Willst Du eine längere Motorradtour planen? Damit es nicht nur Spaß macht, sondern auch stress- und risikofrei abläuft und nicht zu kostspielig wird, gilt es einige Vorbereitungen zu treffen. Denn beim Motorradtouren planen geht es nicht nur um die Streckenplanung.
Dieser Artikel ist eine Planungshilfe mit nützlichen Insidertipps und -tricks sowie einer Packliste für einen unvergesslichen Roadtrip!
Motorradtour planen: 7 Fragen, die Du Dir vor Deinem Roadtrip stellen solltest
Während kurze Spritztouren von Spontanität leben, kann man sich für einen Roadtrip nicht einfach auf die Maschine schwingen. Um eine Motorradtour zu planen, solltest Du Dir einige grundsätzliche Fragen stellen - und zwar noch bevor praktische Aufgaben wie Motorrad-Check, Streckenplanung oder Packliste angegangen werden.
1. Welche Art von Motorradtour ist geplant?
Auf schnellstem Weg von A nach B fahren oder ein ausgiebiger Roadtrip mit diversen Zwischenstopps: Deine Reiseplanung ist davon abhängig, welche Art von Motorradtour geplant ist. In diesem Zusammenhang gilt auch zu entscheiden, welche Landschaftstypen befahren werden sollen - herausfordernde kurvenreiche Wege, gemütliche Überlandstraßen oder aufregende Autobahnstrecken?
Auch, ob Du allein, zusammen mit einem/einer Sozia oder in einem Konvoi unterwegs bist, ist wichtig für alle weiteren Entscheidungen.
2. Soll die Fahrt im In- oder Ausland stattfinden?
Bewegt man sich im eigenen Land, kennt man die gültigen Verkehrsregeln und Vorschriften. Führt die Motorradtour auch ins Ausland, sollte man sich rechtzeitig informieren - über mitzuführende Dokumente und Equipment wie Warnwesten und Ersatzlampen oder Maut- oder Helmpflichten.
Um nur ein Beispiel zu nennen: In Italien müssen Motorräder nicht nur tagsüber mit Licht gefahren werden, es gilt auch eine gesetzlich vorgeschriebene Helmpflicht. Zugelassen sind nur Helme, in denen ein Prüfsiegel (ECE-Norm 22-05) angebracht ist. Zuwiderhandlungen führen Bußgelder nach sich - es kann sogar das Motorrad bis zu 90 Tage beschlagnahmt werden.
3. Wie ist meine persönliche Fitness und Fahrpraxis?
Eine mehrtägige Motorradtour planen sollte nicht unterschätzt werden - genauso wenig wie das Motorradfahren selbst. Das Fahren ist ein komplexer sensomotorischer Prozess und inbesondere beim Beschleunigen und Bremsen wirken hohe Fliehkräfte auf die Fahrenden, die Arm-, Nacken- und Schulter- sowie Oberkörpermuskulatur beanspruchen. Die Anforderungen erhöhen sich, wenn man im Gelände, durch Gebirge oder mit Sozia fährt.
Eine umfangreiche medizinisch-wissenschaftliche Untersuchung des ifz ergab, dass ein regelmäßiges wöchentliches Fitnessprogramm von mehr als vier Stunden die Herz-Kreislaufleistung sowie das Regenerationsverhalten bei mehrstündigen Belastungen fördert¹ - und die beste Vorbereitung für einen unfallfreien Roadtrip mit dem Motorrad ist. Um weniger Fehler zu machen, langsamer zu ermüden und im Sturzfall weniger verletzungsanfällig zu sein, sollten beispielsweise beim Bodyweight-Training Kondition, Gleichgewicht und Körperwahrnehmung trainiert werden.
Wichtig ist es aber auch die Fahrpraxis zu trainieren, um mehr Vertrauen in die eigene Fahrzeugbeherrschung zu erlangen. Dafür kannst Du das Fahren bei Schlechtwetter üben oder sogar eine*n Trainer*in beim ADAC nehmen.
Je besser Du Dich einschätzen kannst, desto besser kannst Du planen, wie lang die Motorradtour dauern soll und welche Tagesstrecken Du Dir zumuten kannst.
4. Wie sind Straßenverhältnisse und Verkehrslage auf der Tour?
Mit einem Ziel vor Augen kannst Du Dir bereits im Voraus ansehen, wie es um die Straßenverhältnisse und die Verkehrslage auf der geplanten Strecke steht. Navigationssysteme wie Google Maps helfen, um bei der Routenplanung Baustellen, Sperrungen und Umleitungen einzusehen - und bestenfalls zu umgehen.
