Mountainbike Klappräder erfreuen sich wachsender Beliebtheit, da sie die Robustheit eines Mountainbikes mit der Flexibilität eines Klapprads verbinden. Diese Kombination kommt vielen Menschen zugute, und wir können uns auch in Zukunft auf diese Form der Klappräder freuen.
Für wen ist ein Mountainbike Klapprad sinnvoll?
Die meisten Klappräder sind für den Alltag oder kleinere Touren ausgelegt. Somit sind die Räder für Straßen, Gehwege usw. konzipiert und nicht für das Gelände. Mountainbike Klappräder schließen diese Lücke und sind perfekt für jeden, der auch mal durchs Gelände fahren möchte. Sie sind deutlich stabiler und robuster gebaut als ihre kleinen Kollegen. Meistens sind sie mit 26-Zoll-Reifen ausgestattet, wodurch man kaum einen Unterschied zu einem normalen Fahrrad spürt.
Worauf muss man beim Mountainbike Klapprad achten?
Beim Kauf eines Mountainbike Klapprads muss man einige Dinge beachten. Deswegen haben wir hier eine kleine Liste zusammengestellt, welche die wichtigsten Punkte beinhaltet:
- Guter und stabiler Rahmen: Man möchte ja sicher unterwegs sein
- Am besten aus Aluminium - leichter
- Schweißnähte sollten ordentlich verarbeitet sein
- Sichere Faltscharniere: Damit man beim Fahren keine Überraschung erlebt
- Die Scharniere sollten keine Geräusche machen beim Fahren
- Man sollte sie per Schnellspanner schnell lösen und fest machen können
- Gute Schaltung: 24 Gänge sind sinnvoll - damit man auch in bergigen Regionen gut ausgestattet ist
- Am besten Qualitätsprodukte von Shimano und Co.
- Scheibenbremsen: Damit man auch bei hohen Geschwindigkeiten schnell zum Stehen kommt
- Scheibenbremsen sind stärker als normale V-Bremsen
- Gute Reifen: Gute Reifen sind ein Muss, um im Gelände den nötigen Grip zu haben
- Gute Reifen sind stabiler und vermeiden deswegen unnötige Pannen
Wenn man diese Dinge beachtet, ist man gut dafür gerüstet, um sich sein Wunschmodell zu suchen.
Wie teuer ist ein Mountainbike Klapprad?
Die Frage nach dem Preis lässt sich wie immer nicht pauschal beantworten. Die Preisspanne der Mountainbike Klappräder reicht aber von circa 200 bis über 6000€. Je nachdem, welche Ansprüche und Anforderungen man an sein Rad hat. Wer zusätzlich einen Elektroantrieb an seinem Rad haben möchte, der landet sehr schnell im oberen Preissegment. Ohne Elektroantrieb sind die Räder relativ erschwinglich.
Für circa 800€ kriegt man solide Modelle, wie zum Beispiel das Tern Joe P24, welches eine super Ausstattung und einen hohen Fahrspaß bietet. Für die meisten Menschen sind Modelle, die bis zu 1000€ kosten, mehr als ausreichend.
Falt- und Kompakträder als Lösung für enge Platzverhältnisse
Eng geht’s zu auf Deutschlands Straßen, Geh- und Radwegen. