Ein neues Jahr hat bereits begonnen und viele Menschen fassen den Vorsatz, mehr Sport zu treiben. Für den Einstieg ins Mountainbiken muss es nicht immer ein teures Modell sein. Wir haben uns Mountainbikes bis 300 Euro genauer angesehen, um das passende Bike für den kleinen Geldbeutel zu finden.
Was erwartet Sie in diesem Artikel?
- Vorstellung von Mountainbikes im Preissegment bis 300 Euro
- Testberichte und Erfahrungen
- Kaufberatung für Einsteiger
Test: Rockrider 520 - Einsteiger-Mountainbike für 300€
Das Testbike Rockrider 520 stammt aus dem Hause B´TWIN. Im Test wurde das Rad in der Größe L von einem 1,79m großen Fahrer mit 75kg getestet. Nach dem Öffnen des Kartons sticht sofort das grelle neon-gelb des massiv scheinenden Aluminiumrahmens ins Auge. Neon ist das neue schwarz.
Das Design passt voll und ganz zum aktuellen Trend der Szene. Das Kundenspektrum des Fahrrades richtet sich gemäß der verbauten Federgabel auf Fahrer zwischen 55 und 105 Kilogramm Körpergewicht aus. Die Federgabel stammt wie der Rahmen aus dem Hause B´TWIN und verfügt über 80mm Federweg. Abgebremst werden die Schläge durch eine mechanische Feder und einen zusätzlichen Elastomer auf den letzten Millimetern des Federwegs.
Der Rahmen und die Gabel richten sich als Herzstück des Rades klar an Einsteiger des Mountainbike-Bereich, ausgerichtet auf Tourenfahrten.
Montage und Einstellung
Die Montage des Mountainbikes gestaltete sich simpel und auch die Online-Bestellung stellt für Leihen keine Probleme dar. Durch die Vormontage des Herstellers muss der Kunde lediglich den Lenker an den Vorbau schrauben und ausrichten, das Vorderrad mit den Schnellspannern in die Gabel einspannen, die Pedalen mit dem beigelegten Maulschlüssel montieren und zum Schluss die Sattelstütze in den Rahmen stecken.
Die Einstellung der individuellen Sitzposition gestaltet sich ebenfalls einfach. Die Sitzhöhe lässt sich mittels Schnellspanner an der Sattelklemme anpassen und für das Cockpit hat sich die Marke ein einfaches Fünf-Stufen-System einfallen lassen. Verschieden farbige Spacer ermöglichen die einfache Anpassung der Lenkerhöhe. Für die Anpassung an das Fahrergewicht hat sich B´TWIN zwei Gadgets einfallen lassen.
Zum einen lässt sich die Gabel binnen weniger Sekunden mittels eines „gewichtsabhängigen Justiersystems“ auf das eigene Körpergewicht anpassen und zum anderen verfügen die Reifen über eine Luftdrucktabelle. Zum Schluss sollten noch einmal alle Schrauben kontrolliert werden und der Sattel in eine optimale, waagerechte Position gebracht werden.
Fahrtest im Gelände
Getestet wurde das Mountainbike im Teutoburger Wald, ein kleines Mittelgebirge im Norden Deutschlands. Die Wege und Trails der Region sind breit gefächert, sodass ein guter erster Fahreindruck des Bikes entstehen konnte. Für den Test tauschten unsere Fahrer Tobias und Dominik ihre Rennfeilen gegen das neongrüne B´TWIN. Beide sind im Mountainbike Wettkampfeinsatz zuhause und üblicherweise auf Rädern anderer Preisklassen unterwegs.
Im Gelände angekommen wurde erst einmal die gesamt Schaltpalette des Rads getestet. Die 3×8 Schaltung aus dem Hause SRAM machte von Werk aus einen guten Eindruck und sorgte für sichere Schaltvorgänge durch die 24 Gänge. Ein Nachjustieren der Werkseinstellung war nicht nötig. Ging es bergauf, machte sich allerdings das hohe Gewicht des Rades bemerkbar.
