Motorräder über 200 PS: Eine Übersicht der leistungsstärksten Modelle

Sie sind leicht, sie haben Leistung und sie sind verdammt schnell: Viele Superbikes stammen aus Japan, doch auch europäischen Motorräder können mithalten. Wer die meisten PS zu bieten hat, zeigt die Top-15 der stärksten serienmäßigen Motorräder!

Seien wir doch mal ehrlich: Bei allem, was mit Motorantrieb über die Straßen bewegt werden kann, ist vor allem die Leistung wichtig. Wie viel PS bringt das Vehikel auf die Straße? Das ist aber nicht nur bei Autos so. Auch Motorräder haben sich schon lange dem Diktat der schieren Power gebeugt, und so produziert der Markt Geschosse auf zwei Rädern, die beinahe nicht mehr wissen, wohin mit ihren Pferden.

Es ist noch nicht lange her, da waren 200 PS ein üppiges Leistungsformat für sportliche Autos. Mittlerweile sind einige zusätzliche Pferdestärken nötig, wenn man in der Oberliga der stärksten Motorräder mitspielen will. Die heißesten der heißen Einspurfeger bieten sogar deutlich weniger Kilogramm im Vergleich zur Leistung, weshalb in diesem Segment intelligente Regelelektronik unverzichtbar geworden ist.

Top-Modelle mit über 200 PS

Aprilia RSV4

217 PS (160 kW) verteilt auf knapp 1100 Kubikzentimeter Hubraum setzt der Motor der Aprilia RSV 4 frei. Beim Bau des Superbikes konnten das Entwicklungsteam auf die Erfahrung zahlreicher Motorsport-Erfolge zurückgreifen. Für 21.690 Euro (Stand: Januar 2022) kann jeder an der Rennsport-Geschichte teilhaben.

Aprilia tunt seine Sportlerin direkt auf 220 PS. Die Höchstleistung liegt bei 13.000 Touren an, das maximale Drehmoment von 127 Nm bei 10.800/min, das Ganze bei nur 204 Kilo Gewicht - so darf sich die Aprilia RSV4 sicherlich bis mindestens Ende 2025 als "Die Stärkste" betiteln.

BMW M 1000 RR

Bei der ultimativen BMW seit der HP4 Race hat die M GmbH Hand angelegt. Das Ergebnis: Ein auf 212 PS (156 kW) erstarkter Renner mit leichteren Motorkomponenten und einem noch höheren roten Bereich bei 15.100 Umdrehungen pro Minute. 33.000 Euro (Stand: Januar 2022) kostet die M-Version.

Der 1000er-Motor von BMW ist ein mechanisches Meisterwerk. Leicht und filigran konstruiert und der einzige Superbike-Motor mit einer variablen Ventilsteuerung. In der M 1000 RR legt BMW nach: 218 PS bei 14.500 Touren und 113 Nm bei 11.100/min aus nur 999 Kubik. Carbon-erleichterte 194 Kilo kosten allerdings ab 36.300 Euro.

BMW S 1000 RR

Auch ein deutscher Vertreter bricht in die Phalanx überwiegend japanischer und italienischer Marken ein. Leichter und leistungsstärker als ihre Vorgängerin, hat die BMW einen neu konstruierten Motor mit verstellbaren Nocken und einem steiferen Rahmen. Die 207 PS (152 kW) sorgen spielend für Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h. Der Preis? 19.150 Euro (Stand: Januar 2022).

Ducati Panigale V4

Die Ducati Panigale V4 ist der Nachfolger der legendären 1299. In Technik und Entwicklung floss das Rennsport-Know-How der Marke. 215,5 PS (158,5 kW) leisten die Ducati Panigale V4 und die Panigale V4 S. Elektrische Helfer unterstützen außerhalb der Rennstrecke. Die Preise für die Panigale V4 beginnen bei 23.990 Euro (Stand: Januar 2022).

Mit der Panigale V4 schafft Ducati einen van-Damme-artigen Spagat. Der eine Fuß ruht auf dem V4 mit 1.103 Kubik, 216 PS sowie 120 Nm. Der andere stützt sich auf die Schwelle eines Prada-Shops, in dem man sich gerade einen Anzug aufmessen lässt. Kein anderes Superbike schafft das.

Ducati Superleggera V4

Bei der Ducati Superleggera V4 ist der Name Programm. Superleggera bedeutet superleicht, folglich bringt die V4 nur 159 Kilogramm trocken auf die Waage. Rennstrecken-Optimierung und 224 PS (165 kW) tun ihr Übriges zu diesem Ausnahme-Motorrad. Das besitzt allerdings auch seinen Ausnahme-Preis: 100.000 Euro (Stand: Januar 2022) sind dafür beim Ducati-Händler auf den Tisch zu legen.

