Jetzt wird es spannend! Es steht die Entscheidung an, auf welcher Route du die Alpen überqueren willst. Also so ziemlich das Wichtigste im Verlauf des Projektes „Alpencross“. Auch wenn es heute zahlreiche bewährte Routen gibt, und die Planung dank Online-Tourenportalen vergleichsweise komfortabel von der Hand geht - das Wichtigste ist, dass die Route deiner Leistungsfähigkeit entspricht. Sonst wird die Tour schnell zur Tortour.
Es gibt viel zu tun! Packen wir es an, denn die Vorbereitungen zu deinem vielleicht ersten Alpencross sind wichtig. Und benötigen durchaus etwas Zeit und Hingabe. Okay, du kannst sicher nicht jeden Punkt zu 100 Prozent perfekt planen, aber es lassen sich doch manche unangenehme Überraschungen minimieren oder gar eliminieren.
Die richtige Route finden
Die Planung einer gelungenen Alpenüberquerung erfordert sorgfältige Vorbereitung und Organisation. Es gibt viele verschiedene Routen durch die Alpen, von den klassischen Hauptrouten bis hin zu weniger bekannten Pfaden. Wichtig bei der Auswahl der Strecke sind vor allem Deine Erfahrung im alpinen Gelände, Deine körperliche Fitness und Dein fahrtechnisches Können.
- Wann und wie lange möchtest Du unterwegs sein? Soll es ein Quickie sein mit 3-5 Tagen, eine typische Alpencross Woche oder gehst Du länger auf Tour?
- Was ist für Deine Route die beste Reisezeit?
- Welche Ausrüstung brauche ich für meine Route? Plane hier bitte immer mit Reserve! Gerade was Kleidung und Sicherheits-Ausrüstung betrifft.
- Planst Du selbst oder buchst Du eine Tour bei einem Veranstalter?
Du solltest zu Beginn grundlegend bei der Auswahl einige Punkte berücksichtigen:
- Möchtest Du eine bestimmte Region der Alpen kennenlernen die Dich schon immer reizt? Dann ist die Auswahl schon einmal etwas eingegrenzt.
- Wie ist Deine Erfahrung? Solltest Du in den Bergen noch wenig oder keine Erfahrung haben, würden wir nicht empfehlen ohne Guide in alpine Regionen fern der 2.000 Meter Marke vorzustossen.
- Wie bist Du konditionell aufgestellt? Plane hier immer etwas weniger als Deine persönliche Leistungsfähigkeit ein.
- Wie ist Dein fahrtechnisches Können? Bist Du auf Abfahrten eher unsicher oder nimmst Du jeden Trail mit den Du finden kannst?
Leicht, Mittel, Schwer - Der Versuch einer Einteilung
Bei einem Alpencross spielen neben der reinen Fitness viele Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel Wetter, Wegbeschaffenheit und Steilheit des Geländes. Deshalb sind die reinen Kilometer- und Höhenmeter-Angaben stets mit Vorsicht zu genießen. Aber man kann sich zumindest bei der Routenplanung an den Werten orientieren. Hinweis: Die Angaben beziehen sich auf Alpencross mit dem Mountainbike.
Leichter Alpencross
- Maximale Tagesleistung: 50 Kilometer / 1300 Höhenmeter
- Charakter
- Längere Strecken auf Asphalt und (beschilderten) Radwegen
- Verläuft überwiegend in Tälern
- Wenn offpiste, dann einfache Schotterwege und Flowtrails
- 100% der Strecke ist in der Regel fahrbar
- Wenige Passübergänge mit max. 1000 bis 1500 Meter Höhe
- Öffentliche Verkehrsmittel notfalls jederzeit erreichbar
- MTB nicht zwingend notwendig. E-Bike, Trekkingbike oder Gravelbike ebenfalls möglich
Relativ einfache Routen führen über Fernpass und Reschenpass (beide gehören zur Via Claudia Augusta). Oder über den Brennerpass. Oder folgen dem Inn durchs Engadin und am Ende über den Malojapass Richtung Comer See. Eine herausragende, nicht allzu schwere Variante führt nach dem Reschenpass ins schweizerische Val Müstair und weiter durchs traumhaft schöne Hochtal Val Mora zum Cancano Stausee (Nähe Livigno). Einfache Abfahrt auf Schotter nach Bormio und weiter auf Radwegen durchs Valtellina Richtung Comersee.