In mancher Rampe wünschten sich die Tester schlicht einen leichteren Gang. Besonders lange und steile Anstiege können so für ungeübte zur Probe werden. In den Abfahrten leisteten die Bremsen gute Arbeit und reduzierten in gewohnter Scheibenbremsmanier die Geschwindigkeit. Ein stabiles und sicheres Fahrverhalten war in allen Situationen gegeben!
Selbst Sprünge waren gut möglich und überschreiten die Grenzen des Machbaren nicht. Die modernen 27,5″ großen Laufräder sorgten zudem für gute Rolleigenschaften und Grip. Im Vergleich zu kleineren 26″ bieten sie eine größere Kontaktfläche zum Untergrund. Zum Abrunden des Gesamtpakets wünschten sich unsere Tester lediglich hydraulische Scheibenbremsen. Der geringe Kraftaufwand und Komfort einer hydraulischen Scheibenbremse ist dem einer mechanischen deutlich überlegen.
Reifenwahl
Bei der Reifenwahl stehen Hersteller und Kunde stets einem Zwiespalt gegenüber. Wenig Profil für leises und schnelles Rollen auf Asphalt oder grobes Profil für gute MTB Eigenschaften? Bei Trockenheit reichten die verbauten Reifen vollends aus, bei Nässe gerieten sie aber an ihre Grenzen. Folglich wäre ein Umrüsten auf gröbere Bereifung für All-Wetter-Fahrer ratsam.
Fazit zum Rockrider 520
Das B´TWIN ist trotz seiner Preisklasse kein Mode-MTB, das maximal Schlaglöcher und Bordsteinkanten wegfedern kann oder einfach nur schick aussieht. Erste Touren durch den Wald? Spaß und Speed auf einfachen Wanderwegen? Das erste MTB für den Nachwuchs? Das Gesamtpaket des Rockrider 520 mit funktionaler Schaltung, Scheibenbremsen und individuellen Anpassungsmöglichkeiten bietet ein beeindruckendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Das B´TWIN Rockrider 520 ist für 299,99€ ein gutes Einstiegsmodell in den Mountainbike Sport.
Weitere Fahrräder bis 300 Euro im Vergleich
Neben dem Rockrider 520 gibt es noch weitere interessante Modelle im Preissegment bis 300 Euro. Hier eine Übersicht:
Chillaxx Strada Premium Bike
Das Chillaxx Strada Premium ist ein Hollandrad mit einer Rahmengröße von 51 cm und einer Reifengröße von 28 Zoll. Im Vergleich mit anderen Fahrrädern bis 300 Euro verfügt das Modell über 21 Gänge und solide Felgenbremsen. Sehr praktisch finden wir, dass das Fahrrad mit vollständiger Beleuchtung und Gepäckträger geliefert wird.
- Vorteile: viele Gänge, unterschiedliche Radgrößen erhältlich, mit Fahrradlampen, inklusive Gepäckträger
- Nachteile: ohne Federung
Galano G600
Das Dirtbike G600 von Galano vereint die besten Eigenschaften von Mountainbike und BMX. Die groben Stollen bieten einen guten Grip auf unbefestigten Wegen und die Federgabel fängt die Stöße ab. Als Vorteil sehen wir auch die mechanischen Scheibenbremsen, die für eine zuverlässige Bremskraft sorgen. Dieses Dirtbike hat nur 18 Gänge, im Gegensatz zu anderen Produkten in unserem Vergleich, die oft mit 21 Gängen angeboten werden.
- Vorteile: gutes Bremssystem, Reflektoren an Pedalen, mit Gabelfederung
- Nachteile: Schutzbleche nicht vorhanden, kein Gepäckträger
Wildtrak - Stahl-Mountainbike WT037
Das Stahl-Mountainbike von Wildtrak überzeugt in unserem Vergleich, da es mit 21 Gängen ausgestattet ist und eine Radgröße von 27,5 Zoll hat. Zusätzlich verfügt es über Fahrradlampen und einen Gepäckträger.
- Vorteile: viele Gänge, zuverlässige Scheibenbremsen, vorne gefedert
- Nachteile: ohne Beleuchtung, kein Gepäckträger
Bounty Country Hybrid Bike
- Vorteile: mit Gabelfederung, viele Gänge, inklusive Gepäckträger
- Nachteile: ohne Beleuchtung
Chillaxx Escape
Das Chillaxx Escape Mountainbike besteht aus Stahl und ist somit recht stabil. Das Fahrrad verfügt über 21 Gänge, was vergleichbar zu anderen Produkten in unserer Tabelle ist. Die Räder sind in unterschiedlichen Größen erhältlich und somit austauschbar.
