Mountainbike Damen Grün Test: Der ultimative Ratgeber

Mountainbikes sind vielseitige Begleiter für Abenteuer in der Natur. Ob durch Wald und Flur, auf unwegsamen Trails oder sogar in den Bergen - ein Mountainbike Damen macht fast alles möglich. Der Test belegt, wie wichtig es ist, auf ein Mountainbike Damen zu setzen, um so von einem maximalen Fahrkomfort zu profitieren.

Was zeichnet ein Damen-Mountainbike aus?

Dabei kann man vergessen, dass es um E-Mountainbikes oder einen geringerem Rollwiderstand geht, ein geringeres Gewicht oder einen einfacheren Durchstieg, womöglich mit Schwanenhals - oder im schlimmstensfalls um Räder, die der Dame wegen ihrer geschlechtsspezifisch geringeren Beinkraft schneller den Hügel hinaufhelfen.

Noch nicht einmal kleinerer Rahmenhöhen, 26-Zöller statt 29-Zollräder, die Hybridgröße 27,5 Zoll oder Fullys statt Hardtails führen auf die Spur, was Damen- von Herren-Mountainbikes unterscheidet. Selbst die Hersteller können oft nicht so richtig erklären, wie das „Lady“ in der Modellbezeichnung zustande kommt - außer durch Behauptungen wie „frauenspezifisches Chassis“, maximale Kontrolle auf ruppigen Trails oder eine frauennahe, weil größere Farbauswahl.

Dennoch: Manche Hersteller bieten Geometrien an, die unabhängig von der Rahmenform auf die weibliche Anatomie mehr Rücksicht nehmen als der Standard. Modelle mit stark abgesenktes Oberrohr können einem Damen-Mountainbikes das sportlich-gutmütige Handling mit viel Bewegungsfreiheit verleihen und bequemere Sattel ideal für alle sein, die auf längeren Touren entspannt pedalieren möchten.

Besonderheiten bei Federgabeln und Dämpfung

Interessanter wird es mit Federgabeln, die sich auf das möglicherweise geringere Gewicht von Frauen abstimmen lassen - und auch Argumente wie eine nach Körpergröße in Geometrie und Dämpfung abgestimmte Auslegung und entsprechend längere oder kürzere Federwege präzisieren die Frauen-Idee schon eher.

All-Mountain Bikes im Test: Vielseitigkeit bis 3300 Euro

All Mountains gelten als die Alleskönner der Bike-Welt. Mit 140 bis 150 Millimetern Federweg und einer modernen lang-flachen Geometrie meistert man jeden Trail. Gleichzeitig soll das perfekte All Mountain agil bleiben und die unterschiedlichsten Touren-Prüfungen bestreiten können. Feierabendrunde, Trail-Transalp, Bikepark-Abstecher oder Wochenend-Tour? In der Theorie ist ein All Mountain immer der richtige Begleiter und kein Spezialist für nur eine bestimmte Nische.

All Mountains für 3000 bis 3300 Euro waren noch nie so schwer. Gerade All Mountains sind dank ihres breiten Einsatzgebietes für viele der perfekte Einstieg in den Sport und müssen in unseren Augen nicht nur bergab Spaß machen. Wer ein Bike nicht ausschließlich für Shuttle-Fahrten sucht, sondern selbst zum Trail-Einstieg hochtritt, der profitiert von einem leichten Gewicht.

Gewicht und Ausstattung im Vergleich

Im Schnitt bringen unsere Test-Bikes 15,81 Kilo inklusive Pedale auf die Waage. Im Vergleichstest von 2017 waren bis auf YT auch die Vorgänger aller aktuellen Kandidaten vertreten. Damals lag das Durchschnittsgewicht bei 14,33 Kilo, und alle Bikes kosteten unter 3000 Euro. Zum Vergleich: All Mountains dieser Gewichtsklasse kosten im Jahr 2023 meist 5000 Euro und mehr. Investiert werden die zusätzlichen 1,5 Kilo nämlich in breitbandigere Kassetten, stabilere Reifen, steifere Federgabeln sowie teils größere Laufräder und bessere Rahmen. Die Geometrien der aktuellen All-Mountain-Generation lassen bergab mehr Geschwindigkeit und Fahrspaß zu. Klar, dass die Komponenten da mithalten sollten.

