Die Wahl des ersten 20-Zoll-Kinderrades kann sich mitunter als durchaus schwierig gestalten, schließlich möchte man seinem Kind ein (lange) passendes Fahrrad zur Verfügung stellen. Nach Laufrad, Dreirad und gegebenenfalls 16 Zoll Fahrrad ist es endlich soweit: Das erste „richtige“ 20 Zoll Kinderfahrrad!
In einem umfänglichen Testfeld haben wir 13 der spannendsten 20 Zoll Bikes 2023 genauer unter die Lupe genommen - praxisnah, kindgerecht und vor allem mit Kindern in unterschiedlichem Alter und Körpergröße.
Kaufberatung: So finden Sie das richtige Fahrrad für Ihr Kind
Wir erläutern, wie Sie das beste Fahrrad für Ihr Kind finden, welche Ausstattung wichtig ist und welche weniger. Ob ein Rad tatsächlich passt oder nicht, hängt aber vor allem von der niedrigsten einstellbaren Sattelhöhe ab. Und damit auch davon, ob ein Kind eher groß oder klein ist.
Die Größe von Kinderfahrrädern wird meist in Zoll angegeben. Bei den Testkandidaten handelt es sich um 20-Zoll-Kinderfahrräder für 270 bis 575 Euro. Tipp: Die Kinderfahrräder kosten bis zu 575 Euro. Bei den Testkandidaten handelt es sich um 20-Zoll-Kinderfahrräder - in der Regel eignen sie sich für Grundschulkinder.
Am Ende ist die Innenbeinlänge des Kindes entscheidend, ob ihm schon ein 20 Zoll Fahrrad passt oder nicht. Hier gilt als Richtwert für diese Radgröße 53-62 Zentimeter. Die Schrittlänge des Fahrers muss zur Sattelhöhe passen. Dann passt ein Fahrrad. Die meisten 20 Zoll Fahrräder passen von ihrer Sattelhöhe für Kinder mit einer Schrittlänge von ungefähr 52 bis 60 cm.
Das sollten sie bei einer Körpergröße von um die 1,20 - 1,35 Meter erreichen. Die meisten Hersteller geben eine Altersempfehlung von 6 bis 8 Jahren. Das deckt sich unserer Erfahrung nach recht gut mit dem Angaben zur Körpergröße. Die Zoll Angabe ist meist nicht wichtig bei der Auswahl des passenden Fahrrads.
Größentabelle für 20-Zoll-Kinderfahrräder
| Fahrrad Größe | Körpergröße | Beinlänge | Alter |
|---|---|---|---|
| 20 Zoll | ca. 120 - 135 cm | ca. 55 - 65 cm | ca. 6 - 8 Jahre |
Anders als bei kleineren Kinder ist es ab einer Laufradgröße von 20 Zoll wichtig, dass sich die Sattelhöhe so einstellen lässt, dass Kinder ergonomisch perfekt in die Pedale treten können. Das ist der Fall, wenn das Kind im Sattel sitzt, die Kurbel in der tiefsten Position steht, der Fuß auf dem Pedal steht und das Bein dabei nahezu vollständig durchgestreckt ist.
Bleibt die Frage, wie lange ein Kind 20 Zoll fahren kann? Zu klein ist ein 20 Zoll Kinderfahrrad, wenn man den Sattel nicht mehr weit genug aus dem Rahmen ziehen kann, um die ergonomische Tretposition einzustellen.
Ausstattung und Komponenten
Beim Kinderfahrrad in 20 Zoll werden Komponenten wie Schaltung, Scheibenbremsen und Federgabeln spannend. Die geprüften Fahrräder sind mit Ketten- oder Nabenschaltung, mit zwei Handbremsen oder Vorder- und Rücktrittbremse ausgestattet.
Federgabel: Ja oder Nein?
20 Zoll ist die erste Kinderfahrrad-Größe, bei der es Mountainbike-Modelle mit Federgabel gibt. Kinder-Mountainbikes mit Federgabeln sind nicht nur deutlich teurer als Modelle mit Starrgabeln, sondern auch 1-1,5 Kilo schwerer. Deshalb raten von Federgabeln bei 20 Zoll Bikes ab! Im 20 Zoll Bereich sollte man bewusst auf eine Federgabel verzichten.
