Motorrad TÜV Checkliste: Dokumente und Vorbereitung für die Hauptuntersuchung

Motorräder müssen in Deutschland gemäß § 29 StVZO regelmäßig zur Hauptuntersuchung (HU), umgangssprachlich „TÜV“ genannt. Durch die Hauptuntersuchung (HU) - im Volksmund auch einfach nur „TÜV“ genannt - soll sichergestellt werden, dass nur Fahrzeuge am Straßenverkehr teilnehmen, die keine erheblichen Mängel aufweisen und daher keine Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellen. Verantwortlich für die fristgerechte Vorführung zur HU ist die Fahrzeughalterin bzw. der Fahrzeughalter.

Was wird bei der Hauptuntersuchung geprüft?

Bei der Hauptuntersuchung erfolgt eine Sicht-, Funktions- und Wirkprüfung der Fahrzeuge. Unsere erfahrenen Prüfer nehmen dein Motorrad genau unter die Lupe:

  • ✅ Bremsanlage
  • ✅ Beleuchtung & Blinker
  • ✅ Reifen & Felgen
  • ✅ Rahmen & Fahrwerk
  • ✅ Spiegel, Hupe, Rückstrahler
  • ✅ Lenkung & Achsen
  • ✅ Abgasanlage

Welche Dokumente sind für die Hauptuntersuchung erforderlich?

Für die TÜV Hauptuntersuchung müssen Sie folgende Dokumente mitbringen: die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein), bei geänderten Fahrzeugen ggf. die Änderungsabnahmen, und falls vorhanden, den letzten TÜV-Prüfbericht. Für die Durchführung der Hauptuntersuchung legen Sie bitte folgende Dokumente vor: Zulassungsdokument: Fahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I, bei abgemeldeten Fahrzeugen ggf. Fahrzeugbrief bzw. Zulassungsbescheinigung Teil II Bei einer Nachuntersuchung den Untersuchungsbericht der vorangegangenen Hauptuntersuchung Eventuell die Prüfzeugnisse oder Änderungsabnahmebestätigungen von Anbauteilen, wie z.B.

Tatsächlich werden Fahrzeuge immer komplexer und die Ausstattung individueller. Daher ist es für Laien kaum möglich, alle potenziellen Mängel zu erkennen. Unsere TÜV- bzw. HU-Checkliste kann Ihnen daher bei der Vorbereitung helfen, etwa um sicherzustellen, dass die Hauptuntersuchung nicht aufgrund von fehlender Unterlagen bereits scheitert.

Wie bereite ich mein Motorrad auf die HU vor?

Tatsächlich kannst du dein Motorrad in einem gewissen Rahmen auf die TÜV-Abnahme vorbereiten und so womöglich Zeit und Geld sparen. Statistiken zeigen, dass vor allem die Lichtanlage häufig zu Beanstandungen führt, gefolgt von Achsen, Rädern und Antrieb, Fahrgestell und Rahmen und der Bremsanlage.

Bevor Ihr Fahrzeug von einer Prüforganisation im Zuge der Hauptuntersuchung auf Herz und Nieren geprüft wird, sollten Sie selbst schauen, ob Sie mögliche Mängel entdecken. Denn lassen Sie diese im Vorfeld beheben, können Sie ggf. verhindern, dass Ihr Kfz beim TÜV durchfällt und zur Nachprüfung muss.

Checkliste zur Vorbereitung der HU

Hierauf schauen Prüforganisation wie TÜV und GTÜ nach eigenen Angaben bei Motorrädern:

  • Haben Sie Ihre Zulassungsbescheinigung Teil I/Ihren Fahrzeugschein und ggf. weitere Unterlagen griffbereit (z.B.
  • Stimmen die Reifengröße und Reifenbezeichnung mit denen in den Fahrzeugpapieren überein - bzw.
  • Sind Felgen und Reifen unbe­schä­digt?

Ablauf der Hauptuntersuchung

Bei der Hauptuntersuchung werden Funktion und Wirkung der für die Verkehrssicherheit relevanten Bauteile und Systeme eines Kraftfahrzeugs geprüft. Die Hauptuntersuchung startet immer mit einer Probefahrt mit einer Geschwindigkeit von mindestens acht Kilometer pro Stunde. Dabei prüft der Sachverständige vor allem die Lenk- und Bremsfunktion und stellt sicher, dass die elektronischen Sicherheitsassistenten des Motorrades so funktionieren, wie sie sollen.

Was passiert bei Mängeln?

Wenn Ihr Motorrad bei der Hauptuntersuchung durchfällt, erhalten Sie einen Bericht über die festgestellten Mängel. Sie haben dann in der Regel einen Monat Zeit, die Mängel beheben zu lassen und das Motorrad erneut zur Nachprüfung vorzustellen. Innerhalb dieser Frist muss das Motorrad mitsamt Prüfbericht zur Nachuntersuchung vorgeführt werden.

