Schweren Herzens geht für die meisten Motorradfahrer bereits im Oktober die Saison zu Ende. Damit es im nächsten Frühjahr kein böses Erwachen gibt, sollten Sie die Maschine ordnungsgemäß einmotten. Stellen Sie Ihr Motorrad bei Wintereinbruch auf keinen Fall einfach so in die Garage.
An einem ohne vorherige Pflege für längere Zeit abgestellten Motorrad können beträchtliche Schäden auftreten. Ein richtig konserviertes und gepflegtes Bike hingegen lässt sich sogar nach mehreren Jahren einfach und kostengünstig reaktivieren. Folgende Punkte sollten Sie daher auf alle Fälle beachten, wenn Sie Ihre Maschine einwintern wollen.
Beachten Sie unbedingt auch die Wartungs- und Pflegehinweise in der Bedienungsanleitung sowie besondere Herstellerhinweise.
1. Gründliche Reinigung
Bevor das Motorrad eingewintert wird, sollte es zunächst gründlich gereinigt und getrocknet werden. Das Motorrad sollte sauber sein, die Kette sollte nachgefettet werden. Dreck lass nach. Waschen Sie Ihren Liebling mit einem biologisch abbaubaren Motorradreiniger, denn Schmutz zieht Feuchtigkeit und Rost an.
Sprühen sie Motorradreiniger auf den kalten Motorblock. Nach kurzer Einwirkzeit schrubben Sie ihn mit einer alten Teller- oder Zahnbürste gründlich ab.
Spülen Sie das Motorrad mit einem kräftigen Wasserstrahl ab. Für die Überwinterung der Maschine kann der Biker im Touratech-Webshop aus dem Vollen schöpfen und auf eine große Auswahl an Pflege- und Schmierstoffen zurückgreifen. Nach einer Geländefahrt völlig mit Schmutz verkrustete Bauteile mit Schmieröl behandeln zu wollen, ergibt keinen Sinn, der grobe Schmutz muss erst runter.
Hier hilft zunächst nur viel, viel Wasser und allenfalls ein Dampfstrahler. Danach empfiehlt sich das Motorrad mit Spezialreiniger zu putzen. Der Spezialreiniger für Motorräder wird einfach auf die trockene und kalte Maschine aufgesprüht und nach maximal fünf Minuten Einwirkzeit vollständig mit Wasser abgespült.
Dank ihrer hohen Reinigungskraft entfernen sie auch hartnäckige Verschmutzungen wie Insekten, Bremsstaub und Teerflecken. Für alle weiteren Arbeiten sollte die Maschine ebenfalls trocken sein, also gut abledern und - falls zur Hand - mit Pressluft ausblasen, um die Feuchtigkeit auch von unzugänglichen Stellen zu entfernen.
Bei vollverkleideten Maschinen zählen hierzu besonders die Vorderseite des Motors und die Unterseite der Auspuffanlage. Bei Maschinen mit Kettenantrieb verteilt sich das Kettenfett gerne im Bereich des Ritzels auf dem Motorgehäuse und der Schwingenlagerung.
Lackierte Flächen, Chromteile, Plastik-Komponenten und Sitzbank behandeln Sie gründlich mit auffrischenden oder konservierenden Pflegetinkturen - demontierte Verkleidungsteile am besten von beiden Seiten. Außerdem sollten Sie die über die Saison eingesammelten Steinchen aus dem Verkleidungsbug entfernen.
Vorsicht bei Auspuffreinigern: Teilweise sind diese Mittel derart aggressiv, dass Sie immer mit Handschuhen und Schutzbrille arbeiten sollten. Doch der Aufwand lohnt sich, da am Ende die Edelstahl-Auspuffanlage wie neu erstrahlt.
2. Ölwechsel: Ja oder Nein?
Wer sein Motorrad einwintern will, steht vor der alten Frage: Ölwechsel vor dem Winter oder nicht? Wir empfehlen, den Schmierstoff und den Ölfilter auf jeden Fall vor dem Einwintern zu wechseln. Es ist ratsam, einen Ölwechsel vor der Einlagerung durchzuführen. Durch frisches Öl und neue Ölfilter werden die Ablagerungen über die Wintermonate minimiert und verringern somit die Gefahr von Folgeschäden an Leitungen und Motor.
