Die Möglichkeiten für Optiktuning und Styling an deinem Motorrad sind unbegrenzt. Schon mit wenig Aufwand kannst du das Design deines Bikes enorm verändern und genau an deinen Style anpassen. Lass deiner Kreativität freien Lauf und schraube was das Zeug hält.
Der einfache Start: Aufkleber und Dekore
Der einfachste (und günstigste) Startpunkt für eine umfangreiche Designveränderung an deinem Motorrad sind Aufkleber und Dekore. Mit ihnen kannst du den Look deines Bikes von Grund auf neu gestalten, ohne etwas dauerhaft zu verändern. Wenn dir der neue Stil nach einiger Zeit nicht mehr gefällt, tauschst du das Dekor oder die Sticker einfach aus.
Individualisierung statt Mainstream
Aktuelle Motorräder sehen schon ziemlich nice aus. Ob Duke 125 von KTM, Honda CB 125 R oder die aktuellen Modelle von Yamaha - alle haben von Werk aus einen eigenen, coolen Stil. Aber daran gibt es zwei Probleme: Erstens sieht man sie mittlerweile echt oft auf der Straße und die einzelnen Marken sehen sich teils sogar recht ähnlich. Das sorgt dafür, dass sie viele Teile (Spiegel, Kennzeichenhalter, Blinker etc.) besitzen, die darauf ausgelegt sind, alle Gesetze zu erfüllen. Hier bist du als Tuner gefragt!
Möglichkeiten für das Motorrad-Optik-Tuning im Überblick
Um Ihr Fahrzeug auch optisch auf ein neues Level zu heben, können Sie mit dem Motorrad-Optik-Tuning einiges erreichen. Versuchen Sie es zum Beispiel mit diesen Möglichkeiten:
- Verändern Sie die Radaufhängungen, um das Motorrad geringfügig tieferzulegen. Viel Spielraum haben Sie bei einem Motorrad aber nicht.
- Alternativ bauen Sie Tieferlegungsfedern oder ein Sportfahrwerk ein.
- Tauschen Sie Scheinwerfer, Spiegel, Tacho oder andere Komponenten aus, um die Optik zu verändern.
- Lackieren Sie Ihr Motorrad in einem besonderen Lack.
Achten Sie bei größeren Umbauten darauf, die richtigen Abmessungen einzuhalten, etwa bei Veränderungen am Heck im Hinblick auf die korrekten Abstände.
Weitere Tuning-Ideen für die Optik
- Felgenrandaufkleber: Betonen die Linien der Felgen und lassen dein Bike schneller und sportlicher wirken.
- Dekor-Kit: Ein hochwertiges Dekor-Kit kann das gesamte Erscheinungsbild verändern.
- Kurzes Heck: Kurzhecks oder Kennzeichenhalter mit LED-Beleuchtung sorgen für einen cleanen und sportlichen Look.
- Mini-Blinker: Mini-Blinker mit LED-Technik lassen dein Heck edel aussehen.
- Alu-Griffe: Alu-Griffe mit gutem Grip sehen nicht nur stylisch aus, sondern fühlen sich auch hochwertiger an.
- Verstellbare Hebel: Verstellbare Hebel in CNC-gefrästem Aluminium geben deinem Bike eine exklusive Racing-Optik.
- Lenkerendspiegel: Tausche die klobigen Originalspiegel gegen schlanke Lenkerendspiegel.
- LED-Beleuchtung: LED-Tagfahrlichter oder ein Halo-Ring um den Hauptscheinwerfer machen dein Bike sofort einzigartig.
Was ist beim Motorrad-Tuning erlaubt?
