Mountainbike Herren 28 Zoll Test Vergleich: Welches ist das beste Trekkingrad?

Trekkingbikes waren die Antwort der Fahrradhersteller auf die Einführung von Mountainbikes als völlig neuer Fahrradgattung, die in den 1970er Jahren in Kalifornien erstmalig im Gelände gesichtet wurden. Vielseitigkeit auf zwei Rädern war wohl das, was sich die Entwickler der ersten Trekkingbikes ins Pflichtenheft geschrieben hatten, als in den 1980er Jahren die ersten von ihnen auf den Konstruktionsplänen der Biketüftler entstanden. Außerdem machten sie Gepäckvorrichtungen auch für längere Touren zur Option.

Die Anforderung: geländegängig genug für kurze Turns durch Wald und Wiese, auf Asphalt schneller als ein Mountainbike und durch eine Vollausstattung alltagstauglich für die Fahrt zum Supermarkt wie auch ins Büro. Die breite Einsatzpalette wurde in den achtziger Jahren von Fahrradkunden gewünscht, denen ein Mountainbike zu einseitig sportiv war und die sich ein Zweirad wünschten, das sie in allen Lebensbereichen optimal mobilisierte.

Das sind die getesteten Trekkingbikes

  • Bergamont Horizon 3
  • Canyon Pathlite 7
  • Cube Kathmandu
  • Decathlon Riverside 740 TR
  • Diamant Elan Deluxe
  • Ghost Square
  • Hercules Tourer Sport
  • KTM Life Lite
  • Pegasus Premio SL Disc 27
  • Radon Sunset 10
  • Rose Black Lava
  • Scott Sub Sport 30
  • Stevens Esprit Gent
  • Victoria Treqana

Trekkingbikes im Detail

Ein Trekkingrad, auch bekannt als Trekkingbike oder All Terrain Bike (ATB), ist ein vielseitiges Fahrrad, das für den Einsatz auf Straßen sowie auf leichtem Gelände wie Schotter- und Waldwegen konzipiert ist. Es kombiniert Merkmale von Rennrädern, Mountainbikes und Tourenrädern, um sowohl Komfort als auch Effizienz zu bieten.

Rahmen und Geometrie

Trekkingräder verfügen typischerweise über einen stabilen Rahmen aus Aluminium oder Stahl, der für Langlebigkeit und Belastbarkeit sorgt. Die Rahmengeometrie ermöglicht eine aufrechte Sitzposition, die den Fahrkomfort auf langen Strecken erhöht. Je nach Modell sind verschiedene Rahmenformen erhältlich, darunter Diamant-, Trapez- oder Mixte-Rahmen, die den individuellen Bedürfnissen der Fahrer entsprechen.

Bereifung und Laufräder

Ausgestattet in der Regel mit 28-Zoll-Laufrädern und mittelbreiten Reifen mit leichtem Profil, bieten Trekkingbikes einen guten Kompromiss zwischen Rollwiderstand und Traktion. Diese Reifenbreite ermöglicht effizientes Fahren auf Asphalt und bietet gleichzeitig ausreichenden Grip auf unbefestigten Wegen.

Schaltung und Antrieb

Trekkingräder sind in der Regel mit Kettenschaltungen ausgestattet, die eine breite Übersetzungspalette bieten und somit das Bewältigen unterschiedlicher Geländeformen erleichtern. Die Anzahl der Gänge variiert je nach Modell, häufig sind jedoch 21 bis 30 Gänge vorhanden, um sowohl steile Anstiege als auch schnelle Abfahrten komfortabel zu meistern.

Bremsen

Für eine zuverlässige Bremsleistung sind Trekkingbikes entweder mit Felgenbremsen (V-Brakes) oder Scheibenbremsen ausgestattet. Scheibenbremsen bieten insbesondere bei Nässe eine höhere Bremskraft und sind daher für den Einsatz bei unterschiedlichen Wetterbedingungen vorteilhaft.

Ausstattung

Ein charakteristisches Merkmal von Trekkingrädern ist ihre umfangreiche Ausstattung, die sie für den Alltagsgebrauch und längere Touren prädestiniert. Dazu gehören fest installierte Schutzbleche, die vor Spritzwasser schützen, ein stabiler Gepäckträger zur Befestigung von Packtaschen oder Körben, eine vollständige Lichtanlage gemäß StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) mit Dynamo oder Akkubeleuchtung sowie Reflektoren für erhöhte Sichtbarkeit. Zusätzlich sind die meisten Modelle mit einem Seitenständer, Klingel und ergonomischen Griffen ausgestattet, die den Komfort und die Sicherheit erhöhen.

