Mountainbike Herren Test Vergleich: Welches ist das beste Bike für Sie?

Jahr für Jahr werden die spannendsten Trail-Bikes auf dem Markt getestet, und es gibt weiterhin wichtige Entwicklungen. Erstmals hat sich das Testfeld in zwei Lager gespalten und gezeigt, wie unterschiedlich Hersteller moderne Trail-Bikes interpretieren. Die Zeiten, in denen Kaufentscheidungen strikt nach wirren Unterkategorien wie All-Mountain, Super-Enduro oder Touren-Fully getroffen werden sollten, sind lang vorbei.

Heutzutage zählen nicht mehr die Labels der Bikes, sondern die individuellen Bedürfnisse. Wie gut passt ein bestimmtes Bike zum Fahrstil und den bevorzugten Trails? Welche Ansprüche gibt es an das nächste Bike und auf welche Kriterien wird der größte Wert gelegt? Wer diese Fragen für sich beantworten kann, wird ein Trail-Bike finden, was perfekt zu den Anforderungen passt und die beste Zeit beschert.

Die Qual der Wahl: Trail-Bike oder E-Mountainbike?

In unserem Testfeld mischen neben den spannendsten Trail-Bikes auch drei E-Mountainbikes mit modernster Motor- und Akku-Technologie kräftig mit. Welche Bikes und Technologien wirklich interessieren und was wirklich spannend ist, wissen die meisten selbst. Genau deshalb sind die Informationen , die wir durch unsere jährliche Leserumfrage mit über 16.000 Teilnehmern bekommen, ausschlaggebend für die Entscheidung, welche Bikes wir unseren Testings aufnehmen - so auch in diesem Vergleichstest.

Doch wo liegen die wirklichen Unterschiede? Gelegentliche Bikepark-Besuche oder Rides in anspruchsvollen Gebieten verleiten viele dazu, auf überdimensionierte Bikes zu setzen. Und das, obwohl der Großteil der Runde eigentlich auch mit weniger potenten Bikes kein Problem ist, sogar mehr Spaß macht und den Uphill erleichtert.

Denn die modernen Geometrien, ausgefeilten Fahrwerke und robusten Komponenten von aktuellen Trail-Bikes bieten Reserven, die für die meisten von uns völlig ausreichend sind. Dank der technologischen Fortschritte sind Trail-Bikes für wilde Trails, größere Sprünge und hohe Geschwindigkeiten bestens gerüstet - ohne dabei an Stabilität und Sicherheit einzubüßen. Und selbst unter hoher Belastung zeigen sich Rahmen und Komponenten zuverlässig und robust.

Und das Beste: Trotz der verbesserten Abfahrts-Performance sind die Räder weiterhin super effizient im Uphill. Während in den vergangenen Jahren vereinzelte Ausreißer - wie das Orbea Occam LT oder Specialized Stumpjumper EVO - unsere Trail-Bike-Vergleichstests aufgemischt und mit deutlich höherer Potenz bestochen haben, gibt es in diesem Vergleichstest um das beste Trail-Bike 2025 gleich eine ganze Handvoll solcher Kandidaten.

Zwei Klassen, ein Ziel: Fahrspaß

Damit teilt sich das diesjährige Testfeld in zwei Klassen auf und zeigt deutlich, wie sich die Entwicklung von modernen Trail-Bikes unterscheidet und welche Ansätze die Hersteller wählen. Das Spannendste daran: Die Uphill-Performance ist davon nicht beeinflusst! So entpuppen sich viele der Bikes als echte Ballermaschinen, die nur so vor Potenz strotzen und selbst auf roughen Bikepark-Strecken mit einigen aktuellen Enduro-Bikes mithalten können, während andere Trail-Bikes eine gemäßigte - aber auf keinen Fall schlechtere - Gangart an den Tag legen. Letztere überzeugen hingegen mit einem ausgewogeneren Charakter und motivieren zu langen Touren und verspielten Flowtrail-Abenteuern. Durch ihr flinkes, agiles Handling bestechen sie zudem mit hohem Spaßpotenzial.

