Motorradtour Vogesen: Die besten Routen und Tipps

Warum nicht einen Abstecher zu unseren Nachbarn im Elsass machen? Die Vogesen bieten eine Vielzahl an spannenden Motorradrouten, die sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Biker geeignet sind. Entdecken Sie die Schönheit der Region und genießen Sie unvergessliche Fahrerlebnisse.

Die Route des Crêtes: Ein Highlight der Vogesen

Die Route des Crêtes in den Vogesen gehört zu den beliebtesten Motorradtouren in Frankreich. Sie punktet nicht nur mit unzähligen Serpentinen - bei klarem Wetter bietet sie euch auch spannende Ausblicke über den Schwarzwald und zu den Berner Alpen. Die Route des Crêtes hat viel zu bieten und ist auch für Motorrad Einsteiger leicht zu befahren.

Wer mit dem Motorrad noch mehr spannende Routen durch die Vogesen entdecken möchte, kann gerne unsere Motorradtour "Schwarzwald-Vogesen" ausprobieren. Bei dieser Tour ist die Route des Crêtes inbegriffen. Einen perfekten Überblick über die schönsten Motorradtouren durch die Vogesen bietet euch unsere FolyMap Motorradkarte Vogesen. Außerdem findet ihr in unserem Tourenbuch Frankreichs Tourenhighlights und im Pässe Atlas Frankreich noch viele weitere Motorradrouten durch die Vogesen.

Allgemeine Tipps für Motorradtouren auf der Route des Crêtes

Normalerweise könnt ihr davon ausgehen, dass die Kammstraße entlang der Vogesen-Gipfel zwischen Mai und Oktober gut befahrbar ist. In den übrigen Monaten werden Teile der Strecke nach Schneefall nicht geräumt, weil teilweise Langlauf-Loipen die Straßen überqueren.

Was den Straßenzustand angeht: Die schmalen, kurvigen Asphaltstraßen sind zumeist in einem guten Zustand und werden regelmäßig instand gehalten. An manchen risikoreichen Stellen kann es vorkommen, dass der Asphaltbelag durch Pflaster ersetzt wurde - es ist einfach griffiger. Trotzdem solltet ihr Kehren und Kurven in einem vernünftigen Tempo anfahren: Im Winter wird hier anscheinend Split ausgebracht. Das kann für Rutschpartien sorgen.

Tanken könnt ihr in den umliegenden Ortschaften. Wer die genaue Streckenführung gleich in sein Navi eingeben möchte, kann sie bei BikerBetten problemlos herunterladen. Der Download vom „Route des Crêtes GPX Track“ ist bei uns kostenlos.

Ihr wollt noch mehr Infos? Lasst euch überraschen: Jede Strecke auf der Vogesenkammstraße punktet mit ihren charakteristischen Attraktionen. Lest unsere Streckenbeschreibungen, damit ihr eure Motorradtour durch die Vogesen individuell planen könnt.

Kulinarische Genüsse entlang der Route des Crêtes

Bei einer Motorradtour über die Vogesenkammstraße braucht ihr wirklich kein Lunchpaket einzupacken. Es wäre sogar schade, wenn ihr euch die Gelegenheit entgehen lassen würdet, eine der urigen „Ferme-Auberges“ (Bauernhof-Wirtschaften) kennen zu lernen. Diese traditionellen Gebäude am Rande der Route des Crêtes wurden früher von Familien bewirtschaftet, die ausschließlich von Milchviehhaltung lebten.

Heute könnt ihr dort einkehren und euch an deftiger Elsässer Hausmannskost satt essen - genau das Richtige für Biker on Tour. Unser Tipp: Wenn ihr so richtig hungrig seid, solltet ihr euch das „Repas Marcaire“ (traditionelle Mahlzeit der Melker) nicht entgehen lassen. Abgesehen vom Top-Preis-Leistungs-Verhältnis ist die Melkermahlzeit fast überall reichlich bemessen und die meisten Zutaten stammen aus hauseigener Produktion.

Außerdem bieten die Berggasthöfe an der Route des Cretes eigene Produkte wie „Bergkas“, Quark, Butter und Munster (eine lokale Käsespezialität) zum Verkauf an. Genau das richtige Mitbringsel für Feinschmecker: Es macht einen erheblichen Unterschied, ob ein Käse mit Milch von Weidetieren bereitet wurde, die Kräuter und Alpenblumen fressen - oder ob die Milch aus Stallhaltung stammt.

Auf eurer Motorradtour über die Route des Crêtes könnt ihr selbst sehen, was für ein gesundes Futterangebot dem Milchvieh in den Vogesen zur Verfügung steht. Übrigens: In unseren Beschreibungen der einzelnen Gebirgspässe auf der Route des Cretes stellen wir euch natürlich auch die Berggasthöfe der jeweiligen Region detailliert vor.

