E-Mountainbike Test: Vergleiche und Angebote um 4000 Euro

Von wegen teuer: Diese 17 vollgefederten E-MTBs beweisen eindrücklich, dass du schon um 4000 Euro richtig viel E-Mountainbike-Spaß für dein Geld bekommst. Wir stellen dir Modelle von B wie Bulls bis Y wie YT vor. Aufgehorcht und mitgelesen - denn die hier gezeigten vollgefederten E-Mountainbikes versprechen mit ihren dicken Motoren von Bosch, Shimano oder Yamaha samt ihren reichweitenstarken Akkus spaßige Touren und (teils) richtige Bergab-Action. Und das Beste: Das alles gibt's schon um die 4000 Euro!

So gut sind die 4000-Euro-E-MTBs!

Abstriche? Musst du machen. Die meisten Bikes verorten sich in der klassischen "Touren-Fully"-Klasse mit 130-mm-Federweg. Das reicht für erste Trail-Abenteuer im heimischen Mittelgebirge, auf harten Alpen-Trails sehen wir diese E-MTBs aber eher weniger. Auch die weitere Ausstattung ist mitunter einfach, aber keinesfalls schlecht: Die allermeisten Bikes haben gute Fahrwerke ohne teuren Schnickschnack, die Schaltungen sind zwar günstig, aber haltbar und im Unterhalt preiswert. Größter Wermutstropfen: Nicht jeder Hersteller verbaut in dieser Preisklasse sogenannte Vario-Sattelstützen, also Sattelstangen, die sich vom Lenker aus ins Sitzrohr versenken lassen. Solltest du dein zukünftiges E-MTB vorrangig auf Trails nutzen wollen, solltest du auf dieses Feature unbedingt achten!

Aber: Es verstecken sich in dieser Preisklasse auch echte Highlights! So schnüren Centurion, Conway, Propain, Radon, Rose, Specialized und YT für knapp unter der magischen 5000-Euro-Grenze richtig hart kalkulierte Bikes mit Federwegen von 140 bis satten 170 mm - teilweise sind diese Boliden bereits jetzt zum Saisonstart kräftig reduziert, weswegen hier ein genauer Blick in jedem Fall lohnt!

Noch günstiger? E-Hardtails um 3000 Euro!

Das ist dir noch zu teuer und du kannst auf die Heckfederung verzichten? Dann findest du vielleicht bei den sogenannten Hardtails dein Schnäppchen. Wir stellen top Modelle um 3000 Euro vor!

Dicke Bremsen, hohe Systemgewichte

Loben muss man die Bikes für ihre in aller Regel dicken Bremsanlagen, die allermeisten E-MTBs in dieser Preisklasse kommen nämlich mit "dicken" 200-mm-Scheiben und eignen sich damit auch für schwerere Fahrer. Wo das nicht der Fall ist, haben wir es explizit erwähnt. Gleiches gilt für die maximalen Systemgewichte: Viele Hersteller haben sich der Realität gebeugt und geben ihre Bikes auch für gewichtigere Piloten frei, Spitzenreiter ist hierbei Giant mit bis zu 156 Kilo bestehend aus Fahrer, Schutzausrüstung und E-MTB.

Test-Übersicht: die besten E-MTBs 2023 im Test!

Den kompletten Überblick über den E-MTB-Markt schafft dir unser E-Mountainbike-Testjahrbuch! Wir haben 41 Modelle aus allen Preisklassen auf Herz und Nieren getestet. Das Ergebnis findest du auf satten 108 Seiten als downloadbares PDF!

Das sind die besten E-MTBs um 4000 Euro!