In Sachen Ausstattung bieten die Versender Canyon, Rose und YT gewohnt viel fürs Geld. An ihren Bikes finden sich kräftige Vierkolben-Bremsen und potente Gabeln. Auch das Paket des Focus, mit kompletter Shimano-XT-Ausstattung und soliden Federelementen, passt zum Preis.

Preisentwicklung und Marktübersicht

Über die gesamte Branche hinweg betrachtet ist ein Preisanstieg seit Beginn der Corona-Krise Fakt. Pauschal zu behaupten, Bikes seien durch Inflation und Wirtschaftschaos konstant teurer geworden, wäre aber falsch, denn die von uns getesteten All Mountains der 2023er-Generation machen da nur bedingt mit. Seit der Vorstellung der aktuellen Ausbaustufe hat Focus zwar den Preis für das getestete Modell um 100 Euro angehoben, Specialized um 150 Euro und Canyon sogar um 200 Euro, bei Giant und YT sind die Preise jedoch stabil geblieben. Rose hat das Preisschild des Root Miller 2 im Zuge der neuerdings herrschenden Kaufzurückhaltung sogar um 200 Euro nach unten korrigiert.

Testergebnisse und Fahrverhalten

In unserer Punktetabelle liegen die Testkandidaten extrem nah beieinander. Trotzdem fahren sie sich teilweise sehr unterschiedlich. Während man sowohl bei Canyon als auch bei Rose auf Tour unter einer etwas gedrungenen Sitzposition leidet, ist der Unterschied bei Gesamtgewicht und Laufradbeschleunigung zugunsten des Rose deutlich spürbar.

Am besten passt die Kombination aus Sitzposition und Antriebsneutralität bei Specialized und Giant. Beide können sich in der Bergauf-Wertung absetzen und empfehlen sich trotz weniger hochwertiger Ausstattung auch als Touren-Bikes. Bergab muss das Giant die deutlich besser bestückte Konkurrenz jedoch wieder ziehen lassen und verschenkt so jede Chance auf den Testsieg.

Spezialisierung und Fahrspaß

Auch mit einem günstigen All Mountain ist man also in fast jeder Bike-Situation gut bedient. Richtig Spaß machen die Einstiegsmodelle vor allem dann, wenn sie von der Schwerkraft unterstützt werden. Gerade in den niedrigen Preisklassen haben die Hersteller ihre All Mountains immer weiter Richtung Abfahrt spezialisiert. Das Ergebnis sind Bikes, die Touren zwar im Griff haben, bergab aber Meister der Trails sind.

Ausstattungstipps für All-Mountain Bikes

Moderne All-Mountain-Geometrien lassen bergab viel Geschwindigkeit zu. Um ihr Potenzial voll auszuschöpfen, empfiehlt sich eine Gabel mit steifen 35- oder 36-Millimeter-Standrohren. Am Dämpfer ist eine zuschaltbare Plattform ratsam, um Wippen zu unterbinden. Dämpfer mit externem Ausgleichsbehälter leiten Wärme besser ab und bieten gerade auf langen Abfahrten eine konstantere Leistung.

Für eine gute Touren-Tauglichkeit trotz hohen Gewichts braucht es eine große Übersetzungbandbreite. Die 454 Prozent der Sram SX/NX Eagle sind das Minimum. Mehr - wie bei Shimanos SLX/ XT oder Srams GX Eagle - ist besser. Kettenblätter mit 30 oder 32 Zähnen lassen All-Mountain-Biker auch steile Rampen bezwingen.

Auf Felgen mit 30 Millimetern Innenweite stellen sich All-Mountain-Reifen schön breit auf. Vorne ist ein grip-starker Pneu Pflicht, hinten tut es auch ein leichter rollendes Modell mit gutem Pannenschutz.

Vierkolben-Bremsen sind an All Mountains inzwischen Standard. Für eine ausreichende Wärmeableitung sollte der Scheibendurchmesser mindestens 200 Millimeter vorne und 180 Millimeter hinten betragen.

Touren ohne Teleskopstützen sind heute undenkbar. Je nach Größe sollten es mindestens 150 Millimeter Verstellbereich sein. Kurze Vorbauten um 50 Millimeter und breite Lenker um 780 Millimeter sorgen für eine direkte Steuerung und hohe Kontrolle in der Abfahrt.

