Sicherheit von Motorradfahrern im Straßenverkehr

Motorradfahrer sind im Straßenverkehr besonderen Gefahren ausgesetzt. Ein häufiges Problem sind Auffahrunfälle, die oft auf mangelnde Aufmerksamkeit oder Fehleinschätzungen anderer Verkehrsteilnehmer zurückzuführen sind. Zudem stellt sich die Frage, wie Motorradfahrer bei Geschwindigkeitsüberschreitungen identifiziert werden können, da herkömmliche Blitzer oft nicht in der Lage sind, Fahrer und Kennzeichen eindeutig zu erfassen.

Auffahrunfälle mit Motorrädern

Es gibt sehr viele Auffahrt / Bremsunfälle, da der Fahrer zu Beginn nicht herzhaft genug in die Eisen gestiegen ist. Deshalb: NIE progressiv Bremsen (dh. am Anfang wenig und dann immer heftiger am Bremshebel ziehen). Geradeaus: Ruckartig am Bremshebel ziehen (wenn man ein Pfeiffen hört war's gut) und dann ganz wenig lösen und halten. Somit erreicht man die maximale Bremsverzögerung (dh. der Pneu wird maximal abgerieben, ohne das Rad zu blockieren). Beim Bremsen ist zudem zu beachten, dass der Gasgriff völlig geschlossen wird. Kommt man zum Stillstand, sollte nun der 1. Gang 'drin' sein (man hat ja brav zurückgeschaltet).

Hier kann man meines Erachtens nicht von Bremsen sprechen, sondern höchstens vom Geschwindikeitsreduzieren. Es darf vorne und hinten gefühlvoll aber doch recht energisch gebremst werden. Man darf beim Motorradfahren NIEMALS in einer heiklen Situation die Strasse - resp. Hier meine ich nicht im Stillstand, sondern falls es zu einem Unfall kommt, sollte man sich unbedingt vom Motorrad 'trennen' und nach Möglichkeit 'unverkrampft' gleiten lassen.

Blitzer und Motorradfahrer: Können Motorräder geblitzt werden?

Ja, auch Motorräder können geblitzt werden. Wer mit dem Motorrad an einen Blitzer gerät, wird schnell feststellen, dass es trotzdem blitzt und das jeweilige Gerät nicht nur bei Autos auslöst. Ein Blitzerfoto wird auch in diesem Fall erstellt.

Motorradfahrer, die einen Tempoverstoß begehen, sind schwerer zu identifizieren als Autofahrer. Zum einen gibt es vorn kein Kfz-Kennzeichen, zum anderen ist das Gesicht im Regelfall durch den Motorradhelm verdeckt. Das erschwert die Identifikation des Temposünders im Allgemeinen.

Allerdings sind zu schnell fahrende Motorradfahrer kein neues Phänomen. Die Polizei hat diverse andere Techniken und Hilfsmittel entwickelt, um Motorradfahrer identifizierbar zu blitzen.

Wie werden zu schnelle Motorradfahrer ausfindig gemacht?

Der Polizei stehen dennoch viele Methoden zur Verfügung, den Verkehrssünder ausfindig zu machen. Dazu gehören Fahndungen nach dem Motorrad in Kombination mit der Motorradjacke, sogar Kratzer im Lack können Hinweise geben und auch Hausdurchsuchungen, um das Motorrad zu finden, können angeordnet werden.

Weiterhin kann sie die gemachte Fotoaufnahme mit Krafträdern vergleichen, die im gleichen Bezirk gemeldet sind, wenn derjenige mit dem Motorrad von vorne geblitzt wurde. Viele dieser Maßnahmen sind allerdings mit einem hohen Ermittlungsaufwand verbunden.

Welche Blitzer erfassen auch Motorradfahrer?

Es gibt aber einige Blitzer, die auch ein Motorradfahrer sofort identifizierbar machen. Dazu gehören mobile Blitzer sowie Blitzer, die von vorn und von hinten blitzen.

Werden Motorradfahrer geblitzt, sind sie häufig sofort zu erkennen. Der Grund dafür: Die Möglichkeit ein Motorrad mit dem Blitzer von vorne und hinten zu erwischen. Auch wenn diese Technologie in Deutschland noch nicht weit verbreitet ist, müssen Sie immer davon ausgehen, einem solchen Blitzer in die Fänge zu geraten.