Tipp: Eine Route lässt sich stets auch durch verkürzen der Tagesetappen „erleichtern“. Dann benötigst du jedoch insgesamt mehr Zeit für deinen Alpencross.
Mittelschwerer Alpencross
- Maximale Tagesleistung: 60 Kilometer / 2000 Höhenmeter
- Charakter
- Höherer Offpiste-Anteil (60/40% bis 70/30% Naturbelag/Asphalt)
- Meist Schotterwege aber auch viele Trail- und Wanderweg Passagen
- Täglich ein längerer Anstieg ist die Regel
- Passübergänge können über 2000 Meter hoch liegen
- Vereinzelte Schiebepassagen gehören dazu
- Solide Fahrtechnik Voraussetzung
- Gelegenheiten für Abkürzungen werden weniger (z. B. Abbruch im Notfall)
- Öffentliche Verkehrsmittel nicht immer in der Nähe
- MTB Voraussetzung, Fully empfehlenswert
- E-Bike-Nutzung abhängig vom Streckenverlauf (Trage- und Schiebepassagen checken!). Lademöglichkeiten an der Strecke sind täglich Pflicht
In dieser Kategorie exisitieren inzwischen zahlreiche Routen über die Alpen. Der Großteil der Strecken ist im Sattel fahrbar, selten gibt es ausgesetzte oder gefährliche Passagen. Man braucht eine gewisse Kondition, aber wird mit einem hohen Erlebnisfaktor belohnt. Am besten man orientiert sich an einer der Klassiker-Routen (siehe Tabelle) und baut nach Wunsch Varianten ein. Oder weicht zwischendurch auf leichtere Abschnitte aus.
Beliebte mittelschwere MTB-Pässe über den Alpen-Hauptkamm:
- Pfitscher Joch AUT/ITA, 2246 m
- Route: Mayrhofen i. Zillertal - Schlegeis-Speicher - Pfitscher Joch - Pfitschertal - Sterzing
- Charakter: Der früher mühevolle nordseitige Aufstieg vom Schlegeis-Speichersee zum Joch ist seit seiner Sanierung ein Mix aus fahren, schieben und tragen. Relativ einfache Schotter-Abfahrt nach Süden.
- Pass da Costainas CH, 2251 m
- Route: Bad Scuol i. Unterengadin - S-Charl - P. d. Costainas - Val Müstair
- Charakter: Einfache Fahrstrecke bis S-Charl, dann Schotterweg bis zur Alp Astras. Auch der finale Trail über die Passhöhe ist meist fahrbar. Landschaftlich ein Traum! Logischer Anschluss: Durchs herrliche Hochtal Val Mora zum Lago Cancano und weiter nach Bormio.
- Septimerpass (Pass da Sett) CH, 2310 m
- Route: Tiefencastel - Bivio - Val da Sett - Septimer - Casaccia (Bergell)
- Charakter: Ab Bivio auf Schotter ins herrliche Val da Sett, bald steiler zum Pass. Abfahrt auf altem Saumpfad mit Trail-Charakter. Gute Fahrtechnik Voraussetzung. Ziel dieses Alpencross könnte der Comersee sein.
Auf einer schweren Route ist eine solide Fahrtechnik Voraussetzung.
Schwerer Alpencross
- Tagesleistung: Ab 60 Kilometer / über 2000 Höhenmeter
- Charakter
- Kaum Streckenabschnitte auf Asphalt
- Oft grobe Untergründe und oder unwegsames Gelände
- Steile oder sehr steile Anstiege
- Technisch anspruchsvolle Singletrails
- Schiebe- und Tragepassagen kommen regelmäßig vor
- Hohe Pässe jenseits 2500 Meter
- Lange Streckenabschnitte abseits der Zivilisation
- Sehr gute Fahrtechnik Voraussetzung
- Ein vollgefedertes MTB ist Pflicht
- In der Regel NICHT für E-MTBs geeignet
Hier sind der Planungswut kaum Grenzen gesetzt. In wie weit jedoch lange Schiebe- und Tragepassagen Spaß machen, muss jeder für sich entscheiden. Und man muss auch mit Gefahren wie extrem ausgesetzten Wegen und potenziellem Absturzgelände rechnen.