Breite Reifen mit wenig Luftdruck bieten genug Dämpfung für Kinder-Bikes, deren Fahrer meist 18-25 Kilogramm wiegen. Nur wenn das Kinder-Mountainbike im schweren Gelände und meist auf Trails gefahren wird, macht eine Federgabel Sinn. Allerdings nur eine gute Federgabel, die das 20 Zoll Mountainbike dann aber 1000 Euro und mehr kosten lässt.
Schaltung und Übersetzung
Bei 20 Zoll Bikes kommen Kinder erstmals mit einer Schaltung in Kontakt. Wichtig dabein ist, dass die Schaltung, wie hier beim Supurb Bo20 nur einen Schalthebel hat. Im 20 Zoll Segment gibt es fast kein Kinderfahrrad mehr ohne Gangschaltung.
Wichtiger als die Anzahl der Gänge der Kettenschaltung (meist sind es 7-10 Gänge) ist die Übersetzungsbandbreite der Antriebs. Da bei 20 Zoll Bikes meist Kurbeln mit einem Ketteblatt verbaut sind, sorgt eine möglichst breit abgestufte Kassette für eine große Bandbreite.
Wir empfehlen bei 20 Zoll eine Bandbreite von mindestens 290 %, eine Gangspreizung von über 350 % ist sehr gut. Außerdem muss die Kurbellänge zur Körpergröße passen. Bei 20 Zoll Kinderfahrrädern empfehlen wir maximal 140 Millimeter lange Kurbeln - besser noch kürzer.
Bremsen
Bei den Bremsen am 20 Zoll-Mountainbike gilt: Je sportlicher Kinderbikes genutzt werden, desto eher machen hydraulische Scheibenbremsen Sinn. Soll das Rad günstiger und leichter sein, kannst du auch zu Felgenbremsen (V-Brakes) greifen.
Reifen
Derselbe Grundsatz gilt für die Reifen: Je sportlicher und im mehr Gelände gefahren wird, desto breiter und ein gröberes Profil sollten sie beim 20 Zoll-MTB haben. Mit niedrigsten Luftdrücken lässt sich so das Maximum für die Kleinen herausholen.
Gewicht und Zusatzausstattung
Da nur leichte 20-Zöller für Mädchen und Jungen viel Fahrspaß bieten, fährst du mit aufs das Wesentliche reduzierten Kinder-Mountainbikes am besten. Mit bis zu 15 Kilogramm wiegen die Kinderfahrräder im Test so viel wie manches Fahrrad für Erwachsene. Zarten Kindern kann es schwerfallen, dieses Gewicht anzuheben und mit den Rädern anzufahren, selbst Erwachsene können beim Schleppen ins Schwitzen kommen.
Nur ein teures Rad ist wirklich leicht und sehr kindgerecht gebaut. Zusatzausstattung wie Schutzbleche, Gepäckträger oder Beleuchtung treibt nicht nur das Kinderfahrrad-Gewicht in die Höhe, sondern sind meist auch unnötig, da die Kinder nicht selbstständig im Straßenverkehr unterwegs sind.
Leichte Kinder-Mountainbikes mit Starrgabel sind wahre Allrounder und fahren sind auf Asphalt und im Gelände gut. Klar, Reflektoren oder eine Lichtanlage sind sicherlich für viele ein „Must have“ - beispielsweise für den herbstlichen Heimweg vom Spielplatz - doch gleichzeitig erhöhen sie auch das Gewicht der Bikes.
Die Rolle des Gewichts
Im Praxisteil der Tests zeigte sich schnell, dass die Kinder mit den leichteren 20-Zoll-Fahrrädern im Vergleich besser zurechtkamen. Doch viele Modelle sind dagegen 13 bis 15 Kilogramm schwer - und das kann für weniger kräftige Kinder schon zu viel sein.
Die besten 20-Zoll-Kinderfahrräder: Empfehlungen
Insgesamt haben wir von kids-bike-test.com mehr als 110 Kinderfahrräder in 20 Zoll mit unserem objektiven Testsystem bewertet. Bereits wer weniger als 500 Euro investiert, bekommt einige sehr gute, leichte 20 Zoll Kinder-Bikes.
Die besten Modelle für Mädchen und Jungen in der 20-Zoll-Liga bauen Kinderfahrrad-Spezialisten wie Trek, Eightshot oder Cube. Nimmt man für ein Kinder-Mountainbike bis zu 700 Euro in die Hand, bekommt man schon richtige Geländeflitzer mit Scheibenbremsen, breiten Stollenreifen und guten Schaltungen.