Aber Vorsicht, auf dem Papier ähneln sich viele Bikes: gleicher Federweg, ähnliche Geometrie, identische Laufradgrößen. Doch auf dem Trail zeigt sich schnell, wie groß die Unterschiede wirklich sind. Mal sorgt ein vermeintlich zahmes Bike für überraschend viel Potenz, während ein anderes mit mehr Federweg unerwartet an seine Grenzen stößt. Und auch im Uphill zeigt sich: Weniger Federweg ist nicht immer besser. Denn ob ein Fahrwerk effizient ist, liegt nicht an der Menge seines Federwegs. Und ob ein Bike spritzig den Trail hoch fliegt, hängt nicht allein von seinem niedrigen Gewicht ab.

Auch dieser Vergleichstest hat wieder deutlich gezeigt: Es kommt nicht nur auf die Eckdaten an, sondern darauf, wie das Gesamtpaket auf dem Trail harmoniert.

Motor- und Akku-Technologie im Fokus

Am neuen Specialized S-Works Turbo Levo 4 arbeitet Specializeds S-Works-3.1-Motor mit satten 720 Watt Spitze und 111 Nm Maximaldrehmoment. Japanische E-Motorentechnik führt am E-All-Mountain von BESV, dem E-Enduro E-One-Sixty von Merida und Cilos Carbon-E-Enduro Kyano HC ihren Dienst aus. Der top E-MTB-Motor EP801 bietet je nach Firmware bis zu 15 individualisierbare Unterstützungslevel respektive der Grundmodi Eco, Trail und Boost. Ähnlich Specialized oder Bosch gestaltet man die Motorcharakteristik des EP801 per Smartphone-App auf Wunsch selbst, justiert sogar das Nachlaufverhalten. Dies auch im E-MTB-Rennbetrieb; so nennt Shimano die Funktionserweiterung Race-Tune.

Ein neuer Stern am Motorenhimmel ist der DJI-Mittelmotor Avinox M1, der mit bis zu 120 Nm und 1000 W Leistung nicht mit Stärke geizt und laut Hersteller für einen Full-Size-Motor nur 2,5 kg auf die Waage bringt. Centurion bettet den Bosch CX optisch adrett ins Aluchassis seines No-Pogo ein. Und auch am Simplon-E-Carbon-Hardtail greift man auf die vier Modi des Bosch CX zu, darunter die schön dynamisch zu fahrende, 1A zu dosierende, E-MTB-Fahrstufe. Ebenfalls aus Schwaben kommt die Pinion-MGU-E1.12-Motor-Getriebeeinheit mit 12 Gängen und bis zu 85 Nm Drehmoment. Simplon setzt sie am E-Enduro Rapcon E-Pinion ein, kombiniert sie mit dem Gates-Zahnriemen, der die Motorkraft ans Hinterrad bringt. Am Einsteiger-E-Hardtail Peak 709 der Lidl-Bikemarke Crivit kommt der Mivice-M700-Motor zum Einsatz. Drei Modi bieten sich Fahrern hier zusätzlich einer 20 Sekunden währenden Boost-Stufe für fiese Steilanstiege. Der deutsche Anbieter Raymon verbaut hingegen das Motor-Erstlingswerk von ZF.

Apropos: Der allgemeinen klaren Tendenz zu möglichst großen Akkukapazitäten bei Full-Power-E-MTBs folgt das Testfeld. So bedienen sich nur Simplon am E-Hardtail Cure:E sowie Mérida einer leichteren 600-Wh-Batterie, in allen anderen Testbikes sitzen Akkus mit mindestens 708 Wh Kapazität. Nachteil bei allem Reichweitenpotential großer Akkus: sie wiegen mehr, machen die Bikes schwerer. So wiegt das BESV mit 800er-Batterie stattliche 26,8 Kilo, das Simplon Rapcon E-Pinion trotz Carbonchassis 26,3 Kilo und das Einsteiger-Hardtail von Crivit 26,2 Kilo. Das Mehrgewicht des von der Supermarktkette Lidl verkauften Bikes resultiert auch aus dem mit 3,5 Kilo eher schweren Mivice-Motor.

