Form wiederholt werden. Je nach Art des Reifens und Radgröße sollte der Abstand der Montiereisen ca. 1/6 bis 1/5 des Radumfangs betragen. Die Größe der Felgenschoner gibt hierbei einen guten Anhaltspunkt: Je Schutzleiste kann ein Hebel angesetzt werden.
Hier gilt allgemein „learning by doing“, denn während der Arbeiten stellt sich schnell ein Gefühl dafür ein, inwieweit Reifen und Felgen sich verhalten und handhaben lassen. Ist die eine (obenliegende) Reifenflanke komplett von der Felge gelöst, kann der gesamte Vorgang mit der anderen Reifenflanke (untenliegend) wiederholt werden. Hierfür genügt es normalerweise, ein oder zwei Montiereisen fest mit Kabelbinder anzubringen und ab einem gewissen Punkt den Reifen per Hand final von der Felge zu lösen, da zuvor bereits die eine Seite des Reifens gänzlich von der Felge getrennt wurde.
Vorbereitung für die Neureifen-Montage
Nachdem der alte Motorradreifen komplett von der Felge getrennt wurde und bevor der neue Reifen aufgezogen wird, sollte die günstige Gelegenheit der „nackten“ Felge genutzt werden. Sorgfältiges Reinigen und Prüfen auf Beschädigungen gibt ein sicheres Gefühl, beugt später bösen Überraschungen vor und erhöht die Fahrfreude mit dem neuen Rad.
Eine weitere wertvolle Maßnahme vor der Montage ist das Weiten bzw. Spreizen des neuen Motorradreifens. Hierzu können schon einige Zeit vor der Montage (z.B. über Nacht) passende Holzklötze oder ähnlich große Gegenstände zwischen die Reifenwülste gesteckt werden, um die Arbeit später deutlich zu erleichtern. Die Klötze sollten in etwa der Breite des Felgenbetts entsprechen, damit der Reifen später leichter auf die Felge geht und sich beim Aufpumpen auch im Felgenbett einfindet, ohne direkt die Luft wieder entweichen zu lassen.
Weiterhin empfiehlt es sich, neue Motorradreifen vor dem Aufziehen auf Produktionsüberschüsse an den Reifenflanken zu prüfen und diese ggf. zu entfernen. Die kleinen Gumminoppen, Nippel oder „Härchen“ an neuer Gummibereifung kennt wohl jeder. Normalerweise sind diese unbedenklich, doch wenn sich ein solcher Noppen später bei montiertem Komplettrad unter dem Felgenrand befinden, kann es zum Verlust des Reifendrucks kommen. Da der Reifen hierdurch ggf. nicht ganz bündig mit der Felge schließt, sollten diese Produktionsüberbleibsel an kritischen Stellen also vor Montage entfernt werden.
Eine letzte Vorkehrung für die erfolgreiche Reifenmontage ist wetterabhängig. Bei Wärme und Sonnenschein ist es hilfreich, den zu montierenden Neureifen in der Sonne aufwärmen zu lassen. So wird die Gummimischung weicher und der Reifen ist biegsamer für das Aufziehen auf die Felge.
Wichtig ist zunächst, die Laufrichtung von Reifen und Felge abzugleichen und absolut sicherzustellen, dass die beiden Teile des Komplettrads auch wirklich laufrichtungskonform zusammengesetzt werden. Im Eifer des Gefechts kann es schnell vorkommen, dass die Laufrichtung zunächst richtig bestimmt, aber in einem weiteren Schritt unfreiwillig und unbemerkt nochmals verändert wird. Im Zweifel wird der Fehler erst bei montiertem Rad erkannt und muss komplett rückgängig gemacht werden, was Ärger und Frustration mit sich bringen kann!