Sehenswürdigkeiten entlang der Vogesenkammstraße

Wer sich für eine Motorradtour über die Vogesenkammstraße entscheidet, braucht nicht lange nach Sehenswürdigkeiten zu suchen. Als eine der schönsten Panoramastraßen in Frankreich bietet die Route des Crêtes Vosges an zahlreichen Aussichtspunkten einzigartige Ausblicke auf ursprüngliche Landschaften. Östlich eurer Motorradroute streift euer Blick über den Schwarzwald.

Naturliebhaber finden an den Berggasthöfen und weiteren markanten Punkten Einstiege zu Wanderwegen, die häufig zu Gletscherseen führen. Ihr wollt die Route des Cretes im Sommer unter die Räder nehmen? Falls es euch zu warm wird, streckt doch mal eure große Zehe in so einen Bergsee. Vielleicht überkommt euch dann die Lust auf eine Runde Eisbaden im Gletschersee.

Eine andere bekannte Sehenswürdigkeit auf der Route des Crêtes ist die Gedenkstätte, das Museum und der Soldatenfriedhof beim Hartmannsweilerkopf (Vieil Armand). Wenn ihr die Geschichte des letzten Weltkriegs hautnah erfahren möchtet, habt ihr dort die Gelegenheit dazu. Während der vierjährigen Schlacht um den Vieil Armand verloren hier um die 40.000 deutsche und französische Soldaten ihr Leben.

Warum die Route des Crêtes mit dem Motorrad bereisen?

Es gibt zahlreiche Argumente dafür, die Route des Cretes per Motorrad zu bereisen. Zum einen lockt das einzigartige Panorama entlang der ehemaligen deutsch-französischen Grenze hoch oben in den Vogesen. Dann findet ihr dort neben den obligaten Serpentinen auch unberührte Naturlandschaften und glasklare Gletscherseen. Und außerdem kommt man auf der Vogesenkammstraße noch dazu kulinarisch auf seine Kosten.

Acht Pässe auf 77 Kilometern - das bedeutet nicht nur in der Theorie ein breites Lächeln unter dem Motorradhelm. Wie viele Bergstraßen hat auch die Route des Crêtes eine militärische Vergangenheit: Im Laufe des Ersten Weltkrieges wurde die über die Kämme der Vogesen führende Straße von der französischen Armee gebaut, um die auf den Gipfeln stationierten Truppen mit Munition und Proviant versorgen zu können.

Die Pässe der Vogesenkammstraße

Nördlicher Einstieg für unsere Motorradtour Vogesen ist der Col des Bagenelles, dann geht es weiter zum Col du Bonhomme und über den Col du Louschbach zum Col du Calvaire. Durch die krautigen Wiesen der Haut Chaumes wedelt die Straße zum Col de la Schlucht, zum Hohneck und schließlich zum Markstein, der mit perfekter Infrastruktur aufwartet.

In Ste-Marie-aux-Mines startet diese Motorradtour in den Vogesen hinauf zum Col des Bagenelles (903 m). Breite Fahrbahn, griffiger Belag, sauber angelegte Kurven, der perfekte Auftakt für eine der schönsten Motorradstrecken durch die Vogesen. Nur ein paar Kilometer sind es von der prachtvollen Aussicht des Bagenelles hinüber zum Bonhomme. 949 Meter hoch, verfügt der zusammen mit dem Col de la Schlucht über eine der schönsten Passstraßen der Vogesen. Breite perfekte Trasse mit zig Kurven und Kehren machen Euch zum Kurvenkönig der Vogesen. Das spricht sich herum: Die beiden Bistros auf dem Sattel sind stets von Motorradfahrern umlagert.

Einige Kilometer tiefer wartet ein fahrerisches Highlight dieser Motorradtour in den Vogesen - die Überquerung des Col de la Schlucht. Die Fahrt über den 1.135 Meter hohen Pass ist ein Klassiker in den Vogesen mit dem Motorrad und eine Etappe, die ungetrübte Fahrfreude garantiert. Mit ihrem rauen, schroffen Charakter zeigt diese Motorradtour in den Vogesen deren typisches Gesicht und eignet sich sehr gut als Vorzeigetour.

Weitere Routen und Tourenvorschläge

Wenn einem die Decke auf den Kopf fällt, gibt es ein schlichtes Rezept: Helm aufsetzen und einfach mal losfahren. Wann bist Du das letzte Mal weitestgehend planlos losgefahren? Ich meine ohne konkrete Route, ohne einen Blick auf den Wetterbericht. Nur eine grobe Richtung, ein bisschen Zeit und dann einfach spontan los.

