Australien, der fünfte Kontinent am anderen Ende der Welt, ist mit seiner Größe, den unendlichen Weiten des Outbacks und dem berühmten Ayers Rock ein Traumziel für jeden Motorradfahrer. Der Kontinent ist zwanzig Mal so groß wie Deutschland, aber mit nur rund 25,3 Millionen Einwohnern dünn besiedelt. Diese Weite und die einzigartige Landschaft machen eine Motorradtour in Australien zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die beste Reisezeit für Motorradtouren in Australien
Die schiere Größe des Kontinents Australien macht die Frage nach der besten Reisezeit komplex, da es zu jeder Zeit irgendwo ideale Bedingungen zum Motorradfahren gibt.
- Süden Australiens (Perth, Melbourne, Tasmanien, Sydney): Die beste Reisezeit ist im europäischen Winter (Oktober - April), wenn dort Frühling bzw. Sommer herrscht.
- Norden Australiens (Brisbane, Cairns, Darwin, Broome) und die Mitte des Kontinents (Alice Springs, Uluru/Ayers Rock): Wählen Sie am besten den Zeitraum April bis Oktober. Im australischen Sommer ist es dort nämlich sehr heiß, und an den Küsten herrscht zudem die Zeit der Tropenstürme.
Unabhängig von der Jahreszeit sollte man beachten, dass die Sonne in Australien sehr intensiv ist!
Planung ist alles: Vorbereitung für Ihre Motorradtour
Wenn Sie eine Motorradtour in Australien planen, ist eine umfassende Vorbereitung unerlässlich. Manche Gegenden sind so abgelegen, dass es für einzelne Reisende oder auch Reisegruppen gefährlich werden kann.
Für europäische Verhältnisse ist Australien ein Kontinent mit unendlichen, kaum überwindbaren Weiten. Daher müssen Sie nicht nur wissen, welche Route Sie mit Ihrem Motorrad fahren möchten, sondern auch, ob sich diese auch tatsächlich verwirklichen lässt.
- Wie steht es um die Infrastruktur?
- Gibt es auf der ausgewählten Tour Tankstellen, Internet- und Telefonempfang, Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten?
Ein Blick auf die geografischen Bedingungen Australiens gibt einen ersten Aufschluss darüber, wo Sie eine Motorradtour unternehmen können und wo Sie vielleicht besser nicht hinfahren sollten, es sei denn, Sie suchen das ganz große Abenteuer.
Geografische Bedingungen
Die westliche und mittlere Großlandschaft besteht überwiegend aus Wüstenlandschaften beziehungsweise aus Fluss- und Seelandschaften. Hier gibt es nur wenige Städte und Ortschaften, denn ein Großteil ist unbewohnbar.
Daher sind die meisten Einwohner im östlichen Teil Australiens ansässig, wo sich auch die großen Städte Canberra, Sydney und Melbourne befinden. Im östlichen Teil Australiens befinden sich die Bundesstaaten Queensland, New South Wales und Victoria. Diese Landesteile sind gut erschlossen und fruchtbar. Die Mitte des Kontinents bilden der Bundesstaat Southern Australia und das Territorium Northern Territory. Der Westen Australiens wird durch den Bundesstaat Western Australia eingenommen.
Das Outback
Ein Traum für jeden Motorradfahrer ist wahrscheinlich das Outback, das für Europäer vor allem aus dem Landesinneren mit den charakteristisch roten Wüstenlandschaften und dem Ayers Rock besteht. Obwohl längst nicht alle Landesteile des Outbacks befahrbar sind, weil es zu einsam und damit zu gefährlich ist, wurden für Touristen dennoch einige Gegenden zugänglich gemacht und mit einer entsprechenden Infrastruktur versehen.
Wenn Sie dieses Abenteuer wagen, machen Sie eine Motorradtour fernab jeder Zivilisation. In diesen Landesteilen die sich vom Westen bis zum Osten ziehen, gibt es nur wenige asphaltierte Straßen (Highways). Abseits der Highways führen Sandpisten durch Regenwald und Wüsten, die nur mit Allradantrieb befahrbar sind.
Klimabedingungen
Die Klimabedingungen sind gleichfalls in die Planung einer Motorradtour in Australien einzubeziehen, denn für Touristen den gemäßigten europäischen Klimazonen sind die Wetterbedingungen auf dem fünften Kontinent eine Herausforderung. Abhängig von dem Landesteil ist das Klima tropisch bis subtropisch und trocken mit hohen Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad.
