Harley Davidson XL 883 Sportster 2003: Testbericht

Dieser Artikel befasst sich mit der Harley Davidson XL 883 Sportster und geht der Frage nach, ob die Qualität und Verarbeitung bei Harley-Davidson im Laufe der Jahre nachgelassen hat. Dabei werden die Erfahrungen von Fahrern und typische Mängel älterer und neuerer Modelle verglichen.

Qualität und Verarbeitung im Wandel

Als ich ab 2004 begann, mich mit deren Moppeds zu beschäftigen, gab es in Punkto Qualität gar keine Probleme: Die Sportster war unverwüstlich, preiswert und geradezu japanisch verarbeitet. Das habe ich hier auch sehr oft vertreten, weil es nach meiner Überzeugung genau so war.

Jetzt fällt folgendes in dem Sammelthread auf: Ab 2007/08 nehmen banale Probleme deutlich zu UND wiederholen sich! Ich würde es durchaus repräsentativ nennen, wenngleich ich da vorsichtig sein möchte.

Typische Mängel ab 2007/2008

Was es vor 2008 nicht gab, waren folgende Dinge:

  • schlechter Lack, einmal Salz dann Rost
  • Chromabplatzer an Felgen, teilweise mehrere Centimeter lang!
  • schlechte Verchromung an Stoßdämpfern, ...
  • Teile scheuern am Motorrad, weil nicht passgenau. Z.b. Seitendeckel, Tankverkleidung bei der XR, Kupplungszug, Kabel...
  • Kabel im direkten Spritwasserbereich nicht isoliert
  • Manche Teile ohne Korrosionsschutz, z.b. Motoraufhängung, Lenkachse unten aus blankem Stahl.
  • Alulegierungen können auch geändert worden sein, denn die neueren Modelle zeigen viel schneller blühendes Alu
  • Rockerbox-Dichtungen oft defekt. (Das war ab 2007 das erste Thema, womit die EFIs negative PR bekommen haben)

Manche haben den 3. Satz Dichtungen verbaut.

  • Rost in den Kotflügeln
  • Leistungsverlust durch schlecht laufende EFI und schlechte Passgenauigkeit im Ansaugtrakt (Lösung nur durch Mapping, Power Commander...)
  • Spannungsregler der LiMa bei zahlreichen H-Ds defekt. (Siehe Rückruf)

Und das sind nur die Dinge, von denen man wiederholt liest. Auf der anderen Seite haben die älteren Maschinen bis auf die typischen Kleinigkeiten (Tacho beschlägt, Motor patscht in den Vergaser und ruckelt mal - hallo Harley! ) kaum etwas, das auf schlechte Vorarbeit oder allgemein schlechte Verarbeitung zurückzuführen ist.

Wenn dagegen Chrom nach 2.000km großflächig vom Rad abbröckelt, Deckel nicht passen, Elektronik versagt, Teile rosten o.ä. sind das eindeutig Dinge, die nicht am Fahrer liegen!

Kulanzverhalten von Harley-Davidson

In vielen Fällen schreiben Leute, dass sie anhand der Papiere nachweisen können, dass ihre Gebrauchtmaschine mit 10.000km schon den 2. Satz Räder hat, oder neue Kotflügel bekommen hat oder dies und jenes erneuert wurde.

Da scheint man also seitens Harley durchaus nachzubessern, ABER ist man außerhalb der Garantie steht man sehr doof da.Kulanz und Harley, das sind zwei Dinge, die wenig zusammen passen - was auch meine persönlichen Erfahrungen sind.

So hat beispielsweise jemand für seine Nightster nach 2,5 Jahren keine neuen Räder mehr bekommen, obwohl der Chrom schlecht war. Oder man bekommt zu hören, dass das an mangelnder Pflege liegt, wenn handflächengroße Roststellen unter den Schutzblechen auftreten.

Das ist also schon ein sehr einzigartiges Kulanzverhalten, das wohl nur die Company sich leisten kann. Nach 2,5 Jahren gibts eben keine Diskussionen mehr, Pech gehabt.