  1. Bulls Copperhead EVO AM 1 29

    Ein veritables All-Mountain für relativ schmales Geld ist das Copperhead Evo AM 1 von Bulls. Es kommt mit einer Bulls-eigenen 34-mm-Gabel in Kombination mit einem Dämpfer von SR Suntour daher. Vorn 140 mm und hinten 150 mm Federweg versprechen bereits veritable Trail-Einsätze, es mangelt jedoch an einer Vario-Sattelstütze - schade! Geschaltet und gebremst wird mit einfacher, aber funktionaler Shimano-Hardware, allenfalls die Scheiben dürften für schwere Fahrer größer ausfallen. Cool: Gegen Aufpreis lässt sich das Copperhead mit größeren Bosch-Akkus (625 oder 750 Wh) ausrüsten.

    Gegen Aufpreis mit dicken Akkus verfügbar Keine Vario-Sattelstütze, kleine Bremsscheiben

    Preis: 4399 EuroRahmengrößen: S bis XLGewicht: keine Angabezul. Gesamtgewicht: 130 kgMotor/Akku: Bosch CX Smart / 500 WhFederweg: 150 / 140 mm

  2. Canyon Neuron:ON AL 6.0

    Auch der Koblenzer-Versender mischt die E-MTB-Szene auf - erst recht mit dem preiswerten Neuron:ON AL 6. Ab 3799 Euro kostet das E-Fully mit 130/120 mm Federweg - wobei die kleinen Rahmengrößen XS und S mit dem kleineren 504-Wh-Akku und "nur" einer 120-mm-Forke daher kommen. Bei den ausgewachsenen Rahmengrößen gibt's hingegen volle 130 mm vorn sowie einen 630 Wh Akku - dann erhöht sich der Preis jedoch um 200 auf immer noch faire 3999 Euro. Die Anbauteile sind für den Preis klasse: Das Fahrwerk stammt von Fox, gebremst und geschaltet wird mit einfacher, aber guter Shimano-Hardware, auch eine Vario-Sattelstütze ist dabei. Top!

    für den Preis prima ausgestattet kleine Rahmen nur mit 504-Wh-Akku verfügbar

    Preis: ab 3799 EuroRahmengrößen: XS bis XLGewicht: keine Angabezul. Gesamtgewicht: keine AngabeMotor/Akku: Shimano EP6 / (504) 630 WhFederweg: (120) 130 / 130 mm

  3. Centurion Numinis R800i

    Zugelassen für sagenhafte 150 Kilo Systemgewicht (also Fahrer, Schutzausrüstung plus E-Bike) ist Centurions Numinis - und glänzt auch sonst mit guter Ausstattung! Ab 4699 Euro kostet das mit Boschs CX-Smart angetriebene Fully mit 140/130 mm Federweg und Vario-Sattelstütze mit bis zu 170 mm Hub (Rahmengröße L und XL). Geschaltet wird mit der neuen Cues-Schaltung von Shimano, als Bremse kommt Tektro-Hardware mit 203-mm-Scheiben zum Einsatz - passend zum Systemgewicht-Maximum. Cool: Das Centurion kommt bis auf Rahmengröße S immer mit dem dicksten Bosch-Akku mit 750 Wh, auch an eine Licht-Anlage mit StVZO-Zulassung wurde gedacht.

    für den Preis hervorragend ausgestattet kleiner Rahmen nicht mit 750-Wh-Akku bestellbar

    Preis: ab 4699 Euro / Hier im Partner-Shop kaufen!Rahmengrößen: S bis XLGewicht: 26,5 kgzul. Gesamtgewicht: 150 kgMotor/Akku: Bosch CX Smart / 625 WhFederweg: 140 / 130 mm

  4. Centurion No Pogo F800i

    Noch eine Option von Centurion: Komplett StVZO-konform dank Lichtanlage, dickem Systemgewicht von satten 150 kg und Shimano EP6-Antrieb: Was will man mehr? Denn auch der Rest passt: Zwar ist das Suntour-Fahrwerk sicherlich nicht das Hochwertigste in dieser Übersicht, mit 140/135 mm Federweg aber eines der potenteren. Dazu passt, dass das Centurion zudem mit einer Vario-Sattelstütze mit 170 mm Hub (Größe L und XL) im Laden steht. Die, gepaart mit der kräftigen Tektro-Bremse, machen aus dem No Pogo ein echtes E-MTB für spaßige Trail-Ausflüge!