Was passiert, wenn Sie auf dem Motorrad geblitzt werden?

Wenn Sie mit dem Motorrad zu schnell gefahren sind, handelt es sich um einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO). Sollten Sie dabei geblitzt und identifiziert worden sein, müssen Sie mit einem Bußgeldbescheid und - je nach Maß des Verstoßes - eventuell auch mit Punkten in Flensburg oder einem Fahrverbot rechnen. Je nachdem, wie viel zu schnell Sie gefahren sind, liegt das Bußgeld dann zwischen 10 und 680 Euro.

Fahrsicherheitstipps und Perspektivwechsel

Begegnungen von Zwei- und Vierradfahrern sind vielfach geprägt von Misstrauen, Unverständnis und fehlendem Wissen um die Sichtweise des anderen.

Die Schuldfrage bei Unfällen

Statistisch gesehen liegt die Schuld bei Zusammenstößen eines Motorrads mit einem weiteren Verkehrsteilnehmer in 80 Prozent der Fälle beim Pkw-Fahrer. Betrachtet man die Kollisionen zwischen Pkw- und Motorradfahrer mit Personenschaden, so ist in zwei Drittel der Fälle der Pkw-Lenker für das Zustandekommen des Unfalls verantwortlich. Motorisierte Zweiräder werden von anderen Verkehrsteilnehmern oft nicht oder zumindest nicht richtig wahrgenommen.

Gefahrenstellen und Fahrverhalten

Die Hauptursache für Alleinunfälle bei Motorradfahrern ist das Verlassen der Kurve. Das kann bei Gegenverkehr dann natürlich gleich doppelt brenzlig werden. Es geht in diesen Fällen nicht um eine zu hohe Geschwindigkeit, sondern um das mangelnde Fahrvermögen des jeweiligen Fahrers. Ein Motorrad fährt man mit dem ganzen Körper, über Lenkimpuls und Blickführung. Das heißt, ein Motorradfahrer muss da hinschauen, wo er hinfahren möchte.

Überhöhte Geschwindigkeit ist ein Thema, das sowohl Auto- als auch Motorradfahrer betrifft. Biker sind in der Regel auf der Straße, weil sie es möchten. Deswegen sind sie meiner Meinung nach auch tendenziell ambitionierter unterwegs.

Rücksichtnahme im Straßenverkehr

Überall, wo Autos potenziell umdrehen wollen oder beim Ausparken rückwärts in die Straße ragen, haben wir gleich ein doppeltes Problem. Zum einen, weil B- und C-Säule im Auto oder irgendein Verkehrsschild den Motorradfahrer verdecken. Zum anderen, weil man als Autofahrer die Geschwindigkeit des Zweirads schlecht einschätzen kann.

Speziell beim Wendevorgang sollten Autofahrer den Kopf besser drei- als zweimal drehen. Wenn auch nur in der Ferne ein Motorrad zu sehen ist, auf jeden Fall warten. Es fällt Autofahrern schwer, richtig einzuschätzen, wie schnell ein Motorrad wirklich fährt und wann es meinen Standpunkt passiert. Wenn dagegen ein Motorradfahrer feststellt, dass vor ihm ein Autofahrer wenden will, die Geschwindigkeit verringert und die Lenkung einschlägt, sollte er von sich aus die Initiative ergreifen und auf sich aufmerksam machen.

Auch beim Linksabbiegen unterschätzen viele Pkw-Fahrer die Geschwindigkeit von Motorrädern. Kollisionen mit Linksabbiegern im Gegenverkehr gehören zu den häufigsten Begegnungsunfällen!

Assistenzsysteme und ihre Rolle

Oftmals ist es ja auch leider so, dass sich Verkehrsteilnehmer immer häufiger auf ihre Assistenzsysteme verlassen. Diese Assistenten darf man aber nicht verteufeln. Der Querverkehrsassistent zum Beispiel signalisiert mir im Display und mit Warntönen, ob von links oder rechts Gefahr droht. Im Zweifelsfall bremst das System sogar schon selbst. Es nimmt ihm aber nicht die Verantwortung ab.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0