Sollten Sie die Nachprüfung nicht wahrnehmen, kann bei einer Polizeikontrolle das Überziehen der Frist mit einem Bußgeld geahndet werden. Bitte lassen Sie zur Nachprüfung alle, auch die geringen Mängel, beheben. Nur dann dürfen unsere Prüfstellen Ihnen eine neue Prüfplakette erteilen! Bitte bringen Sie Ihr Fahrzeug innerhalb eines Monats zur Nachprüfung. Andernfalls müssten unsere Prüferinnen und Prüfer erneut eine vollständige, neue HU durchführen.

Fristen und Gültigkeit der Plakette

Motorräder müssen alle 2 Jahre zur Hauptuntersuchung. Wann Ihr KFZ zur HU muss, erkennen Sie an der runden Plakette auf dem hinteren Kennzeichen und im Fahrzeugschein. Sie sind nicht sicher, ob Sie die HU für Ihr Motorrad überzogen haben? Ein Blick in Ihren Fahrzeugschein oder in die Zulassungsbescheinigung Teil I (ZBI) sagt Ihnen, wann Sie mit Ihrem Motorrad wieder zur HU/AUK fahren müssen. Auskunft gibt Ihnen auch die Plakette (HU-Prüfplakette) auf Ihrem Kennzeichen.

Eine Prüfplakette ist grundsätzlich nach einer Hauptuntersuchung zwei Jahre lang gültig. Die früher übliche Rückdatierung bei verspäteter Vorführung des Kraftfahrzeugs wurde Anfang 2012 abgeschafft. Wer sein Motorrad also erst im Mai zum TÜV bringt, obwohl die alte Plakette nur bis April gültig war, erhält seitdem nach bestandener Hauptuntersuchung eine bis Mai gültige Plakette. Die Zahl in der Mitte der Plakette steht für das Jahr der Fälligkeit (z.B. 2024). Die senkrecht stehende Zahl am oberen Rand benennt den Prüfungsmonat (z.B. hier Januar).

Die Farbe der Plakette gibt Auskunft darüber, in welchem Jahr die nächste Fahrzeugprüfung fällig ist. Trägt Ihre Plakette z.B. die Farbe orange, ist das Fahrzeug im Jahr 2025 wieder zur Hauptuntersuchung fällig. So ist bereits aus der Ferne über das Nummernschild erkennbar, ob ein Fahrzeug mit einer gültigen Plakette unterwegs ist oder nicht. Die farbliche Reihenfolge lautet: orange, blau, gelb, braun, rosa und grün. Danach wiederholen sich die Farben wieder.

Wer den „TÜV-Termin“ verpasst und seine Plakette nicht rechtzeitig erneuert, muss bei einer Fahrzeugkontrolle mit einem Bußgeld rechnen. Im Fall einer Polizeikontrolle kann je nach Dauer der HU-Fristüberschreitung ein Bußgeld und ggf. ein Punkt in Flensburg fällig werden.

Kosten der Hauptuntersuchung

Die Kosten für die TÜV Hauptuntersuchung für Motorräder können je nach Prüfstation und Umfang der erforderlichen Tests variieren. In der Regel liegen die Kosten zwischen 50 und 100 Euro. Zu den Kosten für die Hauptuntersuchung eines Motorrads lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen treffen. Sie variieren von Bundesland zu Bundesland.

Es kann sich also lohnen, vorab Preise zu vergleichen. Plane mit rund 70 Euro als groben Richtwert. Wer noch einmal zum TÜV-Termin muss, um die Plakette im zweiten Anlauf abzuholen, sollte je nach Anbieter und Ort bis zu etwa 40 Euro für die Nachuntersuchung einkalkulieren.

Abgasuntersuchung (AU)

Die Abgasuntersuchung ist bei allen Pkws - für Benziner ab Erstzulassung 1.7.1969 und für Dieselfahrzeuge ab Erstzulassung 1.1.1977 - und bei Motorrädern ab Erstzulassung 1. Januar 1989 - Teil der Hauptuntersuchung. Seit dem 1. Januar 2010 ist die Abgasuntersuchung integraler Bestandteil der Hauptuntersuchung und somit durch den HU-Bericht abgedeckt.

Tabelle: Übersicht der wichtigsten Punkte

Punkt Details
Frist für HU Alle 2 Jahre
Benötigte Dokumente Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein), Änderungsabnahmen (falls zutreffend), letzter TÜV-Prüfbericht (falls vorhanden)
Prüfpunkte Bremsanlage, Beleuchtung, Reifen, Rahmen, etc.
Kosten Variieren je nach Prüfstelle, ca. 50-100 Euro
Mängel Behebung innerhalb eines Monats, sonst Nachprüfung

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