Noch verlässlicher informieren die Routenplaner von ADAC oder Viamichelin kostenlos über die aktuelle Verkehrslage auch über Deutschland, Österreich und die Schweiz hinaus. Planst Du eine Tour über die Alpen, solltest Du Dich darüber hinaus über gesperrte Alpenpässe informieren, um böse Überraschungen zu vermeiden.
5. Wie ist das Wetter auf der Tour voraussichtlich?
Eigentlich ist klar: Bei einer schlechten Wetterprognose fährt man erst gar nicht los, sonniges Wetter dagegen lädt zu Motorradtouren ein. Anders sieht es für längere Fahrten aus, bei denen man mit plötzlichen Wetterumschwüngen überrascht werden könnte. Letztere liefern sogar Informationen zum Routenwetter: Gibt man Start- und Zielpunkt ein, bekommt man nicht nur die schnellste Route angezeigt, sondern auch verlässliche Wettervorhersagen für die Strecke.
So kann man relativ zuverlässig die Motorradtour planen und wetterbedingten Gefahren wie Glätte, Aquaplaning oder Sichtbehinderungen durch Nebel umgehen.
6. Sind Übernachtungen geplant?
Für einen ausgedehnten Roadtrip müssen natürlich Übernachtungen eingeplant werden. Zur Auswahl stehen einerseits Gasthöfe, (Motorrad)Hotels und B&B’s sowie andererseits Campingplätze. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile: Wer sich für Übernachtungen in Hotels entscheidet, profitiert von weniger Reisegepäck, da man kein Zelt, kein Schlafsack und keine Campinguntensilien mit auf die Reise nehmen muss.
Dementsprechend kann man mit komfortableren Schlaf- und Duschgegebenheiten sowie besseren Möglichkeiten, Elektronik aufzuladen, rechnen. Dagegen ist Campen in der Regel günstiger und erlaubt, flexibler unterwegs zu sein. Im Baltikum und in Skandinavien ist Wildcamping gestattet, doch auch generell lassen sich geeignete Stellplätze kurzfristig mit Apps wie park4night oder ACSI Campsites Europe finden.
Fällt die Wahl letztendlich doch auf ein Hotel, sollte das Zimmer am besten zu Beginn des letzten Etappendrittels online oder telefonisch reserviert werden, da man bereits absehen kann, wie weit man am Tag kommen wird. Außerdem gibt es oft Angebote für Spätbuchungen.
7. Was kostet mich die Tour?
Damit die Fahrt nicht teurer wird als geplant, sollte man die wichtigsten Kostenpunkte durchgehen und die wahrscheinlichen Einzelkosten (Übernachtungen, Verpflegung, Sprit, ggf. Mautkosten und andere Nebenkosten) in etwa kalkulieren. Vorbereitet sein sollte man auch auf Unvorhergesehenes: Beispielsweise kann es sein, dass Reservierung wieder storniert werden müssen. Auch aufgrund kleinerer Reparaturen oder Strafzettel können zusätzliche Kosten anfallen.
4 Insidertipps für die perfekte Motorradtour
Nach der relativ langen Liste an Fragen, die man sich vor Antritt einer Reise stellen sollte, gibt es gute Nachrichten: Für eine Motorradtour kann man auch zu viel planen! Denn ein Roadtrip mit dem Motorrad ist vor allem eins, nämlich abhängig von Faktoren, auf die Fahrende keinen Einfluss haben.
Wir haben in unserem Team Motorradfahrende gefunden - Laura, Marco und Pietsje- und sie nach ihren Insidertipps für den perfekten Roadtrip gefragt. Ein Ausflug mit dem Motorrad kann ein aufregendes, abwechslungsreiches Erlebnis werden - für das man allerdings auch nicht zu viel im Voraus planen sollte.
- Marco Hering aus dem Entwickler-Team von Spreadshirt weiß, dass man gerade, wenn man von geplanten Touren abweichen muss, spannende neue Strecken entdecken kann. Sein Tipp: „Nicht unter Druck setzen und die Tour von Anfang bis Ende durchplanen, sondern einfach starten und schauen, wo man am Abend landet.“
- Nach dem Prinzip „Der Weg ist das Ziel“ sollte man den ersten und den letzten Tag der Motorradtour festlegen und alle anderen Tagen frei und flexibel, abhängig von Bedingungen wie Wetter, Verkehrslage und Tagesform gestalten. Startet man am frühen Morgen, kann man am frühen Nachmittag nach Übernachtungsmöglichkeiten suchen - und hat bis dahin genug Zeit, die Region zu erkunden.