Grund dafür sind die im Altöl gebundenen Stoffe wie Säuren, Wasser und Schmutz, die zu Korrosion im Motor führen können. Nach dem Öffnen der Ölablassschraube fangen Sie das warme Altöl in einer Wanne auf und entsorgen es umweltgerecht.
Wechseln Sie den Ölfilter einschließlich Dichtring.Ölablassschraube mit neuem Dichtring wieder eindrehen und festziehen.Füllen Sie neues Öl auf, die genaue Menge steht in der Betriebsanleitung oder dem Fahrerhandbuch.
Damit Sie den Ölstand richtig ablesen können, muss das Motorrad gerade stehen.Motor kurz durchdrehen lassen, damit das neue Öl sich verteilen kann.
Lassen Sie das Motoröl aus dem warmen Viertaktmotor ab, wechseln Sie den Ölfilter, und befüllen Sie den Motor mit frischem Öl. Drehen Sie den Motor mit dem Anlasser oder Kickstarter mehrmals durch, lassen Sie ihn aber nicht laufen. Entsorgen Sie das Altöl umweltgerecht bzw. geben Sie es beim Verkäufer des neuen Öls zurück.
3. Tank Vorbereiten
Einen Motorradtank aus Blech sollten Sie bis zum oberen Rand befüllen, wenn das Motorrad auf dem Mittelständer abgestellt wird, ansonsten entsprechend den Herstellervorschriften befüllen. Kunststofftanks hingegen sollten möglichst leer sein, da Kraftstoffbestandteile durch die Tankwand diffundieren können.
Blechtanks volltanken/ Plastiktanks leerfahren. Ein voller (Blech-)Tank kann nicht rosten. Ein leerer (Plastik-)Tank kann nicht diffundieren.
Tanke bei Metalltanks vor der Winterpause voll auf, um Entstehung von Kondenswasser zu vermeiden und somit Rostbildung zu verhindern. Bei Kunststofftanks ist es genau umgekehrt.
Gönne deinem Bike frischen Sprit. Volltanken ist angesagt! Dadurch verhinderst Du das sogenannte Tankatmen. Im Freien können Temperaturunterschiede von +/- 10 C° das Ausdehnen und Zusammenziehen des Treibstoffes bewirken. Bei Kunststofftanks hingegen sollte der Kraftstoff eher abgelassen werden.
Durch das Ergänzen des Treibstoffes mit einem Ethanol-Kraftstoffstabilisator wird der Alterungsprozess des Treibstoffes verzögert. Dies verhindert Folgeschäden am Motor.
Wenn Du als Motorradfahrer 100% geben möchtest, um Deine Harley optimal einzulagern, solltest Du auch die Schwimmerkammer der Vergaser über die Ablassschraube entleeren oder den Benzinhahn rechtzeitig schließen.
Schwimmerkammern der Vergaser entleeren. Wenn möglich schließen Sie auf der letzten Fahrt den Benzinhahn rechtzeitig vor dem Abstellen des Motors. Andernfalls können Sie die Schwimmerkammern bei stehendem Motor mittels Ablassschraube leerlaufen lassen. Das Benzin fließt dann über lange Schläuche an der Motorradunterseite ab. Fangen Sie das Benzin dort auf, und schütten Sie es in den Tank. Nicht vergessen: Ablassschrauben der Vergaser-Schwimmerkammern wieder verschließen.
4. Batterie Abklemmen und Pflegen
Da Kabel und Verbindungen bei Motorrädern und Motorrollern noch schlechter vor Umwelteinflüssen geschützt sind als bei Autos, ist hier die Gefahr von Kriechströmen besonders hoch. Außerdem verbrauchen viele Motorrad-Bauteile auch im abgestellten Zustand noch Strom - und das gilt nicht nur für die Alarmanlage.
Daher sollte die Motorradbatterie im Winter zumindest abklemmen oder am Besten sogar ausgebaut werden. Außerdem empfiehlt es sich, die Batterie auch von außen zu reinigen und die Pole mit Polfett einzuschmieren. Batterien sollten frostfrei, idealerweise über 10°C gelagert werden. Selbst ausgebaute Motorrad-Batterien weisen aber noch geringe interne Entladeströme auf.
