Mountainbike: Aufrecht Sitzen – Tipps für Komfort und Leistung

Die richtige Einstellung deines Mountainbikes ist entscheidend für dein Fahrerlebnis. Eine falsche Sitzposition kann nicht nur zu Schmerzen und Ermüdung führen, sondern auch deine Gesundheit langfristig beeinträchtigen. Gerade auf dem E-MTB können auch steilere Anstiege im Sitzen gemeistert werden. Hier sind einige Gründe, warum du dein MTB richtig einstellen solltest:

  • Vermeidung von Schmerzen und Beschwerden: Eine zu hohe oder zu niedrige Sattelhöhe kann zu Knie-, Rücken- und Handschmerzen führen.
  • Effiziente Kraftübertragung: Eine korrekte Sitzposition ermöglicht eine optimale Kraftübertragung auf die Pedale.
  • Bessere Kontrolle und Handling: Ein richtig eingestellter Lenker verbessert die Kontrolle über das Bike und erhöht die Sicherheit.

Der passende Sattel

Während die Pedale für die muskuläre Kraftübertragung und der Griff am Lenker für guten Halt sorgen, ist es wichtig, fest und bequem im Sattel zu sitzen, selbst nach mehreren Stunden noch. Ein Sattel muss passen und genau deshalb ist die Auswahl groß. Sattel ist nicht gleich Sattel, und man ist gut beraten wählerisch zu sein und verschiedene Modelle zu testen oder auch einmal zu wechseln, falls man Sitz- oder Rückenprobleme hat. Nur zu gepolstert und zu breit sollte der Sattel keinesfalls sein, da man sonst zu weit einsinkt, die Sitzhöcker nicht richtig gestützt und Nerven und Gefäße eingeklemmt werden. Unter ambitionierten Bikern gilt: So komfortabel wie nötig, so hart wie möglich! Alle ROTWILD Bikes sind mit einem MTB-spezifischen Ergon Sattel ausgestattet. Die verschiedenen MTB-Sättel von Ergon sind an der Hinterseite leicht nach oben gewölbt. In den ROTWILD E-MTBs verbauen wir hochwertige Sättel von Ergon. Diese sind optimiert für lange Sitzpassagen bergauf und unterstützen durch die leichte Wölbung die Stabilität in steilem Gelände.

Satteltypen

Der Sattel beim Mountainbike ist üblicherweise lang und schmal, jedoch etwas breiter und mehr gepolstert als beim Rennrad, um eine gute Stützwirkung in der aufrechten Sitzposition zu erzielen. Zu weiche Sättel werden schnell als unangenehm empfunden, da die Nerven im Sitzbereich großflächig belastet werden, was zu Taubheitsgefühlen oder Schmerzen führen kann. Neben der richtigen Sattelbreite, die von deinem Sitzknochenabstand abhängt, spielen die Form und das Polster eine große Rolle. Du solltest dich auch nicht eher zufrieden geben, bis du ein zu dir passendes Modell gefunden hast, denn ein unpassender Sattel kann nicht nur körperliche Beschwerden hervorrufen, sondern dir auch den Spaß am Radfahren gründlich vermiesen. Gegen Taubheitsgefühle im Schritt oder unangenehme Druckstellen gibt es beispielsweise Sättel mit einer langgezogenen Aussparung im Dammbereich. Diese verringert zwar die Kontaktfläche auf dem Sattel, kann aber bei anhaltenden Sitzbeschwerden eine Lösung für in diesem Bereich empfindliche Biker sein.

  • Enduro-Sättel haben einen weichen, V-förmigen Übergang von der Sattelnase zur Sitzfläche, da beim üblichen Enduro-Biken häufig die Sitzposition variiert wird und die Oberschenkel mit seitlichem Druck auf den Sattel das Bike mitlenken.
  • Sogenannte Race-Sättel haben nur einen kurzen Entlastungskanal im Dammbereich, um die Kontaktfläche zwischen Fahrer und Sattel zu erhöhen - damit ist die Polsterung zugunsten eines niedrigen Gewichtes eher dünn.
  • Der meistverwendete Sattel ist der Allround MTB Sattel, der sich durch einen langgezogenen Entlastungskanal auszeichnet, wie auch durch eine breit geformte Sattelnase für sportliche Kletter-Einlagen. Die breitere Sitzfläche stützt dabei ausreichend das Becken. Das Polster ist angenehm straff, ohne sich nach längeren Fahrten “durchzusitzen”.