Warum das Gewicht trotz Motor wichtig ist? Weil man ein leichteres E-MTB mit weniger Krafteinsatz steuert, etwa durch langsameres, diffiziles Gelände. Mit den drei genannten Bikes tut man sich hier vor allem als untrainierter Anfänger etwas schwerer. Ein Ausrufezeichen setzt Amflow: 20,6 Kilo trotz 800er Akku - wow!

Fahrspaß und Kritikpunkte im Detail

Fahrspaß erleben lässt sich im Sattel aller zehn Testprobanden, zugleich findet sich Anlass zur Kritik. So leiden die Geländefreuden am Volant des Crivit-Hardtails auf etwas holprigeren Trails, besser aufgehoben ist das Crivit eher auf sanften Flowtrails und Feld-, Wald- und Wiesenwegen. Das Mivice-Aggregat mit den drei regulären Modi reagiert an langen, steileren Anstiegen im Vergleich eher zurückhaltend. So braucht es eine hohe sportive Trittfrequenz, um dem Mivice seinen Schub zu entlocken. In der Testausstattung eignet sich das Crivit weniger für anspruchsvolle Trails, eher für Touren.

Das unschöne Klackern des Akkus im Unterrohr des BESV stört in ruppigen Downhills und sollte 2025 eigentlich nicht mehr auftreten. Deshalb und weil die Shimano-Deore-Bremsen das schwere Bike nicht forscher verzögern, gibt es Punktabzug. Stichwort Akkustik: Während Bosch’ CX-Motor am Centurion und Simplon-Cure:E-Hardtail sowie der Specialized S-Works selbst bei hoher Last angenehm leise summen, bleibt der Pinion MGU E1.12 nicht nur ob seiner beeindruckenden Motorpower, sondern in einigen Gängen auch mit lautem Laufgeräusch in Erinnerung. Und auch der ZF-Antrieb im Raymon tönte ziemlich laut.

Dank quirligem Naturell, schlaghungrigem Fahrwerk und attraktiver Ausstattung mit Carbonrahmen fährt das Merida einen Preis-Leistungs-Tipp ein. Das Specialized S-Works Turbo Levo 4 glänzt mit ausgezeichneten Allroundqualitäten, holt eine ElektroRad-Empfehlung. Mit dem S-Works-3.1-Motor vollbringt Specialized das Wunder eines verblüffend starken Aggregats, dessen fein zu dosierender Schub stets ein natürliches Fahrfeeling sichert. Einziger Nachteil des Bikes: sein elitärer Preis könnte ernüchternd wirken.

Die Testkandidaten im Überblick

Zur besseren Übersicht haben wir hier alle 16 Bikes aus dem Vergleichstest um das beste Trail-Bike 2025 aufgelistet und die wichtigsten Daten zusammengefasst. Ganz oben in der Liste steht das neue Atherton S.150. Die in Wales hergestellten Bikes sind noch echte Raritäten und bestechen durch ihren markanten, schlichten Look mit runden Rohren und Muffen. Mit dem neuen S.150 bringen die Atherton-Entwickler ein Aluminium-Trail-Bike auf den Markt, das - auch dank seines DW-Link-Hinterbaus - der perfekte Allrounder sein soll. Doch wie schlägt es sich auf dem Trail?

Frisch aufgelegt ist auch einer der alten Champions. Bereits 2021 holte sich das Canyon Spectral den Testsieg in unserem Vergleichstest und steht jetzt mit spannenden Updates wieder am Start: Dazu zählen ein verringerter Federweg von 150/140 mm, 29er-Setup und serienmäßiger K.I.S.-Lenkungsstabilisator. Doch reicht das, um die Konkurrenz erneut in den Schatten zu stellen?

Täuschend echt ist auch der elektrifizierte Bruder: Das Canyon Spectral:ONfly hat den 50 Nm starken TQ-HPR50-Motor und den 360-Wh-Akku geschickt in das schlanke Rahmendesign integriert und schmuggelt sich so als E-MTB ins Testfeld. Doch wie behauptet sich das 18,6 kg leichte E-MTB der Koblenzer auf dem Trail und kann es sein analoges Pendant abhängen?