In Nordaustralien müssen Sie mit starken Regenfällen, Monsunklima und Hitzegewittern rechnen. Südaustralien bleibt weitgehend niederschlagsfrei bis auf einige Hitzegewitter. Ostaustralien ist eine Klimazone mit tropischen bis subtropischen Wetterbedingungen. Hier müssen Sie die hohe Luftfeuchtigkeit berücksichtigen, die für Europäer zu einer echten Herausforderung werden kann.
Motorradmiete oder Transport des eigenen Motorrads?
Es ist nicht gerade günstig, das eigene Bike nach Australien zu bringen. Für die Einfuhr müssen Sie Zollgebühren sowie eine Tauglichkeits- und Zulassungsprüfung berücksichtigen. Die Gebühren in Höhe von 1.000 bis 1.500 Euro können die Urlaubskasse schnell belasten.
Besser ist es, ein Motorrad vor Ort zu mieten. Verleiher haben nicht nur klassische Motorräder im Angebot, sondern auch outbacktaugliche Modelle, die sich auf jeder Tour abseits der Zivilisation bewähren.
Geführte Tour oder individuelle Routenplanung?
Wenn Sie sich eine eigene Routenplanung aufgrund der nicht immer einfachen Verhältnisse vor Ort nicht selbst zutrauen, sollten Sie sich einer geführten Individual- oder Gruppentour anschließen. Die Veranstalter kennen die geografischen Voraussetzungen, die Infrastruktur und die schönsten Motorradrouten des Landes.
Wichtige Dokumente und Bestimmungen
- Führerschein: Sollten Sie zu Hause mit einem begrenzten Führerschein (A2) fahren, so dürfen Sie auch in Australien nur Maschinen bis zu max. 35kw fahren. Sollte der nationale Führerschein nicht auf Englisch sein, so ist zusätzlich ein internationaler Führerschein erforderlich.
- Visum: Deutsche/österreichische/schweizer Staatsangehörige können das elektronische Visum der Kategorie eVisitor 651 beantragen. Das Visum /eTA kann seit April 2022 nur noch direkt über die Homepage von Immigration Australia bzw. die durch die Behörde entwickelte App beantragt werden.
- Impfungen: Für Australien sind keine besonderen Impfungen notwendig. Es empfiehlt sich auch, die Standardimpfungen wie Tetanus u.ä. aufzufrischen.
Packliste für die Motorradtour
Packen Sie ein, was Sie für gewöhnlich beim Motorradfahren anziehen, ein Gore-Tex Anzug ist besser als eine Lederkombi. Feste Schuhe / Motorradstiefel und Helm natürlich (auch in Australien herrscht Helmpflicht!). Für die Zeit abseits vom Motorrad nehmen Sie ein paar T-Shirts mit, eine lange und kurze Hose, einen (Fleece-)Pulli o.ä. zum Drüberziehen wenn es abends oder morgens etwas kühler ist.
Tasmanien: Die Insel südlich von Melbourne
Ja, das können Sie. Die Insel Tasmanien liegt südlich von Melbourne, eine Fähre verbindet die Insel mit dem Festland. Die Überfahrt mit der "Spirit of Tasmania" dauert 9-11 Stunden. Sie können ab Melbourne eine Tagesfähre wählen oder auch über Nacht fahren - in diesem Fall gehen Sie abends an Bord und kommen morgens in Devonport auf Tasmanien an (oder umgekehrt).
Dafür buchen Sie sich dann am besten eine Kabine auf der Fähre, dann können Sie gleich ausgeschlafen auf die erste Etappe auf Tasmanien bzw. zurück auf dem Festland starten. Vor allem in der Hochsaison ist eine Vorausbuchung empfohlen. Die Preise für die Überfahrt hängen von Verfügbarkeit und Nachfrage ab, dadurch sind sie recht variabel je nach Buchungszeitpunkt.
Frühstückskultur in Australien
Sie werden feststellen, dass in den meisten Hotel und Motels das Frühstück nicht automatisch im Übernachtungspreis enthalten ist. Es kann als optionale Leistung dazu gebucht werden. Die Kosten dafür liegen derzeit meist bei ca. A$ 20,-/A$ 25,- p.P.. Dafür erwartet Sie dann i.d.R. ein reichhaltiges Buffet mit Brot, Toast, Müsli, Wurst, Käse, Eiern, Speck etc.
