Motorräder mit Automatikgetriebe: Modelle und Technologien im Überblick

Beim Auto ist der Trend weg vom manuellen zum Automatik-Getriebe schon lange da. E-Autos benötigen sogar überhaupt kein Getriebe mehr. Und da der moderne Mensch dazu neigt, vermeintlich unangenehme Tätigkeiten zu delegieren, kommt der Trend zur einfacheren Bedienung (zumindest der Mechanik) beim Motorrad an.

Yamaha MT-09 Y-AMT: Ein Vorreiter mit automatisierter Schaltung

Mit dem Y-AMT folgt Yamaha dem Trend, Schaltgetriebe mit Motoren zu automatisieren. Erstes Modell mit Automatik ist die MT-09. Die neue MT-09 Y-AMT ist das erste Modell von Yamaha mit der neuen Automatik. Von der Schaltung abgesehen ist die Y-AMT identisch mit der erst im Februar dieses Jahres präsentierten MT-09. Entsprechend das umfangreiche Elektronikpaket.

Y-AMT in der Praxis

Egal in welchem Modus und unabhängig von der anliegenden Last, Motordrehzahl oder Richtung erfolgen die Gangwechsel in der MT-09 per Y-AMT blitzschnell, frei von Schaltrucken oder mechanischen Geräuschen, knackiger und präziser, als es die meisten Quickshifter schaffen. Vom Blipper ganz zu schweigen. Selbst routinierte Motorradfahrer haben gegenüber dieser Technik größtenteils das Nachsehen. Doch ganz frei von Merkwürdigkeiten ist das System nicht.

So lässt es sich zum Beispiel im manuellen Modus, der die Wahl zwischen den zahlreich vorhandenen Mappings lässt, problemlos im Sechsten und knapp über 2.500 Touren durch den Ort rollen. In den vollautomatischen D-Modi der Yamaha MT-09 Y-AMT verweigert die Elektronik diesen Gang. Und den einen oder anderen Schaltvorgang beim Rollen in tiefer Schräglage hätte man selbst zu diesem Zeitpunkt eher nicht gemacht. Das Mapping in den D-Modi ist jeweils fix und dürfte Street oder Sport entsprechen.

Grundsätzlich hat man die Bedienung schnell verinnerlicht, wenngleich der linke Fuß selbst am Ende der gut 300 Kilometer langen Testrunde gelegentlich noch vergebens, versucht den Gangwechsel einzuleiten. Parken lässt sich die MT wahlweise entweder im ersten Gang, sodass keine Feststellbremse nötig ist, oder im Leerlauf, um sie auch ohne Key-less-Transponder rangieren zu können.

Die Technik im Detail

Erst im Mai 2024 wurde eine Erfindung von Yamaha offengelegt, die dem Y-AMT vorausgeht. Das Patent zeigt am Beispiel der CP2-Basis, also den 700er-Twin-Modellen MT-07, R7 und Ténéré 700 sowohl Position als auch Funktion der neuen Bauteile. Per externen Aktuatoren öffnet und schließt Yamaha die Kupplung und dreht die Schaltwalze zum Gangwechsel. Yamaha nennt für die beiden zusätzlichen Stellmotoren samt Steuergerät ein zusätzliches Gewicht von 2,8 Kilogramm.

Abzüglich der wohl komplett entfallenden Kupplungs- und Fußschalthebel dürfte sich das Mehrgewicht im Rahmen von 2,2 bis 2,5 Kilo bewegen, was vergleichbar ist mit den bereits genannten Systemen von BMW (ASA) und KTM (AMT).

Fahrmodi der Automatik

Insgesamt 3 Fahrmodi, besser Schaltmodi, bietet das neue Y-AMT. Darunter ein manueller Modus (MT), der die Gänge per Knopfdruck an der linken Schalterarmatur wechselt. Interessant: Es gibt zwar je einen Knopf zum Hoch- und Herunterschalten, jedoch wirken die auf denselben Sensor. Das erlaubt beim sportlichen Fahren das Bedienen mit dem Zeigefinger per Zug oder Druck, ohne den Daumen vom Lenker nehmen zu müssen.

