Noch vor dem ersten Automobil wurde in Baden-Württemberg das erste Motorrad der Welt konstruiert. Es war zugleich das erste Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.
Das Motorrad wird 125 Jahre alt. Am Sonntag, 29. August 2010, jährte sich die Patent-Anmeldung zur Erfindung des Daimler Reitwagens.
„Der Daimler Reitwagen ist Vorreiter der individuellen Mobilität. Er war das erste Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor überhaupt“, berichtet Michael Bock, Leiter Mercedes-Benz Museum.
Das erste Automobil der Welt wurde zwar im Jahr 1885 mit dem Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 von Carl Benz konstruiert, die im selben Jahr von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach patentierte „Standuhr“, der weltweit erste schnell laufende Benzinmotor, ist für die Entwicklung der modernen Mobilität aber genauso wichtig. Zuvor hatte es nämlich nur Gasmotoren gegeben, die aufgrund ihrer Größe für den Einbau in Fortbewegungsmitteln nicht geeignet waren.
Als erster Belastungstest für ihren neu entwickelten schnell laufenden Benzinmotor bauten Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach die „Standuhr“ jedoch 1885 in den sogenannten „Reitwagen“ ein, dem ersten Motorrad der Geschichte. Obwohl Daimler und Maybach damit das Motorrad erfanden, ist der von ihnen und Carl Benz mitgegründete heutige Weltkonzern Mercedes-Benz, im Gegensatz zu Dauerkonkurrent BMW, nicht für seine Motorrad-Modelle bekannt.
Die Erfindung des Reitwagens
Die Grundlage für das erste Motorrad der Welt war ein hölzernes Zweirad, dem Vorgänger des Fahrrads, das vom Karlsruher Erfinder Karl Drais im Jahr 1817 erfunden wurde. Daimler und Maybach verbauten ihren selbstkonstruierten Benzinmotor erstmals in dem Gefährt.
Im August 1885 meldeten die beiden Ingenieure das erste Fahrzeug mit Verbrennungsmotor überhaupt zum Patent an. Daimler nannte es „Fahrzeug mit Gas- beziehungsweise Petroleum-Kraftmaschine“, der heute gängige Name „Reitwagen“ entstand erst später. Seine Jungfernfahrt unternahm das erste motorisierte Fahrzeug nur wenige Wochen später im Stadtgebiet der heutigen Landeshauptstadt Stuttgart.
Konkret legte das erste Motorrad der Geschichte die rund drei Kilometer zwischen Cannstatt und Untertürkheim zurück. Beide waren zu diesem Zeitpunkt noch eigenständige Gemeinden, die erst 1905 zusammen mit Wangen nach Stuttgart eingemeindet wurden. „Was aus heutiger Sicht ein Katzensprung ist, war damals eine Großtat“, heißt es in der Mitteilung.
Der Reitwagen von Daimler und Maybach hat damit noch vor dem Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 und der Daimlerschen Motorenkutsche bewiesen, dass ein Verbrennungsmotor ein straßentaugliches Fahrzeug antreiben und ein einzelner Mensch dieses kontrollieren kann. Bei der Jungfernfahrt des Benz Patent-Motorwagens, die von Carl Benz‘ Frau Bertha Benz unternommen wurde, wurde eine Apotheke in Wiesloch zur ersten Tankstelle der Welt.
Der 1885 konstruierte Reitwagen wurde von Wilhelm Maybach im übrigen noch erweitert und technisch verbessert. Der originale Daimler-Reitwagen war im Jahr 1903 bei einem Feuer zerstört worden, es bestehen aber zehn Replikate.
Im Übrigen ist auch Gottlieb Daimlers Versuchswerkstatt, wo das erste Motorrad der Welt entstand, noch heute im Kurpark in Bad Cannstatt zu besichtigen. Als die Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) am 22. Dezember 1900 den ersten Mercedes auslieferte, begann der Siegeszug der Marke mit dem berühmten Stern.
Es ist fast vergessen, dass der Erfinder des Automobils vor 140 Jahren auch das erste Motorrad der Welt baute. Am 29. August 1885 meldet Gottlieb Daimler den Reitwagen um Patent an.