Grundsätzlich gilt für alle Umbauten und Veränderungen am Motorrad: Sie müssen den Bestimmungen der StVZO, also der Straßenverkehrszulassungsordnung, entsprechen. Abhängig von ihrer Zuordnung ist ein Teilegutachten, ABE oder EG-BE erforderlich. Teile, die keine ABE etc. besitzen, musst du vom TÜV abnehmen und eintragen lassen. Es gibt auch zahlreiche Bauteile, die keiner Eintragungspflicht unterliegen. Alle Bauteile, die zur Beleuchtung gehören, sind eintragungsfrei. Sie müssen lediglich eine Bauartgenehmigung (ECE- oder EG-Prüfzeichen) haben. Dazu gehören etwa Blinker, Glühlampen oder Spiegel.
Unzulässiges Tuning und seine Folgen
Hast du dein Bike umgebaut, und es entspricht nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben, erlischt damit die Betriebserlaubnis. Wirst du mit so einer Maschine erwischt, kostet dich das ein Bußgeld von mindestens 50 EUR. Außerdem droht eine Stilllegung des Bikes. Ist die Betriebserlaubnis für ein Fahrzeug erloschen, betrifft das üblicherweise auch den Versicherungsschutz. Kommt es zu einem Schadensereignis, musst du die Kosten dafür selbst tragen. Wer ohne Versicherungsschutz fährt, begeht eine Straftat!
Tuning für eine Leistungssteigerung
Beim Motorrad Tuning rangieren Maßnahmen zur Leistungssteigerung oder zum Motortuning ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Motorradhersteller bieten ihre Modelle nicht nur in einem Land an. Jedes Land stellt seine ganz eigenen rechtlichen Gegebenheiten an die Fahrzeuge auf seinen Straßen. Natürlich sollen die Bikes mit möglichst vielen Länder-Vorgaben kompatibel sein. Daher werden werkseitig häufig sogenannte Drosselungen verbaut. Doch was eingebaut wurde, kann man im Regelfall auch wieder entfernen. Doch was genau ist zur Leistungssteigerung überhaupt erlaubt?
Chip Tuning und Co.
Beim Motorrad geht es um Geschwindigkeit. Schon von Haus aus bringen die Maschinen einiges an Leistung mit. Doch das genügt oftmals nicht, und natürlich ist auch etwas mehr Tempo nicht verkehrt. Daher lautet das wichtigste Stichwort Chip Tuning. Bei modernen Motorrädern übernimmt Software die gesamte Leistungssteuerung. Sie regelt auch das kleinste Detail der Bordelektronik. Möchtest du also eine Leistungssteuerung mit Hilfe von Chip Tuning erreichen, wird die Software auf den Steuergeräten mindestens verändert oder sogar komplett überschrieben. Damit ist es möglich, einzelne Leistungsparameter anzupassen:
- Das Drehmoment
- Die Höhe der Einspritzmenge
- Die Dauer der Zündungsphase
Auch wenn es verlockend ist, nicht alles, was beim Chip Tuning möglich ist, ist auch legal. Am besten lässt du diese Maßnahmen von einem Fachmann durchführen. Erkundige dich vorab, ob es ein TÜV-Gutachten gibt, mit dem du das Chip Tuning eintragen lassen kannst. Ist dem nicht so, ist ein teures Einzelgutachten erforderlich. Ohne das Gutachten riskierst du den Verlust der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) deines Bikes.
Mehr Sound und mehr Leistung: Motorrad Tuning am Auspuff
Der Auspuff erfüllt an einem Fahrzeug gleich mehrere Funktionen. Er reduziert den Lärm, der durch den Verbrennungsmotor entsteht. Seine Hauptaufgabe ist es, die dadurch entstehenden Abgase sicher aus dem Fahrzeug leiten. Des Weiteren ist er wichtig, um die Abgastemperatur zu regulieren und so den Motor vor Überhitzung zu schützen. Der Auspuff ist auch Sitz des Katalysators, der dazu dient, schädliche Abgase zu reduzieren. Und natürlich ist er auch ein wichtiges Designelement am Motorrad. Der sogenannte Sportauspuff begeistert nicht nur mit einem phänomenalen Sound. Vorrangig zielt er aber darauf ab, die Motorleistung zu steigern.