D und D+ heißen die beiden reinen Automatik-Modi, die das Schalten und Kuppeln komplett selbst übernehmen. D+ ist für den sportlichen Einsatz gedacht, während D weiche Schaltvorgänge und niedrige Drehzahlen ermöglichen soll. Integriert ist der zusätzliche Schalter in die aktuelle Schalterarmatur der 900er-Reihe um die MT-09 und Tracer 9.

Das erste Serienmodell mit dem neuen Y-AMT an Bord ist die Yamaha MT-09, mit entsprechendem Zusatz-Typkürzel. Interessant: Yamaha führt die neue MT-09 Y-AMT bereits für den Modelljahrgang 2024. Und entgegen früheren Informationen verbraucht die neue Getriebesteuerung nicht mehr Sprit. Zu beiden Modellen - MT-09 und MT-09 Y-AMT - nennt Yamaha den gleichen Spritverbrauch: 5,0 Liter pro 100 Kilometer.

Und wie schon geschrieben bestätigt der Vergleich der Gewichte die Angabe von 2,8 Kilo mehr für das neue System, denn wo die MT-09 noch fahrfertig mit 193 Kilo steht, stehen bei der Y-AMT-Ausführung 196 Kilo in den technischen Daten.

Weitere Ausstattungsmerkmale

Mit der neuen Getriebesteuerung frischt Yamaha die Elektronik der MT-09 Y-AMT auf. Das bekannte TFT-Display mit 5 Zoll (12,7 cm) Diagonale bekommt neue Grafiken, die den eingelegten Getriebemodus anzeigen. Weiterhin bekommt die neue MT-09 das Smart-Key-System von Yamaha, ein schlüsselloses Zündschloss, wobei der Zündschalter trotzdem gedreht werden muss, während der Sender dazu in der Jackentasche bleiben darf.

Preis und Verfügbarkeit

Zur Präsentation der neuen Yamaha MT-09 Y-AMT gab Yamaha direkt den Preis bekannt: Ab 11.699 Euro ist die Automatik-MT zu haben, was einem Aufpreis von 500 Euro entspricht. Wie gehabt bietet Yamaha auch die MT-09 Y-AMT in den Farben "Tech Black", "Midnight Cyan" und "Icon Blue" an.

Ausblick auf die Zukunft

Dass früher oder später auch die Yamaha Tracer 9 mit dem automatisierten Getriebe Y-AMT zu haben sein wird, dafür gibt es ebenfalls Hinweise: Im ersten Teaser-Video zum neuen Y-AMT ist eine der letzten Szenen eine Situation in der Stadt. Dabei bremst ein Auto vor dem Motorrad, das abbremst und herunterschaltet. Ein Feature, das perfekt zum aktuell einzigen Yamaha-Modell mit Abstandstempomat passt, und das heißt Tracer 9 GT+. Außerdem erwähnt Yamaha den Einsatz mit Tempomat, und da kommen für 2025 nur die CP3-Modelle infrage, denn die 700er-Modelle haben keinen Tempomat.

Honda Motorrad Automatik: Doppelkupplungsgetriebe für mehr Komfort

Die Honda Motorrad Automatik ist bei vielen Motorrädern von Honda optional gegen Aufpreis verfügbar. Diese Automatik unterscheidet sich von der Automatik vom Auto, da das Getriebe nicht nach dem nächsten Gang auf der lastfreien Getriebewelle wählt. Das Getriebe schaltet dann, wenn die Automatikfunktion dazu den Befehl erteilt.

Das erste Motorrad von Honda, das mit einer Automatik ausgestattet wurde, war die VFR 1200 F. Sie wurde erstmals 2010 mit Automatik angeboten. Neu oder gebraucht kann man Honda Motorräder mit Automatik kaufen. Bei der Honda Motorrad Automatik handelt es sich um ein Doppelkupplungsgetriebe, bei dem der Fahrer wählen kann, ob er automatisch oder manuell schalten möchte.

Zwei Automatikmodi, S für sportliches Fahren und D für kraftstoffsparendes Fahren, stehen zur Auswahl. Wenn der Fahrer das Gas wegnimmt oder wenn er manuell herunterschaltet, reagiert das Getriebe schnell, es trägt zu mehr Sicherheit bei.