Beliebte schwere MTB-Pässe über den Alpen-Hauptkamm:
- Krimmler Tauern AUT/ITA, 2634 m
- Route: Wald i. Pinzgau (A) - Krimml - Achental - Windbachtal - Krimmler Tauern - Ahrntal (I) - Bruneck i. Pustertal
- Charakter: Zu Beginn auf einem Fahrweg durchs Krimmler Achental. Achtung: Es gibt am Beginn einen 300 Meter langen, unbeleuchteten Tunnel, der ohne Stirnlampe nur schwer passierbar ist. Ab dem Abzweig ins Windbachtal werden viele Biker bereits schieben müssen. Die Mühen ziehen sich bis zur Passhöhe. Auch der Trail-Downhill ins Ahrntal ist technisch anspruchsvoll und nur für Cracks durchgehend fahrbar.
- Pfunderer Joch ITA, 2568 m
- Route: Fußendraß i. Pfitschtal - Drassberg Alm - Pfunderer Joch - Pfunders - Niedervintl i. Pustertal
- Charakter: Das Pfunderer Joch ist zwar ein Klassiker, liegt aber bereits jenseits des Hauptkamms. Es wird meist im Anschluss ans Pfitscher Joch gefahren. Der Übergang verbindet das Pfitschtal mit dem Pustertal. Schwere An- und Abstiege auf beiden Seiten auf Karrenwegen und Trails. Landschaftlich top! Aber selbst im August muss in der Höhe noch mit großen Schneefeldern gerechnet werden.
- Pass Chaschauna CH/ITA, 2694 m
- Route: S-Chanf i. Oberengandin - Alp Chaschauna - Pass C. - Livigno
- Charakter: Hier hat Transalp-Pionier Andi Heckmair den Hauptkamm überquert. Inzwischen ist der Übergang für Biker hergerichtet worden und ein großer Trailspaß, besonders auf der schweizer Seite.
Erprobte Routen als Basis
Tourenplanung war zu Heckmairs Zeiten vor rund 30 Jahren tatsächlich noch ein Abenteuer. Es gab einfach keine erprobten Routen. Dank zahlreicher Bücher, Artikel in Magazinen und vor allem Internet-Portalen wie Komoot oder Outdooractive, ist die Planung heute dagegen fast ein Kinderspiel. Längst haben sich beliebte und vor allem sinnvolle (fahrbare) Routen heraus kristallisiert, die im Falle der Via Claudia Augusta sogar durchgehend beschildert sind. Man findet im Netz fertig konfigurierte Routen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden bis hin zu speziellen Routen für Freerider, in deren Verlauf sich immer wieder Aufstiegshilfen nutzen lassen.
Unser Online Tipp: Planen mit Komoot
Das beliebte Online-Tourenportal Komoot ist dank einer sehr aktiven Community ein schier unerschöpflicher Fundus für Radtouren generell. Neben kompletten Alpencross-Routen kann man auf Tipps der User zugreifen (Highlights), die besonders lohnende Streckenabschnitte beschreiben, die sich dann mit einigen Mausklicks zu einer individuellen Route zusammenstellen lassen. Quasi ein digitales Baukastensystem.
Anhand der Höhenlinien lassen sich auch Höhenunterschiede erkennen. Und zwar trägt jede 5. Linie (dicker als diejenigen dazwischen) irgendwo in ihren Verlauf eine Höhenangabe. Zusätzlich sind in einer Topokarte markante Punkte mit einer Höhenangabe versehen, zum Beispiel Gipfel, wichtige Wegverzweigungen oder Brücken. Mit Hilfe der Differenzen zwischen den Werten kann man beispielsweise zu bewältigende Höhenmeter abschätzen.
Im MTB-Overlay der digitalen Komoot Karte sind viele MTB-taugliche Wege farbig markiert und teilweise sogar mit Schwierigkeitsangaben versehen - und es werden mit Hilfe der User immer mehr! Die Angaben (S0 bis S5) beziehen sich auf die Singletrail-Skala der DIMB (Deutsche Initiative Mountainbike).