Eigene Erfahrungen mit Sportster-Modellen

Sportster 883 Vergaser von 2006:

  • Einmal Hauptsicherung defekt, wurde von H-D abgeschleppt und repariert (Garantiezeit).
  • Konstantfahrruckeln. Wurde wiederwillig von H-D verbessert (Garantiezeit!), aber dabei wurde gefuscht, weil man wohl keinen Bock darauf hatte. Nachweislich wurde ich da etwas verarscht. Anstatt die Düsen zu tauschen, wurde nur die Teillastdüse aufgedreht, um das etwas zu vertuschen. Auf der Rechnung steht aber eine Hauptdüse. Einzelfall, aber ärgerlich.
  • Bremslichtschalter nach 30.000km defekt. 15€

Ansonsten nach 35.000km wie neu, keine Probleme. Alu spiegelt wie eh und je, Lack ist tip top! Motor läuft top!

Nightster 1200 EFI von 2008:

  • Alarmanlage defekt, zwei mal damit liegen geblieben. Von H-D auf Kulanz ausprogrammiert, seither keinen Stress mehr damit
  • Alu läuft schnell an und muss regelmäßig poliert werden. Andere Legierungen?
  • die EFI läuft zu mager. Lösung: V&H Fuelpak, damit auch super Leistung

Rost, Rockerboxen-Dichtungen oder Passgenauigkeit sind bisher kein Thema. Da gibt es nichts auszusetzen.

Sportster 48 1200 EFI von 2011:

  • Alarmanlage ändert ihr Setup willkürlich. Muss mal deaktiviert werden. Nutzlos, nervig, eher was für Weihnachten.

Ansonsten keine Langzeiterfahrungen. Lack und Metall sehen aber gut aus.

Bei allen Maschinen rostet die Lenkachse (blankes Material) und die Tachos sind beschlagen. Sonst nichts nennenswertes, außer das die Kabel mies isoliert sind (es geht aber bisher).

Preis-Leistungs-Verhältnis und Fertigungsmängel

Immerhin kosten die meisten Harleys ja doch ordentlich Geld, da würde ich als Kunde schon eine gescheite Verarbeitung erwarten.

Wie kann es sein, dass es richtige Fertigungsmängel bei so hochpreisigen Motorrädern gibt? Schlechter Lack, Chrom, das abplatzt, schlechte Passgenauigkeit.

Sowas kann man notgedrungen akzeptieren bei einer koreanischen Kopie, die nur die Hälfte kostet oder meinetwegen auch noch bei einer Enfield, die eben irgendwo in Indien zusammengedengelt wird und die auch ensprechend günstig ist.

Eine neue Enfield kostet ca. 6.000,- bis 6.500,- Euro. Gerade in den letzten Jahren hat H-D es geschafft durch interessante neue (und günstige) Modelle, wie die Iron 883 und Forty Eight, Kunden von anderen Marken und viele Neueinsteiger zu gewinnen.

Die waren so begehrt, dass man zeitweise nicht einen Euro Rabatt bekommen hat - wenn die einem überhaupt eine Kiste liefern konnten, weil die ungesehen gekauft wurden. Gerade die Leute, die sonst was anderes gefahren haben oder damit eingestiegen sind, gab es sonst nicht so als Kundenstamm - so zumindestens mein Eindruck.

Harley-Davidson Sportster 883 L (XL-2) - Persönlicher Erfahrungsbericht

Ich möchte hier in einigen Punkten meine Erfahrungen mit der Sportster-L schildern. Dabei möchte ich die wichtigsten Aspekte dieses Motorrades abdecken und auch persönliche Erfahrungen ergänzen.

Merkmale

  • Gummigelagerter XL Evolution Motor mit 883 cm3
  • Silbern pulverbeschichteter Motor mit polierten Seitendeckeln
  • Neues, geräuschärmeres Getriebe
  • Neue, leichtgängigere Kupplung
  • Drahtspeichenräder
  • Tiefergelegtes Fahrwerk
  • Verchromte Staggered Shorty Dual Auspuffanlage
  • Mittig montierte Fußrastenanlage
  • Klassischer 12,5-Liter Peanut-Tank
  • Diebstahlwarnanlage mit Wegfahrsperre serienmäßig (Quelle: Harley Davidson.)