Die ideale Sitzhöhe

Ist der passende Sattel gefunden, sollte die individuelle Sitzhöhe richtig eingestellt werden. Eine schnelle Möglichkeit, sich der korrekten Sitzposition anzunähern, ist die "Fersen-Formel". Allerdings bleiben dabei individuelle Gegebenheiten wie zum Beispiel die Größe der Füße unberücksichtigt. Mit angezogenen Schuhen wird die Ferse auf das Pedal der nach unten senkrecht positionierten Kurbel gestellt und das Bein gestreckt. Die Hüfte sollte dabei gerade sein, dann kann der Sattel auf Schritthöhe justiert werden. Wenn man nun den Fußballen auf das Pedal stellt, sollte das Knie eine leichte Beugung von etwa 110 Grad aufweisen. Mit verstellbaren Sattelstützen, wie sie in allen unseren E-MTBs verbaut werden, lässt sich die Sitzhöhe komfortabel auch während der Fahrt anpassen: Ein niedriger Sattel für technische anspruchsvolle Bergabfahrten oder ein hoher Sattel für optimale Kraftübertragung bergauf. Die Auszugslänge der Teleskopsattelstützen ist dabei auf die jeweilige Rahmengröße angepasst. Einen besonders großen Verstellbereich, der schnell und unkompliziert an persönliche Vorlieben angepasst werden kann, bietet die Eightpins-Sattelstütze, z.B. So passt es: Die ideale, maximale Sitzhöhe zu ermitteln geht schnell.

Die richtige Sattelhöhe einstellen

Die Sattelhöhe ist einer der wichtigsten Faktoren für eine komfortables Fahrerlebnis und effiziente Kraftübertragung. Sie ist entscheidend für eine effiziente Tretbewegung und um Knieprobleme zu vermeiden. So stellst du sie ein:

  1. Innenbeinlänge messen: Stelle dich ohne Schuhe mit dem Rücken an eine Wand und miss von der Sohle bis zum Schritt. Dies schaffst du am besten, indem du ein Buch zwischen den Beinen nach oben schiebst. Die Oberkante des Buches ist deine obere Messkante.
  2. Sattelhöhe berechnen: Multipliziere deine Beinlänge mit 0,883. Das Ergebnis ist die deine Sattelhöhe.
  3. Sattel einstellen: Stelle den Sattel so ein, dass der gemessene Abstand dem von der Mitte des Tretlagers zur Oberkante des Sattels entspricht. Auf unseren neuen Sattelmodellen wirst du die sogenannte Biomechanische Referenzlinie (BMR) finden. Sie bestimmt den Messpunkt auf der Oberfläche des Sattels.

Einstellen von Sattelneigung, Sattelposition und Sitzüberhöhung

Neben der Sattelneigung und der Position des Sattels ist die Sitzüberhöhung, also der Höhenunterschied von Sattel zu Lenker, wichtig für die Leistungsentfaltung und Vermeidung von Rückenbeschwerden. Diese hängt einerseits von der Körpergröße und Rumpflänge sowie von der Beweglichkeit des Fahrers ab. Entscheidend ist aber auch, welches sportliche Ziel man verfolgt. Eine aufrechte Position ist ideal für lange Touren und Rad-Marathons. Als optimal gilt eine Position, bei der der Oberkörper 45 Grad nach vorne geneigt ist und dabei die Oberarme bei neutraler Sitzposition in einem Winkel von 90 bis 100 Grad stehen. Für hohe Geschwindigkeiten oder Downhillbiker ist eine gestreckte Sitzposition mit einem tieferen Schwerpunkt vorteilhaft. Dies sorgt für mehr Stabilität in Kurven und mehr Wendigkeit.

Eine Orientierung gibt der Blick über den Lenker zur Vorderradachse: Diese sollte für Komfortfahrten hinter dem Lenker und verdeckt bis leicht davor bei sportlichem Fahrstil sein. Kleine Veränderungen bei der Sattelneigung und das Verschieben des Sattels in der Waagrechten können spürbare Auswirkungen auf den eigenen Sitzkomfort haben. Neigung und Position des Sattels lassen sich über die Verschraubung an der Sattelstütze einstellen.

Die richtige Sattelneigung einstellen

Die Sattelneigung beeinflusst die Druckverteilung auf dein Gesäß und deine Hände.