Im Rahmen der Umbauten am Auspuff sind verschiedene Maßnahmen möglich:
- Austausch der Auspuffblende: Das Endrohr wird damit optisch verändert. Diese Arbeiten sind sehr einfach und schnell erledigt.
- Anschweißen eines anderen Austauschrohrs: Etwas mehr Aufwand und handwerkliches Können erfordert das Anschweißen eines anderen Austauschrohrs.
- Einbau eines Sportauspuffs: Soundoptimierung und Leistungssteigerung
Nicht empfehlenswert: Für mehr Lautstärke: Anbohren des Endrohrs
Achtung beim Motorrad Tuning verboten!: Entfernung des Katalysators und Ersatz durch eine Attrappe
Bevor du dich zu einer dieser Maßnahmen im Rahmen von dem Motorrad Tuning entscheidest, informiere dich unbedingt vorab, was beim Motorrad Tuning wirklich erlaubt ist. Verwende für deinen Umbau ausschließlich Komponenten mit einem Teilegutachten. Baust du deine Maschine in Eigenregie und ohne Abnahme um, riskierst du den Verlust der Betriebserlaubnis und es drohen entsprechende Bußgelder. Das gilt auch für die beliebte Entfernung des „db-Eaters“. Der Auspuff wird deutlich lauter und überschreitet häufig die geltenden Grenzwerte. Bei einer Verkehrskontrolle kann die Polizei die Nutzung der Maschine untersagen.
Tuning am Motorrad durch Entdrosselung
Wie eingangs erwähnt, werden viele Motorräder von der Herstellerseite gedrosselt. So soll die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben in den Bestimmungsländern erreicht werden. Eine Drosselung an verschiedenen Bauteilen wie Luftfilter, am Ansaugstutzen oder am Auspuff. Entfernst du diese Drosselungen, steht dir die volle Leistung des Motorrads zur Verfügung. Das wird auch als das Bike „offen zu fahren“ bezeichnet. Hier ist wieder ein großes Achtung angezeigt. Reicht dein Führerschein dann noch aus, um ein so leistungsstarkes Motorrad legal fahren zu dürfen? Wenn nicht, fällt das unter „Fahren ohne Fahrerlaubnis“. Es stünde ein strafrechtlicher Tatbestand im Raum. Empfindliche Geldstrafen oder sogar eine Freiheitsstrafe können die Folge sein.
Harmonie zwischen Fahrer und Fahrzeug
Soll aus dem unangetasteten Serienbike eine echte Rakete werden, ist der Fahrer und was er mit seinem Motorrad anstellen will, der wichtigste Tuning-Gradmesser. Dazu muss ich natürlich ein Problem erkennen, das mich in meiner Entfaltung als Fahrer einschränkt, mir den Fahrspaß raubt oder im Extremfall auf der Rennstrecke die Rundenzeit verhagelt. Am Anfang allen effektiven Tunings steht also immer ein Problem, ist die Harmonie zwischen Fahrer und Fahrzeug getrübt.
„Um effektiv etwas verbessern zu können, muss ich wissen, was mein Kunde will und was er kann“, betont Frank Krekeler von SKM, der seit Jahren in der IDM und WM vor allem mit der Yamaha R6 erfolgreich unterwegs ist. „Das setzt neben dem Kundenwunsch auch voraus, dass der Kunde ehrlich zu sich selbst ist.“
Tipps zu Bremsen, Auspuff, Öl und Reifen
Wer mit dem eigenen Motorrad auf einer Rennstrecke fahren will, muss es darauf vorbereiten. Bestimmte sicherheitsrelevante Änderungen sind Pflicht und im Bild blau markiert. Die Liste der darüber hinaus möglichen Modifikationen (orange) ist schier endlos.