Es ist Freitagvormittag. Andreas und ich haben Nägel mit Köpfen gemacht: Ein Wochenende frei. Die familiären Verpflichtungen liegen zumindest bis Sonntagnachmittag auf Eis. Ein doppelter Overnighter, ein spontanes Micro-Adventure. Oder ohne anglistischen Schnickschnack: Eine Motorradtour mit Übernachtung.

Am frühen Nachmittag überqueren wir die deutsch-französische Grenze westlich von Karlsruhe. Wir zielen auf die Vogesen. Das Wetter meint es gut mit uns, zeigt sich zwar auch nicht von seiner schönsten Seite. Aber immerhin sind die Straßen trocken. Zugunsten einer zügigen Anreise haben wir uns für die Autobahn entschieden. Hinter die Verkleidungen unserer Reiseenduros geduckt, haben wir die 400 Kilometer schnell abgespult. Bei Seltz geht es endlich auf die Landstraße. An den östlichen Ausläufern der Nordvogesen ist die Landschaft noch sanft geschwungen. Zwischen den Dörfern mit ihren roten Dächern und bunten Hausfassaden liegen weitläufige Felder.

Als grobes Ziel haben wir den Grand Ballon anvisiert. Der Mais steht hoch, Sonnenblumen recken uns ihre Köpfe entgegen und verschwinden in der Staubfahne unserer Maschinen. Bei Krautviller überqueren wir den Canal de la Marne au Rhin, der auf fast 300 Kilometern eine direkte Wasserstraße zwischen Nancy uns Strasbourg bildet. Da das 1853 vollendete Bauwerk dabei zwei Wasserscheiden und entsprechend viele Höhenmeter überwindet, sind Schleusen für Elsass-Schiffer an der Tagesordnung.

Strasbourg umfahren wir weiträumig im Westen, denn Ballungsräume passen nicht zu unserem Wochenend-Konzept. Wir sind eher scharf auf Schräglagen und abenteuerliche Abstecher auf den Route Forestière. Diese kleinen, meist nicht asphaltierten Wege sind das Salz in der Suppe, wenn man auf Enduros in den Vogesen unterwegs ist. Die Durchfahrten werden zwar zunehmend für motorisierte Fahrzeuge gesperrt, doch hier und da findet man die ein oder andere legal befahrbare Piste.

Während sich über dem Vogesen Hauptkamm bedrohliche Kumuluswolken auftürmen, werfen wir einen flüchtigen Blick auf die Karte, zielen auf einen potenziell geeigneten Pfad und verschwinden mit einsetzendem Regen in den weitläufigen Wäldern zu Füßen des Petit Katzenberg.

Von den ganz kleinen Pfaden halten wir uns heute fern und nehmen stattdessen die etwas besser ausgebauten Route Forestière unter die Reifen. Das macht aber nichts, denn auch auf Asphalt sind die Vogesen ganz großes, wenn auch für uns ziemlich nasses Kino.

Gegen Mittag stehen wir ziemlich durchnässt und verdreckt in einem Waldstück. Eine gut ausgebaute Schotterstraße hat uns hergeführt. Der Regen verdunstet zischend auf Krümmern und Endtöpfen, überall plätschert und rauscht es. Das ist wohl der Tribut an spontane Aufbrüche bei stoischer Ignoranz des Wettergeschehens. Glücklicherweise ist gute Laune ziemlich wasserdicht.

Wir machen Strecke Richtung Süden, passieren die schmucken Perlen des Elsass: Ribeauvillé, Selestat, Turkheim und Kaysersberg. Ab dem Lac Blanc zeigen sich die Vogesen von ihrer subalpinen Seite und wir sind trotz tückischer Straßenverhältnisse voll im Kurven-Flow. Die Route des Cretes ist wie immer ein Fest und wegen des durchwachsenen Wetters ist hier nicht viel los.

Erstaunlicherweise verzieht sich das miese Wetter und auch der Asphalt trocknet zumindest in Teilen ab. Gleiches gilt für Fahrer und Maschinen. Der Fahrtwind bläst uns - seiner feuchten Fracht beraubt - wortwörtlich im Handumdrehen trocken. Die Berge rechts und links der Straße sind deutlich über 1000 Meter hoch und die karge, baumlose Landschaft trägt ihres zum Hochgebirgs-Feeling bei.

Wir holen nach, was uns das Wetter vereitelt hat. An schönen Strecken mangelt es rund um den höchsten Gipfel der Vogesen nicht und die Zeit vergeht wie im Flug. Als wir die Passhöhe erreichen und das Zielfoto am Wegweiser gegenüber der Auberge schießen, reißen die Wolken auf und lassen Lichtspots über die Rheinebene in Richtung Schwarzwald laufen. Was für ein Spektakel.