    für den Preis super ausgestattet

    Preis: 4399 EuroRahmengrößen: XS bis XLGewicht: 25,6 kgzul. Gesamtgewicht: 150 kgMotor/Akku: Shimano EP6 / 630 WhFederweg: 140/135 mm

  5. Conway eWME 4.9"

    "We make Enduro" verkündet Conway bei seinem eWME 4.9 stolz - und verkauft für 4500 Euro einen echten Vertreter dieser Gattung! Satte 160 mm Federweg rundherum verspricht Conway, die Gabel stammt von Rock Shox, der Dämpfer von den Konkurrenten Fox - und heben sich wohltuend in der "Güteklasse" von den anderen Mitbewerbern dieser Liste ab. Auch der Rest passt: Geschaltet wird mit 12-Fach-XT-Komponenten von Shimano, gebremst mit Maguras MT5 samt großer 203-mm-Scheiben. Selbst für einen Dropper-Post hat's in der Kalkulation gereicht - und das trotz Shimanos EP8 und einem 720-Wh-Akku! Unser Tipp für ambitionierte, aber preisbewusste Trail-Junkies - oder die, die es werden wollen.

    Sattes Fahrwerk, gute Parts nur 130 Kilo Systemgewicht

    Preis: 4499,95 EuroRahmengrößen: S bis XLGewicht: 25,3 kgzul. Gesamtgewicht: 130 kgMotor/Akku: Shimano EP8 / 720 WhFederweg: 160/160 mm

  6. Cube Stereo Hybrid 120 Race 625

    Ein Tourer durch und durch - so sieht sich das Stereo Hybrid 120 in der Race-Ausstattung von den Waldershofern. Cube baut für 4299 Euro ein attraktives, wenn auch nicht primär für harte Trail-Action ausgelegtes E-Touren-Fully. Dazu passt der bärige Bosch-CX-Antrieb mit reichweitenstarkem 625-Wh-Akku, die XT-Schaltung, das Fox-Fahrwerk mit 120 mm Federweg und Magura-Bremsen mit großen 203-mm-Scheiben. Aber: Es fehlt für den Kampfpreis eine Vario-Sattelstütze.

    Bäriger Motor, funktionale Ausstattung Vario-Sattelstütze fehlt

    Preis: 4299 Euro / Hier im Partner-Shop kaufen!Rahmengrößen: S bis XLGewicht: 24,9 kgzul. Gesamtgewicht: 135 kgMotor/Akku: Bosch CX Smart / 625 WhFederweg: 120/120 mm

  7. Ghost E-ASX 130 Essential

    Auch das Ghost E-ASX sieht sich mit seinen 130 mm Federweg eher als touristischer Alltagsbegleiter. Dazu spricht die Ständer-Aufnahme und die für die Trail-Action quasi unentbehrliche Vario-Sattelstütze. Die restlichen Anbauteile sind - gemessen am Kaufpreis - durchaus fair: Als Antrieb fungiert einmal mehr Boschs-CX-Motor mit Smart-Anbindung und 625-Wh-Akku, geschaltet wird mit Shimanos kreuzstabiler und im Unterhalt günstiger Deore 1x11. Das eher einfache Fahrwerk stammt von SR Suntour, die Bremse ist wiederum guter Shimano-Standard.