Vor allem aber werden Sie schon nach wenigen Tagen feststellen, dass es in Australien eine lebhafte Frühstücks-Kultur gibt! Die "Aussis" selbst gehen liebend gerne in ein Café um dort zu frühstücken! Die Qualität und Auswahl, die es dort gibt, ist oft besser als das typische Hotelfrühstück.
Sicherheitstipps für das Motorradfahren im australischen Outback
Es gibt daher einige Punkte zu beachten, wenn man sich mit seinem Motorrad in den australischen Dschungel begibt. Das Wichtigste ist, deine Sterblichkeit anzuerkennen. Die Risiken richtig einzuschätzen ist der erste Schritt zur Verringerung der Chancen einen Schaden zu erleiden. Wenn Du das beachtest, bist Du schon wieder auf halbem Weg sicher zu Hause.
Überschätzung der eigenen Fähigkeiten
Dies ist ein echter Killer und es befällt fast Jeden. V.a. in den ersten Tagen erwischt es die meisten Fahrer eiskalt: Gerade frisch angekommen, voller Enthusiasmus durch den Dschungel zu hämmern, überschätzt man seine eigenen Fähigkeiten besonders gerne. Aber nicht nur um Unfälle zu vermeiden sollte man es am ersten Tag etwas ruhiger angehen - ja, auch wenn es verständlicherweise schwer fällt - denn auch das Thema Kräfteeinteilung spielt eine Rolle.
Fahren Sie nicht schneller als Ihre eigene Stärke erlaubt
Nur wenn Du es so willst. Die meisten Unfälle passieren, wenn Fahrer versuchen schneller zu fahren als es ihre eigene Stärke erlaubt. Ehrlich, es wird immer jemanden geben, der schneller ist als Du.
Seien Sie vorsichtig bei Wettbewerben
Okay, das klingt etwas spielverderberisch 😉 Natürlich macht es Spaß sich mit den anderen zu messen und mal um die Wette zu fahren, aber denke bitte immer daran, dass Du in einem ungewohnten Umfeld unterwegs bist. Du kennst weder die Straßenverhältnisse, noch die Gefahren, die unterwegs lauern können, noch weißt Du welcher Rennfahrer vielleicht auf dem anderen Motorrad sitzt. Die meisten Stellen sind noch dazu extrem schwer von Krankenwagen und Co. zu erreichen.
Fahren Sie immer nur so schnell wie Sie sehen können
Das hängt natürlich immer stark von der Geschicklichkeit des Fahrers ab. Am besten fährt man immer 70% von dem was man fahren kann/will. Das ist dann genau richtig um noch wach und konzentriert zu sein und sich seine Kräfte einzuteilen. Im Dschungel gilt außerdem die goldene Regel: Fahre immer nur so schnell wie Du sehen kannst. Du solltest immer bis zu dem Punkt stoppen können, den Du im Moment noch gut einsehen kannst.
Tiergefahren
Wildschweine und Kängurus sind die größten Tiergefahren im tropischen Norden und während sie jederzeit und überall auftauchen können, gibt es ein paar Punkte, die du beachten solltest, um die Wahrscheinlichkeit einer Kollision zu verringern:
- Sie sind am aktivsten während der Morgen- und Abenddämmerung. Du solltest daher vor allem zu diesen Zeiten deine Fahrweise etwas verlangsamen und immer ein Auge auf beiden Seiten der Straße werfen.
- Außerdem lieben sie es tagsüber im Schatten zu schlafen. Wenn Du also mit deinem Motorrad am cruisen bist und auch mal etwas von der Strecke abkommst, achte vor allem auf schattige Stellen unter Bäumen, an Zäunen, etc.
- Versuche v.a. natürlich sollte man auch immer auf die Tafeln achten, welche Arten von Tieren in der Region besonders vertreten sind.
- Sollten auf der Straße gleich ganze Rudel von Tieren auftauchen, seien es wilde Tiere oder Farmtiere, dann schalte in den Leerlauf und ziehe langsam vorbei.
Andere Fahrzeuge
Denke nie, dass Du und dein Motorrad die einzigen da draußen sind. Auch in den entlegensten Orten gibt es noch eine Chance von anderen Fahrzeugen und dies teilweise größer als gedacht (auch riesige LKWS und Trucks verkehren im Outback).
- Der gesunde Menschenverstand sagt, halte dich immer links auf blinden Kurven.
- Treibe es nicht zu weit und gehe nicht voll in die Kurve, v.a. nicht, wenn Du sie nicht komplett einsehen kannst, denn es besteht immer die Möglichkeit, dass ein anderes Fahrzeug aus der anderen Richtung nicht so vorsichtig ist wie Du.
