Viele träumen davon, während eines Aufenthalts in den USA den amerikanischen Führerschein zu machen. Doch wie sieht es mit der Gültigkeit in Deutschland aus, und was ist bei der Umschreibung zu beachten? Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick.
Voraussetzungen für den Motorradführerschein in den USA
Wer in den USA ein Motorrad fahren will, benötigt einen gültigen, "offenen" nationalen Motorradführerschein der Klasse A und muss diesen bei der Anmietung beim Vermieter vorweisen.
Mindestalter und Aufenthaltsdauer
In den meisten US-Bundesstaaten muss man mindestens 16 Jahre alt sein, um den Führerschein zu machen. Um einen US-Führerschein erwerben zu können, muss man zudem mindestens 185 Tage in den Vereinigten Staaten leben.
Gültigkeit des deutschen Führerscheins in den USA und Kanada
Die USA haben mit Deutschland ein Abkommen, das besagt, dass der deutsche Führerschein für bis zu ein Jahr zum Führen entsprechender Fahrzeuge berechtigt. In Kanada dürfen Ausländer mit ihrem eigenen Führerschein bis zu 3 Monate Fahrzeuge führen (British Columbia: bis zu 6 Monate).
Achtung! Es gibt jedoch einige wenige US-Bundesstaaten, in denen er tatsächlich vorgeschrieben ist, z. B. Kentucky, Georgia und Texas.
Internationaler Führerschein
Auch wenn er nicht immer zwingend notwendig ist, wird ein internationaler Führerschein oft empfohlen. Dank der englischen Begriffe ist er vor Ort - zum Beispiel bei einer Verkehrskontrolle - eine echte Hilfe. Du bekommst ihn ganz unkompliziert bei deiner örtlichen Führerscheinstelle in Deutschland. Für deine Reise bringt er einfach ein gutes Stück zusätzliche Sicherheit mit.
Umschreibung des US-Führerscheins in Deutschland
Wenn Sie mit einem US-Führerschein in Deutschland fahren wollen, müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen sich mindestens 185 Tage in den USA aufgehalten, dort einen US-Führerschein erworben und bei der Rückkehr nach Deutschland das 18. Lebensjahr vollendet haben. Dann können Sie nach Ihrer Rückkehr nach Deutschland für maximal sechs Monate Auto fahren. Während dieser Zeit müssen Sie eine Übersetzung und Klassifizierung des US-Führerscheins mitführen.
Die Sechsmonatsfrist gilt nicht für minderjährige Führerscheininhaber. Sie dürfen in Deutschland nicht fahren bzw. müssen die Umschreibung in eine deutsche Fahrerlaubnis im Rahmen des Begleiteten Fahrens B17 beantragen. Minderjährige, die sich nur vorübergehend als Touristen in Deutschland aufhalten, dürfen hier keine Kraftfahrzeuge fahren.
Notwendige Dokumente und Prüfungen
Um eine deutsche Fahrerlaubnis zu erhalten, müssen Sie persönlich die Umschreibung Ihres bisherigen Führerscheins beantragen. Hierfür ist die Führerscheinstelle an Ihrem Wohnort zuständig. Diese trägt in Ihren deutschen Führerschein einen Vermerk ein, dass Sie eine US-Fahrerlaubnis vorgelegt haben. Anschließend schickt sie den US-Führerschein an die US-Führerscheinbehörde zurück oder nimmt ihn in Verwahrung.
Die Umschreibung eines amerikanischen Pkw-Führerscheins ist ohne praktische, teilweise aber mit einer theoretischen Prüfung verbunden. Voraussetzung ist, dass das Schulungs- und Prüfungsverfahren eines US-Bundesstaates dem deutschen gleichwertig ist.
Wichtig: Ist Ihr US-Bundesstaat nicht in der Staatenliste aufgeführt, müssen Sie für die Umschreibung eine theoretische und praktische Führerscheinprüfung machen. Eine neue Fahrausbildung ist aber nicht nötig, das heißt, Sie müssen keine Fahrstunden absolvieren.
Für Lkw- und Motorradführerscheine aus den USA gibt es nach Anlage 11 gar keine Erleichterungen bei den Prüfungen. Auch hier entfällt jedoch die Fahrschulausbildung.