In der Summe seiner Eigenschaften ist der Reitwagen der wichtigste Vorreiter der individuellen Mobilität, wie sie seitdem das Automobil in Bestform ermöglicht. Er ist der rollende Beweis, dass der Verbrennungsmotor ein Straßenfahrzeug antreiben kann und dass ein Mensch diese Maschine vollständig kontrollieren kann.
Er macht sich die Maschine mit dem Ziel der Fortbewegung vollständig untertan, im Reitwagen sogar bildlich: Der Fahrer sitzt auf dem Motor und umschließt diesen gleichermaßen. Allein über wenige Hebel ist er in der Lage, das Fahrzeug in Gang zu setzen. Die wichtigste Voraussetzung für den Reitwagen, zugleich das erste Motorrad der Welt, ist Gottlieb Daimlers Viertakt-Einzylindermotor, den er am 3. April 1885 zum Patent anmeldet - ein Meilenstein der Technikgeschichte, denn das Aggregat ist klein und leistungsfähig, verglichen mit den damaligen Verbrennungsmotoren für den Stationärbetrieb. Daimler hingegen hat vor allem die mobile Verwendung vor Augen.
Er meldet den Reitwagen mit einer Gas- oder Petroleum-Kraftmaschine, wie es in der Patentschrift heißt, am 29. August 1885 zum Patent an (DRP Nr. 36 423, ausgegeben am 11. August 1886). Der Reitwagen ist der rollende Beweis, dass die Verbrennungsmaschine ein vom Menschen kontrolliertes Straßenfahrzeug antreiben kann.
Die Gründerväter der Daimler AG, Gottlieb Daimler in Cannstatt und Carl Benz in Mannheim, arbeiten Ende des 19. Jahrhunderts an der identischen Fragestellung: der Erfindung eines Fahrzeugs, mit dem man unabhängig beispielsweise von Pferdekraft unterwegs sein kann. Sie tüfteln, ohne vom anderen zu wissen, vermutlich haben sie sich persönlich auch nie kennengelernt. Zwischen ihren Wirkungsstätten liegt eine Wegdistanz von rund 120 Kilometern Ende des 19. Jahrhunderts mindestens eine Tagesreise.
Sie erreichen das Ziel fast zeitgleich mit unterschiedlichen Lösungen: Benz baut seinen dreirädrigen Patent-Motorwagen, für den er am 29. Januar 1886 das Patent DRP Nr. 37 435 erhält. Von Daimler kommt kurze Zeit später der erste vierrädrige Kraftwagen, indem er seinen Verbrennungsmotor, der im Reitwagen die Bewährungsprobe bestanden hatte, in ein Kutschgestell einbaut.
Daimler verfolgt die Vision der umfassenden Motorisierung diverser Fahrzeuge, zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Schon früh demonstriert er die universellen Einsatzmöglichkeiten des Motors, beispielsweise 1887 in einem Boot, 1888 im Luftschiff von Friedrich Hermann Wölfert. Aber auch Benz ist rege: Er stellt ebenfalls im Jahr 1887 sein erstes Motorboot fertig, Flugmotoren folgen später.
Im Jahr 1882 kommen Gottlieb Daimler und sein genialer Weggefährte Wilhelm Maybach nach Cannstatt bei Stuttgart. Differenzen zwischen dem fünfzigjährigen Nikolaus August Otto und dem zwei Jahre jüngeren Daimler hatten die Trennung von der unmittelbar bei Köln gelegenen Gasmotorenfabrik Deutz herbeigeführt.
Daimler, inzwischen vermögend, macht sich selbständig. Für 75 000 Goldmark kauft er in Cannstatt eine Villa in der Taubenheimstraße und zieht im Juni 1882 mit seiner Frau Emma und den fünf Kindern dorthin. Das Anwesen ist ideal für ihn: Nicht nur in unmittelbarer Nähe zu den Kuranlagen gelegen, die Daimler zur Behandlung seiner Herzschwäche regelmäßig aufsucht, sondern auch mit einem großen Garten und einem geräumigen Gewächshaus versehen.