Als zweites E-MTB im Bunde, reiht sich das Orbea Rise LT im Vergleichstest ein. Es konnte in der vergangenen Saison bereits bei unserem Schwestermagazin E-MOUNTAINBIKE einen Vergleichstest für sich entscheiden und ist nicht nur dank des praktischen MyO-Konfigurators ein sehr beliebtes Bike in der ENDURO Redaktion, sondern bringt auch die meiste Motor-Power mit. Als drittes E-MTB misst sich das MERIDA eONE-SIXTY SL direkt mit den etablierten Größen in unserem Test. Mit 160 mm Federweg vorne und hinten bringt es den meisten Federweg im Testfeld mit. Den Rückenwind liefern ein 55 Nm starker Bosch SX-Motor und ein 400-Wh-Akku.

Nur ein paar Hundert Meter voneinander entfernt liegen die Headquarters der nächsten Teilnehmer. Die kalifornische Brand Ibis ist unter Kennern schon lange als Marke für Bikes bekannt, mit denen man es bergab ordentlich krachen lassen kann. Ihr Enduro-Bolide - das IBIS HD6 - hat erst vor Kurzem unseren großen Vergleichstest um das beste Enduro-Bike gewonnen. Jetzt geht die neueste Version des Ibis Ripmo ins Rennen und präsentiert sich mit klareren Linien und einem noch cleaneren Look.

Direkt um die Ecke befinden sich dann die Hallen von Santa Cruz Bicycles, die sowohl ihr neues Bronson als auch das Hightower ins Rennen schicken - die Geschwister sehen auf dem ersten Blick zum Verwechseln ähnlich aus. Das Santa Cruz Bronson soll die mit 27,5″-Hinterrad ausgestattete Spaßmaschine im Line-up der Kalifornier sein und euch ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubern - egal auf welchem Trail ihr unterwegs seid. Auch das Santa Cruz Hightower wurde für die neueste Generation gründlich überarbeitet und bietet - wie das Bronson - jetzt mit 160/150 mm (v/h) mehr Federweg sowie eine abfahrtslastigere Geometrie. Es rollt aber weiterhin auf 29”-Laufrädern an Front und Heck.

Als High-Pivot-Pionier schickt Norco ihr kurzhubiges Trail-Bike Optic in den Test. Doch geht das spannende Konzept um das Norco Optic auf und bietet ein hoher Drehpunkt in einem Bike mit so wenig Federweg tatsächlich Vorteile auf dem Trail? Das Pivot Switchblade setzt hingegen als vielseitiges Allround-Trail-Bike den klassischen Pivot-Look fort und baut weiterhin auf den bewährten DW-Link-Hinterbau und aufrecht stehendem Dämpfer.

Lokalmatador RAAW hat sich in kurzer Zeit zu einer echten Kultmarke entwickelt. Mit dem Jibb V2 präsentieren sie bereits die - wer hätt’s gedacht - zweite Generation ihres Trail-Bikes. Gleich geblieben ist hingegen die Philosophie, auch die Neuauflage, das RAAW Jibb V2, robust und simpel zu gestalten und den vollen Fokus auf Trail-Performance und lange Haltbarkeit zu legen.

Rocky Mountain, die Traditionsmarke aus Vancouver, hat mit ihren Bikes in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass sie echte Trail-Raketen bauen können. Doch wie schlägt sich die Neuauflage des Rocky Mountain Instinct mit seinem praktischen RIDE-4-System auf dem Trail? New Year, New Me - das scheint auch das Motto des neuen Specialized Stumpjumper 15 zu sein. Mit seinem cleanen, unscheinbaren Look und ordentlich Abfahrtspotenzial passt das neue Transition Sentinel nicht nur optisch perfekt ins bestehende Portfolio der Firma aus Bellingham, sondern auch als Kandidat in unserem Vergleichstest.