E-Clutch von Honda

Einen Schritt unterhalb des DCT rangiert bei Honda seit 2024 die E-Clutch. Ein verblüffend kompaktes System zum automatischen Steuern einer konventionellen Seilzugkupplung. Das Getriebe schaltet weiterhin konventionell, und der Kupplungsbefehl kann auch vom Fahrer über den Handhebel erfolgen. Die E-Clutch regelt den Schlupf der Kupplung beim Anfahren und Anhalten selbstständig. Das System wiegt nur knapp über 3 Kilo und kostet für die beiden 650er-Modelle CB 650 R und CBR 650 R jeweils 400 Euro Aufpreis.

Alternativen und technische Entwicklungen

Mittlerweile werden von vielen Herstellern zahlreiche Schaltgetriebsysteme angeboten. Mit nur einem Knopfdruck bist du in der Lage, von der Automatik in den manuellen Modus zu wechseln. Eine technische Alternative stellt die Halbautomatik dar. Bei dieser Variante verfügt das Motorrad über ein herkömmliches Schaltgetriebe mit einer Kupplung, die elektronisch gesteuert wird. Hierbei schaltest du selbst in jeden einzelnen Gang.

Variomatik

Bei der Variomatik hast du die Wahl aus drei Modi: „Sport”, „Touring” und „Rain”. Bei der Variomatik wird die Motordrehzahl gleichbleibend gehalten, indem ein stufenloses Getriebe die Übersetzung ändert. Ein stufenloses Riemengetriebe mit Fliehkraftkupplung hilft dir beim Anfahren. Während der Fahrt hingegen wird der Abstand der Riemenscheibenhälften und damit auch die Übersetzung von einem Stellmotor kontrolliert.

Schaltassistent

Der Schaltassistent wurde eher für Sportmaschinen entwickelt. Hier ist zwar kein Schalten ohne Kupplung möglich, dafür aber ein rasanter Wechsel zwischen den Gängen ohne eine Unterbrechung der Zugkraft. Am Schalthebel ist ein Sensor angebracht, der auf Druck reagiert und den bevorstehenden Wechsel registriert. Nur für eine Zehntelsekunde wird dann die Zündung unterbrochen. Du kannst die Gänge gerade so durchreißen, ohne den Gashahn schließen zu müssen.

Bekannte Modelle mit Automatikgetriebe

Unter den Automatik-Motorrädern gibt es eine Vielzahl verschiedener Modelle.

  • Honda DN-01: Im Jahr 2008 erschien die DN-01 von dem Hersteller Honda. Sie ist eine Mischung aus Roller und Cruiser und besticht besonders mit ihrer Haifisch-Optik. Statt über ein Zahnrad-Getriebe verfügt das Bike über eine hydraulische Kraftübertragung mit Kardan-Einarmschwinge. Die Honda DN-01 überzeugt damit, dass sie keine Probleme beim Anfahren mit Fliehkraftkupplung aufweist. Dieses Modell fasziniert vor allem mit dem ausgeklügelten Antriebskonzept. Ein ruckfreies Schalten ohne eine Zugkraftunterbrechung ist hiermit möglich. Vor allem auf längeren Touren macht dieses Bike dank rasanter Beschleunigung Spaß.
  • Aprilia Mana 850 GT: Die Aprilia lässt sich in stufenloser Übersetzung in drei Modi vollautomatisch fahren. Allerdings kannst du sie auch in sieben Stufen mit Hand oder Fuß bewegen, ohne zu kuppeln. Ein nicht gerade herkömmliches Getriebe heißt aber auch, dass du im Stand keinen Gang einlegen kannst.
  • BMW: Die BMW bleibt sich mit ihrem Sechsganggetriebe und Ölbadkupplung vollkommen treu. Bei der eingebaute Schaltassistenz kannst du nicht automatisch schalten. Es wird jedoch das schnellere Hochschalten ohne den Griff an den Kupplungshebel ermöglicht. Bei der BMW musst du nicht einmal mehr den Gasgriff schließen, sondern kannst sogar unter Volllast schalten. Darum ist dieses Bike besonders bei Rennfahrern beliebt. Das Bike setzt auf eine elektrohydraulische Betätigung vom herkömmlichen Zahngetriebe und Kupplung. Läuft keine Zündung, kannst du keinen Gang einstellen oder abstellen.