Anfang Oktober trifft auch Maybach in Cannstatt ein. Er zieht in die Nähe und richtet zunächst ein Zimmer der Wohnung als Konstruktionsbüro ein. Dort steht das Reißbrett, auf dem er die Ideen Daimlers in technische Zeichnungen umsetzt: Maybach gibt ihnen gekonnt eine zweckmäßige Form. Daimler weiß, was er an diesem Techniker hat, und der Vertrag, den beide noch vor ihrem Weggang in Deutz geschlossen hatten, zeigt dies aufgrund der Höhe der garantierten Zahlungen an Maybach.
Beide haben zum Ziel, einen kleinen und leichten schnelllaufenden Benzinmotor zu entwickeln, der vor allem für den Fahrzeugantrieb geeignet ist. Damit sind sie nicht allein. Überall auf der Welt wird an dieser Idee gearbeitet. Eins haben Daimler und Benz bereits zu diesem Zeitpunkt gemeinsam, ohne voneinander zu wissen: Sie fassen Benzin als Treibstoff für ihre Motoren ins Auge und werden schließlich die ersten sein, die das umsetzen.
Eine zweite Engstelle in der Motorentechnik ist das Zündsystem. Denn bei den bisherigen Stationärmotoren ist es so träge, dass es die Höchstdrehzahl und damit die Leistung der Motoren begrenzt, weil die Zündvorgänge nicht schnell genug aufeinander folgen. Maybach widmet sich diesem Problem, arbeitet sich durch zahllose Patentschriften und findet schließlich den Hinweis auf die Möglichkeit einer ungesteuerten Glührohrzündung in der Patentschrift des Engländers Watson, die sich für die angestrebten hohen Drehzahlen als geeignet erweist. Die von Maybach ersonnene Glührohrzündung gewährleistet eine sichere Zündung.Daimler wird die Glührohrzündung in seinen Motoren bis 1898 nutzen. Ihr Wirkprinzip ist einfach: Ein von außen beheiztes Glührohr ragt in den Zylinder, fast an gleicher Stelle, wo heute die Zündkerze sitzt.
Nach Überwinden dieser Hürde geht es um das Arbeitsverfahren des Versuchsmotors. Aus ihrer Tätigkeit bei der Gasmotorenfabrik Deutz ist beiden das Viertaktprinzip bestens vertraut. Sie wählen es, wohl wissend, dass Ottos Viertaktpatent DRP 532 noch gültig ist, gekoppelt allerdings an die von Otto angenommene schichtenförmige Ladung des Zylinders und eine langsame Verbrennung des Gasgemischs.
In der zweiten Hälfte des Jahres 1883 bauen Daimler und Maybach dann den ersten Versuchsmotor, ein liegender Viertakt-Einzylinder. Er entwickelt dank der Glührohrzündung und der Kurvennutensteuerung, die das Auslassventil betätigt, aus einem Hubraum von rund 100 Kubikzentimetern eine Leistung von rund 0,18 kW bei 600/min, deutlich mehr als die bis dahin bei Viertakt-Gasmotoren maximal erreichbaren 180/min. Das Einlassventil, Schnüffelventil genannt, öffnet automatisch durch Unterdruck. Das Motorgehäuse lassen sie bei der Glockengießerei Kurz in Stuttgart gießen, es wird in deren Büchern als kleiner Modellmotor geführt. Sie liefert es am 15. August 1883. Aufgrund seiner Drehzahl wird der Motor als schnelllaufend bezeichnet.