Technische Daten

Merkmal Wert
Länge 2.250 mm
Sitzhöhe beladen (81 kg) 641 mm
Lenkkopfwinkel/Nachlauf 30.0º / 117 mm
Radstand 1.515 mm
Tankinhalt 12,5 L
Motorölfüllmenge 3.4 L
Leergewicht 251 kg
Motor Luftgekühlt, Evolution®
Hubraum 883 cm³
Bohrung x Hub 76.2 mm x 96.8 mm
Drehmoment (gemäß Euronorm EC95/1) 70 Nm / 3750 U/min
Gemischaufbereitung Vergaser
Verdichtungsverhältnis 8.9:1
Räder und Reifen vorn 19” verchromtes Drahtspeichenrad, 100/90-19 37H
Räder und Reifen hinten 16” verchromtes Drahtspeichenrad, 150/80B16 71H
Auspuffanlage Staggered Shorty Duals, verchromt
Garantie 24 Monate ohne Kilometerbegrenzung

Motor

Der luftgekühlte V2 leistet bei meinem Motorrad gedrosselte 34PS, was aber dennoch zum gemütlichen Cruisen ausreicht und für den Anfänger auch für das „Sportster Feeling“.

Der Motor ist vermeintlich simpel aufgebaut, verfügt aber dennoch über zahlreiche Details, die ihn auch zu einem modernen Triebwerk machen. Die Ventile werden über Stößelstangen von vier Nockenwellen (untenliegend) angetrieben.

Die Stößel werden allein durch den Öldruck eingestellt und bedürfen bei Wartungen keiner komplizierten Einstellungen.

Der 2006er CV Vergaser macht seinen Job ganz gut, so dass das Motorrad um die 5,5-6,0l auf 100km verbraucht.

Selbstverständlich lässt sich an diesem Motor sehr viel machen, wobei dies natürlich mit Kosten verbunden ist. Für kurze Strecken ist der Milwaukee-Twin allerdings gar nicht zu gebrauchen, da die Warmfahrzeit etwa 15-20km beträgt.

Das heißt, der Motor läuft dann erst gänzl ohne ruckeln und nimmt auch Gas an. Kurzstrecken werden sofort durch Schaumbildung abgestraft.

Jedoch einmal warm läuft das Triebwerk sehr angenehm und das Rascheln der Ventile ist eine Wonne. Auch im Hochsommer überhitzt der Motor beim Stop-and-Go Betrieb nicht, lediglich das Vergaserspucken bei der gedrosselten Variante stört ein wenig und manchmal stirbt der Motor deshalb an der Ampel ab - das ist nunmal Charakter.

Konstantfahrruckeln, welches man den Sportys nachsagt, habe ich bisher nie festgestellt, ebenso ist kein Ölverbrauch feststellbar.

Der serienmäßige Sound ist zwar als Harley zu erkennen, aber sollte (nach der Probezeit) etwas verändert werden - der größte Aftermarket sollte da die richtigen Produkte bereithalten.

Bei verschiedenen Strecken schlägt sich abschließend gesagt der Motor ganz toll, aber man sollte jetzt nicht erwarten, dass es der Killer ist - das bekommt man bei Buell.

Offen, modifiziert und richtig getreten kann man aber schon den Teer umkrempeln.

Fahrwerk

Was ist bei einem Harleyfahrwerk wichtig zu erwähnen? Die Gabel vorn ist sehr weich, man merkt dies besonders bei starkem Bremsen.

Hinten gibt sich die Dame sehr knackig, also alles andere als weich, wie man es oft liest. Hinten sind die Federbeine übrigens auch vom Laien einzustellen, in fünf verschiedenen Positionen.

Das Fahrwerk ist kein überaus sportliches, aber der flotte Landstraßenritt ist trotzdem möglich und Ich persönlich fühle mich sehr wohl mit diesem Fahrwerk.

Alltag

Kurzum: Langer Arbeitsweg: JA. Kurzer Arbeitsweg: NEIN. Das hohe Gewicht ist eigentlich gut zu kontrollieren, nervig wird es erst beim rangieren ohne Motorkraft. Daher sollte man schon vorrausschauend einparken etc.

Stärken und Schwächen

Negativ

  • Bremsen (bei starker Beanspruchung schnell sehr ausgereizt Fürs Cruisen in Ordnung, aber für kurvige Serpentinen wäre mir die Doppelscheibe der Roadster lieber.
  • Warmfahrzeit
  • Tankvolumen von 12,5l, dennoch akzeptable Reichweite (Ich finde den Peanut-Tank allerdings sehr genial. Sportster eben!)
  • der Serien-Dunlop bei Nässe.
  • Vergaserspucken, aber sehr selten
  • Tankdeckel in Serie nicht abschließbar
  • Gabelfedern speziell, da eher schwach