Auch wichtig, aber nicht fundamental entscheidend ist ein farbig markierter Punkt auf Motorradreifen. Nicht jeder Hersteller und jedes Modell hat diesen Punkt auf der Flanke, aber wenn er da ist, sollten seine Vorzüge genutzt werden. Die meist gelben, weißen oder roten Markierungen zeigen die leichteste Stelle des Reifens an und sollten somit am Ventil positioniert werden. Ist kein Punkt vorhanden (z.B. bei Continental oder Michelin Motorradreifen) oder wurde die Markierung nicht bündig zum Ventil gesetzt, ist dies aber nicht weiter relevant.
Montage des Neureifens
Um den Motorradreifen nun möglichst geschmeidig auf die Felge zu bringen, empfiehlt es sich, Montagepaste auf den Reifenrand aufzutragen. Sofern keine spezielle Reifenmontagepaste vorhanden ist, kann hierzu auch ein Gemisch aus Seife oder Spülmittel mit Wasser verwendet werden.
Wie schon bei der Demontage des alten Reifens kommen auch bei der Neureifen-Montage wieder die Felgenschoner und Löffeleisen zum Einsatz, um die Reifenwulst Stück für Stück unter den Felgenrand zu bringen. Je nach Reifenmodell, Reifenhersteller und vor allem nach Einsatzzweck/Reifenart (Straße, Offroad) kann das „Handling“ der Motorradreifen durch deren Aufbau und Gummihärte sehr unterschiedlich gestalten.
Während manch ein Reifen ohne größeren Widerstand auf die Felge wandern mag, verzweifeln selbst eingefleischte Profis an anderen Reifenmodellen trotz Know-how und viel Muskelkraft. An dieser Stelle ist nochmals der Hinweis auf das „Aufwärmen“ von Reifen im Sonnenschein wertvoll.
Fortschritt ist zwar generell gut und erfreulich, doch gestaltet es sich bei der Montage von Motorradreifen in der Regel so, dass ein Reifen immer schwieriger auf die Felge zu hebeln sein wird, je weiter er sich bereits darauf befindet. Bei allem Kraftaufwand, Geschick und Konzentration sollte auch an diesem Punkt auf die Bremsscheibe Rücksicht genommen werden sowie auf den möglichst schonenden Umgang mit der Felge.
Wurde die Reifenwulst beidseitig erfolgreich auf 360 Grad Umfang hinter den Felgenrand gedrückt, ist das Gröbste überstanden. Nun kann der Motorradreifen aufgepumpt werden, wobei sich das zuvor beschriebene „Spreizen“ des Reifens auszahlt, damit in diesem Schritt die Reifenkanten so gut wie möglich am Felgenbett anliegen und keine Luft entweicht.
Zunächst sollte der Reifen mit ca. 1 bar mehr Druck als empfohlen befüllt werden. Liegt der Luftdruck laut Vorgabe bei 2,5 bis 3,0 bar, sollten also zunächst rund 4,0 bar aufgefüllt werden, um sicherzustellen, dass der Pneu sich perfekt an die Felge anschmiegt. Der „überfüllte“ Reifen kann nun etwas bewegt und hüpfen gelassen werden, damit sich die Kombination aus Felge und Reifen optimal setzen und verbinden kann.
Im nächsten Schritt wird der Luftdruck des Motorradreifens dann wieder reduziert, um den vorgeschriebenen bzw. empfohlenen Wert zu erreichen. Wurde zum Aufziehen des Reifens Montagepaste verwendet, können deren Überschüsse jetzt mit einem Tuch entfernt werden, um später unschöne Ränder und Rückstände zu vermeiden.
Zuletzt kann die Dichtigkeit des Ventils getestet werden, indem etwas Flüssigkeit hineingegeben und auf Bläschenbildung kontrolliert wird. Der Reifenwechsel ist damit komplett und der Motorradreifen bereit, wieder auf das Bike montiert zu werden.
Motorradwerkstatt oder heimische Garage?
Selbst für erfahrene Montageprofis ist der Reifenwechsel von Motorradreifen auf eigene Faust immer wieder eine Herausforderung. Zwar benötigt es nicht allzu viel Fachkompetenz, aber insbesondere angesichts des Zeit- und Kraftaufwands überlegen viele Biker, ob sie die Do-it-yourself-Schiene fahren sollen.