Orientierung unterwegs
Auch dieses Thema solltest du dir bereits bei der Planung überlegen. Nur wenige Biker fahren heute noch nach (gedruckten) Landkarten, auf denen sie die ausgearbeitete Route farbig markiert haben. Wenngleich es sinnvoll ist, eine solche Topokarte für den Notfall dabei zu haben! Problem ist natürlich, dass du für eine Alpencross-Distanz viele Blattschnitte mitschleppen musst.
Praktischer ist es, mit Hilfe eines GPS-Gerätes oder sogar dem Smartphone zu navigieren, auf das du den geplanten Track geladen hast. Damit hast du die Strecke ständig im Blick und musst nicht an jeder Ecke anhalten, um die Karte aus der Tasche zu ziehen. Folgende Punkte solltest du jedoch beachten:
- Ein reines GPS-Gerät ist in der Regel robuster als ein Smartphone und benötigt weniger Energie. Nachteil: Sein Bildschirm ist kleiner und Kartendetails sind schwerer erkennbar.
- Achte darauf, dass dein Navi, egal welche Art, mit einer robusten Halterung am Lenker sitzt und der Bildschirm mit dem Track gut zu erkennen ist. Das erleichtert ein flüssiges Vorankommen enorm. Außerdem: Wetterschutz!
- Sorge stets für ausreichend elektrische Energie (Ersatzakkus oder -batterien, Powerbank, etc.). Denn ein Ausfall bedeutet, dass du dich nicht mehr orientieren kannst.
- Richte dein Smartphone unbedingt für Offline-Navigation ein und lade die entsprechenden Karten darauf! Portale wie Komoot und Outdooractive bieten dieses Feature an (kostenpflichtig). Dann benötigst du für die Track-Navigation kein Mobilfunknetz, sondern lediglich ein GPS-Signal.
Wann ist die beste Zeit für deinen Alpencross?
Das hängt von deiner geplanten Route und dem Ende des Winters ab. Willst du Pässe über 2000 Meter Höhe überqueren, liegt oft Schnee bis in den Juni hinein. Und mit Schneefeldern in steilem Gelände ist nicht zu spaßen, auch wenn es vielleicht Stapfspuren gibt! Die Gefahr abzurutschen ist real und außerdem kosten solche Querungen viel Zeit.
Im Juli und August besteht dieses Problem zwar nicht, aber in diesen Haupt-Ferienmonaten kann es schwierig werden, Unterkünfte zu finden. Erst recht spontan, also ohne Reservierung. Außerdem ist der August oft geprägt von großer Hitze und hoher Gewittergefahr.
Wenn du also zeitlich unabhängig bist, dann starte am besten Ende Juni oder im Spätsommer. Routen über niedrige Pässe wie die Via Claudia Augusta kannst du bereits ab Mitte Mai in Angriff nehmen. Tipp: Mit der allgemeinen Klimaveränderung rückt der Herbst immer mehr in den Fokus, wo zunehmend mildes Wetter herrscht. Die Trails sind trocken und die Temperaturen zum Radeln ideal.
Wo übernachten?
In den Alpen findet man in den größeren Talorten ein recht großes Angebot an Unterkünften aller Kategorien. Außerhalb der Hauptsaison ist es in der Regel kein Problem, selbst spontan ein freies Bett zu finden. Wer sich mit Reservierungen wohler fühlt, kann und sollte dies tun. Man ist dann allerdings weitgehend an die geplanten Etappenorte gebunden.
Einen besonderen Reiz hat es allerdings, oben auf dem Berg in Hütten zu übernachten. Bei dieser Variante ist eine rechtzeitige Reservierung unabdingbar! Und man muss bereit sein, auf einen gewissen Komfort zu verzichten. Vorteilhaft ist auch eine Mitgliedschaft in einem der Alpenvereine.
Tipp: Alle Telefonnummern der geplanten Unterkünfte bereits im Voraus im Smartphone speichern (mit Landesvorwahl!). Auch Notfall-Nummern nicht vergessen.