    Gemessen am Kaufpreis gut ausgestattet

    Preis: 4499 Euro / Hier im Partner-Shop kaufen!Rahmengrößen: S bis XLGewicht: keine Angabezul. Gesamtgewicht: keine AngabeMotor/Akku: Bosch CX Smart / 625 WhFederweg: 130/130 mm

  8. Giant Stance E+ 1

    Auch Giant hat ein Herz für schwere Piloten und erlaubt ein Systemgewicht von satten 156 Kilo (also Fahrer plus Schutzausrüstung und E-MTB) - ideal, wenn du als groß gewachsener einen Trainingsbegleiter gegen die überschüssigen Pfunde suchst. Und auch sonst kann sich das Stance E+ 1 sehen lassen: Das Fahrwerk aus Rock-Shox-35-Gabel und SR-Suntour-Dämpfer liefern im Alu-Rahmen touristische 140 mm Federweg vorne wie hinten, eine Sattelstütze mit 170 mm Hub (in Größe L) schafft Platz und Vertrauen auf dem Trail. Und auch der Antrieb kann sich sehen lassen: Power liefert der von Yamaha stammende SyncDrive-Sport2-Motor mit 75 Nm Drehmoment, Energie liefert ein 625-Wh-Akku. Geschaltet wird wie in der Preisklasse üblich günstig, aber mit Shimanos Deore-Gruppe gut, als Bremse kommt Tektros Orion mit großen 203-mm-Scheiben zum Einsatz.

    Sattes Systemgewicht, gemessen am Kaufpreis gute Parts Motor nicht ganz so kräftig wie Bosch/Shimano, eher schwer

    Preis: 4399 Euro / Hier im Partner-Shop kaufen!Rahmengrößen: S bis XLGewicht: 25,8 kgzul. Gesamtgewicht: 156 kgMotor/Akku: (Yamaha) SyncDrive Sport2 / 625 WhFederweg: 140/140 mm

  9. Haibike AllTrail 4 29

    Auch die Erfinder des E-MTBs haben ein preislich attraktives E-Fully im Angebot: AllTrail 4 nennt Haibike deren Schöpfung, angetrieben von Yamahas PW-ST-Motor gepaart mit einem 630-Wh-Akku und einem SR-Suntour-Fahrwerk mit 120 mm Federweg vorn wie hinten. Schade: Es ist nur bis 120 Kilo Systemgewicht zugelassen, zudem fehlt eine Vario-Sattelstütze. Löblich hingegen: Das Alltrail gibt's mit großen 29"-Reifen oder mit wendigeren 27,5-Zöllern - bei letzterem wächst der Federweg auf stolze 140 mm an, der Preis und Antrieb bleiben identisch. Aber: Das 27,5er gibt es nur in den Rahmengrößen S bis L.

    als 29"- oder 27,5"-Bike erhältlich Systemgewicht für gewichtige Piloten zu niedrig, keine Vario-Sattelstütze

    Preis: 4399 Euro / Hier im Partner-Shop kaufen!Rahmengrößen: M bis XL (kleinere Rahmen mit 27,5"-Bereifung!)Gewicht: keine Angabezul. Gesamtgewicht: 120 kgMotor/Akku: Yamaha PW-ST / 630 WhFederweg: 120/120 mm

  10. KTM Macina Chacana 591

    Auch die Truppe von KTM stellt in der um-4000-Euro-Liga ein cooles E-Fully auf die Räder: Angetrieben wird das Macina Chacana von Boschs CX-Smart-Antrieb, ab Werk kommt es mit einem 500-Wh-Akku daher - der reicht fürs anvisierte, eher Stand-Land-Fluss-Territorium trotzdem aus. Dazu passt auch der Federweg von in der Preisklasse typischen 130/125 mm, die fehlende Vario-Sattelstütze - für Trail-Action solltest du aber nachrüsten (lassen). Der Rest hingegen passt für jeden Einsatzzweck: Die Gabel stammt von SR Suntour, der Dämpfer hingegen von Rock Shox, geschaltet wird - du hast es erraten - mit Shimanos Deore mit zehn Gängen. Schade: Gebremst wird nur vorn mit einer großen 203-mm-Scheibe, hinten verbaut KTM eine kleinere mit 180-mm-Durchmesser - schwere Fahrer sollten für Bergab-Spaß diese daher besser tauschen.