Einsatzbereich

Dank ihrer Vielseitigkeit eignen sich Trekkingbikes sowohl für den täglichen Pendelverkehr in der Stadt als auch für ausgedehnte Radtouren auf wechselndem Untergrund. Sie sind ideal für Fahrer, die ein einziges Fahrrad für verschiedene Zwecke nutzen möchten, sei es für den Weg zur Arbeit, den Einkauf oder Freizeitaktivitäten.

Ausgereifte Biketechnik und bewährte Komponenten

Inzwischen sind die Verkaufszahlen dieser einst so beliebten Multi-Talente rückläufig, aber jeder renommierte Hersteller führt nach wie vor eines oder mehrere Modelle dieser Klasse ohne E-Antrieb im Programm. Denn es gibt die Kunden noch, die mittlere Geländetauglichkeit, gute Langstreckeneigenschaften sowie die Option, Gepäck für Mehrtagestouren zu schultern sowie Alltagsbesorgungen zu erledigen, als bezahlbares Paket wünschen. Trekkingbikes der Einstiegspreisklasse werden heute von den Herstellern in der Regel gut ausgestattet, vor allem mit Schaltungs- und Bremsgruppen, die zwar nicht aus der oberen Preisregion stammen, sich dafür aber schon millionenfach bewährt haben.

Auch wenn der Begriff ein wenig abgenutzt erscheint: Sie markieren die Golfklasse im Bike-Sortiment - ein vernünftiger, solider Mix aus bewährter Technik, erprobter Ergonomie und eher oben angesiedelter Belastbarkeit. Die eher schweren Alu- oder Stahlrahmen und die soliden Anbauteile für Beleuchtung und Logistik sorgen für eher hohe Gesamtgewichte. Allerdings stehen dem auch hohe Nutzlast-Optionen gegenüber.

Daher sind viele Bikes auch noch mit Schaltgruppen ausgestattet, die mindestens zwei vordere Ritzel aufweisen, 27 Gänge sind keinesfalls die Ausnahme, denn die Vielseitigkeit schreit nach fein dosierbaren Schaltungen.

Nach wie vor eine tolle Alternative zu Billig-E-Bikes

Wir haben in dieser Kaufberatung 14 dieser “Brot und Butter”-Bikes aufgeführt, die sich für das oben erwähnte gemischte Anforderungsprofil hervorragend eignen und auch für die Hersteller eine Gattung darstellen, bei der man sich keine Fehler erlauben will. Preise von sogar schon unter 1000 bis maximal 1500 Euro machen sie zu Konkurrenten von Billig-E-Bikes, aber sie sprechen eben eine Zielgruppe an, die den Elektroantrieb aus den verschiedensten Gründen nach wie vor scheut und stattdessen “viel Bike fürs Geld” erwartet. Außerdem sind sie äußerst beliebt bei Vermietern, Ferienhaus-Anbietern, City- oder Freizeit-Hotels oder Kunden, die beispielsweise eine Fahrrad-Flotte fürs Unternehmen anschaffen.

Trekkingbikes ohne E-Antrieb: Alles könnende Evergreens?

Trekkingbikes haben am Gesamtumsatz mit Fahrrädern Ohne E-Antrieb einen Anteil von zirka 40 Prozent laut Zweirad Industrie Verband (ZIV). Hinzu kommt, dass sie für die Hersteller so etwas sind wie Teil der Marken-DNA. Ganz nach dem Motto: Wer beim Brot-und-Butter-Modell nicht wirklich performt, muss mit Image-Schäden rechnen.

Die wichtigsten Kriterien für eine gute Entscheidung beim Trekkingbike-Kauf

Wenn ihr beim Händler Trekkingbikes miteinander vergleicht, solltet ihr bei der Auswahl auf die folgenden Kriterien besonders achten, damit ihr viel Spaß mit eurem Rad habt:

  • Bei der Wahl der Griffe solltet ihr auf Flügelgriffe achten: Sind die nicht montiert, fragt am besten, was die Nachrüstung kostet. Die sind wichtig für Ruhephasen der Hände vor allem bei langen Touren.
  • Während bei Mountain- und Gravelbikes die Tendenz eindeutig zu weniger Ritzeln geht, sollten Trekkingbikes eher über eine große Gangauswahl verfügen. Das zahlt sich spätestens dann aus, wenn ihr mit viele Gepäck auf Mehrtagestouren geht.
  • Unbedingt empfehlenswert ist die Ausstattung mit einem Naben-Dynamo. Nabendynamos sind wartungsfreie, stets zuverlässige Energiequellen für die Beleuchtung. Die Nachrüstung ist sehr teuer, bis zu 200 Euro kostet ein Laufrad mit Nabendynamo.
  • Ganz vereinzelt werden bei Bikes dieser Gattung noch Cantilever-Bremsen verbaut. Wer die noch kennt, weiß umso mehr die positiven Eigenschaften von Qualitäts-Scheibenbremsen zu schätzen, vor allem bei Feuchtigkeit und mit Beladung.
  • Felgen- und Reifendicke sind entscheidend für den richtigen Mix aus Speed, Grip und Belastbarkeit. Achtet darauf, dass die (28er)-Bereifung im Mittelfeld liegt, was die Profilbreite angeht - 35 bis 45 Millimeter sind für Trekkingbikes ideal.
  • Ein robuster Ständer sollte bei keinem Trekkingbike fehlen. Tipp: Probiert unbedingt aus, ob der montierte Ständer das Bike auch dann noch sicher hält, wenn 20 Kilo Gepäck aufgeladen sind.
  • Ob für die Tour oder die Stadt: Neben einem bequemen Sattel lohnt es sich auch, über eine Parallelogramm-Sattelstütze nachzudenken. Dieses Komfort-Feature ist zwar in der Stadt zu vernachlässigen, aber auf ausgedehnten Touren ein Segen.
  • Bei der Wahl der Federgabel solltest du auf einen Federweg von 60 bis 80 Millimetern achten. Mehr ist für Trekkingbikes nicht notwendig, aber der Wert sollte auch nicht unter 60 Millimeter liegen, weil das sonst auf Kosten des Fahrkomforts geht.
  • An einer Bordbeleuchtung kommst du beim Qualitäts-Trekkingbike nicht vorbei.

Mountainbike mit 28 Zoll günstig im Onlineshop von Fahrrad XXL kaufen

Um dich bei deiner Kaufentscheidung bestmöglich zu unterstützen, findest du hier Antworten auf wichtige Fragen zu unserem 28 Zoll Mountainbike Angebot.

Wann ist ein Mountainbike mit 28 Zoll die richtige Wahl für dich?

Ein MTB mit 28 Zoll könnte gerade dann die richtige Wahl für dich sein, wenn du ein Rad mit enormer Laufruhe suchst. Besonders zur Geltung kommt diese Laufruhe im ebenen Gelände und auf der Straße, weshalb das Bike auch im Alltag eine gute Figur macht. Doch auch auf anspruchsvollem Terrain kann ein 28­-Zoller überzeugen: Die Bereifung hat viel Auflagefläche, wodurch der Grip und die Fahrkontrolle steigen. Ein weiterer Vorteil: Die Reifen rollen selbst über größere Hindernisse wie Wurzeln oder Steine problemlos hinweg. Zudem sorgt der niedrigere Schwerpunkt des 28 Zoll Mountainbikes für ein sehr sicheres und angenehmes Fahrgefühl.

Wer ein extrem wendiges MTB sucht, das vor allem in engen Passagen glänzt, ist mit einem 26-Zoller oder 27,5-­Zoller besser bedient. Auch muss man bei einem 28-er­-Mountainbike mit einem etwas höheren Gewicht rechnen, weshalb du mehr Kraft bei der Beschleunigung des Rads benötigst.

Wieviel Federweg für welchen Einsatzzweck?

  • Hardtail (Federgabel mit 100 mm Federweg): ideal für dich, wenn du oft auf eher leichten und schnellen Strecken unterwegs bist
  • Tourenfully (120 bis 140 mm): ideal für dich, wenn du gerne auf mittelschweren Strecken unterwegs bist
  • Enduro (150 bis 180 mm): ideal für dich, wenn du oft auf sehr anspruchsvollen Strecken und im Gebirge bikst
  • Downhillbike (180 bis 240 mm): ideal für dich, wenn du gerne rasante und steile Abfahrten fährst

Welches sind die Top-­Marken beim Mountainbike mit 28 Zoll?

Wie jedes MTB ist auch ein Mountainbike mit 28 Zoll hohen Belastungen ausgesetzt. Damit dein Rad diesen Belastungen standhält und du immer und überall sicher unterwegs bist, solltest du beim Kauf auf eine hohe Qualität achten.

Unser Mountainbike Test berücksichtig alle für das Fahrerlebnis relevanten Baugruppen. Die über 100 Kriterien - welche wir standardisiert abtesten - werden, je nach Einsatzzweck, unterschiedlich gewichtet. Und darin liegt der Schlüssel unserer Aussagequalität. Unser Ziel ist es nämlich nicht nur zwei Schaltwerke, die in unterschiedlichen Bikes verbaut sind, miteinander zu vergleichen. Viel mehr wollen wir dir einen realen Eindruck vom Fahrgefühl geben, dass du nach dem Mountainbike Kauf erwarten kannst.

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