Planungstipps für E-Biker
Der Spaß steht und fällt mit der Energieversorgung! Deshalb musst du bei der Planung auf entsprechende Ladestationen unterwegs achten. Bei Unterkünften im Tal ist dies heutzutage kein Problem mehr. Wer jedoch auf Berghütten übernachten will, sollte die Lademöglichkeiten vorab explizit abklären. Und wenn sich in der Mittagspause die Gelegenheit zum Nachladen bietet, solltet ihr diese IMMER nutzen!
Lerne dein E-Bike beim Training und in der Vorbereitung genau kennen. Wieviele Kilometer und Höhenmeter hält der Akku durch?
Achte darauf, dass auf den Etappen möglichst wenige Schiebestrecken und am besten keine Tragepassagen vorkommen! Klar ist es möglich, ein E-Bike auch mal zu schultern, aber es macht definitiv keinen Spaß.
Was muss mit auf die Transalp?
Eine Faustregel, die dafür sorgen sollte, dass die Packlust nicht überhandnimmt, lautet: Maximal acht Kilo sollte der Rucksack (25-30 Liter reichen) für eine Transalp wiegen. Angenommen, man hat Helm, Radhose, Trikot, Buff, Radschuhe, ggf. Handschuhe und Sonnenbrille an und Trinkflaschen und Navigationsgerät am Rad, sollten folgende Dinge in den Rucksack (mit Regenhülle):
- Hose, Oberteil, Unterwäsche für die (Hütten-)Abende
- Optional: Ersatz-Trikot und -Radhose, Wechselsocken
- Regenjacke
- Isolierende (Wärme-)Schicht (in den Bergen kann es auch im Sommer schnell frisch werden)
- Erste-Hilfe-Set
- Biwaksack für Notfälle
- Smartphone, Lademöglichkeit
- Karte digital (wenn möglich im Offlinemodus nutzbar) und Papier
- EC-Karte, Bargeld, Personalausweis, ggf. DAV-Mitgliedsausweis
- Ggf. Hüttenschlafsack
- Energieriegel, Snacks
- Funktionshandtuch (schnelltrocknend)
- Duschgel/Shampoo
- Zahnbürste und -pasta
- Deo
- Sonnencreme
- Ohropax
- Ggf. Insidertipp: Bei einer Transalp macht sich jedes zusätzliche Gewicht bergauf schnell bemerkbar. Gerade Neulinge können auch eine geführte Tour in Erwägung ziehen - hier wird oft ein Gepäcktransport angeboten.
Packliste zum Abhaken
- Fahrradhelm
- Fahrradbrille/Sonnenbrille (mit Wechselgläsern)
- Kurze Radhose/Radshorts
- Radtrikot
- Funktionsunterhose bzw. Schlafbekleidung
- Hüttenschuhe
- lange, leichte Freizeithose für den Abend
- T-Shirt für nach der Tour
- Sandalen/leichte Freizeitschuhe
- ggf. Hüttenschlafsack
- ggf. GPS-Uhr
- Pulsmesser & Brustgurt (optional)
- Handy
- Ladegerät
- Fahrradcomputer
- Stirnlampe
- ggf. Fotoausrüstung
- ggf. Fahrradwerkzeug/Multitool
- Luftpumpe (2 pro Gruppe)
- Dämpferpumpe (1 pro Gruppe)
- Ersatzschlauch (2 Stück)
- Kabelbinder
- Flickzeug
- Gaffa-Tape
- ggf. Fahrrad-Ersatzteile (z.B.
- Erste-Hilfe-Set und Verbandszeug
- Kulturbeutel mit Inhalt (Deo, Dusch-/Shampoo, Zahncreme, Zahnbürste, Rasierer, Haarbürste)
- persönliche Medikamente/Reiseapotheke
- Reisehandtuch (klein)
- Damenhygiene
- Sonnencreme & Lippenschutz
- Cremes für Gelenke und Gesäß
- Kinesio-Tape
- Insektenschutz
- Taschentücher
- Nagelschere, Pinzette
- kleines Handwaschmittel
- ggf. Ausweis/Reisepass
- Krankenversicherungskarte
- Nachweis Auslandskrankenversicherung
- Alpenvereinsausweis
- Topografisches Kartenmaterial
- ggf.