Staubwolken
Wenn es irgendwie möglich ist, dann am besten nicht durchfahren. Nicht nur der ehemalige Motorrad Champion Dave Kruger, sondern wer an die „The Australian Safari ’91“ denkt wird wissen, dass er leider nicht der einzige Fahrer war, wer durch eine Staubwolke zu Schaden und sogar zu Tode kam. Nimm dir Zeit für das Überholen eines Fahrzeugs, das Staub aufwirbelt! 5 Minuten mehr sind es nicht wert dein Leben zu riskieren.
- Falls ein anderes Fahrzeug dich selbst überholt und eine Staubwolke nach sich zieht, bleib stehen und warte bis die Sicht wieder frei ist.
- Falls gleich ein ganzer Konvoi im Anmarsch ist verlasse mit deinem Bike am besten komplett die Straße.
- Denn der dritte oder vierte Truck im Konvoi hat bereits so viel Staub vor seiner Nase, dass er dich und dein Motorrad eventuell gar nicht mehr sieht.
Steinschlag
Motorradreifen können Steine hochkatapultieren, wie Du es gar nicht glauben magst. Wenn Du also von einem anderen Fahrzeug überholt wurdest, halte genügend Abstand und fahre immer versetzt hinter dem Fahrzeug um fliegenden Steinen nicht direkt im Schussfeld zu stehen. Wenn Du selbst andere Fahrzeuge überholst, dann schere nie sofort vor dem anderen Fahrzeug ein, sondern warte mit dem Einscheren immer so lange, bis der Abstand groß genug ist - und damit meinen wir groooß genug. Denn schneller als Du denkst, hast Du deinem neuen Hintermann die Windschutzscheibe oder den Lack ruiniert. Denk dran, v.a. hier sieht man sich immer zwei Mal, z.B. beim Helfen am Straßenrand.
Hilfsbereitschaft
Erfahrene Fahrer helfen immer anderen Fahrern. Nirgendwo anders als hier im australischen Dschungel ist man mehr auf die gegenseitige Hilfe anderer angewiesen. Kein Krankenwagen, kein Abschleppdienst und keine Tankstelle könnte schneller bzw. näher sein, als Du selbst. Solltest Du also jemand am Straßenrand sehen, der deine Hilfe benötigen kann, denke immer dran, Du könntest selbst der Nächste sein, der darauf angewiesen ist.
Great Ocean Road: Eine der schönsten Küstenstraßen der Welt
Die beschriebene Tour führt auf dem Festland überwiegend durch den südöstlichen Bundesstaat Victoria mit der Hauptstadt Melbourne, in New South Wales liegt Australiens größte Stadt, Sydney. Geprägt wird diese Region von ausgedehnten Bergketten im Hinterland und einer herrlichen Küstenlandschaft mit der berühmten Great Ocean Road.
Wir kommen gerade vom Frühstück. Es gab ausgezeichneten Kaffee, leckere Spiegeleier, Toast, Speck und einen riesigen Blaubeer-Muffin alles sehr britisch. Allerdings sind wir nicht irgendwo in England, sondern am anderen Ende der Welt im 12 Rocks Cafe in Port Campbell, Ausgangspunkt für Fahrten über die berühmte Great Ocean Road, neben dem Great Barrier Reef und dem Ayers Rock die vielleicht bekannteste Touristen-Attraktion Australiens. Die Steilküste mit ihren skurrilen Felsformationen gehört zum Pflichtprogramm, wenn man durch Australiens Südosten unterwegs ist.
Im Jahre 1919 begann man mit dem Bau der Straße, die die einzelnen Küstenorte und Fischerhäfen miteinander verbinden sollte, die bis dahin nur über den Seeweg erreichbar waren. Ausgeführt wurden die Arbeiten von einheimischen Soldaten, die aus dem 1. Weltkrieg zurückgekehrt waren, aber keine Arbeit im Land fanden. Gleichzeitig gilt das Bauwerk als Denkmal für die im Krieg gefallenden Australier. Erst 1932 waren die Arbeiten an dem 250 Kilometer langen Streckenstück abgeschlossen. Der größte Teil der Straße führt immer am Meer entlang und folgt der Struktur der stark zerklüfteten Küste. Für uns heißt das jede Menge Kurven und fantastische Aussichten auf den Ozean vom bis zu 100 Meter hohen Küstenplateau.
