Mountainbike-Touren auf Waldwegen: Ein umfassender Überblick

Mountainbiken ist eine aufregende Bergsportart, die immer mehr Anhänger findet. Die Alpen sind ein Eldorado für alle MTB-Fans, aber auch in Deutschland gibt es viele schöne Touren für MTB-Fans. Je nach Bundesland oder Land unterscheidet sich die Gesetzeslage zur Wegenutzung, einzelne Regelungen fürs Biken finden sich in den jeweiligen Waldgesetzen. Alles Wichtige rund um die rechtliche Lage fürs Mountainbiken haben wir in unserem Artikel zu den Wegen fürs Mountainbiken zusammengefasst. Jetzt geht's aber erstmal um die Trail- und Wegevielfalt in Deutschland und anderen Alpenländern.

Deutschland: Vielfalt für Mountainbike-Fans

Gut ein Drittel der Landesfläche in Deutschland ist mit Bäumen bedeckt. Für die einen sind die Wälder eine Oase der Ruhe, für andere ist es ein Ort, um sich auszupowern. Insbesondere Mountainbiker erfreuen sich daran, mit ihren Rädern den Wald zu entdecken.

Bayern & Baden-Württemberg

Bayern, vor allem der Alpenraum, lockt mit seinen höheren Gipfeln, es überrascht daher nicht, dass es gerade in Oberbayern eine ganze Reihe an MTB-Wegen gibt. Neben einer Übersicht zu Touren in Oberbayern gibt es auch aber auch tolle Routen und Trails in Niederbayern, zum Beispiel im Bayerischen Wald oder auf den Kammtrails des DAV Aschaffenburg im Nordwesten Bayerns. Allerdings haben besonders die oberbayerischen Tourismusverbände keine offiziellen Trails ausgewiesen. Die Routen, die online ausgeschrieben sind, führen daher ausschließlich über Forststraßen.

Der DAV Landesverband Baden-Württemberg setzt sich aktiv dafür ein, dass die "Zwei-Meter-Regel" fürs MTB überwunden werden kann. Bislang gilt: Biken auf Wegen, die schmäler als zwei Meter sind, ist verboten. Dennoch bietet auch Baden-Württemberg eine schöne Anzahl an genehmigten Bikeparks und offiziellen Trails wie zum Beispiel in Heilbronn und Umgebung. Hier ist die Mountainbike-Initiative Verantwortungsvolles Biken Heilbronn aktiv, der auch die Sektion Heilbronn angehört. Ebenfalls für den Sport stark macht sich die Bergsteigergruppe Spaichingen des DAV Oberer Neckar, die drei offizielle Trails am Zundelberg in Spaichingen errichtet hat.

Wer schon immer mal den Schwarzwald auf dem Bike erkunden wollte, kann sich auf dem 140 Kilometer langen "Gipfeltrail Hochschwarzwald" austoben.

Berlin & Brandenburg

Auch in flacheren Gefilden lässt sich's gut Biken! Von sanften Routen bis hin zu anspruchsvolleren Wegen gibt es in und um Berlin einige Touren. Egal ob durch die Dörbitzer Heide, Grunewald, zum Templiner See oder am Teltowkanal entlang - landschaftlich gibt es einiges zu sehen. Außerdem gibt es eine Downhill-Strecke in den Müggelbergen, betrieben vom Downhill Berlin e.V..

Hessen & Nordrhein-Westfalen

Im Spessart warten 22 MTB-Touren mit über 875 Kilometern Gesamtlänge auf Biker*innen. Viele Touren führen über Forstwege, bieten einfache sowie anspruchsvolle Trails und verlocken mit idyllischen Pfaden. Quer durch den Spessart geht es entlang sprudelnder Bäche, durch tiefe Täler, stille Wälder und über Hochflächen. Wer es ein bisschen ruhiger mag, findet in der angebotenen Vielfalt sicher eine Tour. Egal ob Genussabfahrten oder Steigungen, der Spessart gehört zu den führenden Mountainbike-Destinationen im Rhein-Main-Gebiet.

