Motorradfahren in Ungarn: Tipps für eine unvergessliche Tour

Wer wie wir regelmäßig mit dem Motorrad Europa „unsicher“ macht, muss sich mittlerweile umfänglich informieren, welche Vorschriften gerade in den einzelnen Ländern Gültigkeit haben.

Vorbereitung und Ausrüstung

Für die Motorradtour durch Ungarn sollten natürlich auch der Führerschein und Fahrzeugschein nicht vergessen werden. Des Weiteren empfehlen wir eine grüne Versicherungskarte und für alle Fälle eine Auslands-Krankenversicherung mit Rückholzversicherung, sollte es doch zu einem Unfall kommen. Am wichtigsten jedoch ist, dass vor der Fahrt nach Ungarn eine E-Vignette (E-Matrica) besorgt wird. Diese gibt es heute bequem online für ein paar Euro zu kaufen.

Gewisse Dinge müssen beim Motorradfahren immer unbedingt mitgeführt werden. Das Erste Hilfe Set ist für jeden, der in Montenegro, Rumänien, Albanien, Serbien, Russland, Ungarn, Slowenien, Tschechien oder der Slowakei unterwegs ist, ein MUSS. Eine Warnweste solltest du in fast allen Ländern der EU mit dabeihaben. Es wird jedoch zwischen einer Mitführ- und Tragepflicht unterschieden. Mitführpflicht bedeutet, dass du bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle deine Warnweste vorweisen können musst. Tragepflicht bedeutet, dass falls du wegen eines Unfalls oder ähnlichem von deinem Motorrad absteigen musst, eine Warnweste zu tragen hast. Wirst du ohne erwischt, gibt es eine Strafe. Bei einer Verkehrskontrolle in Ländern mit Warnwesten-Tragepflicht wirst du nicht kontrolliert, ob du eine mitführst. Ein Warndreieck ist ein Gadget fürs Motorrad, welches du im besten Fall auch immer mitführen solltest. In jedem Fall musst du es jedoch dabeihaben, solltest du in Ungarn mit einem Motorrad mit Beiwagen unterwegs sein.

Helmpflicht und Normen

In vielen Ländern ist für Motorradfahrer ein Helm verpflichtend, der der ECE-22-Norm entspricht. Hierbei handelt es sich um eine immer wieder aktualisierte Prüfnorm, die einheitliche Standards für Schutzhelme bezüglich Belastbarkeit des Kinnriemens, Haltbarkeit und Stoßdämpfung definiert. Wenn ihr ein eingekreistes „E“ seht und eine Prüfnummer, die mit „05“ beginnt, dann erfüllt euer Helm die geforderte Norm. In folgenden Ländern müsst ihr einen Helm tragen, der die ECE-22 Norm erfüllt: Albanien, Belgien, Bosnien/Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Irland, Rumänien, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Großbritannien und Nordirland.

  • „Der Helm muss eigens für das Motorradfahren hergestellt worden sein.
  • Die Bauart muss die besonderen Kräfte und Beschleunigungen, die auf den Kopf des Motorradfahrers während eines Sturzes einwirken, ausreichend berücksichtigen.
  • Ob tatsächlich eine ausreichende Schutzwirkung vorliegt, ist im Zweifel in jedem Einzelfall zu klären.
  • Es ist daher zu empfehlen, einen nach der ECE-Regelung Nr.

Verkehrsregeln in Ungarn

Alle Verkehrsteilnehmer in Ungarn sind dazu verpflichtet, ganzjährig und auch tagsüber mit Licht zu fahren. Es lohnt sich also eine Glühlampe als Ersatz mitzubringen. Bei den Geschwindigkeitsbegrenzungen gilt innerorts 50 km/h, außerorts 90 km/h und auf Schnellstraßen 110 km/h. Auf Autobahnen gilt ein Tempolimit von 130 km/h.

In Ungarn sind 0,0 Promille Vorschrift, Unfall mit Alkoholisierung = Mindesthaftstrafe 6 Monate....

In Ungarn sind unendlich lange Straßendörfer flächendeckend vorherrschend mit 50er Beschränkung und Kontrollen.

Routenempfehlungen

Die Republik Ungarn bietet für alle Freunde des Motorrades tolle Touren. Dank der geografischen Lage gibt es vom Flachland bis ins Gebirge zahlreiche Straßen, die befahren werden möchten. Wie wäre es also mit einer Tour von Budapest über Szentdomonkos, Serényfalva und Ragály bis nach Aggtelek? Auf dem Weg ins ungarische Mittelgebirge (Bükk Gebirge) gibt es eine atemberaubende Natur zu entdecken. Neben den vielen Wäldern und Felder gilt dies vor allem für die kleinen Ortschaften mit ihren traditionellen Häusern.

Um auf dem Rückweg noch an einigen anderen Ecken vorbeizukommen, ist die Route über Miskolc, Debrecen, Szolnok bis nach Budapest zu empfehlen. Hier können noch einige der schönsten Städte erkundet werden, bevor es auf die Rückreise nach Deutschland geht.

Für den Nordosten würde ich Dir die Gegend um Eger ( schöne alte Stadt und Weingegend ) empfehlen.

Eine Motorradtour durch Ungarn unternehmen viele, die gleichzeitig auch die anderen Länder der Region besuchen. Somit lohnt es sich auf dem Weg über Österreich, auch nach Ungarn zu kommen. Anschließend kann die Tour noch über Rumänien und Serbien fortgesetzt werden. Der Balkan ist ideal für ausgedehnte Motorradtouren unter strahlendem Himmel, die weniger auf Geschwindigkeit, sondern auf Entspannung und Freude am Fahren beruhen.

Besonderheiten und Tipps

Ungarn ist ein kostengünstiges und gastfreundliches Land. Die Deutschen haben das Auto und Motorrad fahren im Blut. So besitzen die 17,5 Millionen Bundesbürger mit einem Motorradführerschein rund 4,8 Millionen Motorräder. Sie alle fahren nicht nur in Deutschland, sondern gerne auch mit ihrem Maschinen in den Urlaub. Das Klima in Ungarn ist wie gemacht für das Motorradfahren. Schließlich ist dieses dank seiner Binnenlage sowie den umliegenden Gebirgen ziemlich trocken. Gleichzeitig sind rund 2.500 Sonnenstunden pro Jahr garantiert, was ein Spitzenwert in Europa ist. Wie wäre es also mit einer ausgedehnten Motorradtour quer durch Ungarn? Eine gut ausgebaute Infrastruktur, atemberaubende Landschaften und eine reichhaltige Kultur hat das Land zu bieten.

Autobahnmaut gibts in Ungarn auch für Motorräder, ... speziell im Raum Budapest kann es Dir leicht passieren, auf eine mautpflichtige Strecke zu kommen. Strafen wegen fehlender Vignette oder Videomaut sind saftig.

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