Alternativen zu All-Mountain Bikes im Test

In den Produktpaletten der Hersteller stehen die All Mountains zwischen 3000 und 3300 Euro meist auf der zweiten Stufe von unten. Ein Blick auf Preis und Leistung offenbart lohnenswerte Alternativen. Hohe Rahmen- und Laufradgewichte sorgen in unserem Test für schwere Bikes. Carbon-Rahmen erleichtern die entsprechenden Modelle um etwa ein Kilo, kosten jedoch auch mindestens 500 Euro mehr. Auf dem Trail sind gute Fahrwerkskomponenten wichtiger als das letzte Gramm.

Einige empfohlene Alternativen:

  • Canyon Spectral 29 AL 5: Ideal für Fahrer, die hauptsächlich bergab fahren und aufs Geld achten.

Mountainbike-Marken im Überblick

Einige der bekanntesten und renommiertesten Hersteller von Mountainbikes sind:

  • Bergamont
  • Cannondale
  • Cube
  • Focus
  • Giant
  • Ghost
  • GT

Wichtige Aspekte beim Kauf eines Mountainbikes

Beim Kauf eines Mountainbikes für Damen sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Größe: Die Größe des Rahmens und der Laufräder sollte zur Körpergröße und zum Gewicht der Fahrerin passen.
  • Stabilität: Achten Sie auf eine solide Verarbeitung der einzelnen Bauteile, insbesondere des Rahmens, der Radachsen und des Lenkers.
  • Gewicht: Ein geringes Eigengewicht erleichtert das Fahren und Tragen des Bikes.
  • Ausstattung: Eine gute Gangschaltung, hydraulische Scheibenbremsen und eine hochwertige Federung sind entscheidend für Fahrspaß und Sicherheit.
  • Ergonomie: Der Sattel und der Lenker sollten an die weibliche Anatomie angepasst sein, um eine komfortable Sitzposition zu gewährleisten.

Tipps zur Pflege und Wartung

Um die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit Ihres Mountainbikes zu erhalten, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Überprüfen und justieren Sie regelmäßig die Reifen, den Sattel und den Lenker.
  • Reinigen und pflegen Sie die Felgen und das Radinnensegment mit speziellen Pflegemitteln.
  • Kontrollieren Sie die Reflektoren und ziehen Sie die Kette regelmäßig nach.
  • Schützen Sie Ihr Rad vor Witterungseinflüssen, indem Sie es nicht im Regen stehen lassen.

E-Mountainbikes als Alternative

Für längere Touren und anspruchsvolles Gelände können E-Mountainbikes eine interessante Alternative darstellen. Sie bieten zusätzliche Unterstützung durch einen Elektromotor und ermöglichen es, auch steile Anstiege mühelos zu bewältigen. Besonders das E-MTB Fully, ausgestattet mit zwei Federungen, ist der perfekte Begleiter für ausgiebige Offroad-Touren und erlebnisreiche Trails.

Damen Mountainbikes: Spezifische Anpassungen

Charakteristisch für Damen Mountainbikes ist der meist aus Aluminium oder Carbon gefertigte, leichte Diamantrahmen. Das abfallende Oberrohr und der verkürzte Abstand zwischen Sattel und Lenker erleichtern insbesondere kleineren Bikerinnen, aufgrund ihrer geringeren Schrittlänge, das Auf- und Absteigen auch auf anspruchsvollem Untergrund.

Bei der Wahl und Ausrichtung des Lenkers ist darauf zu achten, dass dieser nicht zu breit ausfällt und mit dünneren Griffen für kleinere Hände ausgestattet wird. Auch die Bremshebel sollten diesbezüglich entsprechend angepasst werden.

Auch der Sattel ist der Ergonomie des weiblichen Körpers angepasst, um auch auf längeren Ausflügen eine komfortable Sitzposition zu gewährleisten.

Reifengrößen und Fahrverhalten

Die Standards der Reifengrößen liegen aktuell bei 29“ und 27,5“. Bei großen Körpergrößen und dem Wunsch nach Komfort und besonders großer Laufruhe empfehlen sich die 29er Laufräder, während die 27,5“ Räder aufgrund ihrer Agilität und dem leichteren Handling eher in steilerem Gelände und bei kleineren Körpergrößen zum Einsatz kommen.

Tabellarische Übersicht: All-Mountain Bikes im Vergleich

Merkmal YT Jeffsy Canyon Spectral Focus Giant Rose Specialized
Fahrwerk Gut Stark Mittelmäßig - Schwach -
Ausstattung Gut - Solid Einfach - -
Bergauf-Performance Mittelmäßig - Schwach Gut - Gut
Bergab-Performance Stark Stark - - - -
Preis (ca.) 3300 € - - - - 3900 €

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