Melbourne: Eine Stadt mit britischen Wurzeln
Der Linksverkehr macht uns nach drei Wochen in Australien nichts mehr aus, nur die vielen Autos sind wir nicht mehr gewohnt wie auch die merkwürdigen Abbiegeregeln in Melbourne (siehe folgende Infos zum Motorradfahren in Australien). Dabei ist das Zentrum von Melbourne relativ einfach zu erkunden. Die Straßen sind wie ein Schachbrett angelegt. So reihen wir uns einfach in den Verkehr ein und fahren immer geradeaus Richtung Yarra-River. Kurz bevor wir den Fluss überqueren, haben wir den Mittelpunkt dieser lebendigen Stadt erreicht.
Die Straßen sowohl auf dem Festland als auch auf Tasmanien sind überwiegend asphaltiert und in einem guten Zustand. Außerhalb geschlossener Ortschaften beträgt das Tempolimit 100 km/h, innerorts 50 km/h. Die Einhaltung wird häufig kontrolliert.
Verkehrsregeln in Australien
In Australien herrscht Linksverkehr. Die Eingewöhnung fällt nicht schwer, da außerhalb der größeren Städte der Verkehr gering ist. Trotz Linksverkehr herrscht rechts vor links als Vorfahrtsregel. Speziell in Melbourne gibt es eine seltsame Abbiegeregelung: Wenn man in der Innenstadt rechts abbiegen will, muss man sich ganz links einordnen, rechts blinken und dann solange links auf der Kreuzung warten, bis alle geradeaus fahrenden Autos rechts vorbei gefahren sind. Wenn dann auch noch kein Gegenverkehr kommt, darf man rechts abbiegen. Total Verwirrend.
Kulinarische Genüsse in Australien
Die Küche in Australien ist international und sehr vielfältig. An der Küste und auf Tasmanien werden überwiegend Produkte aus dem Meer angeboten. Spezialitäten sind Krustentiere wie Langusten und Hummer, aber auch Austern stehen auf der Speisekarte. In den zahlreichen Fish&Chips-Buden bekommt man frischen Fisch bereits ab fünf Euro. Im Landesinneren stehen neben Meeresgetier vor allem Wild und Lamm auf der Speisekarte. Das Restaurant-Angebot reicht von deftig bis fein, wobei die Preise mit den hiesigen zu vergleichen sind.
Zum Frühstück speist man typisch englisch mit Eiern, Speck und Toast und einem typischen Muffin. Ausgezeichnet ist übrigens der australische Kaffee, der aus den Röstereien in Sidney stammt.
Unterkünfte in Australien
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf der Tour reichlich. Die Preise für ein ordentliches Motel beginnen außerhalb der Touristenhochburgen bei 100 Euro für ein Doppelzimmer für die Nacht. Fast jeder Ort hat ein Best Western Motel, die den besten Kompromiss aus Komfort und Preis bieten. Außerdem kann man bereits hierzulande über www.bestwestern.de vorbuchen.
Bay of Fires: Ein Highlight auf Tasmanien
Zu 45 Prozent besteht sie aus Nationalparks, die schwer zugänglich sind, ein Viertel gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Wir sollten unbedingt der Stichstraße nach Binalong Bay folgen, dort kämen wir an die Bay of Fires. Die Bucht sei einer der schönsten Flecken Tasmaniens.
Dann mal los! Die schmale Straße, gespickt mit Schlaglöchern, führt zunächst an einem Binnensee entlang. Warnschilder weisen auf regen Känguru-Verkehr hin. Dann stehen wir mit offenem Mund vor der Bucht. Einen so weißen und feinen Sandstrand haben wir noch nie gesehen, dazu schimmert das Meer in allen erdenklichen Türkistönen bis hin zum tiefsten Blau. Kugelrunde Felsbrocken mit einer Oberfläche so glatt wie ein Kinderpopo setzen als Kont...
Fazit
Eine Motorradtour in Australien zu unternehmen, ist sicherlich für alle Biker ein Hochgenuss. Endlose Weiten, Zeitlosigkeit und jede Menge Abenteuer prägen dieses Erlebnis, das zweifelsohne nicht für alle Urlauber etwas wäre. Gerade im Outback, wo man teilweise mehrere Stunden keinem einzigen Fahrzeug begegnet, ist es schon ein etwas anderes Gefühl, ganz alleine auf sich gestellt zu sein. Wer hier eine Panne hat, der kann schnell ins Schwitzen geraten, und das nicht nur wegen der Temperaturen.
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