Mountainbike Helm Herren Cube Test: Sicherheit und Komfort im Fokus

Ein Fahrradhelm ist essentiell für jeden Biker, um den Kopf bei Stürzen und Unfällen zu schützen. Ein Helm, der die Norm gerade so erfüllt, sollte für Biker keine Option sein, denn je geringer die Beschleunigung, die bei einem Sturz auf den Kopf wirkt, desto kleiner ist auch das Verletzungsrisiko.

Dieser Artikel konzentriert sich auf Mountainbike-Helme für Herren von Cube und beleuchtet die wichtigsten Aspekte, die bei der Auswahl zu beachten sind. Dazu gehören Sicherheitstechnologien wie MIPS, Komfort, Passform und Belüftung.

Sicherheit geht vor: Schutztechnologien im Detail

Die Helme müssen bei der Normprüfung eine Beschleunigung von unter 250 g aufweisen, um für den Verkauf zugelassen zu werden. Ein Helm, der nicht getragen wird, weil er nicht richtig passt, kann noch so gute Werte im Labor erzielen. Solange er nicht auf dem Kopf sitzt, kann schon ein kleiner Sturz schwere Folgen haben. Verschiedene Technologien zielen darauf ab, das Risiko von Kopfverletzungen zu minimieren:

  • MIPS (Multi-Directional Impact Protection System): Das schwedische Unternehmen MIPS gilt als Vorreiter, wenn es um die Reduzierung schädlicher Rotationskräfte auf das Gehirn geht. Wissenschaftliche Forschungen belegen, dass das Gehirn besonders empfindlich auf Rotation reagiert. Durch MIPS soll die Rotationsenergie bei einem Aufprall verringert werden, indem die reibungsarme MIPS-Schale (gelb) ein zum Kopf versetztes Gleiten des Helms ermöglicht. So wird Rotations- in Translationsenergie umgewandelt. In unserem Test lag die Wahrscheinlichkeit, mit einem mit MIPS ausgestatteten Helm eine Gehirnerschütterung zu erleiden (nach AIS-Code) im Schnitt bei ca. 16 Prozent.
  • WaveCel (Bontrager): WaveCell ist eine komprimierbare Zellstruktur an der Innenseite der Helmschale. Bei einem Aufprall verbiegen sich die Zellen, werden dann komprimiert wie ein Stoßfänger und sollen sich schließlich verschieben, um die Energie vom Kopf wegzuführen.
  • 360˚ Turbine (Leatt): Kleine, um 360 Grad bewegliche Scheiben aus flexiblem Kunststoff an der Innenseite der Helmschale sollen lineare Stöße um bis zu 30 Prozent dämpfen und Rotationsbeschleunigung um bis zu 40 Prozent verringern.
  • Smartshock (100%): Zwischen Helmschale und Polster sind kleine, bewegliche Elastomere integriert. Die Smartshock-Puffer sollen Stöße absorbieren und die bei einem schrägen Aufprall auftretende Rotationsenergie ableiten.
  • SPIN-System: Hier befindet sich in den Polstern eine Art Silicon, das sich in alle Richtungen bewegen kann.

Die richtige Passform: Ein Muss für Sicherheit und Komfort

Die richtige Passform ist fast so wichtig wie der Schutzfaktor. Lässt sich der Helm nicht optimal einstellen, ist das ein Sicherheitsrisiko. Die notwendige Größe des Helmes kann einfach mit einem Maßband ermittelt werden, mit welchem der Kopfumfang oberhalb der Ohren nachgemessen wird. Hier sollte am besten zu zweit gearbeitet werden. Die richtige Passform ist überdies ganz entscheidend für die Sicherheit, wie Lukas Bucht von SQlab betont. Die Faustregel lautet daher: Es darf höchstens ein Finger zwischen Schaumschale und Kopf passen. Also: eng, doch bequem. Zudem muss der Head-Ring in Umfang und Höhe verstellbar sein und der Verschlussmechanismus sollte gut, am besten mit einer Hand, bedienbar sein.