- Vorteile: viele Gänge, unterschiedliche Radgrößen erhältlich, vorne gefedert
- Nachteile: ohne Beleuchtung
Talson Faster Bbo Mountainbike Fahrrad
Uns ist im Vergleich aufgefallen, dass das Talson Mountainbike durch Speichenreflektoren, Klingel und Sattelrohrbeleuchtung besonders sicher ausgestattet ist. Außerdem bietet die Vorderfederung erhöhten Fahrkomfort auf unebenem Terrain.
- Vorteile: inklusive Speichenreflektoren und Klingel, mit Beleuchtung am Sattelrohr, vorne gefedert
- Nachteile: kein Gepäckträger, kleine Rahmengröße
Talson. T2
Das T2 von Talson hat eine Reifengröße von 26 Zoll und 21 Gänge. Bei dem Fahrrad bis 300 Euro besteht das Bremssystem aus Felgenbremsen, die allerdings nicht so optimal für nasse Witterungsverhältnisse sind. Das City-Rad hat zwar keine Federung, dafür besitzt es als eines der wenigen Modelle in unserem Vergleich ein Beleuchtungssystem. Besonders praktisch finden wir den Gepäckträger.
- Vorteile: viele Gänge, mit Fahrradlampen, inklusive Gepäckträger
- Nachteile: ohne Federung
Günstige E-Mountainbikes: Eine Alternative?
Wer etwas mehr investieren möchte, kann auch einen Blick auf günstige E-Mountainbikes werfen. Hier einige Modelle, die im Preisbereich zwischen 600 und 1400 Euro liegen:
Eleglide M2
Das Eleglide M2 bietet Features, die in dieser Preisklasse ungewöhnlich sind, wie hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor und einen großzügigen Akku.
- Vorteile: tolles Gesamtpaket trotz geringen Preises, großer Akku, starker Motor, 24-Gang-Schaltung, hydraulische Bremsen, gute Federung
- Nachteile: Motor reagiert verzögert, kein Hecklicht, kein Schutzblech, Kabelmanagement
Telefunken Aufsteiger M925
Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet solide Ausstattung und gute Verarbeitung für einen günstigen Preis. Trotz einer etwas geringen Reichweite überzeugt es mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und hochwertigen Schwalbe-Reifen.
- Vorteile: starker Mittelmotor, gute hydraulische Scheibenbremsen, tolles Preis-Leistungs-Verhältnis, schickes Design
- Nachteile: Schweißnähte bisweilen optisch unschön
Worauf Sie beim Kauf eines Mountainbikes achten sollten
Achten Sie darauf, dass Ihr Mountainbike zu Ihrem Fahrstil, dem bevorzugten Terrain und Ihrem Einsatzzweck passt. Wichtig sind ein ausgewogenes Fahrverhalten, zuverlässige Technik und eine Bauweise, die Ihnen sowohl Komfort als auch Kontrolle bietet. So stellen Sie sicher, dass Ihr MTB Sie auf allen Strecken optimal unterstützt.
Der Rahmen
Der Rahmen ist das Herzstück Ihres Mountainbikes und prägt maßgeblich Fahrgefühl, Stabilität und Einsatzbereich. Die Geometrie bestimmt, ob Sie sportlich-gestreckt oder komfortabel-aufrecht sitzen, wie agil das Bike auf Trails reagiert und wie stabil es bei höherem Tempo läuft. Ebenso wichtig ist das Rahmenmaterial: Aluminium bietet ein hervorragendes Verhältnis aus Gewicht, Steifigkeit und Preis, Carbon ist besonders leicht und direkt im Fahrverhalten, während Stahl für Langlebigkeit und hohen Fahrkomfort steht.
Federweg
Der Federweg gibt an, wie stark die Federelemente Ihres Mountainbikes Unebenheiten ausgleichen, und ist entscheidend für Komfort, Kontrolle und Geländetauglichkeit. Bei Hardtails wird nur das Vorderrad über die Federgabel gefedert, bei Fullys sind Vorder- und Hinterrad über Federgabel und Dämpfer abgestimmt gefedert.