Daher besteht bei längerer Lagerung trotz abgeklemmter Pole das Risiko einer Tiefenentladung. Aus diesem Grund sollte die Motorrad-Batterie im Winter geladen werden - entweder dauerhaft mit einer sogenannten Erhaltungsladung oder alle 4 bis 6 Wochen. Dabei ist genau auf die Gebrauchsanleitung von Batterie bzw. Motorrad und Ladegerät zu achten, um sicherzustellen, dass keine Fehler passieren.
Nach dem Laden muss bei klassischen „nassen“ Blei-Säure-Akkus der Flüssigkeitsstand überprüft und ggf. destilliertes Wasser nachgefüllt werden.
Klemmen Sie die Batterie ab und lagern Sie sie an einem trockenen, frostsicheren Ort. Säurestand der Batterie kontrollieren und falls nötig bis zur Maximum-Markierung mit destilliertem Wasser auffüllen. Ladezustand mit einem Säureheber kontrollieren.
Aufgrund der Selbstentladung kann es zur Tiefentladung kommen. Eine tiefentladene Batterie erreicht nie wieder ihre ursprüngliche Kapazität.
Dazu beide Batteriepole abklemmen - zuerst den Minuspol, damit kein Kurzschluss entsteht, wenn man mit dem Pluspol versehentlich ein Metallteil berührt - und mit einem Lappen und feinem Schmirgelpapier reinigen. Danach die Batterieklemmen wieder fest anschrauben (Pluspol zuerst).Da viele Motorräder über elektrische Dauerverbraucher wie Uhr oder Alarmanlage verfügen, empfiehlt es sich, den Minuspol im Winter abzuklemmen.
Wer sein Motorrad in einer frei stehenden Garage überwintert, in der zweistellige Minusgrade keine Seltenheit sind, sollte die Batterie ausbauen und dunkel im Keller lagern.
Noch besser ist der Ausbau der Batterie und das anschließen an ein Ladegerät in zeitlichen Intervallen von 4 Wochen. Um die Batterie im Winterschlaf zu schonen, empfiehlt sich ein Batterietender. Dieser simuliert während der Standzeit eine Nutzung, durch Laden und Entladen der Batterie.
5. Kette, Ritzel und Kettenblatt Pflegen
Nun sind Kette, Ritzel und Kettenblatt an der Reihe. Bei diesen Arbeiten empfiehlt es sich, eine große Pappe oder ähnliches unterzulegen, um den Boden nicht zu verschmutzen.
Grobe Fettrückstände lassen sich zunächst am besten rein mechanisch mit einem alten Lappen oder einer Bürste entfernen. Anschließend Kette und Kettenblatt und - wenn gut zugänglich - auch das Ritzel mit einem Kettenreiniger einsprühen und den Fettentferner einwirken lassen.
Wer möchte, kann bei Bedarf mit einer Bürste nachhelfen. Anschließend die gelösten Fettreste mit einem Lappen abwischen und die Kette mit Kettenpflegespray einsprühen.
Das Kettenfett nimmt im Lauf des Betriebs Schmutzpartikel auf, die den Rollen, O-Ringen und den Zahnflanken von Kettenrad und Kettenritzel stark zusetzen. Im Winter sollten Sie Kette und Ritzel mit einem Reinigungsset säubern. Anschließend müssen die geputzten Teile mit Kettenspray geölt werden. Kontrollieren Sie die Ritzel auf Verschleiß. Sind die Zähne spitz und haben asymmetrische Flanken, am besten Kette und Ritzel im Set erneuern. Das gelingt auch Nicht-Profis mit etwas Geschick.
Spannen Sie die Kette, aber nicht zu straff, sonst können Schäden am Antrieb und Getriebe auftreten. Weitere Hinweise hierzu finden Sie im Fahrerhandbuch oder der Betriebsanleitung.Auch die Kette freut sich auf eine satte Portion Kettenfett.
Ist am Kardangehäuse ein Schmiernippel vorhanden, sollten Sie mit der Fettpresse unbedingt 2-3 Hübe Fett hineinpressen.