    ordentliche Parts, bäriger Motor kleiner Akku, keine Vario-Sattelstütze

    Preis: 4599 EuroRahmengrößen: M bis XLGewicht: 24,9 kgzul. Gesamtgewicht: 144 kgMotor/Akku: Bosch CX Smart / 500 WhFederweg: 130/125 mm

  11. Propain Ekano 2 AL Mix

    Let's fetz: Mit dem Ekano 2 AL hat Versender Propain ein haarscharf unter der 5000-Euro-Liga rangierendes Hammer-E-MTB im Programm! Satte 180 mm Federweg aus der fetten Rock-Shox-Zeb-Gabel, hinten schafft ein Stahlfederdämpfer aus gleichem Hause im berühmt-berüchtigten Pro10-Hinterbau satte 170 mm! Auch der Rest passt Versendertypisch: Angetrieben wird das E-Enduro von Shimanos EP6-Motor, als Akku kommt ein Speicher mit guten 626 Wh zum Einsatz - genügend für actionreiche Feierabend- oder Bikepark-Runden. Cool: Im Bike-Konfigurator lässt sich das Ekano 2 zum Traumbike wandeln - mit entsprechendem Aufpreis.

    Preis: ab 4994 EuroRahmengrößen: S bis XLGewicht: keine Angabezul. Gesamtgewicht: keine AngabeMotor/Akku: Shimano EP6 / 626 WhFederweg: 180/170 mm

  12. Radon Render AL 8.0 750

    Radon ist in der Welt der "Versender", wie man die Direktvertriebler allgemein nennt, nicht mehr wegzudenken. Kaum verwunderlich also, dass sie auch ein Stück vom E-MTB-Kuchen abhaben wollen! Mit dem Render schnürren sie zudem ein richtig fair kalkuliertes, aktuell heftig rabattiertes Gesamtpaket zusammen. Bosch-CX-Smart-Motor, 750-Wh-Akku, Sram-NX-Schaltung, Marzocchi-Fox-Fahrwerk mit 150/140 mm - wir finden zu dem Preis von aktuell 3499 Euro beim besten Willen keinen echten Nachteil an diesem Rad.

    superfair kalkuliertes E-MTB

    Preis: 4599 EuroRahmengrößen: M bis XLGewicht: 25,45 kgzul. Gesamtgewicht: 135 kgMotor/Akku: Bosch CX Smar / 750 WhFederweg: 150/140 mm

  13. Rose Root Miller Plus

    Es ist derzeit der Preiskracher schlechthin: Das Root Miller Plus kommt zwar noch mit Boschs "altem" CX-Motor ohne Smart-Anbindung, ist davon ab aber für den Preis himmlisch ausgestattet - und mit 23 Kilo sogar wirklich leicht. Rock-Shox-Fahrwerk mit 150/150 mm Federweg, Vario-Stütze, dickem 630-Wh-Akku und der derzeit kräftig rabattierte Kaufpreis machen aus ihm unseren Tipp für Preis-Leistungs-Bewusste!

    derzeit ein richtiges Schnäppchen Motor ohne Smartphone-Anbindung

    Preis: 4999 Euro / Hier im Partner-Shop kaufen!Rahmengrößen: S bis XLGewicht: 23 kgzul. Gesamtgewicht: 130 kgMotor/Akku: Bosch CX (ohne Smart!) / 625 WhFederweg: 150/150 mm

  14. Scott Strike eRIDE 940

    Ein Schnäppchen in dieser Liste ist Scotts Strike eRide zu nur 3599 Euro! Trotz spitzer Kalkulation bekommst du Boschs modernen CX-Smart-Antrieb und gute 140/140 mm Federweg. Geschaltet wird mit Srams günstiger SX-Schaltung, die Marzocchi-Gabel ist aber dafür richtig gut. Löblich: Auch an große Bremsscheiben hat Scott gedacht. Schade: Das Strike kommt nur mit einem kleinen 500-Wh-Akku.

    sehr günstig, fair ausgestattet kleiner 500-Wh-Akku

    Preis: 3599 Euro / Hier im Partner-Shop kaufen!Rahmengrößen: S bis XLGewicht: 23,9 kgzul. Gesamtgewicht: 128 kgMotor/Akku: Bosch CX Smart / 500 WhFederweg: 140/140 mm

E-Mountainbike Testsieger und Kauftipps

In der Preisklasse zwischen 5000 und 6000 Euro gibt es stimmige Pakete aus Preis und Leistung. Unser großer Vergleichstest packt 8 spannende Kandidaten um den Titel des besten E-Bike-Allrounders zusammen.

