Motorradfahren: Definition und Leidenschaft

Motorradfahren ist mehr als nur ein Hobby, es ist eine Lebenseinstellung. Es bedeutet absolute Freiheit von Problemen, Gedanken und Menschen.

Du bist mit ihr und um dich herum ein Hauch von nichts . . nur Luft und die Liebe zur deiner V2 . Sie Brummt so laut, das dich ein niemand mehr per Handy erreichen kann - Es ist deine Auszeit. An einem Biker Treff - philosophierst du mit anderen über deine V2 - Trinkst dabei ein kühles Blondes... und bist eins mit der Natur.. Kannst Anhalten, kannst fühlen - kannst dich umsehen...all das kannst du mit deiner V2 - welche immer schon brummt und mit jedem Gaszug dein Herz höher schlagen lässt.. JA Du und deine V2 .

Nur 100% Konzentration auf den Augenblick und das, was ich grad mache. Kein Platz für irgendwas anderes. König der Straße, Herrscher der Autobahn. Meister der Kurven. Höchste Konzentration, keine Fehler. Vorausschauend und berechnend den Hindernissen ausweichend.

Dieses Gefühl kann man einfach nicht richtig beschreiben. Die Begeisterung für die Maschinen gleicht einer Lebenseinstellung, die viele mit absoluter Freiheit und Selbstbestimmung verbinden. Doch es ist auch eine Leidenschaft, die mit Risiko verbunden ist.

Die Geschichte des Motorrads

Ein Motorrad ist ein zweirädriges Fortbewegungsmittel, auf dem ein bis zwei Menschen fahren können. Das erste Fahrzeug, das dem Motorrad ähnelte, war der Reitwagen, den Gottlieb Daimler 1885 erfand. Es hatte Stützräder an den Seiten, damit man nicht so leicht umfällt. Bereits Ende der 1860er Jahre erfand der Amerikaner Sylvester Roper ein Dampffahrrad, ein Fahrrad, das von einen Dampfmotor unter dem Sitz angetrieben wurde. Das erste Serienmotorrad wurde ab 1894 in München hergestellt.

Geschwindigkeit und Sicherheit

Motorräder können schneller fahren als Autos. Das liegt daran, weil sie nicht so breit und so hoch sind wie ein Auto und deshalb weniger Wind fangen. Seit dem Jahre 2000 aber produzieren weltweit alle Hersteller nur noch Motorräder, die mit bis zu Geschwindigkeit von 299 Kilometer pro Stunde fahren können. Weil das Fahren von Motorrädern sehr viel gefährlicher ist als Autofahren, müssen die Fahrer Helm und Schutzkleidung tragen.

Besondere Arten von Motorrädern

Es gibt Motorräder mit besonderen Federungen, die für die Motorsportart Motocross genutzt werden. Die Fahrer machen gewagte Sprünge und steile Anstiege und müssen Schutzkleidung tragen. Viele Motorrad-Freunde sind von der Marke Harley-Davidson begeistert. In Filmen sieht man oft Banden, die mit Harleys unterwegs sind. Zu den Straßenfahrzeugen gehören beispielsweise BMW-Motorräder. Die Firma BMW gibt es seit 1916. BMW war die erste Motorradmarke, die ihre Fahrzeuge mit einem Katalysator ausgestattet hat.

Motorradfahren als Familie und Urlaub

Motorradfahren ist ein wunderbares und vielseitiges Hobby. Wenn die Eltern regelmäßig Motorrad fahren, melden oft auch die Kinder Ansprüche an und wollen unbedingt mitfahren. Eine gemeinsame Ausfahrt sollte wohl überlegt und gut vorbereitet sein. Wer Spaß an längeren Tagestouren oder einem Wochenendausflug mit dem Motorrad hat, der findet sicher auch Gefallen an einer Urlaubsreise auf zwei Rädern.

Regelmäßige Pflege des Motorrads

Reifendruck, Motoröl, Kettenspannung: Das Motorrad kann zum Saisonstart eine gründliche Untersuchung vertragen. Eine regelmäßige Motorrad-Wäsche hält das Bike gut in Schuss, schützt vor Wertverlust und bei der Reinigung lassen sich frühzeitig Mängel wie Korrosion feststellen.

Sicherheitstraining für Motorradfahrer

Kaum ein motorisiertes Gefährt löst so starke Emotionen aus wie das Motorrad. Selbst für Veteranen im Motorradsattel hält der Fahralltag immer wieder unvorhersehbare Situationen bereit. Situationen wie nichtblinkende Autofahrer oder Gegenstände in der Kurve, die innerhalb von Sekundenbruchteilen bewertet und bewältigt werden müssen, aber im normalen Fahralltag nicht trainiert werden können. Genau hier setzen die Fahrsicherheitstrainings des ADAC an: Sie bereiten mit praktischen Übungen und erfahrenen Instruktoren auf das Unvorhersehbare vor.