Honda CBR1000RR-R Fireblade

Ein Monster-Bike mit naher Verwandtschaft zur MotoGP. Wenn 218 PS (160 kW) auf ein Leergewicht von nur 201 Kilogramm treffen, ist das auch kein Wunder. Die Fireblade startet zum Preis von 22.409 Euro (Stand: Januar 2022).

Kawasaki Ninja H2

Böse Zungen behaupten, dass der Bimota Tesi H2 nur eine aufgehübschte Kawasaki Ninja H2 ist. Immerhin werkelt unter der italienischen Verkleidung der H2-Vierzylinder aus der Ninja. Optimistisch betrachtet wiederum könnte man das exklusive Superbike als das Beste aus zwei Welten anerkennen. Immerhin beschleunigen 231 PS (170 kW) die lediglich 207 Kilogramm innerhalb von 3,2 Sekunden auf 100 km/h und auf bis zu 299 km/h. Die Werte klingen zwar nicht ganz so extrem wie die der Superleggera, dafür liegt der Preis auch "nur" bei 64.000 Euro (Stand: Januar 2022).

Kawasaki Ninja ZX-10RR

204 PS (150 kW) aus 998 Kubikzentimeter Hubraum - das sind die Eckdaten der Kawasaki Ninja ZX-10RR. Gebaut wird die Kawasaki Ninja seit 2004. In der aktuellen Generation ist das technisch komplett überarbeitete Bike mit Brembo-M50-Bremszangen und Marchesini-Rädern ausgestattet. Erhältlich ist die Ninja ZX-10RR ab 28.995 Euro (Stand: Januar 2022).

Kawasaki Z H2

Die Kawa hat 200 PS und einen herrlich klingenden Kompressor an Bord. Speziell für dieses Modell konzipierte und gefertigte Räder aus Gussaluminium profitieren unter anderem vom Know-how der World Superbike. Die daraus resultierende Steifigkeit ist ein großes Plus bei sehr hohen Geschwindigkeiten. Mit 17.095 Euro (Stand: Januar 2022) fällt die Z H2 vergleichsweise günstig aus.

MV Agusta Brutale 1000 RR

Der Name "Brutale" ist bei diesem Naked Bike durchaus ernst zu nehmen - immerhin verfügt der 1000RR über 208 PS (153 kW) und knackt damit die 300-km/h-Marke. Besonderes Schmankerl: die Nürburgring-Version mit Gewichtsoptimierung und Titan-Abgasanlage. Sie kostet etwa 6000 Euro mehr als die 32.300 Euro teure 1000RR (Stand: Januar 2022).

MV Agusta Rush

Die MV Agusta Rush basiert auf der Brutale, macht aber mit einem einzigartigen Look und einer Launch-Control auf ultimativen Ampel-Flitzer. Mit dem Racing Kit steigt die Leistung von 208 auf 212 PS (156 kW). Der Preis beginnt bei 37.790 Euro (Stand: Januar 2022).

Suzuki GSX-R1000R

Die Suzuki GSX blickt auf eine über 30-jährige Geschichte und über eine Millionen verkaufte Einheiten zurück. In der aktuellen Generation leistet die Suzuki GSX-R1000R 202 PS (149 kW). Ausgestattet mit modernsten Komponenten ist sie ab 18.990 Euro (Stand: Januar 2022) erhältlich.

Yamaha R1

201 Kilogramm Gewicht und 200 PS (147 kW) aus 998 Kubik sollen bei der Yamaha R1 für puren Fahrspaß sorgen. Für 19.794 Euro (Stand: Januar 2022) fühlt man sich wie Valentino Rossi oder Jorge Lorenz.

Weitere Modelle und Details

Neben den bereits genannten Modellen gibt es noch weitere Motorräder, die die 200 PS-Marke knacken. Dazu gehören:

  • Kawasaki Ninja H2R: Mit bis zu 326 PS (mit Ram-Air) das absolute Spitzenmodell.
  • Honda RC213V-S: Eine straßenzugelassene Version der MotoGP-Rennmaschine.

Tabellarische Übersicht

Modell Leistung (PS) Hubraum (ccm) Preis (ca. Euro)
Aprilia RSV4 220 1099 21.999
BMW M 1000 RR 218 999 36.300
Ducati Panigale V4 216 1103 27.790
Kawasaki Ninja H2 231 998 64.000

Diese Tabelle zeigt eine Auswahl der leistungsstärksten Motorräder und soll einen Überblick über die verschiedenen Modelle und ihre Eckdaten geben.

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