Weitere Motorradmodelle mit Automatikgetriebe

Es gibt ver­schie­de­ne Motor­rad­mo­del­le, die mit Auto­ma­tik­ge­trie­be erhält­lich sind. Die Ver­brei­tung von Auto­ma­tik­ge­trie­ben bei Motor­rä­dern hat in den letz­ten Jah­ren zuge­nom­men, und vie­le Her­stel­ler bie­ten nun Optio­nen für Fah­rer an, die ein auto­ma­ti­sches Schalt­ge­trie­be bevor­zu­gen.

  • Hon­da Afri­ca Twin DCT: Die Hon­da Afri­ca Twin ist eine belieb­te Adven­ture-Bike-Opti­on mit dem Dual Clutch Trans­mis­si­on (DCT) Sys­tem von Hon­da.
  • BMW F 850 GS Adven­ture: Die BMW F 850 GS Adven­ture ist ein viel­sei­tiges Adven­ture-Bike, das mit dem BMW Motor­rad Auto­ma­tic Sta­bi­li­ty Con­trol (ASC) Sys­tem aus­ge­stat­tet ist.
  • Yama­ha FJR1300AE: Die Yama­ha FJR1300AE ist ein Sport­tou­rer-Modell mit dem Yama­ha Chip Con­trol­led Shift (YCC‑S) Sys­tem.
  • Suzu­ki Burg­man 650 Exe­cu­ti­ve: Der Suzu­ki Burg­man 650 Exe­cu­ti­ve ist ein Maxi-Scoo­ter mit einem stu­fen­lo­sen Auto­ma­tik­ge­trie­be.

Es ist wich­tig zu beach­ten, dass die Ver­füg­bar­keit von Motor­rä­dern mit Auto­ma­tik­ge­trie­be je nach Markt und Her­stel­ler vari­ie­ren kann.

Historische Modelle mit Automatik

Noch sind es wenige, doch es werden immer mehr. Automatik-Getriebe oder automatisierte Kupplung kommen zu einem Trend auf. MOTORRAD zeigt die Systeme.

  • Moto Guzzi V1000 Convert (1975): Moto Guzzi brachte 1975 das erste Serienmotorrad mit einem Automatik-Getriebe. Und zwar in Form der V1000 Convert.
  • Honda CB 750A Hondamatic (1976): 1976 brachte Honda die CB 750A Hondamatic.

Beiden gemein war der Drehmomentwandler, und: Eigentlich waren das keine Automatik-Getriebe. Der Wandler der Moto Guzzi wirkte auf eine konventionelle Kupplung, die wiederum ein manuell zu schaltendes 2-Gang-Getriebe mit Kraft versorgte. Dito bei der Hondamatic: Es gab 2 Fahrstufen, die vorgewählt werden mussten. Low und High. Also im Kontext einer Automatik war hier nur der Kupplungs-Vorgang "automatisch".

1982 endete die Zeit der ersten Automatik-Guzzi. Honda baute noch bis 1983 in insgesamt 4 Modelle die Hondamatic ein. Ein weiterer Unterschied zwischen Convert und Hondamatic war: Die Honda hatte einen echten Leerlauf, die Convert nicht. Daher musste beim Start der Moto Guzzi der weiterhin vorhandene Kupplungshebel gezogen werden.

Aktuelle Automatik-Systeme im Vergleich

Nun könnte die Meinung herrschen, seit 1983 hätte sich viel getan. Doch selbst 2025 hat noch kein Motorrad-Hersteller eine kompromisslose Automatik im Programm. Wobei das DCT von Honda mit berechtigtem Erfolg nahe dran ist, allerdings immer 10 Kilogramm wiegt. Dank neuer mechatronischer Feinheiten und besserer Software setzen seit 2023 unterschiedliche Hersteller auf neue Systeme: von der automatisierten Kupplung bis zum komplett automatisierten Schaltgetriebe mit nur einer Kupplung.