- Für sicheres Motorradfahren sind Gleichgewicht, Koordination und Ausdauer gefragt. Marco weiß, dass Pausen viel zu oft vernachlässigt werden. Dabei sind sie mehr als wichtig: Damit die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit immer gegeben ist, um sicher am Ziel anzukommen, sollten genügend, ausreichend lange Pausen eingelegt werden.
- Die Fahrpausen sind nicht nur Regenerationszeit für die gesamte Muskulatur, sondern auch die perfekte Gelegenheit, die Region und ihre Sehenswürdigkeiten zu entdecken.
- Kälte, Nasse oder Hitze: Auf einer längeren Motorradtour ist es nicht unüblich, durch alle Wetterlagen fahren zu müssen. Die meisten Biker lassen sich ihren Fahrspaß davon nicht verderben - insbesondere, weil sie mit wetterfester Motorradkleidung ausgerüstet sind. Laura Heming aus dem Design-Team bei Spreadshirt verzichtet nie auf wetterfeste Kleidung wie Regenjacke und -hose, Funktionsunterwäsche und Stiefeln, um auf Klimaumschwünge vorbereitet zu sein.
- Pietsje aus dem Customer Service von TeamShirts empfiehlt das Zwiebelprinzip: "Am besten ist praktische Kleidung in Lagen, damit man sich aus- oder anziehen kann, falls es zu warm oder zu kalt ist."
- Vorbereitet sein, heißt auch, Werkzeug und Ersatzteile für kleinere Reparaturen im Gepäck zu haben. So fährt Laura nie ohne Tape und Spanngurt, um notwendige Ausbesserungen selbst vornehmen zu können.
- Abgesehen davon sollte man allerdings nie losfahren, ohne dem Motorrad einen gründlichen Check unterzogen zu haben. Auf der Checkliste sollten Stand von Öl, Kühl- und Bremsflüssigkeit, Reifendruck, Reifenprofiltiefe, Bremsbeläge, Festigkeit aller Muttern, Schrauben und Steckbefestigungen sowie die Funktion der Bremslichter und der Beleuchtung stehen, bevor es losgeht!
- Zuletzt gehört es auch zum Motorradtour planen, sich mit lokalen Begebenheiten vertraut zu machen. Vor allem für die Planung von Motorradreisen ins Ausland sollte man sich rechtzeitig über die Besonderheiten vor Ort informieren. Auch Marco betont, wie wichtig es ist, sich nicht nur über die aktuelle Situation in den Ländern zu belesen, sondern auch über Regelungen für Biker im Ausland. Das gilt für mitzuführende Dokumente oder Ersatzteile, Verkehrsregeln und andere Vorschriften.
Packliste für Motorradtouren
Auf dem Motorrad hat man nicht viel Platz, deshalb sollte jedes Utensil, das im Gepäck landet, gut durchdacht sein. Mit unserer Packliste für Motorradtouren kannst Du überprüfen, ob Du alles Notwendige eingepackt hast. Dabei ist unsere Checkliste nur eine Hilfestellung: Was für Deinen Roadtrip notwendig ist, hängt von der geplanten Tour, länderspezifischen Besonderheiten oder individuellen Gewohnheiten ab.
Motorrad-Grundcheck
Schon beim theoretischen Unterricht in der Fahrschule wurde die Wichtigkeit der Überprüfung der "3 großen B" ins Hirn der künftigen Motorradfahrer eingebrannt: Beleuchtung, Bereifung und Bremsen. Vor jeder Fahrt sollten folgende Checks in die Routine eingebaut werden.
Beleuchtung:
- Scheinwerfer: Überprüfen Sie, ob der Scheinwerfer richtig funktioniert. Schalten Sie das Motorrad ein und prüfen Sie, ob sowohl das Abblendlicht als auch das Fernlicht funktionieren.
- Blinker: Testen Sie sowohl die vorderen als auch die hinteren Blinker. Stellen Sie sicher, dass sie deutlich sichtbar sind und in der richtigen Frequenz blinken.