Laufradgröße und Reifen
Laufradgröße und Reifenprofil beeinflussen maßgeblich, wie sich Ihr Mountainbike fährt. Größere Laufräder rollen leichter über Hindernisse und bieten mehr Laufruhe, kleinere sind wendiger und agiler. Die Reifenbreite bestimmt Grip, Komfort und Rollwiderstand.
Bremsen
Moderne Mountainbikes sind fast immer mit hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet, da sie auch bei Nässe, Schlamm und steilen Abfahrten zuverlässig und kraftvoll verzögern. Sie bieten eine präzise Dosierbarkeit, was besonders in technischem Gelände für Sicherheit sorgt.
Schaltung
Die Schaltung ist entscheidend dafür, wie leicht Sie Anstiege bewältigen und Tempo aufbauen. Bei Mountainbikes kommt fast ausschließlich die Kettenschaltung zum Einsatz, da sie leicht, effizient und ideal für den großen Übersetzungsbereich im Gelände ist.
Mountainbike-Typen
Mountainbikes lassen sich zunächst in zwei Hauptkategorien unterteilen: Hardtails und Fullys (Full Suspension). Hardtails besitzen eine Federgabel vorne und einen starren Hinterbau. Sie sind leichter, wartungsärmer und oft günstiger - ideal für Einsteiger, Training oder weniger technisches Gelände.
Fullys dagegen sind vorne und hinten gefedert, was für mehr Komfort, Kontrolle und Traktion auf anspruchsvollen Trails sorgt. Sie sind besonders beliebt bei Fahrern, die viel im technisch schwierigen Gelände unterwegs sind oder Wert auf maximalen Fahrkomfort legen.
Neben dieser Grundunterscheidung gibt es weitere spezialisierte Mountainbike-Typen, die auf unterschiedliche Einsatzbereiche zugeschnitten sind:
- Cross Country (XC): Leichte, effiziente Bikes für sportliche Touren und lange Distanzen.
- Down-Country-Bikes: Kombination aus Cross Country und Trail - effizient bergauf, mit zusätzlichem Federweg für Sicherheit auf technischeren Abfahrten.
- Trail- & All-Mountain: Vielseitige Allrounder mit ausgewogenem Federweg für Fahrspaß bergauf wie bergab.
- Enduro MTB: Für steile, anspruchsvolle Abfahrten und technische Trails.
- Downhill & Freeride: Maximale Stabilität und Federweg für extreme Abfahrten.
- Dirtbike: Kompakt, wendig und stabil - ideal für Tricks, Sprünge und Pumptracks.
MTB-Marken
Der MTB-Markt bietet eine große Auswahl an Herstellern:
- Bergamont
- BMC
- Cannondale
- Carver
- Centurion
- Cube
- Focus
- Ghost
- Giant
- GT
- Haibike
- Kreidler
- KTM
- Lapierre
- Liv
- Merida
- Orbea
- Rocky Mountain
- Scott
- Specialized
- Santa Cruz
- Steppenwolf
- Trek
- Wilier
Häufige Fragen zum MTB-Kauf
Wie teuer sollte ein gutes Mountainbike sein?
Ein solides Einsteiger-MTB bekommen Sie ab etwa 700-1.200 €. Für regelmäßiges Fahren eignen sich Modelle zwischen 1.200-2.500 €, während Premium-Bikes ab 2.500 € maximale Performance und modernste Technik bieten.
Kann man mit einem Mountainbike lange Strecken fahren?
Ja, besonders leichtere Hardtails oder E-MTBs eignen sich gut für lange Touren. Mit der passenden Sitzposition, effizienten Reifen und einer geeigneten Übersetzung können Sie auch über viele Stunden komfortabel unterwegs sein.
Was ist ein gutes Gewicht für ein Mountainbike?
Ein gutes Hardtail liegt meist zwischen 12-14 kg, ein Fully je nach Ausstattung zwischen 14-16 kg. Leichtere Modelle sind effizienter bergauf, während etwas mehr Gewicht oft mit robusterer Ausstattung und höherer Stabilität einhergeht.
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