Indien bietet Motorradfahrern eine Fülle an Möglichkeiten, von malerischen Nationalparks in Südindien bis zu den pulsierenden Küsten von Goa. Mit sorgfältiger Planung können Biker unvergessliche Touren erleben und die Schönheit des Landes auf zwei Rädern genießen.
Motorradverleih in Indien
In Städten wie Bangalore erfreut sich der Motorradverleih wachsender Beliebtheit. War es bis 2014 noch schwierig, eine Royal Enfield zu finden, gibt es heute eine größere Auswahl an Anbietern. Durch den steigenden Wettbewerb sinken auch die Leihgebühren.
Empfehlenswert ist beispielsweise www.wickedride.com, wo neben Royal Enfields auch Harley Davidsons und Triumphs für Wochenendtouren angeboten werden.
Straßenverhältnisse und Routenplanung
Die Straßen in Indien haben sich verbessert, und es wird sichtbar in die Infrastruktur investiert. Dennoch sollten Biker bei der Tourenplanung einige Tipps beachten:
- Recherche in Blogs: Informieren Sie sich über Straßenqualität und Verkehrsdichte.
- Alternativrouten wählen: Es hat sich vielfach auch bewährt, statt der viel befahrenen Hauptstrecken Nebenstrecken zu wählen.
- Google Maps nutzen: Die Navigationsfunktion von Google Maps führt zielsicher durch entlegene Strecken.
Ein klassisches Beispiel ist die Route von Bangalore nach Pondicherry:
- Asian Highway AH45: Ein Geschwindigkeitsrausch auf einer dreispurigen Autobahn ohne nennenswerten Verkehr.
- Direkter Weg über Tiruvannamalai (SH66): Asphaltierte Streckenabschnitte, die mit unkomfortablen Schotterpisten verbunden sind.
Ein weiteres Beispiel ist eine Fahrt in Kerala von Thrissur in die Tempelstadt Ettumanoor. Bei Muvattupuzha entschied man sich, von der Hauptstrecke State Highway 1 (SH1) abzufahren und Richtung Marady auf eine Nebenroute auszuweichen. Das Ergebnis: Tolle Straßen und kein Verkehr.
Bei der Routenplanung sollte man eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 45 km/h als flott ansehen und eher mit 30 km/h planen. Für Sightseeing und ausgedehnte Pausen sind 200 bis 250 Kilometer pro Tag ideal.
Kommunikation während der Fahrt
Es funktioniert gut, per Headset mit anderen Bikern über einen mobilen Anruf zu kommunizieren.
Erfahrungen mit Royal Enfields in Indien
Eine Enfield in Indien zu mieten, ist eine faszinierende Art, das Land kennenzulernen. Man bekommt Orte zu Gesicht, die andere Touristen niemals besuchen, und trifft Einheimische, die zum Teil noch komplett unverdorben vom Tourismus sind. Die Bullets genannten Motorräder sind ziemlich schön, einigermaßen verlässlich und insgesamt eine tolle Erfahrung.
Tipps für die Anmietung:
- Lassen Sie schweres Gepäck am Ausgangspunkt zurück.
- Mieten Sie eine 500 Kubik Machismo, um im indischen Verkehr besser mithalten zu können.
- Überprüfen Sie das Motorrad sorgfältig auf Schäden und Funktionen.
- Stellen Sie sicher, dass Sie alle Papiere haben.
Tony Bike Centre in Delhi
In Delhi empfiehlt sich das Tony Bike Centre aufgrund seiner super Flotte, jahrelangen Erfahrung und gut ausgestatteten Werkstatt. Die Angestellten sind zudem freundlich und hilfsbereit.
Verhalten im indischen Verkehr
Der indische Verkehr ist ein Irrenhaus, aber er macht Sinn, sobald man mittendrin ist. Dennoch muss man nonstop konzentriert bleiben, um zu überleben.
Wichtige Regeln:
- Ampeln und Zebrastreifen werden oft ignoriert.
- Das stärkere Fahrzeug hat Vorfahrt (aber das stärkere sind niemals Sie!).
- Seien Sie immer bereit, im Notfall die Strasse zu verlassen.
- Fahren Sie etwas schneller als der Rest, um Staus zu vermeiden.
Eine 5-Tages-Tour durch Rajasthan
Eine empfehlenswerte Route führt durch Rajasthan, gespickt mit tollen Sehenswürdigkeiten auf relativ kurzer Strecke.
- Tag 1: Delhi nach Alwar (Übernachtung im Clarks Inn).
- Tag 2: Alwar zum Amber Fort (Jaipur).
- Tag 3: Jaipur erkunden.
- Tag 4: Jaipur nach Fatehpur Sikri (Übernachtung im Umaid Lake Palace).
- Tag 5: Fatehpur Sikri zum Taj Mahal (Agra) und zurück nach Delhi.
Weitere Reiseziele und Tipps
Neben Rajasthan gibt es viele weitere lohnenswerte Ziele für Motorradtouren in Indien:
- Südindien: Kerala und Tamil Nadu entlang der Gewürzroute.
- Himalaya: Ladakh, Kashmir und Himachal Pradesh.
Zusätzliche Tipps:
- Beantragen Sie rechtzeitig ein Online-Visum.
- Erkundigen Sie sich nach gesperrten Straßenabschnitten aufgrund von Felsstürzen.
- Packen Sie eine Reiseapotheke mit Medikamenten gegen Durchfall, Schmerzen und Kopfweh ein.
- Seien Sie mit der Technik des eigenen Motorrads vertraut.
- Nutzen Sie Camping-Plätze, da Wildcampen problematisch sein kann.
Sicherheitsvorkehrungen für Motorradtouren in Indien
Sicheres Motorradfahren in Indien hängt von der Einhaltung der „Nahrungskette“ des Verkehrs ab: Wenn ein anderes Fahrzeug größer als dein Fahrzeug ist und nicht anhält, gib diesem die Vorfahrt.
Ein Helm, Motorradstiefel und Handschuhe sind unerlässlich, aber es ist auch klug, sich bei Touren auf unbekannten Straßen mit weiterer Sicherheitsausrüstung auszustatten. Viele Biker fühlen sich mit Knie- und Rückenprotektoren sicherer.
Versicherung
Reisen Sie nicht ohne ausreichende Reise- und Krankenversicherung nach Indien. Die meisten umfassenden Reiseversicherungen decken Diebstahl und Verlust ab, und du kannst einiges tun, um dich davor zu schützen, überhaupt einen Anspruch geltend machen zu müssen.
Impfungen und Gesundheit
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für Reisende nach Indien verschiedene Impfungen wie Cholera, Typhus, Tollwut, Tetanus, Kinderlähmung, Gelbfieber, Hepatitis (A und B) und japanische Enzephalitis. Spreche rechtzeitig vor deiner Abreise mit deinem Arzt, um deine Impfungen zu arrangieren.
Höhenkrankheit
Wenn deine Route dich in Höhen über 8000 Fuß führt, solltest du einen allmählichen Aufstieg einplanen und vermeiden, mehr als 1000 Fuß pro Tag zu besteigen, und dabei regelmäßig Ruhetage einlegen. Trinke viel Wasser und vermeide anstrengende Übungen, bis sich dein Körper akklimatisiert hat.
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