Die UVPs werden munter hoch und runter justiert. Und welches Preisschild beim Händler am Bike hängt, steht ohnehin noch mal auf einem ganz anderen Blatt. Es lohnt sich also, die aktuellen Straßenpreise gründlich zu vergleichen.

Federwegsseitig liegen die Bikes zwischen 140 und 160 Millimetern. Doch der Einsatzbereich lässt sich nicht allein am Hub festmachen. Interessanterweise gehört das Marin Riftzone mit seinem 140er-Fahrwerk zu den abfahrtsstärksten Bikes, während die 150er von Cannondale Moterra und Rose Root Miller eher auf Touren ausgelegt sind. Sogar das Trek Rail 7 mit 160er-Gabel ist mehr Allrounder als Mini-Enduro.

Die Batterien sind im Durchschnitt kleiner als in den Tests aus den letzten Jahren. Zwei Shimano-Bikes kommen mit dem leichten, aber wenig reichweitenstarken 630er-Akku der Japaner. Und gleich drei Bikes mit Bosch-Antrieb verbauen nur den 625er-Powertube.

Unter 24 Kilo schaffen es nur Canyon und Rose. Immerhin: Das Rose erreicht mit 22,8 Kilo einen echten Top-Wert, für den man sonst viel tiefer in die Tasche greifen muss. Und das Gros der Gruppe bleibt zumindest unter 25 Kilo.

Gewichte im Vergleich

Über 1,5 Kilo leichter als der Schnitt ist das Rose Root Miller, das ist eine Ansage! Auch das Canyon Spectral:On kann sich noch etwas von der Masse absetzen. Das Mittelfeld liegt dicht beisammen. Die beiden Bikes mit dem schweren 750er-Bosch-Akku (und bester Reichweite!) landen am Ende des Gewichtsrankings. Auffällig: die schweren Laufräder am Marin. Selbst ohne die Cushcore-Pannenschutz-Einlage wären sie am schwersten. Das Trek machen die leichten Laufräder zum leichtesten Alu-Bike.

Bosch oder Shimano? Eine Glaubensfrage. Die Motoren haben ein ganz unterschiedliches Fahrgefühl. Eindeutig ist jedoch: In anspruchsvollen Uphills ist der Bosch CX deutlich besser. Dem Shimano EP801 geht bei hoher Trittfrequenz zu früh die Kraft aus, das lässt ihn etwas träge wirken, und Beschleunigen fällt dann schwer.

Marin stellt mit dem Rift Zone E2 eine echte Überraschung im Testfeld. Die Karre hat wirklich Charakter: wenig Federweg und dennoch voll auf Abfahrt getrimmt. Das macht das Bike zum spaßigen Flitzer für die Hometrails. Wer gerne aktiv und aggressiv durchs Gelände schießt, wird damit seine Freude haben. Echt gelungen!

Das meiste Potenzial für sportlichen Geländeeinsatz steckt im Flyer. Mit super progressiver Geometrie und gelungener Kinematik ist das neue Uproc:X ein echter Geländekönner. Die günstige Ausstattung des Einstiegsmodells beschneidet die Fähigkeiten aber etwas. Hier lauert Tuningpotenzial.

Die Reichhöhe - so lange hält der E-Bike-Akku

Wie weit komme ich mit meinem E-Bike? Diese Frage können wir trotz unseres aufwendigen Reichweitentests natürlich nicht pauschal beantworten. Doch unser Prozedere gibt einen idealen Vergleich der getesteten Bikes und ihrer Antriebe.