Abreisetag: Quelle Malheure! Wir satteln die Motorräder mit Blick auf die Wolkendecke. Heute allerdings von oben. Inversionswetterlage - die Wolken liegen wie ein Deckel auf den Tälern. Hier oben scheint die Sonne, nur gelegentlich ziehen Nebelfetzen über die Passstraße. Was für eine magische Atmosphäre!

Und weil wir uns noch nicht ganz trennen können, nehmen wir uns noch ein bisschen Zeit um die Kurven Rund um den Ballon noch mal abzuklappern. Dann geht es talabwärts, vorbei am Lac de la Lauch und ab nach Guebwiller.

Tourentipp: Zentrale Südvogesen

Die Königsetappe in den Vogesen ist die Route des Crêtes, die dem Vogesenhauptkamm auf 77 km fast kreuzungsfrei folgt. Ein absoluter Genuss, denn die Streckenführung bietet von allem etwas, die Aussichten sind immer wieder erfrischend, und an guten Tagen sind von hier die Alpen zu sehen. Aber es wäre keine RIDE-Tour, wenn wir nicht noch ein paar Bonbons gestreut hätten.

Bevor es auf den Hauptkamm geht, sorgen wir schon bei der Anfahrt für bestes Fahrvergnügen an den Festung Hohkönigsbourg, bauen zwei knackige Abstecher nach Munster und zum Lac de Wildenstein ein und kommen bei den Pausen Extrawürste.

Streckenlänge: 210 km / Reisedauer: 5 Stunden ohne Pausen.

Rundreise von Col zu Col (ca. 330 km)

Frühstück Tolle Gefällstrecke auf bestem Asphalt nach Fraize. Links ab über Schleichwege, direkt zum Lac de Longemer. Weiter auf der Seen-Tour vorbei am Lac de Retournemer, Lac de Lispach, Lac le Chajoux kommen wir nach 280 Tourkilometern den bekannten Wintersportort La Bresse (bekannt für Motorrad-Hill-Climbing). Auf schmalen Bergpfaden mit bestem Asphalt geht es hoch hinauf. Einsame Bauernhöfe links und rechts säumen den Weg nach Cornimont. Weiter über Le Menil, Le Thillot (Kleinstadt), geht es auf tollen Motorradstrecken vorbei am Chateau Lambert und über die schmale Passstraße zum Ballon Servance auf 1216 m. Einsam bergab über Plancher les Mines nach Giromagny (Tanken), einer pulsierenden Kleinstadt, kurz vor unserem Aufstieg über zig Kehren auf 1425 m zur Passhöhe vom Ballon d’Alsace.

Weitere Tipps und Hinweise

Die besten Zeiten für eine Tour durch die Vogesen sind das Frühjahr und der Frühsommer zur Zeit der Obstbaumblüte sowie der frühe Herbst. Im Hochsommer kann es in der Rheinebene oft unerträglich heiß und schwül werden. Vor allem in den Ferienmonaten des Hochsommers sollte man die touristischen Ziele im Elsass meiden.

Die Vogesenkammstrasse »Route des Crêtes« erstreckt sich über ca. 77 km von Sainte-Marie-aux-Mines im Norden bis Cernay im Süden. Eine größere Runde mit ca. Wer noch nicht genug von Landschaft und Kurven hat, kann weiter nach Osten über den Rhein in den Schwarzwald oder auf die naheliegende Schwäbische Alb fahren.

Zusätzliche Informationen

  • Umweltplakette: Im Großraum Straßburg ist mittlerweile eine Umweltplakette Pflicht.
  • Verkehr: Im Elsass ist unter der Woche wenig Verkehr.
  • Tankstellen: Liegen meist innerhalb der Ortschaften (Supermärkte), nicht an der eigentlichen Strecke. Getankt wird überwiegend mit Karte.
  • Straßen: Im Elsass von meist wechselhafter Güte. Der Straßenzustand ist meist gut und der Asphalt sehr griffig.
  • Strecken: Im Elsass sind einfach nur grandios zum Fahren. Die Franzosen haben da ein richtiges Händchen für - schmal, ursprünglich und oft abenteuerlich.
  • Deutsch: Ist im Elsass fast Vergangenheit. Ohne ein paar Brocken Französisch wird es z.B. beim Tanken und beim Lesen der Speisekarten oft knifflig.

Bekannte Sehenswürdigkeiten im Elsass:

  • Château du Haut-Koenigsbourg
  • Grand Ballon
  • Kaysersberg
  • Riquewihr
  • Eguisheim
  • Hartmannswillerkopf
  • Burg Fleckenstein

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