Es gibt außerdem zahlreiche weitere Angebote für MTB-Fans - so entsteht etwa in Biebergemünd der neue Bikepark Rosengärtchen mit Freeride-Strecke und Pumptracks und am Hufeisen wird der Horseshoe Trail gebaut und bereits gefahren.

Nordrhein-Westfalen bietet mit seinen Mittelgebirgen überraschend viele abwechslungsreiche Routen. Egal ob Eifel, Teutoburger Wald, Rothaargebirge oder quer durch den Ruhrpott - von Bergen bis zu ehemaligen Bergbau-Landschaften ist alles dabei. Im Sauerland gibt’s Touren, Bike- und Trailparks sowie Events, wie etwa die Dirtmasters in Winterberg - Europas größtes Freeride-Festival.

Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte mal in der Bike Arena Sauerland vorbeischauen. Die bietet mit dem Mountainbike Kidsnetz in Willingen sowie speziellen Angeboten in Trailcentern und kleinen Mountainbike-Anlagen viele Angebote, die Kindern ein Gefühl für die Fahrtechnik und den Fahrspaß auf Trails und Trassen vermitteln.

Mecklenburg-Vorpommern & Schleswig-Holstein

Kann man in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wirklich biken? Ja, kann man! Alpines Gelände gibt es dort zwar nicht, aber es geht zumindest hügelig zu. Zum Beispiel in der Seenlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Besonders schön ist der Plauer See oder eine Tour zur Halbinsel Plauer Werder. In etwa drei Stunden kommt man auch um den 54 Kilometer langen Feldberg. Wer ein bisschen Nationalpark-Luft schnuppern möchte, kommt bei einer Tour um die Müritz daran vorbei.

Schleswig-Holstein verführt ebenfalls mit seiner Ostseeküste und dem gleichnamigen Ostseeküsten-Pfad. Etwas hügeliger sind Touren durch die Holsteinische Schweiz, wenn auch die zurückgelegten 349 Höhenmeter eher unbemerkt bleiben. Anspruchsvolle Trails gibt es fast überall. Es muss nicht immer ein Gipfel sein.

Niedersachsen & Sachsen-Anhalt

Niedersachsen bietet vielversprechende Mountainbike-Touren, zum Beispiel durch den Harz, im Solling, durch Wälder oder über Berge. Mit dem Naturpark Solling Vogler und der Volksbankarena Harz werden die unterschiedlichsten Biketypen angesprochen. Hier ist sicher für jede*n etwas dabei! Wer es etwas steiler mag, kann leichte Berge wie den Deister (405 Meter über Nn) oder den Süntel (440 Meter über Nn) befahren. Weitere Touren bieten sich im Göttinger Wald oder in den Harburger Bergen an. Wer sich gerne an Rampen und Schanzen austoben möchte, kann sich einen der vielen Bikeparks im Harz ansehen.

Über 2000 Kilometer umfasst das Wegenetz fürs Mountainbiken durch den Harz und führt neben Niedersachsen und Thüringen auch durch Sachsen-Anhalt. Die Harz-App bietet daher sowohl für Wandernde als auch für Mountainbiker*innen unendlich viele Routen und Touren. Die „Gipfelrunde“ ab Schierke eignet sich für Mountainbike-Geübte, während die „Kleine Mönchsrunde“ für Anfänger*innen gedacht ist. Eher anspruchsvollere Touren führen über den Brocken. Die Tour vom niedersächsischen Seesen bis nach Ilsenburg in Sachsen-Anhalt ist beispielsweise 91 Kilometer lang, wobei 2500 Höhenmeter überwunden werden müssen. In der Bikearena im Bodetal bei Thale führen sieben zum Teil anstrengende Routen rund um das schroffe Felsental. Die meisten Routen zwischen Thale, Stecklenberg, Friedrichsbrunn und Altenbrak sind Wald- und Forstwege.