Ob das Herz für Naked Bikes, Enduros oder Chopper schlägt - brenzlige Situationen erfährt man auf jeder Maschine. Im Ernstfall ist keine Zeit, um groß zu überlegen, hier sind schnelle Reaktionen gefragt. In den Motorrad-Fahrsicherheitstrainings des ADAC werden wichtige Notmanöver trainiert, damit sie bei Bedarf blitzschnell abgerufen werden können. Auf den weitläufigen Anlagen des ADAC können kritische Verkehrssituationen simuliert werden - ohne Gefährdung anderer oder der eigenen Person. Mithilfe technischer Ausrüstung, unterschiedlicher Fahrbahnbeläge, Slalomparcours und Kreisbahnen wird eine realistische Selbsteinschätzung vermittelt und das Bewusstsein für kritische Situationen geschärft. Erfahrene Instruktoren beobachten Ihren Fahrstil und geben Ihnen Tipps, wie Sie in Gefahrensituationen richtig reagieren.

Beim Motorradfahren gilt der Grundsatz: Kein Fahrer hat jemals zu viel geübt. Trotzdem unterscheiden sich natürlich die Ansprüche eines Anfängers sehr von denen eines routinierten Fahrers. Eine große Auswahl an Trainings mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden schafft hier Abhilfe. Für Motorrad-Neulinge oder Wiedereinsteiger eignet sich das (Wieder-)Einsteiger-Training. Hier wird das Vertrauen zur Maschine und den eigenen Fähigkeiten gestärkt, während Übungen wie Slalomparcours, Kreisbahn und unterschiedliche Fahrbahnbeläge die Fahrskills verbessern.

In unserem Bestseller - dem Intensiv-Training - werden typische Fahrsituationen wie Ausweichen vor plötzlich auftretenden Hindernissen oder die reaktionsschnelle Gefahrenbremsung mit erhöhter Geschwindigkeit trainiert. Daher beschäftigen wir uns zwar kurz mit dem Nötigsten der Fahrphysik und Theorie, widmen uns aber schnell dem eigentlichen Zweck des Trainings: fahren, fahren, fahren.

Gönnen Sie sich also ein Fahrsicherheitstraining und lernen Sie Ihre eigenen Grenzen und die Ihrer Maschine kennen.

Motorradführerscheinklassen

Beim Erwerb des Motorradführerscheins kann man zwischen mehreren Klassen wählen. Welche Möglichkeiten es gibt, und ab wann man welches Kraftrad fahren darf, erfahren Sie hier.

Überblick über die Motorradführerscheinklassen

Um den Motorradführerschein zu erhalten, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, dabei spielen Vorbesitz und Besitzstandsschutz eine Rolle. Außerdem kann man die Klasse B mittlerweile auf Leichtkrafträder bis 125 ccm erweitern.

Welche Motorradführerscheine gibt es?

Motorradführerscheinklasse Erlaubte Kraftfahrzeuge
A Alle Krafträder und dreirädrige Kraftfahrzeuge
A2 Krafträder bis 35 kW Leistung, bei denen das Leistung/Leergewicht-Verhältnis 0,2 kW/kg nicht übersteigt, die nicht von einem Kraftrad mit einer Leistung von über 70 kW Motorleistung abgeleitet sind.
A1 Krafträder mit einem Hubraum von nicht mehr als 125 cm³ und einer Motorleistung von nicht mehr als 11 kW, bei denen das Leistung/Leergewicht-Verhältnis 0,1 kW/kg nicht übersteigt, sowie dreirädrige Kraftfahrzeuge bis 15 kW.
AM Leichte zweirädrige Kraftfahrzeuge mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h, einer Nenndauerleistung/Nutzleistung von nicht mehr als 4 kW und einem Verbrennungsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 cm³ oder einer anderen Antriebsform. Dreirädrige Kleinkrafträder mit nicht mehr als zwei Sitzplätzen, einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h, einer Nenndauerleistung/Nutzleistung von nicht mehr als 4 kW, einer maximalen Leermasse¹ von 270 kg und einem Fremdzündungsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 cm³ oder einem Selbstzündungsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 500 cm³ oder einer anderen Antriebsform. Leichte vierrädrige Straßen-Quads mit einer Nenndauerleistung/Nutzleistung von nicht mehr als 4 kW und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge mit einer Nenndauerleistung/Nutzleistung von nicht mehr als 6 kW, jeweils mit nicht mehr als zwei Sitzplätzen, einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h, einer maximalen Leermasse von 425 kg und einem Fremdzündungsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 cm³ oder einem Selbstzündungsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 500 cm³ oder einer anderen Antriebsform.
Mofa Mofas sind einspurige Fahrräder mit Hilfsmotor mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von maximal 25 km/h. Wer diese fahren will, benötigt keine Fahrerlaubnis, sondern nur eine sog. Prüfbescheinigung. Wer bereits eine Fahrerlaubnis hat, braucht die Prüfbescheinigung nicht.