Bei Cube kannst du aus vier unterschiedlichen Helmgrößen auswählen, um die passende für deinen Kopfumfang zu finden. Um den optimalen Helm zu finden, lohnt sich also ein Blick in die Steckbriefe. Weil bei der Passform die persönliche Kopfform aber eine entscheidende Rolle spielt, kommt man um eine Anprobe des Wunschhelms nicht herum.

Belüftung: Ein kühler Kopf für mehr Leistung

Neben dem Schutz, den sie bieten sollten, müssen sie aber auch angenehm zu tragen sein und den Kopf ausreichend belüften. Auch ist eine gute Belüftung hilfreich, damit der Kopf bei einem anstrengenden Uphill oder in der prallen Sonne nicht so schnell überhitzt. Daher haben wir zusätzlich zu den Crash-Prüfungen die Belüftung an einem ebenfalls von uns entwickelten Prüfstand gemessen, das Gewicht ermittelt und das Anpassungssystem beurteilt.

Cube Fahrradhelme: Besonderheiten und Vorteile

Cube vereint enorm viel Wissen und Erfahrung in der Produktion von Fahrrädern sowie Zubehör. Das Besondere an Cube Fahrradhelmen ist deswegen, dass sie beim Entwerfen von Produkten nicht nur an ein Produkt denken, sondern ganzheitlich. Daher können sie viel Know-How in ihre Helme stecken und produzieren so Fahrradhelme auf höchstem Niveau.

  • Leichtigkeit und Sicherheit beim Radfahren
  • Hergestellt nach höchsten Qualitätsanforderungen
  • Unterliegen strengen Sicherheitsbestimmungen
  • Modernes Design passend zu verschiedenen Kleidungsstilen

Testergebnisse und Empfehlungen

In diversen Fachmagazinen und Internetportalen findest du eine Vielzahl an Testberichten zu Fahrradhelmen. Diese sind für viele unserer Kunden eine erste Informationsquelle vor dem Fahrradhelm Kauf.

Hier einige hervorgehobene Modelle:

  • Cube Pro: Günstig, sicher und vielseitig einsetzbar mit besten Werten bei der Stoßdämpfung und beim Roll-Off-Test.
  • POC Tectal Race MIPS: Komfort und Sicherheit für Enduro- oder Allmountain-Touren dank der MIPS Integra-Technologie und speziell im Windkanal designte Belüftungsöffnungen.
  • Cube Trooper: Ausgezeichneter Helm für fast jedes Mountainbike-Abenteuer mit MIPS-System, gutem Tragekomfort und Belüftung.
  • Smith Convoy MIPS: Leichter und komfortabel zu tragender MTB-Helm mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis, ideal vom Gravelbiken bis hin zu ausgedehnten Allmountain-Touren.

Weitere wichtige Aspekte

  • Materialien: Die meisten Helme bestehen aus einer harten Kunststoffschale mit EPS-Schaum (expandierter Polystyrol), der die Energie bei einem Sturz absorbiert.
  • Pflege: Der Schaum altert mit der Zeit, daher ist gute Pflege und Lagerung wichtig.
  • Normen: Fahrradhelme, die in der EU verkauft werden, müssen den Anforderungen der DIN EN Norm 1078 entsprechen.
  • Austausch: Nach einem Sturz sollte der Helm ausgetauscht werden.

Tabellarische Übersicht: Risikobewertung von Gehirnerschütterungen bei verschiedenen Helmtypen

Die folgende Tabelle veranschaulicht das Risiko einer Gehirnerschütterung in Prozent, basierend auf den gemessenen Drehbewegungen (BrIC) bei simulierten Sturzszenarien:

Helmtyp Durchschnittliches Risiko einer Gehirnerschütterung
Helme mit MIPS 16,2 %
Helme ohne MIPS 35,5 %

Interview mit Christiane Reckter, TÜV-Ingenieurin

Christiane Reckter, TÜV-Ingenieurin, betont die Wichtigkeit der richtigen Trageweise und Passform. Sie erklärt, dass 100 g einen riesigen Unterschied bei der Dämpfung machen können. Sie weist auch darauf hin, dass die Behörden eine Verfallszeit von fünf Jahren für Helme empfehlen, dies aber nicht bedeutet, dass der Helm nach dieser Zeit nicht mehr sicher ist.

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