Rheinland-Pfalz & Saarland

20 Touren führen durch das Biosphärenreservat Pfälzer Wald in Rheinland-Pfalz. Der Mountainbike-Park Pfälzerwald lädt somit beispielsweise zum Biken entlang der deutschen Grenze zu Frankreich oder durch erholsame Wälder ein. Zwei Bikeparks bieten außerdem noch mehr Action mit Flowlines, Pumptracks oder Prolines. Auf dem Singletrail Parcour Hochspeyer können Geübte auch die Grenzen ihrer Bikes austesten.

Auch das Saarland bietet viele Routen zum Mountainbiken und Radfahren. Viele Strecken und Trails eignen sich auch für Kinder.

Sachsen & Thüringen

Sachsen präsentiert sich regelrecht als Mountainbike-Paradies. Hier gibt es neben Deutschlands erstem TrailCenter am Rabenberg auch den ältesten Mountainbike-Marathon. Über 162 Kilometer geht es durch Deutschland und Tschechien beim Stoneman Miriquidi. Bei diesem jährlichen Sportevent legen die Teilnehmenden über 4400 Höhenmeter verteilt über die Strecke und die neun Gipfel zurück. Doch auch leichtere Routen führen quer durch das Erzgebirge.

Egal ob Downhill im Bikepark oder klassischer Mountainbike-Trail: Thüringen bietet so einiges. Eine der steilsten Abfahrten (300 Höhenmeter Abfahrt auf nur einem Kilometer Länge) befindet sich hier mitten im Thüringer Wald. Der Mountainbike-Klassiker Rennsteig führt über 450 Kilometer ebenfalls quer durch den Thüringer Wald. Natürlich kann man hier auch nur einzelene Etappen fahren oder sucht sich je nach Schwierigkeitsgrad eine der vielen Mountainbiketouren.

Mountainbiken in den Alpenländern

Die Alpen sind ein Eldorado für alle MTB-Fans. Doch auch hier gibt es Unterschiede in der Gesetzeslage und den angebotenen Strecken.

Österreich

Die Gesetzeslage in Österreich ist wesentlich strenger als in Deutschland oder der Schweiz. Denn hier ist Mountainbiken generell auf allen Forst- und Wanderwegen gesetzlich verboten. Dennoch gibt es viele offizielle, ausgeschilderte MTB-Strecken. Trotz strenger Gesetze gibt es einige schöne Routen in Österreich.

Schweiz

Viele Mountainbike-Fans zieht es in die Schweiz: Kein Wunder, denn dort gibt es teilweise weniger Regeln und Verbote für den Radsport. Es gibt Unterschiede zwischen den einzelnen Kantonen, das Spektrum reicht dabei vom äußerst restriktiven Kanton Appenzell Innerrhoden, wo sich Mountainbiker*innen nur auf gekennzeichneten Bike-Routen bewegen dürfen, bis zu liberalen Kantonen wie etwa Graubünden. Biken auf Forst-, Wiesen- und oft auch auf Wanderwegen ist erlaubt - falls nicht mit einem Verbotsschild anders markiert.

Die Schweiz hat über 60 Bike-Anlagen und über 9800 Kilometer offizielle Mountainbike-Routen. Egal ob durch die Stadt wie auf der Lugano Tour, durch Graubünden, durch Château-d'Oex oder die Strecke des Swiss Bike Masters - es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Slowenien

In Slowenien darf man meist überall Mountainbiken. An einigen Orten, wie beispielsweise im Kern des Triglav Nationalparks, ist es verboten. Am besten informiert man sich vor Ort und achtet auf ausgeschriebene Routen.