Im Jahr 1884 folgt die nächste Ausführung des Versuchsmotors. Diesmal ist es ein stehender Viertakt-Einzylinder, und der Motor wird wegen seines charakteristischen Aussehens "Standuhr" genannt. Er wird am 3. April 1885 zum Patent angemeldet (DRP Nr. 34 926). Seine Konstruktion ist auf ein geringes Gewicht und eine kompakte Bauweise ausgerichtet, damit erfüllt er die Voraussetzung, in Fahrzeuge eingebaut zu werden. Seine Leistung beträgt zunächst 0,74 kW. Grundlegend ist zudem die Bauart, dass die Getriebeteile und das Schwungrad in einem öl- und staubdichten Kurbelgehäuse eingekapselt sind. Erstmals gelangt der von Maybach entwickelte Schwimmer-Vergaser zum Einsatz, nach heutiger Lesart ein Oberflächen-Vergaser, der den problemlosen Betrieb mit Benzin erst ermöglicht. Das erste Versuchsfahrzeug für die "Standuhr wird 1885 der Reitwagen.
Er hat als zweirädriges Mobil das Fahrrad zum Vorbild: Fahrräder sind damals noch junge Fahrzeuge und gelten als höchst modern. Doch aus Stabilitätsgründen wählt Daimler Holz als Baumaterial für den Rahmen. Der Motor wird 1885 unter dem Fahrersitz eingebaut. Er entwickelt aus einem Hubraum von 265 Kubikzentimetern eine Leistung von 0,4 kW bei 600/min. Die Kraftübertragung erfolgt von der Motorriemenscheibe über einen Treibriemen zum Hinterrad. Konsequent sind beim Motor bereits Grundsätze des Leichtbaus verwirklicht, wie ein Detail zeigt: Maybachs Konstruktion sieht zur Befestigung der Zylinder keinen Flansch vor, sondern der untere Teil des Zylinders ist etwas verstärkt und mit einem Feingewinde versehen.
Der Reitwagen ist der wichtigste Vorreiter der individuellen Mobilität mit Hilfe des Verbrennungsmotors. Zum einen stellt er die Möglichkeiten des von Daimler und Maybach erdachten Motors unter Beweis, ein Fahrzeug anzutreiben. Zum anderen dokumentiert er, dass der Mensch diese Maschine vollständig kontrollieren kann, mit dem Ziel der individuellen Fortbewegung. Die späteren Automobile haben diese zu höchster Reife fortentwickelt.
Im November 1885 legt Gottlieb Daimlers Sohn Adolf mit dem ungefederten Reitwagen, ausgestattet mit eisenbeschlagenen Reifen, die drei Kilometer lange Strecke zwischen Cannstatt und Untertürkheim ohne Probleme zurück. Das dürfte angesichts des Zustands der damaligen Straßen nicht unbedingt ein Vergnügen gewesen sein doch das erste Automobil der Welt besteht seine Bewährungsprobe.
Für Daimler und Maybach ist es nur die Vorstufe zum Motorwagen, der 1886 in Form der Motorkutsche folgt so wie der Patent-Motorwagen von Carl Benz.
Am 29. August 1885 hatte Gottlieb Daimler seinen „Reitwagen“ zum Patent angemeldet. Denn der Reitwagen bewegte sich als erste Gefährt mit einem Verbrennungsmotor und aus eigener Kraft.
„Der Daimler-Reitwagen ist Vorreiter der individuellen Mobilität - es war das erste Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor überhaupt“, sagt Michael Bock, Leiter des Mercedes-Benz-Museums. Das Stuttgarter Museum feiert das Reitwagen-Jubiläum am 29. August unter anderem mit einer großen Schau historischer Motorräder.
Der originale Reitwagen ist dort nicht ausgestellt, weil er 1904 verbrannte. Sowohl Daimler (1834-1900) als auch 120 Kilometer entfernt in Mannheim Carl Benz (1844-1929) werkelten an einem Benzinmotor-Fahrzeug, das beispielsweise unabhängig von der Pferdekraft sein sollte. Sie haben sich übrigens wahrscheinlich nie persönlich kennengelernt, gelten aber als Gründerväter der heutigen Daimler AG (früher Daimler-Benz AG).
Der im Gegensatz zu Benz wohlhabende Daimler, der sich eine Villa in Bad Cannstatt bei Stuttgart gekauft hatte, arbeitete dort in seinem Gartenhaus mit dem genialen Konstrukteur Wilhelm Maybach. Der Historiker Prof. Genannt wurde der Antrieb wegen seines charakteristischen Form „Standuhr“.