6. Bewegliche Teile Schmieren
Bewegliche Teile und Gelenke müssen geschmiert werden. Hierfür empfiehlt sich ein Universalschmiermittel, das Feuchtigkeit unterwandert, verdrängt und einen hochwirksamen Schutzfilm hinterlässt.
Welche Teile im Einzelnen betroffen sind, hängt vom Motorradmodell ab. Deshalb seien hier nur Teile wie Haupt- und Seitenständer, Gelenke von Schalthebel, Schaltgestänge und Fußbremse, Handhebel, bewegliche Verbindungen bei mechanisch betätigten Kupplungen und Drosselklappensteller am Vergaser genannt.
Auch Zündschloss, Sitzbank- und Helmschloss profitieren von einem Tropfen Öl. Vorsicht ist beim Ölen von Zügen geboten.
Fette und Öle können in diesen Bereichen verharzen oder Schmutz aufnehmen. Soweit möglich sollten Sie Reste des alten Schmierstoffs entfernen und durch neues, nicht verharzendes Schmiermittel ersetzen. An Kupplungs- und Bremshebeln können über längere Nutzungsdauer die Gleitlager verschleißen. Dadurch lockern sich die Hebel, und gelegentlich leidet darunter auch die Dosierbarkeit.
7. Reifen Entlasten und Luftdruck Erhöhen
Damit die Reifen im Frühjahr nicht eckig, sondern rund laufen, müssen sie entlastet werden. Bocken Sie das Motorrad vorsichtig auf.
Entlasten Sie beide Räder, indem Sie eventuell einen Holzklotz oder einen Wagenheber unter den Motorblock schieben.
Eine lange Standzeit belastet die Reifen erheblich, da das gesamte Gewicht der Maschine über Monate auf derselben Stelle ruht. In Kombination mit Bodenfrost sind Standschäden nahezu unvermeidbar. Mit einem einfachen Holzbrett unter den Reifen schützt du das Gummi vor Bodenfrost.
Erhöhen Sie den Reifendruck um ca. 0,5 bar und/oder unterbauen Sie Ihr Motorrad, zum Beispiel mit Getränkekisten, sodass kein Rad den Boden berührt.
Hauptständer statt Seitenständer. Das Aufbocken auf den Hauptständer entlastet die Reifen und den Rahmen. Luftdruck der Reifen erhöhen. Damit bei Luftdruckverlust die Felge nicht beschädigt wird.
Der Reifenluftdruck sollte vor der Einlagerung um ca. 0,5 bar erhöht werden, um Druckstellen am Reifen zu vermeiden. Alternativ kann Deine Harley-Davidson auf eine Hebevorrichtung gestellt werden, sodass die Reifen während der Wintermonate entlastet sind.
8. Korrosionsschutz Anbringen
Ist das Bike technisch auf den Winter vorbereitet, kommt die Optik an die Reihe. Lackierte Flächen, Chrom und Metallteile können mit einem Pflegespray behandelt werden: Teile einsprühen, kurz einwirken lassen und mit einem sauberen Tuch abreiben.
Pflegesprays, die ölig sind, sollten nicht auf Griffe, Sitzbank oder Reifen gesprüht werden. Auch Ledersitze und Satteltaschen sollten imprägniert werden. Auch die Fahrerausrüstung wie Stiefel, Jacken und Hosen sollten vor dem Winter neu imprägniert werden.
Sorgfältiges Trocknen und Korrosionsschutz besonders am Auspuff und den Felgen anbringen, den die sind besonders von Rost betroffen.
Sprühen Sie rostanfällige Bauteile wie Auspuff, Felgen, Speichen etc. sparsam mit Konservierungsmittel ein, und verteilen Sie dieses mit einem Lappen. Reiben Sie blanke Metallteile mit einem ölgetränkten Lappen (es eignet sich auch dünnflüssiges Petroleum), Gummiteile mit einem entsprechenden Pflegemittel aus dem Zubehörhandel ein.
Ist die Lackierung des Stahlrahmens beschädigt, kann dieser schnell Rost ansetzen. Besonders häufig tritt dies auf der Rahmenunterseite z.B. durch Steinschlag und am Heckrahmen unter der Sitzbank auf. Auch die Bereiche, an denen Kabelbäume, Bowdenzüge oder Motorradstiefel reiben, sind gefährdet. Nach dem Reinigen der Korrosionsstellen tragen Sie eine Grundierung und den Lack auf.