- Bremslichter: Überprüfen Sie, ob die Bremslichter aufleuchten, wenn Sie die Bremsen betätigen. Dies sollte sowohl für die Vorder- als auch für die Hinterradbremse gelten.
- Rücklicht/Positionslicht: Stellen Sie sicher, dass das Rücklicht/Positionslicht funktioniert und klar sichtbar ist.
- Kennzeichenbeleuchtung: Die Kennzeichenbeleuchtung sollte Ihr Kennzeichen klar und deutlich beleuchten.
- Kontrollleuchten: Überprüfen Sie alle Kontrollleuchten auf dem Armaturenbrett, einschließlich der Kontrollleuchte für die Motortemperatur, Öldruck, Batterie und Neutralstellung.
Bereifung:
Weil die Reifen den Kontakt zur Straße herstellen und eine kaum postkartengroße Fläche über das Gelingen selbst schwieriger Fahrmanöver entscheidet, sollten sie zwingend vor jeder Fahrt überprüft werden. Die entscheidenden Fragen sind.
- Ist die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter vorhanden? Erheblich sicherer ist man unterwegs, wenn das Profil nicht bis zum gesetzlichen Minimum abgefahren wird.
- Ist der Luftdruck im fürs Modell vorgeschriebenen Bereich?
- Sind Beschädigungen am Reifen sichtbar? Prüfen Sie auf Fremdkörper im Gummi, Risse in der Karkasse etc.
- Sind beide Ventilkappen vorhanden?
Bremsen:
Natürlich fasziniert beim Motorradfahren die Beschleunigung. Das Gegenteil ist allerdings eine Lebensversicherung - und zur "Entschleunigung" sind funktionierende Bremsen nötig. Prüfen Sie vor einer Ausfahrt unbedingt:
- Die Leitungen und Schläuche auf Dichtheit oder Scheuerstellen.
- Bremsbeläge auf Abnutzung.
- Der Stand der Bremsflüssigkeit im Ausgleichbehälter kann per Augenschein geprüft werden, die Qualität der Bremsflüssigkeit nicht. Da sie auch Alterungsprozessen unterliegt, sollte sie - unabhängig von der Fahrleistung - jedes Jahr, spätestens aber alle zwei Jahre getauscht werden. Normalerweise sollte nicht überalterte Bremsflüssigkeit eine klare und goldgelbe Farbe aufweisen.
- Die Bremswirkung muss vor dem Fahrtantritt gecheckt werden, indem Hinterrad und Vorderrad möglichst abseits des Verkehrs (Parkplatz, Hof) bis zur Blockiergrenze gebremst werden. Baut sich der Bremsdruck schnell auf und nach Lösen der Bremse ebenso schnell ab, ist die Bremsfunktion in Ordnung. Ob neben den Bremshebeln auch der Kupplungshebel und der Gasgriff leichtgängig sind, kann dabei ebenfalls getestet werden.
Antriebskette:
Die Antriebskette sollte bei jeder Fahrt ausreichend mit Schmierstoff versorgt sein. Eine entsprechende Sprühdose gehört deshalb zur Fahrer-Grundausstattung, schließlich können Regenfahrten Schmierung kosten. Für die richtige Kettenspannung gilt die alte "Biker-Faustregel": Die Kette sollte sich rund zwei Fingerbreit auf und ab bewegen lassen. Durch diese regelmäßigen Checks haben Sie den Verschleiß der Motorradkette im Auge.
Besitzer von Motorrädern mit Kardanantrieb sollten den Stand des Kardanöls regelmäßig prüfen und gegebenenfalls nachfüllen. Sind alle Lager, Manschetten und Gelenke sauber und dicht, oder tritt irgendwo Öl aus?
Die Prüfung des Motorenöl-Standes sowie das eventuell erforderliche Nachfüllen sollte vor dem Start auf größeren Touren zum Programm gehören. Ob die Seitenständer-Feder genügend Rückholkraft besitzt, kann leicht geprüft werden. Wenn der "Killschalter" des Seitenständers zum Verdrecken neigt, sollte dessen Reinigung gekonnt sein. Nach einer Rast im Nirgendwo deshalb vom Anlassen gehindert zu werden, ist ein wenig schönes Erlebnis.
Hier ist es ratsam, den technischen Check mit ausreichend Vorlauf zum Reisebeginn durchzuführen, um auf eventuelle Mängel reagieren und Wartungsarbeiten durchführen zu können.