Deutlich an der Spitze des Reichweiten-Rankings stehen Cube und Cannondale - die beiden Bikes mit dickem 750er-Bosch-Akku und CX-Motor erkurbeln im Feldtest mit Abstand die meisten Höhenmeter. Auch die kleiner bestückten Bosch-Bikes mit 625er-Batterie schneiden überdurchschnittlich gut ab. Sie liegen grob auf einem Level mit dem nominell üppiger ausgestatteten Canyon Spectral:On (720 Wh).

Die beiden Bikes mit dem 630er-Shimano-Akku fallen im Ranking ab. Die geringe Ladearbeit lässt vermuten: Der 630er Shimano Akku liefert einfach weniger Wattstunden als angegeben. Zugutehalten muss man den Shimano-Bikes die hohe gefahrene Geschwindigkeit. Das zeigt den enormen Unterstützungsgrad, den der EP801 bereits bei geringem Fahrerinput liefert. Boschs CX arbeitet progressiver und geht bei unseren 150 Watt Tretleistung im Feldtest zurückhaltender und damit auch sparsamer zu Werke. Für die maximale Leistung muss man beim CX kräftiger Treten.

Die Motoren im Vergleich

  • Bosch Performance Line CX Smartsystem: Der beliebteste E-MTB-Motor besticht mit Zuverlässigkeit, top Modulation und spritziger Beschleunigung. Damit ist der Bosch CX im schwierigen Uphill unschlagbar. Dazu top Reichweite. Leider sind die Batterien sehr schwer. Bergab klappert der Motor beim Rollen über Hindernisse.
  • Shimano EP801: Der Shimano EP801 ist ein leichter und kompakter Power-Motor. Bei geringem Fahrerinput schiebt er bereits extrem stark und bietet hier mehr Support als Boschs CX. Schwachpunkt: Bei hoher Trittfrequenz geht zu früh die Kraft aus. Auch der EP801 klappert bergab deutlich.

Ergebnisse im Überblick: Das sind die besten E-MTBs im Test

Ranking Bergab Bergauf Tour
1 Canyon Spectral:On CF8 Flyer Uproc X 2.10 Cube Stereo Hybrid 140 TM
2 Marin Rift Zone E2 Cannondale Moterra 3 Cannondale Moterra 3
3 Flyer Uproc X 2.10 Centurion No Pogo F3000i Trek Rail 7

Tipp Allround: Canyon Spectral:On CF8 Gemütliche Tour oder wilder Trail-Ritt? Das Spectral:On CF 8 gehört in beiden Disziplinen zu den absoluten Favoriten. Wertiger Rahmen, geringes Gewicht und Option auf einen Riesen-Akku sind weitere Pluspunkte. Schwäche? Extreme Uphills.

Tipp Trail: Marin Rift Zone E2 Ein Bike mit Charakter! Das Marin Rift Zone E2 hat alle Tester mit seinem gelungenen Handling, massiver Traktion und Abfahrtsstärke überzeugt - trotz geringem Federweg. Fahrspaß wird hier groß geschrieben. Top Ausstattung zum fairen Preis.

Tipp Testsieger: Cube Stereo Hybrid 140 TM Versierte Trail-Experten könnten die Nase rümpfen - doch für alle anderen schnürt Cube ein unverschämt komfortables Paket. Unkompliziertes Handling, Mega-Reichweite, starke Ausstattung: souveräner Allrounder mit Geländekompetenz zum fairen Preis.

Die Topseller werden ihrem Namen gerecht: Das Niveau in der Testgruppe ist hoch. Die Unterschiede der E-Bikes zeigen sich vor allem im Charakter. Cube setzt sich in der Punktewertung an die Spitze und sichert sich den Testsieg, obwohl es versierte Trail-Piloten nicht zu 100 % abholen wird. Dafür spricht es mit seinem komfortablen und unkomplizierten Auftreten eine breite Zielgruppe an.

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