Motorradfahren im Ausland: Tipps für eine unvergessliche Reise

Mit den ersten schönen Tagen im März geht es los: Die Motorradfahrer schwingen sich auf ihre Kisten und fahren aus. Vor allem im Sommer wimmelt es auf manchen Strecken nur so von Motorrädern. Manche machen sogar besonders lange Touren und verbringen ihren gesamten Urlaub auf dem Motorrad. Damit Sie bestens informiert losfahren können, haben wir hier für Sie die wichtigsten Infos.

Die Reisevorbereitung - Das A und O

Wenn es um das Motorradfahren und Reisen geht, ist Vorbereitung das A und O. Bevor du mit deinem Motorrad ins Ausland fährst, solltest du dich vor der Reise über besondere Vorschriften für Motorräder in deinem Reiseland informieren. Auch das Fahren mit getönten Visieren ist nicht überall erlaubt. Achte weiterhin darauf, dass deine Reifen ausreichend Profil haben und die Bremsbeläge nicht bis zum Schluss heruntergefahren sind.

Werkzeug und Notfallausrüstung

Für kleinere Reparaturen am Motorrad solltest du immer ein passendes Set aus Schraubenschlüsseln, Schraubendreher, einer Zange und einem Multitool dabei haben. Auch Kabelbinder und Klebeband (Panzertape) können durchaus nützlich sein. Diese Werkzeuge helfen dir, kleinere Probleme wie lose Schrauben oder defekte Leuchten selbst zu beheben. Zudem sind eine Verbandstasche, Ersatz-Leuchtmittel und Sicherungen, ein Reifen-Reparaturset, Kettenspray und WD-40 nützliche Helfer, um auf der Straße besser gerüstet zu sein.

Gepäck und Packen

Beim Packen deines Motorrads achte darauf, dass schwerere Gegenstände im unteren Bereich und näher am Motorrad platziert werden, um die Gewichtsverteilung zu optimieren. Vermeide Überladung und achte darauf, dass alles gut gesichert ist. Eine gut organisierte Tasche mit Tools, Kleidung und allem Nötigen sorgt dafür, dass du auf deiner Motorradreise gut ausgestattet bist und das Abenteuer voll und ganz genießen kannst.

Die richtige Ausrüstung

Es ist vollkommen selbstverständlich, dass die persönliche Ausrüstung in Vorbereitung eine größere Tour überprüft und komplettiert wird. Für das Motorrad gilt natürlich das Gleiche: Eine Komplettwäsche lässt lose Schrauben, Rostansätze und Schleifspuren entdecken; der Blick auf den Ölstand und das Profil der Reifen (mindestens 1,6 mm) mündet in die Überlegung, ob vorab noch neue Pneus aufgezogen werden müssen oder Reparaturmaßnahmen ergriffen werden sollten. Für die Pflege zwischendurch bietet sich eine Dose Kettenspray an, zur Beseitigung von Schmutz und Insektenresten steckt man ein Fläschchen Visierreiniger in die Tasche.

Technische Vorbereitungen

Den üblichen Frühjahrscheck zu Beginn der Motorradsaison hast du wahrscheinlich schon hinter dir. Für unseren Kollegen steht bei seinen Touren vor allem die Sicherheit im Fokus. Das Fahrzeug checken: Reifen, Bremsen, Batterie. Die 3 wichtigsten Bauteile, die gern mal nachgeben. Lassen Sie vor Ihrer Reise einen Urlaubscheck durchführen, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Routenplanung und Navigation

Einfach drauflosfahren ist eine denkbar schlechte Idee, gerade bei einer größeren Tour. Klären Sie wichtige Fragen: Was ist das Ziel? Was sind Teilziele? Wo auf den Routen gibt es Übernachtungsmöglichkeiten? Für welche Länder gibt es bestimmte Einreisebestimmungen? Nachdem für Motorräder konzipierte Navigationsgeräte einen wahren Siegeszug angetreten haben, bietet sich natürlich an, die Technik auch zu nutzen. Ab der Abfahrt wird man von Einmündung zu Einmündung bis zum Ziel geleitet. Oftmals gibt es auch die Option, sich reizvolle Streckenabschnitte anzeigen zu lassen. Wer einfach das gewisse Etwas mehr wünscht, ist damit gut bedient.

Verhaltensweisen bei Gruppenfahrten

Mit mehreren Maschinen unterwegs, sollte schon bei der Planung berücksichtigt werden, dass niemand zu kurz kommt. Das gilt für Paare auf einem Fahrzeug ebenso wie für Gruppen. Bei Gruppenfahrten fährt der oder die an der Spitze, der oder die die Strecke bzw. die Region kennt. Dahinter folgt derjenige oder diejenige mit der geringsten Erfahrung. Immer darauf achten, dass der Hintermann oder -frau noch im Spiegel zu sehen ist. Das Schlusslicht bildet der Fahrer oder die Fahrerin mit der größten Erfahrung. Der kann am leichtesten aufschließen, wenn durch Überholvorgänge die Gruppe auseinandergezogen wird.