Zusätzliche Technische Prüfung für längere Touren
Auf einer zehntägigen Motorradtour mit Sozia und Campingausrüstung auf rauen Kurvenstraßen am Mittelmeer wird das Motorrad anders beansprucht als auf der meist kurzweiligen "Hausrunde", weshalb Anpassungen am Bike vor einer großen Motorradreise vorgenommen werden sollten.
Zusätzlich zum Motorrad-Grundcheck (siehe oben) empfehlen wir eine ausführliche technische Prüfung für eine rundum sichere und komfortable Tour.
- Geplante Fahrstrecke und zu erwartende Restprofiltiefe auf Heimfahrt abschätzen und im Zweifelsfall Reifen erneuern, da Reifen der richtigen Dimension im Ausland vielfach nicht oder nur unter hohem Aufwand erhältlich sind. Berücksichtigen Sie beim Verschleiß eine ggf. höhere Beladung und einen eventuellen Soziusbetrieb. Reifenluftdruck ebenfalls an höhere Beladung und eventuellen Soziusbetrieb anpassen.
- Alle Ölstände prüfen: Motor, ggf. Getriebe und Endantrieb bei Kardanmaschinen.
- Antriebskette - wenn vorhanden - auf Verschleiß checken und im Zweifel eine neue Kette montieren. Antriebsketten bauen bei fortgeschrittenem Verschleiß sehr schnell ab, längen sich dann rapide und können im Extremfall reißen. Kette korrekt einstellen (siehe Grund-Check), dabei höhere Belastung durch Beifahrer und Gepäck berücksichtigen. Es ist zudem ratsam, Kettenspray auf die Tour mitzunehmen - insbesondere nach Regenfahrten sollte die Antriebskette nachgefettet werden.
- Bremsanlage überprüfen (siehe Motorrad-Grundcheck): Kalkulieren Sie einen ggf. höheren Verschleiß der Bremsbeläge aufgrund der zusätzlichen Beladung und ggf. Soziusbetrieb ein.
- Fahrwerk: Motorradgabel und Federbeine auf Dichtigkeit prüfen. Falls auf der Gabel bereits ein Schmierfilm zu sehen ist, sollten die Dichtringe und das Gabelöl erneuert werden. Federvorspannung und Dämpfung auf erhöhte Beladung und ggf. Soziusbetrieb einstellen. Häufig zeigt sich erst im Lauf der Reise, ob das gewählte Fahrwerks-Set-up auch wirklich passt - Hakenschlüssel bzw. Einstell-Werkzeug sollte deshalb griffbereit im Tankrucksack liegen.
- Scheinwerfereinstellung (falls nötig) an erhöhte Beladung anpassen, um den Gegenverkehr nicht zu blenden.
- Ist die Betätigung der Kupplung leichtgängig und der Kupplungszug nicht angescheuert, vor allem aber: Trennt sie richtig, ohne durchzurutschen?
- Zulässiges Gesamtgewicht (siehe Fahrzeugschein) beachten. Zur Ermittlung des Motorradgewichts wird Vorder- und Hinterradlast getrennt auf der Personenwaage gemessen. Die Summe ergibt das Gesamtfahrzeuggewicht.
- Gepäcksysteme (Koffer, Taschen etc.) auf Funktion und Verschleiß prüfen.
11 Tipps für die Planung Deiner Motorradtour
- Tipp Nr. 1: Mach Dein Bike fit!
- Tipp Nr. 2: Die richtige Kleidung ist ein Muss.
- Tipp Nr. 3: Werkzeug und Ersatzteile einpacken.
- Tipp Nr. 4: Ein zuverlässiges Gepäcksystem ist unerlässlich.
- Tipp Nr. 5: Navigation: Stell sicher, dass du weißt, wo du hinwillst.
- Tipp Nr. 6: Packe multifunktionale Kleidungsstücke ein.
- Tipp Nr. 7: Überlege, welche Hygieneartikel wirklich notwendig sind.
- Tipp Nr. 8: Ein Erste-Hilfe-Set kann in Notfällen Leben retten.
- Tipp Nr. 9: Nimm ausreichend Trinkwasser und Snacks mit.
- Tipp Nr. 10: Lass Raum für Ungeplantes in der Planung.
Mit dieser Checkliste bist du bereit, die Straße zu erobern. Denk daran, dass die Freiheit auf zwei Rädern mit der richtigen Vorbereitung und etwas Wiggle-Room im Zeitplan noch viel mehr Spaß macht.
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