Für solche Biker, die viel fahren, sportlich unterwegs sind und damit einen hohen Reifenverschleiß haben, ist der Reifenwechsel in Eigenregie sicherlich der richtige Weg. Als Argumente zählen auf lange Sicht vor allem die Kostenersparnis gegenüber einer professionellen Werkstatt sowie die Flexibilität und Unabhängigkeit: Denn wer selbst den Reifenwechsel vollzieht, braucht keinen Termin, hat keine Anfahrt und keine Wartezeit.
„Durchschnittliche“ Motorradfahrer verbuchen meist nicht so viel Laufleistung und Reifenverschleiß auf ihrem Motorrad-Konto, als dass sich die Anschaffung von speziellem Equipment wie Reifenmontiergerät oder Wuchtbock auszahlen würde.
Reifenmontiergeräte im Test
Es gibt verschiedene Reifenmontiergeräte auf dem Markt, die den Reifenwechsel erleichtern können. Hier sind einige Beispiele:
- Pitlane-Shop.de: Hochwertiges Set aus Edelstahl, gefertigt in Deutschland.
- Max2H.com: Set aus verzinktem Stahl mit Zubehörteilen aus Aluminium.
- BTR EVO3®: Modulares Gerät für Straßen-, Roller- und Enduro-Reifen.
- Rabaconda Street Bike Reifenmontiergerät: Ergonomisches Gerät mit angenehmer Arbeitshöhe.
- BTR EVO2 PRO®: Für Motorradfahrer, die Geschwindigkeit und Präzision wünschen.
- BTR EVOX: Kompaktes Gerät für Straßen- und Rennreifen.
- BTR Basic Reifenmontiergerät: Unterstützt beim Abdrücken des Reifens.
Die Wahl des richtigen Geräts hängt von den individuellen Bedürfnissen und dem Fuhrpark ab.
Kostenvergleich
Ein Reifensatz der jüngsten Generation Pneus in der gängigen Dimension 120/70ZR17 und 180/55ZR17 liegt bei etwa 300 Euro aus dem Online-Versandhandel. Möchte man die Kosten vollständig erfassen, kommen zu den Gummis noch zwei neue Ventile, Wuchtgewichte und etwas Reifenpaste hinzu - sagen wir zusammen 310 Euro.
Eine Motorradwerkstatt schlägt beim Material natürlich auf, außerdem will auch der Mechaniker und das Werkzeug (anteilig in den Werkstattstunden) bezahlt werden. Bei anonymen Anfragen bei örtlichen Händlern lagen die Motorradreifen Montage Kosten für einen Satz neue Reifen inklusive Montage bei 450 bis 550 Euro. Also mindestens 140 Euro mehr im Vergleich zur Reifen selber wechseln.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Reifenwechsel mit Schlauch
- Entfernen Sie die Ventilkappe.
- Drücken Sie auf den Ventileinsatz, um die Luft aus dem Schlauch zu lassen (oder verwenden Sie den Ventileinsatzentferner, um die gesamte Luft aus dem Reifen zu entfernen).
- Schrauben Sie das Ventil vollständig ab.
- Drehen Sie die Schraube des Reifenhalters ein wenig heraus, um den Reifen zu lösen.
- Lösen Sie die Seitenwand auf beiden Seiten des Reifens mit einem Hebelarm (oder drücken Sie fest darauf, um sie zu lösen).
- Verwenden Sie einen Reifenlöffel, um den Reifen von der Felge um den gesamten Umfang zu entfernen.
- Ziehen Sie den Schlauch vollständig heraus.
- Ziehen Sie nun mit dem Reifenlöffel den Reifen aus der Felge und klemmen Sie ihn unter die Scheibe.
- Verwenden Sie einen zweiten Reifenlöffel, um den gleichen Vorgang etwa 15 cm weiter durchzuführen. Klemmen Sie ihn unter die Scheibe und entfernen Sie den ersten Löffel.
- Fahren Sie auf diese Weise abwechselnd mit den beiden Reifenlöffeln fort, bis Sie den Rand des Reifens rundherum aus der Felge gezogen haben.