¹Allein entscheidend ist die Eintragung in den Fahrzeugpapieren. Für Hybridfahrzeuge und reine Elektrofahrzeuge wird die Leermasse ohne Antriebsbatterie eingetragen.

Mindestalter für Motorradführerscheine

Führerscheinklasse Mindestalter
AM¹ 15 Jahre
A1 16 Jahre
A2 18 Jahre
A (Direkteinstieg) 24 Jahre
A (Stufenführerschein) 20 Jahre

Dafür muss man die bisherige Fahrerlaubnis mindestens zwei Jahre haben. Ist diese Voraussetzung erfüllt, braucht man nach einer Prüfungsvorbereitung in der Fahrschule nur noch eine praktische Prüfung, aber keine theoretische mehr (sog. Stufenführerschein). Auf diesem Weg kann man die Klasse A bereits mit 20 Jahren erwerben.

Direkteinstieg und Stufenführerschein

Man kann aber auch abkürzen und vor Ablauf der Zweijahresfrist von der Klasse A2 in die Klasse A aufsteigen. In diesem Fall muss man eine Ausbildung mit reduzierter Stundenzahl absolvieren. Nach theoretischer und praktischer Fahrschulausbildung sind zwei Prüfungen (Theorie und Praxis) für die Klasse A erforderlich. Ausbildung und Prüfung muss man zwingend auf einem Kraftrad mit mindestens 44 kW absolvieren. Für den Direkteinstieg für die Klasse A muss man mindestens 24 Jahre alt sein.

Probezeit beim Motorradführerschein

Wenn man erstmalig eine Fahrerlaubnis erwirbt - ausgenommen sind die Klassen AM, L und T - wird der Führerschein immer auf Probe erteilt. Während der Probezeit von zwei Jahren drohen Fahranfängerinnen und -anfängern bei Verkehrsverstößen besondere Konsequenzen. Wer später die Pkw-Klasse B erwirbt, muss bei Vorbesitz der Klasse A1 oder A2 allerdings nicht nochmals eine Probezeit durchlaufen.

Motorradfahren mit der alten Klasse 3

Mit einer vor dem 01.04.1980 erteilten Pkw-Fahrerlaubnis der Klasse 3 darf man Leichtkrafträder mit einem Hubraum von bis zu 125 cm³ und einer Motorleistung von maximal 11 kW fahren. Das gilt auch nach einem Umtausch des Papierführerscheins. In die Scheckkarte wird die Klasse A1 eingetragen. Die Berechtigung gilt EU-weit. Alle (alten und neuen) Pkw-Führerscheine beinhalten außerdem die Klasse AM für Kleinkrafträder.

Die Klasse B196

Seit dem 31.12.2019 gibt es die Klasse B196. Wer den Pkw-Führerschein hat, kann die Klasse B einfach und kostengünstig auf Fahrzeuge der Klasse A1 ausweiten. Dafür bedarf es keiner vollständigen Fahrschulausbildung und auch keiner theoretischen und praktischen Prüfung, sondern nur einer Fahrerschulung.

Voraussetzungen für die Erweiterung der Klasse B auf Fahrzeuge der Klasse A1 sind:

  • 5 Jahre Vorbesitz der Klasse B
  • Mindestalter 25 Jahre
  • Fahrerschulung

Die Fahrerschulung beinhaltet neun Unterrichtseinheiten zu je 90 Minuten (6 Stunden Theorie, 7,5 Stunden Praxis). Die Berechtigung wird durch die Schlüsselzahl 196 im Führerschein eingetragen. Sie gilt nur in Deutschland.

Gültigkeit von Motorradführerscheinen

Motorradführerscheine, die ab dem 19.01.2013 ausgestellt wurden, sind 15 Jahre gültig (auch bei Erweiterung der Fahrberechtigung, Umtausch oder Ersatzausstellung). Wer seinen Führerschein vor dem 19.01.2013 bekommen hat, muss die gestaffelte Gültigkeit nach dem Fristenplan beachten und umtauschen. Bei Ablauf der Befristung wird das Dokument auf Antrag ohne Untersuchung oder Prüfung umgetauscht.

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