Etwa 1000 Euro muss man für gute 20 Zoll Kinder Mountainbikes mit Federgabel - z.B. das Supurb BO20, Propain Dreckspatz oder V-Pace Max20 - investieren. Bei superleichten 20 Zoll Hardtails im Luxus-Segment kommen Carbon-Starrgabeln das Gewicht. Eine weitere Option für extremes Gelände und Bikeparks sind Kinder-MTB-Fullys in 20 Zoll.
Wer für ein 20 Zoll Kinderfahrrad nicht zu viel ausgeben will, sollte sich nach einem Kinder-Mountainbike mit Starrgabel und Felgenbremsen umschauen. Hier gibt es schon unter 500 Euro gute, leichte Modelle mit kurzen Kurbeln, die fast jeden Ausflug ins Gelände mitmachen.
Kommen Federgabel, Scheibenbremsen und Carbon ins Spiel, werden gute Kinder-Bikes in 20 Zoll sehr teuer. Die Auswahl an 20 Zoll Fahrrädern ist groß und viele verschiedene Varianten sind verfügbar. Wie bei den Fahrrädern für Erwachsene gibt es sportliche und gemütliche Räder, Räder für die Straße und fürs Gelände, Räder für Jungs und Räder für Mädchen.
Es gibt kaum einen Unterschied zu den großen Fahrrädern: Kettenschaltung mit 10 Gängen oder mehr, Mountainbikes mit Federgabel und Scheibenbremsen, sogar e-Bikes gibt es in der 20 Zoll Größe. Die folgende Tabelle zeigt alle 20 Zoll Räder mit den wichtigsten Eigenschaften in der Übersicht.
Empfehlenswerte Modelle
- woom 4: Mit kaum mehr als 7 kg Gewicht ist das woom 4 eines der leichtesten 20 Zoll Fahrräder.
- Puky LS-Pro 20-7 Alu: Ein wenig schwerer, mit einem Gewicht von um die 8 kg aber genau so empfehlenswert.
- early rider Belter 20: Hat den tollen Riemenantrieb der, anders als bei einer Kette, wartungsfrei und ohne Öl-Sauerei funktioniert.
- Cube Reaction 200 Pro: Klasse Mountainbikes mit offroad geeigneter Bereifung, 9- bzw. 8-fach Kettenschaltung und Scheibenbremsen die alle um die 8 kg wiegen.
- BTWin Riverside 900: Auf den ersten Blick sieht man ihm aber nicht an, dass es viel günstiger ist als die besten Räder im Vergleich: Alu Rahmen und Gabel, 8-fach Kettenschaltung, gute Bremsen und Reifen, glänzender Lack.
Testergebnisse und Auszeichnungen
Gemeinsam mit der Stiftung Warentest hat der ADAC zwölf Kinderfahrräder in den Kategorien Handhabung, Fahren, Eignung für das Kind, Sicherheit und Haltbarkeit sowie Schadstoffe getestet. Die Anschaffungskosten der Testkandidaten lagen zwischen 430 Euro und 575 Euro.
Zu den Verlierern im Vergleich gehören die Räder von Bulls, Raymon und S'cool. Sie verfehlen im Test die von der Norm geforderten Mindestverzögerungswerte auf dem Bremsenprüfstand. Das Leichtgewicht eignet sich dank seiner Fahreigenschaften eigentlich besonders gut für Kinder. Allerdings traten wiederholt Risse an der Tretkurbel auf, weshalb das Woom im ADAC Urteil abgewertet wurde.
Schadstoffbelastung
Bei sieben Fahrrädern wurden auch Schadstoffe im Sattel festgestellt. Meistens handelte es sich um den Weichmacher DPHP (kurz für Dipropylheptylphthalat), der Kunststoffen zugesetzt wird, um diese elastisch zu machen. Im Test wurde der Weichmacher DPHP in den Sätteln von Raymon, S‘cool, Victoria, Bulls, KTM und Woom nachgewiesen.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten (Checkliste)
- Fahrradgröße: Ein 20 Zoll-Fahrrad ist für Kinder mit einer Schrittlänge von ca. 50 cm bzw. einer Körpergröße ab 120 cm geeignet.
- Rahmen: Ein tiefer Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen enorm.
- Gewicht: Ein geringes Gewicht ist bei Kinderfahrrädern nicht nur für Anfänger wichtig.
- Höheneinstellung: Der Sattel und der Lenker eines Kinderfahrrads sollten genügend Spielraum für die H...
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