Positiv

  • Charakter. (Die Sportster blicken auf eine interessante Geschichte zurück und alles in allem kauft man ein Bike mit Seele.)
  • Low ist auch der Kaufpreis. (Für unter 8.000€ der beste Einstieg in die glänzende Harleywelt, was aber nicht heißen soll, dass die Sporty nichts für Fortgeschrittene wäre.)
  • tolle Serienausstattung, viele tolle Details.
  • Alarmanlage, einstellbar
  • Umbaumöglichkeiten
  • Motor-Fahrwerk allgemein
  • nicht entscheidend, aber nennenswert: H.O.G. Mitgliedschaft beim Neukauf.
  • Verbrauch

Persönliche Eindrücke

Als ich mit dem Führerschein angefangen habe, musste es diese Harley sein. Das ist schwer zu erklären, denn rational ist das kaum zu erklären, weshalb es eben diese sein musste, allerdings spricht doch viel für sie.

Gekauft ohne Probefahrt: Nie bereut. Das Bike ist tatsächlich sehr gutmütig und trotz der Masse gut zu kontrollieren.

Nachdem ich etwa 12.500km gefahren habe kann ich sagen, dass es ein paar wenige Probleme gab, die aber eigentlich nicht sehr gravierend waren.

Da brennt mal eine Sicherung durch, da spuckt sie mal Öl - alles Dinge, die durch Erfahrung abzustellen sind, wenn man sich mit der Sportster beschäftigt. An sich fällt mir zum Gesamteindruck wenig ein, weil ich durch und durch zufrieden bin.

Am schönsten ist es, das möchte Ich noch loswerden, wenn man gemütlich bei 2.500 UpM der Sonne entgegenfährt, man dem angenehmen Rascheln der Motoreinheit lauscht und die stetigen Arbeitstakte hört.

Dann beschleunigt man und bei 3.500 UpM zieht man die Kupplung. Daraufhin konzentriert man sich auf den Gangwechsel, lässt die Kupplung kommen und genießt das Drehmoment von Unten, wenn frischer Treibstoff in Fahrspaß umgewandelt wird und dem Fahrer ein breites Grinsen beschwert.

Weitere Updates aus der Werkstatt

  • Luftfilterumbau [Tech-Talk] Forcewinder im Selbstbau - "Project Big Sucker"
  • Ölfilterwerkzeug Filterpatrone fest? Kleiner Tip und praktisches Tool inside!
  • Lenker- und Blinkerumbau New Project: Lower Sportster

Kilometerstand: ~ 24.000 km und keine gröberen Reparaturen in Sicht! Sekt her: Anfang des Jahres war der hydraulische Bremslichtgeber defekt.

Neuteil von Drag Specialities unter 10€ aus England. Bremse entlüften = nervig hinten. Ansonsten alles cool. Gestern TÜV neu. Abgaswert 1,8 "Einheit" CO MIT Drossel.

Ich denke, mein Bruder ist inzwischen ziemlich heiß auf die Lady.

Gebrauchtberatung Harley-Davidson Sportster 883

Die Harley-Davidson Sportster 883 ist sackschwer, etwas untermotorisiert und fahrwerksmäßig schnell überfordert. Und sie macht mächtig Spaß.

Doch Vorsicht: Das Billig-Dope ist der Einstieg in so manche Drogenkarriere.

Der Name ist eigentlich ein Witz: Sportster! Engagiert bewegte Rollatoren haben gegen die kleinste und günstigste Harley echte Chancen.

Der Verweis auf eine nun schon fast 60-jährige Karriere, an deren Beginn die für damalige Harley-Verhältnisse durchaus sportliche Kampfansage an leichte und schnelle Twins aus England stand, macht die Sache aus heutiger Sicht nicht besser.

Egal, die von ihren Fans liebevoll „Sporty“ genannte und seit jeher unter dem Typenkürzel XL gehandelte Harley Davidson Sportster 883 entzog sich immer schon allen klassischen Bewertungskriterien und machte - grob vereinfacht gesagt - in ihrem Leben drei wesentliche Phasen durch.

Von 1957 bis 1985 war sie ein Fall für US-affine Liebhaber mit ausgeprägten Schrauberkenntnissen. Der Wechsel vom gusseisernen Shovel- zum komplett neuen, endlich vollgasfesten Evolution-Motor machte die Sporty ab Ende 1985 massentauglich und strafte alle Harley-Vorurteile (ölt, hält nicht…) Lügen.

