Die Dolomiten sind eine Welt für sich und ein Hochgenuss für Motorradfahrer. Die bizarren Felsentürme, die sich wie Nadeln in den Himmel recken, bieten eine motorradfahrerische Herausforderung und optische Reize.
Die hinreißende Dolomiten-Kulisse ist ideal für Touren. In Südtirols abwechslungsreicher Landschaft werden die kurvigen Bergstraßen zum Paradies für Motorradfahrer.
Die schönsten Motorradtouren in den Dolomiten
Hier sind einige der schönsten Motorradtouren durch die Dolomiten, die man sich nicht entgehen lassen sollte:
14 Dolomitenpässe an einem Tag
Diese wunderschöne Motorradtour in Südtirol startet in Castello di Fiemme. 14 Dolomitenpässe an einem Tag zu bewältigen, erfordert einen klaren Kopf und das problemlose Fahren von Kurven in allen erdenklichen Varianten. Wer es gemütlicher angehen will, teilt sich diese schöne Motorradtour auf zwei Tage auf.
Die Motorradtour startet in Castello di Fiemme und von dort geht es auf den Manghenpass - Passo del Manghen bis nach Castelnuovo und gleich weiter über den Passo Brocon bis Canal San Bovo. Nach Tonadico wartet schon der Passo di Cereda und im Kurvenrausch geht es über den Forcella Aurine nach Agordo. Über den Passo Duran gelangt man nach Dont und bei Pecol beginnen die Kurven auf den Passo Staulanza. Wir empfehlen so ca. alle Stunden eine kurze Pause, denn das Pässefahren in den Dolomiten erfordert höchste Konzentration. Bei Selva di Cadore beginnt die Auffahrt auf den Giaupass - Passo di Giau, welcher zu einer der schönsten Pässe in den Dolomiten zählt. Wer gemütlicher unterwegs ist, der macht eine Pause in Cortina d´Ampezzo, bevor es weiter auf den Falzaregopass - Passo di Falzarego bis Rocca Pietore geht. Von dort weiter bis zum Fedaiapass - Passo di Fedaia und dem Lago die Fedaia, hier sind gut 250 km von der Dolomiten Motorradtour geschafft. Weiter bis nach Canazei geht es das Fassatal bis Vigo di Fassa wo man auf den Karrerpass abzweigt. Ein Stück nach dem Karrerpass befindet sich der bekannte Karrersee der zur Erholung einlädt. Der Endspurt geht über Welschnofen und das Lavazejoch - Passo di Lavaze wieder zum Ausgangspunkt Castello di Fiemme. Jetzt habt Ihr euch eine Stärkung verdient, PROST!
Man kann diese Motorradtour auch gemütlich an 2 Tagen bewältigen, womit genug Zeit für die Naturschönheiten und Fotos bleibt.
| Pass | Höhe (m) |
|---|---|
| Manghenpass | 2047 |
| Passo Brocon | 1616 |
| Passo di Cereda | 1369 |
| Forcella Aurine | 1290 |
| Passo Duran | 1601 |
| Passo Staulanza | 1773 |
| Passo di Giau | 2236 |
| Passo di Falzarego | 2105 |
| Passo Fedaia | 2057 |
| Karrerpass | 1752 |
| Passo di Lavazè | 1808 |
Die Sella-Runde
Die bei weitem attraktivste Strecke einer jeden Motorradtour durch die Dolomiten dürfte die Sella-Runde sein. Nur die Dolomiten bieten ein so verdichtetes Fahrerlebnis. Der Puls kommt kaum zur Ruhe, man kommt mit dem Kurvenzählen nicht mehr mit, der Kupplungsarm schmerzt, die Bremsscheiben glühen, das Motoröl siedet. Motorradfahren pur.
Eine Rundfahrt von 95 Kilometern, sechs Pässe - wo gibt es das sonst noch? Sechsmal rauf und runter, sechsmal Adrenalin. Und nicht vergessen: sechsmal traumhafte Ausblicke.
Wer die Sellarunde in Arabba startet, bekommt gleich die Auffahrt zum Pordoisattel serviert - die Nummer eins der Dolomiten mit dem Motorrad. Weiter hinab ins Fassatal. Wieder Kurven „en masse“. Die folgende Besteigung des Sellasattels ist eine eher ruhige Angelegenheit. Hinab ins Grödnertal und hinauf zum Grödner Joch.
Eine anspruchsvolle Fahrt auf seiner Motorradtour in den Dolomiten wegen der oft schlechten Straße und der sehr spitzen Spitzkehren. Weiter geht es hinab nach Corvara. Hinter dem Ort wartet der Campolongopass. Lang gezogene Bögen, guter Asphalt.
Zurück in Arabba folgt diese Motorradtour in den Dolomiten dem Schild Falzaregopass. Kenner halten diesen für Biker an interessantesten. Sie sind in der Hitparade der weiß Gott attraktiven Dolomitengipfel die absolute Nummer eins. Fahrerisch eine Herausforderung, optisch eine Glanznummer.