Bremsen
In einer Bremsanlage stecken viele Verschleißteile. In erster Linie sind das die Beläge, Bremsflüssigkeit und die Scheiben. Der Verschleiß an Belägen verursacht Staub, der sich überall in den Zangen ablagert, so die Bewegung der Bremskolben behindert und damit den Druckpunkt verändern kann. Außerdem sind die Serienkolben meist aus Alu - sie werden schneller heiß, dehnen sich aus und gehen nicht mehr sauber zurück. Auch hier ist meist ein undefinierbarer Druckpunkt die Folge. Stahlkolben mit Legierung sind dann ein probates und kostengünstiges Mittel, bevor ganze Sättel getauscht werden.
Stahlflex-Bremsleitungen sind ein Muss, weil sie das weiche Gefühl im Hebel eliminieren und für eine knackige Dosierbarkeit sorgen. Dazu noch hochwertige Bremsbeläge und bessere Scheiben - und du hast eine Bremse, die dich aus jedem Speed sicher runterholt. Gerade auf der Landstraße oder der Rennstrecke merkst du sofort, wie viel mehr Kontrolle du hast.
Auspuff
Wem der klobige Serienauspuff das Antlitz seines Bikes torpediert und wer ein Zubehörteil ins Auge fasst, steht vor zwei Problemen: Lärmbestimmungen und Abgasnormen. Wer auf öffentlichen Straßen dagegen verstößt, riskiert mittlerweile saftige Strafen. Außerdem verhageln die schönsten Rohre nicht selten die Motor-Performance. Grundsätzlich bringen Racing-Anlagen nur dann etwas, wenn sie ordentlich abgestimmt werden.
Öl
Hochwertige Öle, die regelmäßig gewechselt werden, sorgen nicht nur für die Langlebigkeit eines Motors generell. Wer sportlich unterwegs ist, seinem Antrieb viel abverlangt und diesen gar auf der Rennstrecke ordentlich ausquetscht, sollte vor abenteuerlichen Tuning-Maßnahmen lieber ins richtige Öl investieren. Hochviskose, also deutlich flüssigere Öle, was vor allem auf Racing-Öle zutrifft, sind bei hohen Temperaturen von Vorteil. In der Regel sind das vollsynthetische Öle. Ihnen wird sogar nachgesagt, das eine oder andere PS extra aus Sportler-Motoren herauszukitzeln.
Reifen
Deshalb ist die Wahl der entsprechenden Gummis vor jedem Tuning-Schritt Pflicht - auf der Straße ebenso wie auf der Rennstrecke. Oft sind OE-Reifen, wie die vom Hersteller bei Neufahrzeugen aufgezogenen Pellen genannt werden, eine günstige Variante mit Sonderspezifikation, die nicht gerade zu gutem Handling oder gar Grip-Niveau beitragen. Der bloße Wechsel der Reifen wirkt da oft schon Wunder. Auf der Rennstrecke ist klar: Wer das Anfängerlevel überschritten hat, braucht Rennreifen.
Die richtige Bereifung hatte nicht nur mein Fahrverhalten verbessert, sondern auch mein gesamtes Fahrerlebnis bereichert. Ich konnte die Maschine förmlich spüren, wie sie sich in die Kurve legte; die Balance stimmte einfach. Der Aufbau der neuen Reifen gab mir das Vertrauen, das ich brauchte, um auch mal etwas mutiger zu fahren - und das tat ich auch.
Leichtbau
Jede eingesparte Masse macht dein Motorrad agiler, beschleunigt schneller und bremst besser. Aber: Achte darauf, dass du keine sicherheitsrelevanten Teile entfernst und alle Umbauten TÜV-konform sind!
Viele Motorräder haben Haltegriffe für den Sozius, schwere Kennzeichenhalter oder dicke Kotflügelverlängerungen. Falls du sie nicht brauchst - runter damit! Auch der Fahrer zählt zum Gesamtgewicht. Wenn du selbst ein paar Kilo abspecken kannst, verbessert das nicht nur die Performance, sondern auch die eigene Fitness auf dem Bike.
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