Die horizontale Sattelverstellung

Die horizontale Position des Sattels beeinflusst deine Position im Verhältnis zum Tretlager und zum Lenker. Das erreichst du, imdem du ein Lot von der Kniescheibe nach unten fällst. Das Lot sollte durch die Pedalachse fallen. Das kann am besten von einer anderen Person kontrolliert werden. Verschiebe den Sattel so lange nach vorne oder hinten, bis diese Position erreicht ist.

Die richtige Lenkerhöhe und -position einstellen

Die Lenkerhöhe und -position beeinflussen deine Sitzhaltung und den Fahrkomfort. So stellst du den Lenker richtig ein:

  1. Lenkerhöhe: Die Höhe des Lenkers sollte so eingestellt sein, dass deine Arme leicht gebeugt sind. Ein höherer Lenker sorgt für eine aufrechtere Sitzposition, ein niedrigerer Lenker für eine sportlichere Haltung.
  2. Lenkerbreite: Die Lenkerbreite sollte zu deiner Schulterbreite passen. Ein breiterer Lenker bietet mehr Kontrolle, ein schmalerer Lenker weniger Luftwiderstand.
  3. Lenkerneigung: Stelle den Lenker so ein, dass deine Handgelenke in einer neutralen Position sind, um Überlastungen zu vermeiden. Wenn du unsicher bist, beginne zuerst so, dass du die Griffstück waagerecht einstellst. Nach Bedarf kannst du dann den Winkel der Griffe, beziehungsweise deren Neigung so einstellen, das nur ein sehr feiner Winkel vom Arm zum Handrücken entsteht.

Weitere Tipps

  • Kurze Testfahrten: Mache nach veränderten Einstellungen eine kurze Testfahrt und überprüfe, ob du dich wohlfühlst.
  • Kleine Anpassungen: Verändere die Einstellungen in kleinen Schritten und teste die Wirkung. Mache dir am besten vorher Notizen von den aktuellen Einstellungen, um diese Anpassungen im Bedarfsfall rückgängig zu machen.
  • Individuelle Bedürfnisse: Berücksichtige deine individuellen Bedürfnisse und Vorlieben.

Die richtige Rahmengeometrie finden

Die Rahmenhöhe - gemessen von der Mitte des Tretlagers bis zur Oberkante des Sattelrohrs - ist für das Einstellen der Sitzhöhe wichtig, viel wichtiger aber ist die Rahmenlänge, also der Abstand vom Sattel zur Griffposition. Die richtige Rahmenlänge ermöglicht bei geneigter Sitzposition die Streckung des Rückens in seiner natürlichen S-Form. Nur so kann die Rückenmuskulatur den Oberkörper halten und den Druck auf die Hände und Arme verringern. Diese Position wird erreicht, wenn der Winkel zwischen Oberkörper und Oberarmen etwa 90 Grad beträgt.

Stack to Reach Quotient (StR)

Anhand der Angabe von Stack und Reach bzw. dem Quotienten daraus (StR) kannst du die Charakteristik eines Rahmens ableiten, beispielsweise ob er eher tief und lang oder hoch und kurz ist. Außerdem kannst du unterschiedliche Rahmen anhand dieser Werte genau miteinander vergleichen. Stack geteilt durch den Reach ergibt in der Regel einen Wert zwischen 1,35 und 1,65 , wobei kleinere Werte bis 1,45 für eine sportlich gestreckte Sitzposition stehen, Werte zwischen 1,45 und 1,55 eine gemäßigt sportliche Sitzposition abbilden und Werte über 1,55 für eine komfortable Geometrie stehen. Stack und Reach können dir also dabei helfen, einen passenden Rahmen ohne Fitting zu finden, denn diese Maßangaben sind mittlerweile bei allen Herstellern Standard und in den Datenblättern aller Mountainbike Modelle zu finden.

Effektive Oberrohrlänge (OR)

Die modernen Rahmenformen, z.B. mit abknickenden Sitzrohren, lassen sich auch schwer mit einer Angabe des Reach erfassen, daher hat sich speziell im MTB-Bereich die Angabe der Effektiven Oberrohrlänge (OR) bei der Maßangabe der Rahmen etabliert. Dieses Maß spiegelt die Sitzlänge eines Mountainbikes am ehesten wider und macht unterschiedliche Bikes miteinander vergleichbar.

Wie komme ich in 7 Schritten zur perfekten Grundeinstellung?

Um eine gute Sitzposition auf deinem (neuen) Mountainbike zu finden, kannst du dir mit simplen Hilfsmitteln wie Wasserwaage, Lot und Zollstock helfen. Folge ganz einfach den unten aufgeführten 7 Schritten für eine passende Grundeinstellung.