Drei Zinnen
Diese drei Felsnadeln stehen nordöstlich von Cortina d’Ampezzo und lassen sich sehr gut als Mittelpunkt einer sportlichen Motorradtour in den Dolomiten verwenden. Als Ausgangspunkt könnte die Olympiastadt Cortina dienen. Über den Passo Tre Croci erreicht unsere Motorradtour durch die Dolomiten den Misurinasee und sein malerisches Panorama.
Hier beginnt die neun Kilometer lange Bergstraße hinauf zu den Drei Zinnen. Und die hat es in sich. Unterhalb der Auronzohütte wartet auf dem Parkplatz in 2.400 Metern Höhe die Belohnung - ein Ausblick, der sich gewaschen hat.
Vermutlich ist es gerade das, was eine Fahrt in den Dolomiten mit dem Motorrad so einmalig macht - dieses Gefühl, irgendwie über den Dingen zu stehen bzw. zu fahren. Als ob man oben in aller Ruhe dahinschweben würde, während unten der Alltag vorüber rast.
Von Vigo di Fassa zum Passo di Rolle
Starten wir also mal unterhalb von Vigo di Fassa am Abzweig zum Karerpass. Via Moena düst man dann zum 1.918 Meter hohen Passo di San Pellegrino, der südlich der 3.342 hohen Marmolada gelegen die Verwaltungsgrenze zwischen den Provinzen Trentino und Veneto bildet. Anschließend wartet eine recht steile Abfahrt Richtung Falcade.
Ein gutes Stück oberhalb startet nämlich gleich der nächste Höhenflug über den 2.033 Meter hohen Passo di Vallès. Ganz besonderen Spaß macht aber auch das sechs Kilometer lange Kurvengewussel der Abfahrt, bevor eine flotte Serpentinenstrecke hinauf zum Passo di Rolle führt.
Außerdem gähnt einem bald rechts der Straße das Val Cismon entgegen, dass den Weg nach Tonadico weist. Dort wartet das nächste Zuckerl in Sachen Motorradfahren: Nun reihen sich Passo di Cereda (1.396 m) und Forcella Aurine (1.289 m) aneinander.
Man sollte sich von den scheinbar geringen Höhen nicht irritieren lassen, beide Pässe bieten Höhenunterschiede von 600 Metern und auf der Abfahrt vom „Cereda“ wartet ein teils nur einspuriges Teilstück mit sattem 22 % (!) Gefälle. So wird es auf der Fahrt nach Agordo nicht langweilig.
Danach folgt eine illustre Serpentinenorgie bergan, die erst auf der Forcella Staulanza (1.671 m) ihr vorläufiges Ende findet. Südwestlich davon erhebt sich die mächtige Civetta auf 3.218 Meter und rechts reckt sich der Monte Pelmo auf 3.263 Meter in den Himmel. Wahnsinn!
Ab Selva di Cadore stehen Kurven- und Kehrenkombinationen an, die wie eine Achterbahn hinauf zum Passo di Giau (2.233 m) führen. Danach führt das Roadbook in Richtung Passo di Falzarego (2.105 m) und man landet kurz auf der großen Touristenrunde, die sich zäh zwischen Cortina d’Ampezzo, Corvara, Wolkenstein und Canazei dahin quält.
Anreise
Am schnellsten geht es via München, Inntal- und Brennerautobahn nach Bozen beziehungsweise zum Karer Pass, dem Ausgangspunkt dieser Supertour. Wer weiter westlich in Deutschland oder in Benelux startet, für den lohnt die Anreise über Füssen und den Fernpaß. Anschließend bietet sich die Fahrt über Landeck zum Reschenpass an. Dort folgt man dann dem Verlauf der Straße durch das Vinschgau nach Meran. Anschließend geht es weiter nach Bozen, wo man dann den Hinweisen Eggental und Karer Pass zum Ausgangspunkt dieser Tour folgt.
Klima und Reisezeit
In den Dolomiten herrschen anders als in den Nordalpen sehr konstante Wetterverhältnisse, die oft durch das Mittelmeerklima geprägt werden. So findet sich unterhalb von 1000 Meter Seehöhe selbst im tiefsten Winter selten Schnee und die wichtigsten Dolomitenpässe sind daher meist rund ums Jahr geöffnet.
Wer recht früh in die Dolomiten reist, sollte zudem beachten, dass Fedaiapass, Passo di Giau, und der Passo Duran einer Wintersperre bis Ende April unterliegen, die aber bei entsprechender Witterung auch verkürzt werden kann.
Kulinarisches
Südtirols Küche ist bayerisch und italienisch beeinflusst. Besonders lecker sind die Nudelspezialitäten wie Schlutzkrapfen, Käseknödel, Spinatspatzln oder das Nudeldreierlei Tiroler Tris.
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