Als Außenseiter startet das Trek Top Fuel in den Vergleichstest, das mit dem geringsten Federweg im Testfeld eher wie ein aufgemotztes XC-Bike als ein waschechtes Trail-Bike wirkt. Zuletzt darf natürlich der amtierende Champion, das YT JEFFSY, nicht fehlen. Denn es hat im letzten Jahr nicht nur den großen Vergleichstest gewonnen, sondern den begehrten Kauftipp direkt mit abgeräumt, was noch kein Bike vor ihm geschafft hat. Diesen Titel zu verteidigen, steht dem JEFFSY natürlich zu.

Nicht dabei, aber dennoch relevant

Natürlich fehlen auch dieses Jahr wieder einige Bikes und auch wenn wir gerne alle Trail-Bikes, die es auf dem Markt gerade gibt, in einem Vergleichstest kombinieren würden, ist das leider einfach nicht möglich. Viele Bikes wie das Orbea Occam, das Trek Fuel EX oder das YETI SB140 haben seit unserem letzten Vergleichstest kein Update bekommen und konnten sich bereits damals nicht gegen den Gewinner durchsetzen. Deshalb sind sie dieses Jahr nicht erneut angetreten und dennoch lassen sich mit genauem Lesen und Abgleich der Tests der jeweiligen Bikes aus dem vergangenen Jahr spannende Rückschlüsse ziehen. Andere Bikes, wie das Forbidden Druid, COMMENCAL TEMPO oder Pivot Trailcat LT hätten wir gerne im Vergleichstest gehabt. Allerdings konnten die Hersteller entweder nicht rechtzeitig ein Bike liefern oder sie hatten aus Angst vor schlechtem Feedback keinen Vertreter ins Rennen geschickt. Denn es gibt auch dieses Jahr wieder Bikes, die nicht gerade mit dem Lorbeerkranz aus dem Vergleichstest rollen, aber dazu später mehr.

Was macht ein gutes Trail-Bike aus?

Die Antwort ist so vielseitig wie der perfekte Trail selbst! Ein gutes Trail-Bike muss heute weit mehr können als nur irgendwo zwischen Cross-Country und Enduro zu liegen. Bergauf sollte es leichtfüßig klettern, ohne dass jeder Höhenmeter zur Qual wird. Hohe Antriebsneutralität und effiziente Kraftübertragung sind hier der Schlüssel - schließlich will niemand unnötige Energie verpuffen lassen. Zudem sollte ein gelungenes Trail-Bike sowohl im Climb als auch auf der Ebene eine komfortable Sitzposition bieten, um auch auf langen Touren ein guter Begleiter zu sein.

Die wahre Magie zeigt sich dann aber bergab: Moderne Trail-Bikes haben so viel Laufruhe und Reserven, dass sie mittlerweile als kleine Enduros durchgehen und ihnen dicht an deren Fersen kleben. Kombiniert wird das Ganze mit einer verspielten Geometrie, die für maximale Trail-Action sorgt. Ein gutes Trail-Bike geht also keinen Kompromiss ein, sondern kombiniert scheinbare Gegensätze miteinander.

Testkriterien: Entscheidend ist der Charakter

Entscheidend hierfür sind nicht nur die passende Ausstattung, sondern auch der Charakter des Bikes. Um diesen hervorzuheben und euch die bestmögliche Kaufberatung zu bieten, setzen wir nicht auf ein starres Punktebewertungssystem, sondern betrachten das Bike als Ganzes. Bei der Wahl der Komponenten ist nicht das große oder kleine Preisschild relevant, sondern wie sie auf dem Trail performen, ob sie zum Charakter und Einsatzgebiet des Bikes passen und wie sie miteinander harmonieren.

Mountainbike Kategorien und ihre Einsatzbereiche

Mountainbikes werden je nach Federweg in MTB-Kategorien gegliedert. Jede dieser einzelnen Mountainbike Arten hat einen spezifischen Einsatzbereich. Um ein MTB vernünftig zu testen ist es extrem wichtig es mit anderen Mountainbikes der selben Kategorie zu vergleichen. Unsere großen Vergleichstest machen genau das.