  1. Innenbeinlänge: Ein zentraler Wert deines Körpers ist die Innenbeinlänge, oder auch Schrittlänge genannt. Sie hilft bei der Ermittlung der richtigen Sattelhöhe.
  2. Sattelhöhe: Aus der Schrittlänge bekommst du einen sehr guten Anhaltspunkt für die Sitzhöhe, die das wichtigste Maß für eine optimale Kraftentfaltung ist. Stelle die Sattelhöhe von der Mitte des Tretlagers bis zur Oberkante des Sattels auf folgendes Maß ein. Sitzhöhe = 0,885 x Schrittlänge (cm)
  3. Sattelneigung: In der Standardeinstellung sollte dein Sattel beim Hardtail waagerecht stehen. Stelle das Fahrrad auf eine ebene Fläche und lege eine Wasserwage der Länge nach auf den Sattel, um eine waagerechte Position einzustellen. Bei einem Fully kann die Sattelnase minimal abgesenkt werden, damit der Sattel beim Einfedern im Fahrbetrieb waagerecht steht.
  4. Pedalplatten: Die Pedalplatten (Cleats) deines Schuhsystems sollten so eingestellt sein, dass die Längsachse deines Fußes im rechten Winkel zur Pedalachse steht. Des weiteren sollte dein Großzehengelenk direkt auf der Pedalachse stehen. Hierfür kann die Anschaffung einer Schablone hilfreich sein, mit der du die Cleats an deinen Radschuhen millimetergenau einstellen kannst.
  5. Sattelnachsitz: Verschiebe deinen Sattel in der Klemmung nach vorne oder hinten, bis bei waagerechter Pedalstellung das Lot von deinem Kniegelenk genau durch die Pedalachse fällt. Kontrolliere danach erneut deine Sitzhöhe. Sattelstützen mit oder ohne Versatz bieten Spielraum für weitere Einstellungsmöglichkeiten, falls der Verstellbereich der Sattelklemmung nicht ausreicht.
  6. Sitzlänge: Messe bei deinem Mountainbike den Abstand von der Sattelspitze bis zur Lenkermitte. Dieser Wert sollte etwa der Faustregel von 0,3 x Körpergröße entsprechen. Sitzt du dennoch gefühlt zu gestreckt oder zu kurz, kannst du diese Position mit einer anderen Vorbaulänge korrigieren. Vorbauten gibt es in unterschiedlichen Längen und Winkeln, evtl. macht die Anschaffung eines einstellbaren Vorbaus Sinn, bis du deine optimale Position gefunden hast.
  7. Lenker-/Sattelüberhöhung bestimmen: Messe bei waagerecht stehendem Mountainbike jeweils vom Boden bis zur Oberkante der Griffe und bis zur Oberkante des Sattels. Die Lenkerhöhe liegt bei komfortorientierten Mountainbikern 2 cm über bzw. 2 cm unter Sattelniveau. Dieser Wert kann mit Spacern unter dem Vorbau oder einem Vorbau mit anderem Winkel korrigiert werden.

Wie stelle ich mein Cockpit richtig ein?

Biken mit abgeknickten Handgelenken wird dir früher oder später Taubheitsgefühle in Armen und Händen bescheren und dir den Spaß an deiner Mountainbike-Tour rauben. In diesem Falle können zum Beispiel Plattformgriffe mit einer vergrößerten Auflagefläche den Druck auf die Innenhand reduzieren. Zudem ist eine ergonomische Einstellung der Griffe und Bremshebel Pflicht für schmerz- und ermüdungsfreies Greifen des Lenkers.

Lenkerbreite wählen

Für eine bessere Kontrolle unter allen Bedingungen geht der Trend zu immer breiteren Lenkern. Wo früher noch Lenkerbreiten von 600 mm Standard waren, sind die heutigen MTB-Lenker im Durchschnitt 720 mm bis 780 mm breit. Im Zweifelsfall einen etwas breiteren Lenker wählen und verschiedene Griffweiten ausprobieren, gekürzt werden kann der Lenker immer noch.