Sicherheit und Versicherungen

Motorradfahrer sind häufiger in Unfälle verwickelt als Autofahrer. Damit ein Schaden nicht die Urlaubsstimmung ruiniert, ist die richtige Absicherung besonders wichtig. Mit dem weltweit gültigen ERGO Schutzbrief sind Motorradfahrer zudem bei Pannen, Unfällen oder Krankheit beim Motorradurlaub im Ausland versichert. Sie erhalten z. B. die Kosten für Pannenhilfe oder Abschleppen erstattet. Im Süden erhöhen z. B. Sand oder Schlaglöcher die Sturzgefahr. Bei Motorradfahrern kann das schnell zu schlimmen Verletzungen führen. Vor den finanziellen Folgen schützt dann nur eine private Unfallversicherung. Die ERGO Unfallversicherung übernimmt beispielsweise Rettungs- und Bergungskosten im In- oder Ausland. Ergänzend ist eine Reiseversicherung empfehlenswert. Mit dem RundumSorglos-Schutz von ERGO ist z. B. auch ein Reiseabbruch oder ein Diebstahl des Reisegepäcks versichert.

Einige wichtige Verkehrsregeln im Ausland

  • Frankreich: Auf die Autobahn dürfen nur Kräder, die mindestens einen Hubraum von 150 ccm vorweisen. Motorräder mit Beiwagen müssen mindestens einem Hubraum von 250 ccm haben. Ein Verstoß gegen die Helmpflicht wird mit einem Bußgeld von bis zu 311 Euro geahndet.
  • Österreich: Für Kleinkrafträder (bis 50 ccm) gilt ein Tempolimit von 45 km/h. Auf die Autobahn dürfen nur Kräder, die mindestens einen Hubraum von 125 ccm vorweisen.
  • Spanien: In Spanien sind Sie beispielsweise dazu verpflichtet, auch tagsüber mit Licht zu fahren. Eine Warnweste ist auch für Motorräder im Ausland Pflicht. Sie sollten stets eine mitführen.

Beliebte Motorradreiseziele

  • Deutschland: Für jene Motorradfahrer, die es vorziehen keine zu langen Strecken bis ins Zielland zurückzulegen, bietet sich unser Nachbarland Deutschland als Ziel für eine Motorradreise ideal an.
  • Österreich: Wer gerne einmal die eigene Heimat mit dem Motorrad erkunden will, kann sich glücklich schätzen, denn Österreich ist eines der beliebtesten Motorradreise-Ziele in Europa.
  • Italien: Egal ob Kulinarik, Kultur, Landschaft oder Meer, Italien kann bei allem punkten. Für Motorradfahrer sind neben diesen Faktoren auch die kurvigen Straßen, das milde Klima und die große Variation an Landschaftsformationen, ein guter Grund dem Land einen Besuch abzustatten.
  • Griechenland: Wenn dich eine etwas weitere Reise, die eine Fahrt mit der Fähre beinhaltet beim Urlaub mit Motorrad nicht stört, wirst du in Griechenland ein wahres Motorradparadies vorfinden.

Die Packliste für den Motorradurlaub

Je nachdem wohin dich dein Motorradurlaub verschlägt, fällt deine Packliste unterschiedlich aus. Unverzichtbar ist allerdings bei jeder Tour die richtige Schutzausrüstung. Ansonsten sind vor allem das Wetter und die Temperatur ausschlaggebend für das weitere Gepäck. Wir empfehlen dir für deinen Motorradurlaub im Ausland, Regenkleidung und Klamotten für einen Zwiebellook mitzunehmen.

Gepäcksysteme

Um deine sieben (und vielleicht ein paar mehr) Sachen zu verstauen, hast du verschiedene Möglichkeiten. Egal ob etwa Tankrucksäcke, Gepäckrollen, Satteltaschen, Seitenkoffer oder ein Topcase das Richtige für dich sind - du solltest auf ein strapazierfähiges und wasserdichtes Material achten. Um den Schwerpunkt und damit das Fahrverhalten der Maschine so wenig wie möglich zu beeinflussen, kommt es außerdem auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung an. Dafür sollten ca.

Die Jahreszeit beachten

Von wesentlicher Bedeutung ist die Jahreszeit: Viele Urlaubsziele sind im Frühjahr noch unverbraucht, die Freude über Gäste ist nach einem langen Winter groß.

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