Slowenien bietet einige Touren durch die Steiner Alpen oder das Bergland von Unesco Global Park Idrija und Cerkno an. Für Anfänger*innen sind vor allem auch die Radwege der Kranjska Gora lohnend. Steile Touren gibt es auch in den Steiner Alpen.

Südtirol

Auch in Südtirol sind fast alle Trails und Wege mit dem Mountainbike befahrbar, solange es das jeweilige Landes- oder Gemeindegesetz nicht explizit verbietet. Außerdem hat jeder Tourismusverein die Grundnutzungsvereinbarungen unterschrieben und kommuniziert entsprechende offizielle Wege fürs Mountainbiken. Man sollte sich aber wie in allen Ländern auch vorher gut informieren und im Idealfall auf die vielen ausgeschriebenen Touren zurückgreifen.

Südtirol bietet die unterschiedlichsten und wunderschäne Touren durch die bergige Landschaft. Wie wär's zum Beispiel mit einer Tour in Richtung Seiser Alm, eine Panorama-Tour durch Valle Aurina oder auch auf Trails durchs Vinschgau? Die Möglichkeiten sind schier endlos.

Französische Alpen

Frankreich ist dank der Tour de France als Traumziel für Rennradfahrer*innen bekannt. Doch besonders in den Französischen Alpen bieten sich auch viele Mountainbike-Touren an. Wilde Bergpfade kann man in La Grave befahren. Jedes Jahr im September dürfen MTB-Fans auch den berühmten Fernwanderweg Tour du Mont Blanc befahren. Der 170 Kilometer lange Trail führt rund um den Mont Blanc und damit durch die Schweiz, Italien und Frankreich. Die letzten Sonnenstrahlen vor der Hütteneinkehr auf dem Bike einfangen - ein Traum.

Rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Mountainbiken sind in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Die Einzelheiten werden von den Bundesländern geregelt. Viele Regelungen fürs Radfahren und Mountainbiken sind in den Waldgesetzen der einzelnen Ländern festgeschrieben. Denn tatsächlich gibt es innerhalb Deutschlands starke Unterschiede, wer wo und auf welchen Wegen fahren darf.

Hier eine Übersicht über die Regelungen in den einzelnen Bundesländern:

  • Bayern: Das Radfahren ist im Wald nur auf Straßen und geeigneten Wegen zulässig.
  • Baden-Württemberg: Das Radfahren ist nur auf Straßen und hierfür geeigneten Wegen gestattet. Nicht gestattet ist das Radfahren auf Wegen unter 2 m Breite.
  • Berlin: Radfahrer dürfen alle Waldwege benutzen.
  • Brandenburg: Auf Wegen ist das Radfahren gestattet.
  • Bremen: Straßen und Wege in Wald und Flur dürfen mit Fahrrädern ohne Motorkraft befahren werden.
  • Hamburg: Das Radfahren im Wald ist nur auf Straßen und Wegen gestattet.
  • Hessen: Radfahren ist im Wald auf befestigten oder naturfesten Wegen gestattet.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Das Fahren mit Fahrrädern ohne Motorantrieb sowie elektromotorunterstützten Fahrrädern bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 26 Kilometern pro Stunde ist nur auf Waldwegen und privaten Straßen im Wald gestattet.
  • Niedersachsen: Das Fahren mit Fahrrädern ohne Motorkraft ist auf tatsächlich öffentlichen Wegen gestattet.
  • Nordrhein-Westfalen: Das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung ist auf eigene Gefahr gestattet, dies gilt auch für das Radfahren.
  • Rheinland-Pfalz: Radfahren ist im Wald nur auf Straßen und Waldwegen erlaubt.
  • Saarland: Das Radfahren ist nur auf Straßen und Wegen gestattet.
  • Sachsen: Das Radfahren ist nur auf Straßen und Wegen gestattet.
  • Sachsen-Anhalt: Das Befahren der freien Landschaft mit Fahrrädern ist nur auf Wegen gestattet.
  • Schleswig-Holstein: Das Betreten in der Nachtzeit ist auf Waldwege beschränkt. Auch bei Tage auf Waldwege beschränkt ist das Radfahren.
  • Thüringen: Radfahren ist auf dafür geeigneten, festen und befestigten Wegen sowie Straßen gestattet.