9. Stellplatz und Abdeckung Wählen
Schließlich stellt sich die Frage nach einer Abdeckung. Wenn das Motorrad den Winter über im Trockenen steht, reicht sicher ein einfaches Leintuch. Soll das Motorrad aber im Freien überwintern, kommt man um eine wasserdichte Plane kaum herum. Etwas teurer sind atmungsaktive Abdeckplanen.
Diese haben aber den Vorteil, dass Feuchtigkeit, die unter der Plane verdunstet, wieder entweichen kann. Stellen Sie das Motorrad in einem trockenen, gut belüfteten, nicht zu warmen Keller- oder Garagenraum ab, und decken Sie es mit einer Decke oder Stoffbahn ab.
Verwenden Sie keine luftundurchlässige Plane, da sich darunter Schwitzwasser sammeln kann. Wer nicht über einen derartigen Stellplatz verfügt, sollte mit seinem Motorradhändler sprechen. Einige Firmen bieten für den Winter Abstellplätze an, teilweise sogar in Verbindung mit speziellen Pflegeprogrammen.
Ein guter Stellplatz ist trocken und gut belüftet. Am besten wird es dann mit einer wasserdichten, undurchsichtigen, bis zum Boden reichenden Pelerine geschützt. Verwenden Sie gegebenenfalls eine spezielle Motorradplane, die sich mit einem kleinen Bügelschloss anschließen lässt. Weil sich darunter leicht Feuchtigkeit verstecken kann, sollten Sie an trockenen Tagen den Wetterschutz abnehmen und die Maschine gut auslüften lassen. Bei derartiger Überwinterung sind die Rostschutzmaßnahmen besonders wichtig.
Trocken und witterungsunabhängig abstellen. Eine Plastikplane hält nicht die Feuchtigkeit ab. Ideal ist eine klimatisierbare Garage oder eines unserer Lager.
Im Idealfall hast Du für Dein Bike den optimalen und gebührenden Stellplatz: im beheizten Wohnzimmer mit Ehrenplatz neben dem Weihnachtsbaum. Sollte dies aus unerfindlichen Gründen nicht möglich sein, solltest Du das Motorrad aufbocken (auf z.B.: Hauptständer, Getränkekist, Montageständer), um Standschäden zu vermeiden. Außerdem solltest Du Deine Harley mit einer geeigneten Abdeckplanen abgedeckt werden. Wichtig ist, dass die Motorradplane atmungsaktiv und im Außenbereich wasserundurchlässig ist. Somit wird die Bildung von Staunässe durch kondensiertes Wasser auf dem Motorrad verhindert.
10. Zusätzliche Tipps
- Überprüfen Sie den Frostschutz für Wasserkühlungen mit einer entsprechenden Prüfspindel.
- Die Federelemente sollten sauber und leicht geschmiert sein. Die Gleitrohre der Gabel können einfach mit einem mit WD40 befeuchteten Lappen abgewischt werden - das reinigt und schützt vor Korrosion. Das Zentralfederbein ist schwerer zu erreichen, doch auch hier hilft ein Spritzer Multiöl auf die Kolbenstange.
- Eine schnelle Sichtkontrolle der Bremsanlage ist einfach durchzuführen. Sind die Bremsbeläge noch ausreichend stark, die Bremsscheibe frei von Riefen und die Bremsflüssigkeit so klar wie am ersten Tag? Dann sind keine weiteren Maßnahmen beim Motorrad einwintern notwendig. Andernfalls lohnt sich besonders im Winter der Besuch in der Fachwerkstatt. In der Offseason können Aufträge oft schneller und zu Sonderkonditionen erledigt werden.
Mit diesen Tipps zum Motorrad einwintern bist Du bestens vorbereitet, um Dein Motorrad im Frühjahr ohne Probleme zu starten. Hast Du alle Hinweise beachtet, steht einem schnellen und problemlosen Saisonstart im nächsten Frühjahr nichts mehr im Weg. Hast Du den Motorrad Luftdruck vor dem Winter erhöht, musst du vor der ersten Fahrt noch den Reifendruck wieder richtigstellen. Ein kurzer Beleuchtungscheck und schon geht die neue Saison los.
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