  • Cross Country Bikes: Die puristischsten aller Mountainbikes. Ideal für Cross Country Rennen oder MTB Marathons.
  • Downcountry Bikes: Leichte Tourenfullys, die sowohl Spaß bergab machen als auch den gelegentlichen Marathon Einsatz ermöglichen.
  • Trailbikes: Die Alleskönner unter den Mountainbikes. Geeignet für Trailtouren im Mittelgebirge oder Alpenüberquerungen.
  • All Mountain Bikes: Die neuen Enduros. Leistungsstarke Fahrwerke und moderne Geometrien machen sie zu echten Spaßgaranten in der Abfahrt.
  • Enduro Mountainbikes: Für anspruchsvolle Strecken mit üppigem Federweg.
  • Trailhardtails: Tourenfähige Bikes für Enduro Trails. Vor allem für Einsteiger oder junge Biker geeignet.

Preis und Ausstattung

Mehr als 7.000 € Preisunterschied zwischen dem günstigsten und teuersten Bike: Das klingt erst einmal unverhältnismäßig und nach einem unfairen Wettbewerb zwischen den Testkandidaten. Doch wir haben festgestellt: Es gibt kaum Unterschiede bei der Ausstattung und auch auf dem Trail sind die Bikes sich verblüffend ähnlich. Muss es also immer das Teuerste sein? Und rechtfertigt sich so ein Preisunterschied?

Auch beim Gewicht gibt es krasse Diskrepanzen: Bis zu 6,2 kg trennen die leichtesten von den schwersten Bikes - vor allem durch die Integration der E-MTBs in unserem Test. Aber auch zwischen den analogen Kontrahenten gibt es eine Gewichtsdifferenz von bis zu 2,7 kg. Die Realität zeigt: Schwerere Bikes sind nicht automatisch langsamer im Uphill oder weniger agil auf engem Gelände.

Aber auch in Sachen Federweg unterscheiden sich die Bikes signifikant und decken eine Spannweite von 120 mm bis 160 mm Federweg am Heck ab. Klingt, als wäre die Sache klar: Mehr Federweg, mehr Downhill-Performance, oder? Doch ganz so einfach ist es auch hier nicht. Denn Geometrie, Kinematik und Gesamtkonzept spielen eine mindestens genauso große Rolle. Also, welches Bike hat im Downhill wohl wirklich am besten abgeschnitten?

Das richtige Bike für Ihre Bedürfnisse

Wie viel Spaß Sie beim Biken haben werden, hängt nicht primär davon ab, wie viel Geld Sie für Ihr Mountainbike ausgeben wollen. Es ist viel wichtiger, dass Sie sich ein Mountainbike kaufen, dass für Ihren individuellen Einsatzzweck perfekt passt. Für viele Biker steht der Spaß in der Abfahrt im Vordergrund. Dafür braucht man viel Federweg. Man sollte sich aber bewusst sein, dass man den üppigen Federweg eines Enduros oder All Mountains auch bergauf schleppen muss. Außerdem braucht es extreme Strecken, um das Potential dieser abfahrtshungrigen Bikes auszunutzen.

Laufrad- und Rahmengröße

Generell muss man bei Mountainbikes zwischen der Laufradgröße und der Rahmengröße unterscheiden. Die übliche Laufradgröße für Erwachsene beträgt 26, 27,5 oder 29 Zoll und variiert je nach Einsatzgebiet aber auch Größe des Fahrers. Es ist daher möglich, dass eine sehr große Person einen Fahrradrahmen der Größe 23 Zoll benötigt, in dem wiederum ein 29 Zoll Laufrad eingebaut ist. Die zwei Dimensionen in einem Fahrrad können für Einsteiger schnell verwirrend sein, weshalb Sie bei einem Verkaufsgespräch sehr genau hinhören sollten.

Damenmodelle

Manche Hersteller haben Damen spezifische Modelle im Angebot. Wir haben in unserer Filter Sektion die Möglichkeit diese Bikes speziell zu filtern. Oftmals gibt es Damenmodelle in kleineren Größen als die Herrenmodelle. Meist sind die Kontaktpunkte zum Körper speziell auf Damen angepasst. Lenker sind etwas schmäler, Sättel damenspezifisch. Fahrwerke haben oft ein leichteren Tune der auf das geringe Körpergewicht von Frauen abgestimmt ist.

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