Bremshebel einstellen

Um blitzschnell bremsen zu können, muss der Bremshebel perfekt erreichbar sein. Daher sollte sich dieser weder zu nah am Griff noch zu weit davon entfernt befinden, sodass eine optimale Hebelwirkung erreicht werden kann. Hierfür sollte zudem der Finger am äußeren Ende des Griffs liegen und zusammen mit der Hand und dem Unterarm eine gerade Linie bilden. Wichtig ist auch die Neigung des Bremsgriffs. Diese ist entscheidend dafür, dass deine Hände auf langen Abfahrten nicht so schnell ermüden. Achte darauf, dass Unterarm, Handfläche und gestreckter Finger bei der Abfahrt eine gerade Linie bilden. Denn abgeknickte Handgelenke und punktuelle Belastungen führen häufig zu Schmerzen oder tauben Fingern. Nehme diese Einstellung stehend, in der Grundposition auf dem Rad, vor. Wenn du häufig in sehr steilem Gelände unterwegs bist, könnte eine etwas flachere Einstellung des Bremshebels von Vorteil sein. Denn bergab befindet sich der Oberköper in einer eher tieferen Fahrposition, wodurch sich auch der Winkel der Unterarme zum Bremshebel ändert.

Ergonomie-Check

Wenn du alles wie oben beschrieben eingestellt hast, ist das Handgelenk zum Unterarm etwa nur minimal angewinkelt. Der ausgestreckte Zeigefinger liegt in einer Linie mit der Oberkante des Bremshebels. Die Längsachse von Unterarm und Handgelenk sollte eine Linie bilden, der derzeit übliche Rise-Back-Winkel von 7 Grad pro Seite verhindert eine abknickende Haltung des Handgelenkes. Die Bremsweite deiner Griffe solltest du so einstellen, dass sich der Druckpunkt bei gezogenem Hebel am ersten Zeigefingergelenk befindet.

Überprüfung der Sitzposition

Du hast die beschriebenen Einstellungen vorgenommen und wenn du alle Schritte gewissenhaft durchgeführt hast, passt dir dein Mountainbike jetzt bereits sehr gut. An den geometrischen Daten solltest du nun erstmal nichts weiter verändern, sondern eine ausgiebige Probefahrt von mehreren Kilometern unter realen Bedingungen machen. Oftmals bildet sich nach den ersten Kilometern bzw. Trails erst das neue Fahrgefühl richtig aus und du kannst dein Empfinden beim Fahren genauer bewerten. In der Praxis erkennst du eine gute Sitzposition daran, dass du längere Zeit ohne nennenswerte Probleme oder Beschwerden fahren kannst. Wenn du deine gewählte Sitzposition lange halten kannst, ohne auf dem Rad unruhig zu werden, d.h. du nicht auf dem Sattel nach vorne oder hinten rutscht, deine Sitzposition zentral und kompakt bleibt ohne dass du verspannst oder häufig die Extremitäten lockern musst.

Sitzpositionen im Vergleich

Beim Hollandrad kommt durch die aufrechte Sitzposition sehr wenig Druck auf Hände, Handgelenke und Ellbogen. Allerdings eignet sich das Hollandrad eher für kurze Strecken in flachem Gelände. Durch die aufrechte Position ist sportliches Fahren nicht möglich. Zusätzlich muss die Rückenmuskulatur den Oberkörper aufrecht halten wodurch sie schnell ermüdet.

Auf dem Cityrad ist der Oberkörper leicht nach vorne geneigt. Es eignet sich für den Nahverkehr oder für leichte, gemütliche Radtouren.

Auf dem Trekking- oder Tourenrad ist die Sitzposition etwas sportlicher. Der Winkel zwischen Oberkörper und Armen liegt zwischen 70° und 90°. In dieser Sitzposition haben wir eine ergonomische Gewichtsverteilung.

Das Mountainbike oder Rennrad ermöglicht eine sehr sportliche Fahrweise. Der Winkel zwischen Oberkörper und Armen ist meist größer als 90 Grad.

Zeitfahr- oder Triathlonräder finden hauptsächlich in Wettkämpen ihren Einsatz. Der Fahrer hat sich durch das Training an die sehr sportliche Sitzposition gewöhnt.

Eine weitere Kategorie sind die Liegeräder. Diese gibt es mit zwei oder drei Rädern. Für Menschen mit Behinderung ist ein dreirädriges Liegerad oftmals eine Möglichkeit aus eigener Kraft mobil zu sein. Liegeräder eignen sich als Nahverkehrsmittel genauso wie zur Radreise. Durch die niedrige Sitzposition hat man einen deutlich geringeren Luftwiderstand. Die schnellsten von Muskelkraft angetriebenen Fahrzeuge sind aus diesem Grund die Liegeräder. Viele dieser Fahrzeuge kann man auch mit einer Verkleidung ausrüsten.

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