Wichtige Verkehrsregeln in den USA
Grundsätzlich ist die Verkehrssituation, außer in den Metropolen, entspannt. Vor allem auf den Landstraßen werden Sie auf eher defensive Fahrer treffen. Beachten Sie folgende Regeln:
- Parken: Wenn Sie auf dem Highway anhalten müssen, parken Sie immer neben der Fahrbahn. Auch das Halten am Fahrbahnrand ist verboten und wird mit empfindlichen Geldstrafen geahndet.
- Schulbusse: Stopp vor stehenden Schulbussen! Wenn der bekannte gelbe Bus stoppt und die roten Lampen an der Vor- und Hinterseite und an der Seite blinken und Stoppschilder aus der Seite kommen, bist Du verpflichtet anzuhalten, „auch wenn Du auf der gegenüberliegenden Seite fährst“!
- Überholen: Auf der Interstate (Autobahn) und divided highway (Schnellstraße) darf sowohl links wie rechts überholt werden.
- Ampeln: Bei Rotlicht darf auch rechts abgebogen werden (außer wenn dort “No right turn on red”) angegeben ist.
- Kreuzungen: Auf kleineren Strassen, meistens innerhalb der Ortschaften haben gleichwertige Kreuzungen immer ein Stop-Schild. Der Erste, der an die Kreuzung kommt, darf auch als erster wieder weiterfahren, also gut auf die anderen Verkehrsteilnehmer achten.
Weitere Tipps für Motorradfahrer in den USA
- Sicherheitskleidung: Weniger Kleidung heißt nicht weniger Schutz! In den USA brauchst du oft weniger Schichten als zu Hause, aber Schutzkleidung bleibt unverzichtbar.
- Helmpflicht: In einigen wenigen Bundesstaaten gilt keine Helmpflicht. Wir raten Ihnen dennoch, immer einen Motorradhelm zu tragen! Denn seit der Aufhebung der Helmpflicht in einigen Regionen hat sich auch die Zahl der schweren Unfälle dramatisch erhöht.
- Geschwindigkeitsüberschreitungen: Werden Sie wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung angehalten, kann es teuer werden. Unser Tipp, begleichen Sie ein Knöllchen noch während Ihres USA-Aufenthalts, am besten direkt in bar.
ESTA und Einreisebestimmungen
Wer bis zu 90 Tage in die USA einreist, benötigt normalerweise kein Visum. Zudem müssen Sie über eine elektronische Einreiseerlaubnis (ESTA) verfügen. Achten Sie auch darauf, ausreichende Geldmittel vorweisen zu können. Führen Sie auf Ihrer Motorradtour durch die USA Ihren Reisepass oder eine Kopie immer mit sich. In einigen Bundesstaaten, die wir auf unseren Fahrten bereisen, ist dies Pflicht.
Seit Anfang des Jahres gelten neue Vorgaben zum Geschlechtseintrag im ESTA/Visum-Antrag. Reisende in die USA müssen bei ESTA- oder Visumanträgen entweder das Geschlecht „männlich“ oder „weiblich“ angeben; relevant ist hierbei der bei Geburt zugewiesene Geschlechtseintrag der antragstellenden Person. Dies gilt auch für Reisende, die den Geschlechtseintrag „X“ innehaben oder deren aktueller Geschlechtseintrag von ihrem Geschlechtseintrag bei Geburt abweicht. In diesen Fällen muss zusätzlich die Geburtsurkunde mit dem bei Geburt zugewiesenen Geschlechtseintrag bzw. ein beglaubigter Ausdruck aus dem Geburtenregister mitgeführt werden.
Motorradtouren mit US BIKE TRAVEL®
Bei US BIKE TRAVEL® geht es nicht nur um Reisen, sondern darum, einzigartige Erlebnisse zu schaffen! Seit unserer Gründung im Jahr 1992 haben wir uns darauf spezialisiert, jedem von euch ein individuelles Abenteuer zu bieten. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Gruppen klein und persönlich bleiben, damit wir auf jeden Einzelnen individuell eingehen können. Jede Tour ist gefüllt mit exklusiven Erlebnissen, die nur wir euch bieten können. Unter dem Motto „Immer eine Idee besser“ verbessern wir stetig unsere Angebote, um eure Erwartungen nicht nur zu erfüllen, sondern zu übertreffen.
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