- Drehen Sie das Rad um.
- Tragen Sie Schmiermittel auf den Rand des Reifens auf der verbleibenden Seite auf.
- Wiederholen Sie Schritt 6 und die Schritte 8 bis 10.
- Führen Sie einen Reifenlöffel zwischen den Reifen und den unteren Teil der Felge und hebeln Sie den Reifen rundherum heraus (achten Sie darauf, dass der Reifen auf einer Seite unten an der Felge liegt, damit Sie die andere Seite mit dem Reifenlöffel besser herausziehen können).
- Reinigen Sie die Innenseite der Felge mit einem feuchten Tuch.
- Überprüfen Sie den Felgenboden; tauschen Sie ihn aus, wenn er beschädigt ist, sonst besteht die Gefahr, dass der Schlauch beschädigt wird.
- Ziehen Sie den neuen Reifen auf die Felge auf (achten Sie auf die richtige Laufrichtung).
- Legen Sie den Schlauch so ein, dass das Ventil zum Loch zeigt.
- Wenn Sie den Ventileinsatz mit dem Ventileinsatzentferner entfernt haben, setzen Sie ihn wieder in das Ventil ein.
- Pumpen Sie etwas Luft in den Schlauch, so dass er nicht ganz leer ist, aber noch eine gewisse Flexibilität hat.
- Tragen Sie auf beiden Seiten Schmiermittel auf die Kanten des Reifens auf.
- Benutzen Sie einen Reifenlöffel, um den Reifen wieder über den gesamten Umfang aufzuziehen. Schieben Sie ihn dazu zwischen den Reifen und den unteren Rand der Felge und hebeln Sie ihn hoch.
- Setzen Sie das Ventil in das Felgenloch ein und ziehen Sie die Mutter mit 3,4 Nm an.
- Verwenden Sie einen Reifenlöffel, um einen Teil des Reifens einzuziehen und ihn unter den Radkranz zu schieben.
- Verwenden Sie einen weiteren Reifenlöffel, um den Reifen nach und nach einzuziehen. Wenn nötig, verwenden Sie gegen Ende den dritten Reifenlöffel, den Sie ebenfalls unter der Scheibe verkeilen, um den Rand des eingezogenen Reifens zu halten. Achten Sie darauf, dass sich der gegenüberliegende Teil unten an der Felge befindet.
- Drehen Sie das Rad um und prüfen Sie die andere Seite, um zu sehen, ob die Felge rundherum passt.
- Entfernen Sie den Mantel und pumpen Sie ihn auf, damit die Reifenwülste richtig auf der Felge sitzen.
- Bringen Sie den Mantel wieder an.
- Kontrollieren Sie, ob der Reifen mittig auf der Felge sitzt.
- Ziehen Sie die Schraube des Reifenhalters und die Ventilschraube fest an.
- Pumpen Sie den Reifen mit dem Luftkompressor auf den empfohlenen Druck auf.
- Bringen Sie die Ventilkappe wieder an, um das Ventil vor Schmutz zu schützen und eine bessere Abdichtung zu gewährleisten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Reifenwechsel mit MICHELIN Bib Mousseᵀᴹ
Die Schritte 4 bis 14 sind die gleichen wie bei einem herkömmlichen Schlauch. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass beim MICHELIN Bib Mousseᵀᴹ zwei Reifenhalter abgeschraubt werden müssen (oder sogar 3 bei einem MICHELIN Bib Mousseᵀᴹ M18 in einem MICHELIN Enduro Xtrem Reifen in (140/80 - 18)).
- Entfernen Sie den MICHELIN Bib Mousseᵀᴹ mit dem Reifenlöffel.
- Prüfen Sie, ob er in gutem Zustand ist.
- Reinigen Sie ihn mit einem sauberen Tuch.
- Reinigen Sie die Innenseite der Felge mit einem feuchten Tuch.
- Überprüfen Sie den Felgenboden; tauschen Sie ihn aus, wenn er beschädigt ist, sonst besteht die Gefahr, dass der MICHELIN Bib Mousseᵀᴹ beschädigt wird.