Quantensprung für 2004er-Jahrgang

Mit dem Wechsel zum 2004er-Jahrgang stand dann der nächste und bislang letzte Quantensprung für die Harley Davidson Sportster 883 an - und um genau diese Generation geht es hier.

Ein vormals etwas phlegmatischer und ab und an ziemlich nerviger Vibrator mauserte sich zum Spaßgerät, das praktisch nur noch good vibrations an die Besatzung weitergibt.

Geheimnis des Erfolgs: Der in den meisten seiner über 400 Teile kräftig überarbeitete Evo-Motor steckt seitdem nicht mehr starr, sondern über Silentblöcke und Schubstangen schwingungsentkoppelt im Rahmen.

In einem komplett neuen und deutlich verwindungssteiferen Rahmen. Obendrauf gab’s bessere Federbeine und leistungsstärkere Bremsen. 30 Kilo Mehrgewicht? Geschenkt, nie zuvor fühlte sich eine Harley Davidson Sportster 883 besser an.

Sportster-Neupreise waren und sind politische Preise, um die Kundschaft anzufixen. Prima für potenzielle Gebrauchtkäufer, denn so gibt’s zum recht überschaubaren Tarif die erste Dosis Harley-Spirit.

Und wer’s dann doch nicht mag, macht nicht viel Geld kaputt.

Marktsituation

Harley Davidson Sportster 883 für 8400 Euro. Das Gebrauchtangebot ist gut, doch relativ junge Exemplare der beliebtesten Modelle (Iron, SuperLow) sind nicht sehr weit vom (relativ günstigen) Neupreis entfernt.

Beispiel (Bild links): Erstzulassung 07/2009, 15.800 Kilometer, aus erster Hand; Preis: 8400 Euro. Typisches Händlerangebot: beliebtes Modell (883 Custom) aus erster Frauenhand, beim Vertragshändler scheckheftgepflegt, Scheibe, vorverlegte Rasten, Garantie.

ab 5000 Euro

Beispielanzeige: XL 883 Sportster 32 545 km, EZ 4/2004, HU neu, aus erster Hand, scheckheftgepflegt, flacher Lenker, Solositz, neue Kupplungsfedern, 5678 Euro (freier Harley-Händler, Niedersachsen)

Niedriges Preisniveau. Unter fünf Mille geht praktisch gar nichts, aber auch unter 6000 Euro wird es schwer, etwas richtig Gutes zu finden.

Wer etwas länger sucht, stößt immerhin auf Standardmodelle mit Vergaser und relativ hoher Kilometerleistung oder auf „individuelle“ Umbauten.

ab 6500 Euro

Beispielanzeige: XL 883 R, 9600 km, EZ 10/2011, HU 2/2018, aus zweiter Hand, scheckheftgepflegt, technisch und optisch wie neu, 7500 Euro (Privatangebot aus Bayern)

Mittleres Preisniveau. Wer zwischen 7000 und 8000 Euro ausgeben kann, hat die ganz große Auswahl, dafür sind auch schon die beliebten Iron- und SuperLow-Modelle zu bekommen.

Die Kilometerleistung liegt meist knapp unter oder nur wenig über 10000 Kilometern.

ab 8500 Euro

Beispielanzeige: XL 883N Iron, 2895 km, EZ 7/2014, HU 7/2016, aus erster Hand, ABS, Scheibe Originalzustand, 8900 Euro (Indian-Vertragshändler und freier Harley-Händler aus Nordrhein-Westfalen)

Hohes Preisniveau. In dieser Preislage sind ganz junge Gebrauchte mit wenig Kilometern, gut gemachte Umbauten und Vorführer zu finden.

Wer unbedingt ABS möchte, muss ebenfalls in dieser Preisklasse suchen - und spart im Vergleich zur Neumaschine selten mehr als 1000 Euro.