Es ist wichtig, sich vor der Tour über die geltenden Regelungen im jeweiligen Bundesland zu informieren.

Mountainbike-Wege: Charakterisierung und Schwierigkeitsgrade

Um die passende Mountainbike-Tour zu finden, ist es hilfreich, die Wege nach Schwierigkeitsgraden zu unterscheiden. Im deutschsprachigen Raum kommt als einheitliches Tool die Singletrail-Skala (STS) zum Einsatz. Diese ist auch im DAV Alpinlehrplan inkludiert. Sie ist unterteilt in die drei Klassen Leicht (blau), Mittel (rot) und Schwer (schwarz), die anhand von sechs Schwierigkeitsgraden (S-Grade) noch genauer differenziert werden. Dabei sind die Schwierigkeitsstufen nicht an die konditionellen Fähigkeiten, sondern an das technische Fahrkönnen (Gefälle, Stufen, Spitzkehren usw.) geknüpft. Die Trails werden auf Grundlage objektiver Charakteristika unter idealen Bedingungen wie ausreichendem Tageslicht und trockenem Untergrund eingestuft.

  • Leicht (blau) = S0 - S1: Auf dem Trail gibt es voraussichtlich kaum Tragestrecken und keine exponierten Passagen. Fahrtechnik für leichtes Gelände sollte vorhanden sein.
  • Mittel (rot) = S2: Hier kann es passieren, dass ihr euer Rad tragen müsst. Außerdem solltet ihr auf exponierte Passagen vorbereitet sein. Eure Fahrtechnik sollte für mittelschweres Gelände reichen, das heißt enge Kurven, größere Wurzeln und Steine oder flache Treppen sollten für euch machbar sein.
  • Schwer (schwarz) = S3 - S5: Auf diesen Trails kann es lange Tragepassagen und ausgesetzte Stellen geben. Fahrtechnik für schweres Gelände solltet ihr gut beherrschen, denn von größeren Felsbrocken und Wurzelpassagen über loses Geröll und extreme Steilrampen bis hin zu Spitzkehren und Hindernissen in extremer Steilheit müsst ihr mit allem rechnen.

Neben dem Schwierigkeitsgrad ist es auch sinnvoll, einen Überblick über den Wegverlauf und das Höhenprofil zu haben. So könnt ihr am besten einschätzen, ob euch die Tour konditionell und technisch entspricht. Auch die geschätzte Fahrzeit hilft dabei. Schlüsselstellen - sowohl konditionell als auch fahrtechnisch - solltet ihr während der gesamten Tour im Blick behalten. Sie können über den (Miss-)Erfolg entscheiden. An vorab festgelegten Checkpoints solltet ihr außerdem die aktuellen Rahmenbedingungen, wie Wetter, Zeit etc., und eure Verfassung bzw.

Konflikte und Lösungsansätze

Mountainbike-Fahrer stoßen bei der Ausübung ihres Hobbys nicht immer auf Verständnis. Besonders, wenn sie querfeldein durch den Wald fahren oder sogar illegale Trails anlegen. Auf engen Wegen fühlen sich besonders Wanderer oft gestört. Die Konflikte haben im Zuge der Corona-Pandemie sogar noch zugenommen, weil sich mehr Menschen im Wald erholen wollten.

Mit gezielten Wegen und Strecken für Wandernde und Mountainbikende versucht das Forstamt die meisten Konflikte zu minimieren. Zum Schutz des Waldes, und damit alle Mountainbiker_innen auch weiterhin erlebnisreiche Touren fahren können, wurden zusammen mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC), der Deutschen Initiative Mountainbike (D.I.M.B.) und dem Schwarzwaldverein "Sieben grüne Radler-Regeln" formuliert.