Seine Patentnummer 36 423 erhielt der Reitwagen erst fast ein Jahr nach der Einreichung beim Reichspatentamt. Zu dieser Zeit hatte Carl Benz bereits sein dreirädriges „Velociped“ in Mannheim auf die Straße gebracht, das als erstes Automobil im engeren Sinne gilt.
Gottlieb Daimler: Vom Büchsenmacher zum Erfinder
Gottlieb Wilhelm Daimler wird 1834 geboren. Sein Vater betreibt eine Bäckerei und eine Weinstube in Schorndorf östlich von Stuttgart und heißt "Däumler". Sein Sohn ändert seinen Nachnamen später, vermutlich weil der Umlaut "ä" im Ausland für Verwirrung sorgt.
Zunächst erlernt Gottlieb Daimler das Handwerk des Büchsenmachers. Nach vier Jahren Arbeit in einer Maschinenbaufabrik im Elsass beginnt er ein Maschinenbau-Studium in Stuttgart. Nach seiner Rückkehr arbeitet er kurze Zeit als Konstrukteur in Geislingen. Dann wechselt er nach Reutlingen, wo er Wilhelm Maybach begegnet. Dieser geniale Autodidakt begleitet Daimler künftig zu allen beruflichen Stationen.
Auf den ersten Blick ist es ein merkwürdig klobiges Fahrrad aus Holz mit Stützrädern. Erst auf den zweiten Blick entdeckt man den Motor. Das Gefährt kann sich aus eigener Kraft bewegen!
Bei Deutz arbeitet auch Nikolaus Otto, der 1867 auf der Pariser Weltausstellung den ersten Preis mit seinem Ottomotor errungen hat. Dieser Motor verbrennt Benzin und ist wesentlich leichter und handlicher als der bis dahin verwendete Gasmotor, der rund 500 Kilogramm wiegt. Mit Hilfe Daimlers kommt der Ottomotor zur Serienreife. Doch bald kommt es zu Streitigkeiten mit Otto. Daimler unterliegt im Machtkampf dem renommierten Konstrukteur und wird aus der Gasmotorenfabrik Deutz entlassen.
Allerdings als reicher Mann, denn die Aktien der Gesellschaft sind unter seiner Leitung im Wert stark gestiegen. Jetzt kann er sein eigenes Unternehmen aufbauen. Zusammen mit Maybach geht Daimler nach Cannstatt, wo sie 1882 eine aufwendige Versuchswerkstatt einrichten. Dort forschen die beiden Erfinder zusammen mit Mechanikern an kleinen, schnell laufenden Benzinmotoren. 1885 bauen sie den zweirädrigen sogenannten "Reitwagen", das erste Motorrad mit Benzinmotor, und lassen es patentieren.
Als nächstes setzen sie einen Ottomotor in einem Boot als Antrieb ein und erfinden so das Motorboot. Im Oktober 1886 setzt er den Motor als Antrieb einer Kutsche ein: das erste Auto mit vier Rädern.
Wilhelm Maybach baut einen Rennwagen für Gottlieb Daimler, doch dieser kann ihn nicht unter seinem eigenen Namen anbieten. Daimler hat die Lizenz für seine Motoren an ausländische Firmen verkauft, inklusive der Nutzung des Markennamens "Daimler". Die Idee für den Namen kommt von einem österreichischen Diplomaten: Emil Jellinek. Er verkauft in Nizza Daimler-Fahrzeuge an großbürgerliche und adelige Kunden. Um die Automobile bekannt zu machen, nimmt er auch an Rennen teil. "Mercedes" war der Kosename seiner Tochter Adrienne Manuela Ramona Jellinek. Der nach ihr benannte Wagen gilt als das erste moderne Auto und ist bei mehreren Rennen erfolreich. Das macht den Namen "Mercedes" schnell bekannt. Ab 1902 ist der Name ein eingetragener und geschützer Markenname.
Zunächst gehen sie zur "Gasmotorenfabrik Köln Deutz Aktiengesellschaft".
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