Modellpflege 1985 bis 2015

  • 1985 Markteinführung Sportster 883, Grundpreis 13630 Mark (6969 Euro).
  • 1986 Markteinführung Sportster 1100, Grundpreis 16670 Mark (8523 Euro).
  • 1987 Die Sportster 1200 löst die 1100er ab, Grundpreis 15215 Mark (7779 Euro); Markteinführung 883 Hugger; Stoßdämpfer und Schwinge verlängert, stärkere Gabelstandrohre mit Chromkappen, neuer Vergaser.
  • Ab 1993 werden alle Sporster mit Zahnriemen ausgestattet.
  • 1991 Zahnriemenantrieb für XL 1200 und Deluxe; Motor und Getriebe überarbeitet; alle Modelle mit Fünf- statt Vierganggetriebe.
  • 1992 Neue Bremsen und Bremsscheiben; verbessertes Lackierverfahren für Klarlack; Zündschloss bei der 1200er verlegt; Standard und Hugger mit O-Ring- statt Einfachkette; Hugger mit niedrigerer Sitzhöhe; neuer Sitz und Buckhorn-Lenker für Deluxe-Modelle.
  • 1993 Zahnriemenantrieb bei allen Sportstern.
  • 1994 Kabelbaum und Rahmenheck überarbeitet; Zündschloss und Primärdeckel neu; Fender gummigelagert.
  • 1995 Elektronischer Tacho.
  • 1996 Markteinführung XL 1200 C (Custom) und XL 1200 S (Sport); Lenkerarmaturen überarbeite; 12,3-Liter-Tank für 1200er.
  • 1998 Neue Ölpumpe; Elektrik teilweise neu verlegt; neue Zündung; neuer elektronischer Tacho für XLH 883; grundlegende Überarbeitung XL 1200 S: neue Sitzbank; überarbeiteter Motor (Nockenwellen, Zylinderköpfe). neue Zündung.
  • 1999 Custom 53 und 1200 Custom mit schmalerem Dragbar-Lenker und vorverlegten Fußrasten; Tacho modifiziert.
  • 2000 Neue Festsattel-Scheibenbremsen für Vorder- und Hinterrad; neue gekapselte Radlager; neue wartungsfreie Batterie; größerer Tank XL 52 C und XL 1200 C.
  • 2001 Alle Modelle ab Werk mit Harley-Davidson-Reifen (Dunlop); 883er mit modifiziertem Ansaugtrakt und mehr Leistung (53 PS); Nockenwellen-Zahnräder überarbeitet; Ölpumpe und Schmiersystem modifiziert; 1200er mit optimierten Zylinderlaufbuchsen.
  • 2002 Neue Bullet-Style-Blinker; neuer Benzinahn; Markteinführung XL 883 R; 883 Hugger mit niedrigerer Sitzhöhe und überarbeiteten Federelementen.
  • 2003 Alle Modelle mit 100-Jahre-Logos
  • 2004 Markteinführung der neuen Sportster-Baureihe; Motor komplett überarbeitet und mit mehr Leistung (54/67 PS); neues Schmiersystem; Zündung und Auspuffanlage überarbeitet; leichtgängigere Kupplung; neuer Rahmen; neues Bremssystem; 150er- statt 130er Hinterradreifen; Wegfahrsperre und Alarmanlage serienmäßig; Custom-Modelle mit 17-Liter-Tank; Lenker und Fußrasten teilweise neu positioniert; dünnere Lenkergriffe; Service-Intervalle auf 8000 Kilometer verlängert.
  • 2005 Klarglas-Scheinwerfer; bessere Verchromung der Speichenräder; steifere Hinterradschwinge mit stärkerer Hinterradachse.
  • 2006 Getriebe, Kupplung und Bremslichtschalter neu; längerer Seitenständer für 883, 883 R und 1200 R; modifizierte Wegfahrsperre.
  • 2007 wurde der Motor der XL 883 neu abgestimmt und mit neuen Nockenwellen ausgerüstet.
  • 2007 Einspritzanlage statt Vergaser; neue Alarmanlage; Kupplung und Bremse leichtgängige; neue Instrumente, neue Motorabstimmung und neue Nockenwellen für die XL 883.
  • 2008 Einführung XL 1200 Nightster; Seitenständer-Schalter statt Einklapp-Sicherung; verbesserte Kopfdichtungen; 1200 Roadster mit 17- statt 12,5-Liter-Tank.
  • 2014 Drei Modelle: XL 883R, XL 883N, XL 883L; ab 8955 Euro; Neuzulassungen in D: 1187. Wichtigste technische Änderung: ABS serienmäßig (bei Iron optional, + 500 Euro).
  • 2015 Drei Modelle: XL 883R (letztes Modelljahr), XL 883N (jetzt ebenfalls serienmäßig mit ABS), XL 883L; ab 9615 Euro; Neuzulassungen in D: 875.

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