Hinweis: Für Mountainbiker_innen herrscht ein strenges Wegegebot. Auf gekennzeichneten Wanderwegen unter 2 Meter Breite ist das Fahren ordnungswidrig und verboten!

Das neue Bundeswaldgesetz

Im Dezember des vergangenen Jahres wurde der Entwurf des neuen Bundeswaldgesetzes geleakt. Der Paragraf 29 beschäftigt sich mit dem Betreten des Waldes. In Absatz 4 heißt es, dass die Länder entscheiden können, das Radfahren nur noch auf ausgewiesenen Wegen zu beschränken.

Mountainbike-Verbände in Deutschland sehen den Vorschlag kritisch. Seiner Meinung nach höre es sich leicht an, bestimmte Wege auszuweisen. Doch es hänge ein immenser Abstimmungsaufwand mit den Behörden dahinter.

Waldbesitzer Bastian Träger aus Neustadt an der Waldnaab kennt die Diskussion um das neue Bundeswaldgesetz. Seiner Meinung nach leidet der Wald unter einem enormen Freizeitdruck. Der Förster sieht beim Mountainbiken im Wald kein Problem. Vorausgesetzt, die Radler bleiben auf den Wegen. Seiner Meinung nach wird es kritisch, sobald abseits der Straße gefahren wird. Kein Verständnis hat er für Sportler, die Nägel in Bäume schlagen, weil sie eine Rampe oder illegale Trails bauen wollen.

Der Förster zeigt, wie eine Lösung aussehen kann. In seiner Region hat er zusammen mit einem Mountainbike-Verein einen Trail am Waldrand gebaut.

Reifenwahl für Mountainbikes auf Waldwegen und Asphalt

Ist es mit dem Mountainbike einfacher auf Straßen zu fahren oder auf normalen Waldwegen? Die Frage kann man nicht pauschal beantworten. Generell rollen Reifen für harte ausgetrocknete Böden auch auf Asphalt hervorragend, wie z.B. RaceKing oder Maxxis Ikon. Schwalbe kenne ich nicht, fahre ich nicht, haben aber auch adäquate Modelle parat, genau so wie andere Hersteller. Im Hochsommer je nach Gelände fahre ich mitunter sogar den SpeedKing hinten, der hat überhaupt keine Stollen mehr. Der SpeedKing läuft auf alle harten Böden mega, incl. Asphalt. Immer die hochwertigen Mischungen!

Am meisten auf Asphalt mißbraucht werden allerdings "Grobstoller", z.B. Conti MountainKing. MountainKing läuft auf Asphalt ultra gruselig verglichen mit z.B. Wer also mit MTB auf der Straße rumjuckeln will, sollte zumindest Reifen mit möglichst wenig Profil wählen, im Idealfall in der jeweils hochwertigen Mischung. Der Conti RaceKing z.B. mag Nässe überhaupt nicht!

Auch ein Mountainbike-Reifen rollt auf Asphalt besser als auf unbefestigten Waldwegen. Allerdings ist der Unterschied geringer als bei anderen Radarten. Ein Mountainbike-Reifen rollt auf Asphalt "gut" und auf einem Waldweg "ganz gut". Und ein Rennrad-Reifen rollt auf Asphalt "sehr gut" und auf einem Waldweg "sehr schlecht". Weil ein Mountainbike im Gelände gut funktionieren soll und gute Rolleigenschaften auf Asphalt eher "nice to have" sind.

Und beim Rennrad ist wichtig, dass es auf Asphalt gut rollt, während vollkommen wurscht ist ob man damit auch auf Waldwegen fahren kann. Mountainbike ist eigentlich für die Waldstrecken geeignet,kannst du damit leicht fast überall in Natur fahren wegen die spezielle bereifungen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0