Und in Asien blühen neben den bekannten Extremen immer öfter vergleichbare Ansätze, denen wir hier und heute aber keinen Platz einräumen können.

Platzhirsch DCT von Honda

Bereits seit 2010 bietet Honda das Doppelkupplungsgetriebe, kurz DCT an. Ein System wie es damals und heute noch im Auto gern eingesetzt wird und wurde. Vor einem normalen Schaltgetriebe sitzt ein Paket mit 2 Kupplungen, die abwechselnd und automatisch öffnen und schließen. Im Getriebe selbst sind immer 2 Gänge eingelegt, die über verschiedene Eingangswellen von den beiden Kupplungen unter Last geraten. Eine hydraulische Mechatronik übernimmt das Einlegen und Vorwählen der Gänge sowie das Steuern der Kupplungen.

Heute setzt Honda das DCT mit 6 oder 7 Gängen in 7 unterschiedlichen Modellen ein. Das bekannteste dürfte die Gold Wing sein. Weiterhin in den 1100er-Twin der Africa Twin, NT 1100 und Rebel 1100 sowie in den 750er-Modellen NC, Forza und X-ADV. Honda selbst spricht von einem Anteil von 50 Prozent, die mit DCT gekauft werden. Nachteile: Das DCT-Getriebe wiegt 10 Kilo und kostet 1.100 Euro Aufpreis.

BMW mit neuer Automatik ASA

Zum Modelljahr 2024 brachte BMW für die neuen 1300er-Modelle das optionale ASA-System, das für Automated Shift Assistant steht. Ebenfalls als Ergänzung auf das serienmäßige Schaltgetriebe des neuen Boxers übernimmt das ASA das Steuern der Kupplung und Schaltung. Allerdings nicht wie bei Honda und Yamaha mit zusätzlichen Anbauten, sondern komplett intern. Von außen ist es nur am fehlenden Kupplungshebel zu erkennen. Ein Fußschalthebel, der auf die Elektronik wirkt, ist indes vorhanden. Das Gewicht hält BMW mit knapp über 2 Kilo erwähnenswert im Zaun. Den Preis leider nicht: Das Upgrade auf das ASA kostet zwar nur 865 Euro, es ist aber nur in Verbindung mit dem Dynamik-Paket für 1.695 Euro zu haben.

KTM mit neuem AMT

Kurz nach BMW stellte KTM ein vergleichbares System vor. Ebenfalls komplett in das Motorgehäuse integriert, übernimmt das AMT das Schalten des Getriebes. Die Kupplungsfunktion steuert indes die Physik, in Form einer Rekluse-Kupplung, einer Fliehkraftkupplung. Deswegen verfügt das AMT über eine Parksperre des Getriebes. Eingesetzt werden sollte das neue AMT in den 1390-Modellen von KTM: Konjunktiv? Korrekt: Mit der Insolvenz von KTM seit Ende 2024 zog sich der einzige Hersteller der hochkomplizierten Schaltereinheiten zurück. Stand Ende Mai 2025 ist das AMT bei KTM nicht verfügbar.

Übersicht der Automatik-Systeme

Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Automatik-Systeme und ihre Eigenschaften zusammenfasst:

System Hersteller Funktionsweise Gewicht Besonderheiten
Y-AMT Yamaha Automatisierte Kupplung und Schaltung durch Aktuatoren 2,5 kg Kein Kupplungs- oder Schalthebel
DCT Honda Doppelkupplungsgetriebe mit hydraulischer Mechatronik 10 kg Automatisches oder manuelles Schalten möglich
E-Clutch Honda Automatisches Steuern einer konventionellen Seilzugkupplung 3 kg Kupplungsbefehl kann auch vom Fahrer über den Handhebel erfolgen
ASA BMW Automatisierte Kupplung und Schaltung, komplett intern 2 kg Fehlender Kupplungshebel
AMT KTM Integriertes System mit Rekluse-Kupplung N/A (nicht verfügbar) Parksperre des Getriebes

MV Agusta kuppelt physikalisch

Die Rekluse-Kupplung bei MV Agusta ist eine recht lange Geschichte.

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