Das richtige Fahrrad für einen Alpencross
Die Wahl des richtigen Mountainbikes für Deine Alpencross Route hängt vor allem vom konditionellen und fahrtechnischen Anspruch ab. Je schwerer die Abfahrten umso potenter das Fahrwerk und die Geometrie. Je länger die Auffahten, umso leichter und uphill-tauglicher sollte Dein Mountainbike sein.
Pflicht in jedem Fall ist aber ein Bikecheck vor der Tour!
Fully oder Hardtail?
Unserer Meinung nach ist ein Fully (vollgefedertes Bike) generell die bessere Wahl, sobald das Gelände grober wird, als ein „normaler“ Schotterweg. Gibt es allerdings nur wenige solcher schwierigen Passagen auf eurer geplanten Route, kann ein Hardtail unter bestimmten Voraussetzungen mithalten.
| Fully (Vollfederung) | Hardtail (nur Federgabel) |
|---|---|
Vorteil
| Vorteil
|
Nachteil
| Nachteil
|
Komfort wird unterschätzt! Gerade auf langen Strecken spielt der Fahr- und Sitzkomfort eine entscheidende Rolle.
Wieviel Federweg ist sinnvoll?
Für einen Alpencross liegst du im Bereich von 140 bis 160 Millimeter in der Regel richtig. Sportliche Biker orientieren sich eher am unteren Wert. Wer viele Trails und technisch anspruchsvolle Strecken im Sinn hat, eher am oberen. Die passenden Bikes kategorisieren sich unter den Begriffen All Mountain, Trailbike und Enduro - Federweg von links nach rechts zunehmend.
Beim Hardtail machen mehr als 140 Millimeter Federweg an der Gabel kaum Sinn. Auf jeden Fall solltest du voluminöse Reifen montieren, es sei denn, deine Route verläuft überwiegend auf Asphalt. Wenn es dein Hinterbau zulässt, empfehlen wir durchaus bis zu 2.6 Zoll Breite! Breite Reifen können sogar die fehlende Hinterbaufederung etwas kompensieren.
Wichtig: Die richtige Berg-Übersetzung
An modernen Mountainbikes mit 1-fach Kurbel ist die Übersetzung in der Regel sehr breit gefächert. Aber denk dran: In den Alpen musst du mit langen Steigungen rechnen. Und du bist nach einigen Etappen nicht mehr so frisch wie am ersten Tag. Hinzu kommt das Mehrgewicht des Gepäcks. Beispiel: Ab Werk sind viele 1-fach Bikes mit einem 30er bis 32er Kettenblatt und Kassetten mit 50 bis 52 Zähnen ausgestattet. Für einen Alpencross wäre ein 30er Kettenblatt vorne die bessere Wahl. Für noch entspannteres Klettern könnte man dieses noch gegen ein Kettenblatt mit 28 Zähnen austauschen. Am besten auf einer Testtour mit Gepäck ausprobieren, welche Untersetzung am Berg für dich Sinn macht.
Vorbereitung ist alles
Wie Du Dich für Deine Alpenüberquerung vorbereiten solltest ist eine sehr umfassende und individuelle Fragestellung. Wir werden Dir auch hierzu noch einen Artikel verfassen, aber grundlegend musst DU die folgenden Dinge beachten:
- Das Training sollte zu Deiner Leistungsfähigkeit und zu Deiner gewählten Route bzw. dem Anspruch Deines geplanten Alpencross passen!
- Regelmässigkeit ist das Zauberwort!
- Mit Alpencross Material und bei jedem Wetter trainieren. Mal mit Rucksack fahren und auch bei Regen raus! Auch solltest Du mit dem Bike/Sattel/Griffen trainieren die Du auf Tour nutzen möchtest!
- Teste alles Material vor der Toru im Training!
- Vielfältigkeit macht auch fit! Andere Sportarten erweitern Dein Training und steigern die Freude an der Bewegung!
- Sieger werden in den Pausen gemacht! Regeneration ist das Zauberwort. Baue genügend Pausen in Dein Training ein und lege mal eine Sauna- Dehn - oder Yogaeinheit ein.
- Achte auf Deine Ernährung! Auch hier gilt: Vielfältigkeit uns ausgewogene Ernährung sind der Schlüssel zum Erfolg.
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