- Tragen Sie das mit dem MICHELIN Bib Mousseᵀᴹ mitgelieferte MICHELIN Gleitgel (1 Tube für einen Hinterreifen, ½ Tube für einen Vorderreifen) mit einem Pinsel auf die Innenseite des neuen Reifens auf (nicht auf die Kanten auftragen).
- Legen Sie den MICHELIN Bib Mousseᵀᴹ ein (um den unteren Bereich des Reifens zu spreizen, können Sie sich auf den Reifen setzen, um das Einlegen zu erleichtern).
- Tragen Sie auf beiden Seiten Schmiermittel auf die Kanten des Reifens auf.
- Achten Sie vor der Montage des Reifens auf die Felge auf die richtige Drehrichtung.
- Benutzen Sie einen Reifenlöffel, um den Reifen wieder über den gesamten Umfang aufzuziehen. Schieben Sie ihn dazu zwischen den Reifen und den unteren Rand der Felge und hebeln Sie ihn hoch.
- Verwenden Sie einen Reifenlöffel, um einen Teil des Reifens einzuziehen und ihn unter den Radkranz zu schieben.
- Verwenden Sie einen weiteren Reifenlöffel, um den Reifen nach und nach einzuziehen. Wenn nötig, verwenden Sie gegen Ende den dritten Reifenlöffel, den Sie ebenfalls unter der Scheibe verkeilen, um den Rand des eingezogenen Reifens zu halten.
- Drehen Sie das Rad um und prüfen Sie die andere Seite, um zu sehen, ob die Felge rundherum passt.
- Stellen Sie sicher, dass der Reifen richtig in der Mitte sitzt. Falls nicht, verwenden Sie einen Reifenlöffel ein Schmiermittel, um den Reifen mittig auszurichten.
- Ziehen Sie die Schrauben des Reifenstoppers fest an.
Fazit
Der Selbstwechsel von Motorradreifen kann bares Geld sparen, erfordert aber gute Schrauber-Kenntnisse und die entsprechende Ausrüstung. Wer sich unsicher ist, sollte die ausgebauten Räder einem Reifenhändler geben. Die ersten Meter mit neuen Reifen sind mit Vorsicht zu genießen, da sich auf ihnen noch eine glatte Schicht befindet, die erst abgefahren werden muss.
| Modell | Marke | Geeignet für | Kompatible Felgengrößen | Kompatible Reifenbreite |
|---|---|---|---|---|
| Reifenmontiergerät EVO3® | BTR | Straße, Rennstrecke, Adventure, Roller, Motocross, Enduro | 12 - 21 Zoll (10 Zoll mit zusätzlichem Kit möglich) | 80 - 240 mm (280 mm mit zusätzlicher Achse möglich) |
| Street Bike Reifenmontiergerät | Rabaconda | Straße, Rennstrecke, Adventure | 12 - 21 Zoll | 250 mm |
| Reifenmontiergerät EVO2 PRO® | BTR | Straße, Rennstrecke, Adventure | 12 - 21 Zoll (10 Zoll mit zusätzlichem Kit möglich) | 240 mm (280 mm mit zusätzlicher Achse möglich) |
| Reifenmontiergerät EVO2® | BTR | Straße, Rennstrecke, Adventure | 12 - 21 Zoll (10 Zoll mit zusätzlichem Kit möglich) | 240 mm (280 mm mit zusätzlicher Achse möglich) |
| Two-in-One Reifenmontiergerät | BTR | Straße, Rennstrecke | 15 - 19 Zoll | 200 mm |
| Reifenmontiergerät EVOX | max2h.com | Straße, Rennstrecke | 15 - 19 Zoll | 200 mm |
| Motocross Reifenmontiergerät | Rabaconda | Motocross, Enduro, Adventure, Mousse | 16 - 21 Zoll | - |
| Basic Reifenmontiergerät | BTR | Universell von Reifengrößen ab 17 Zoll | 17 - 21 Zoll | - |
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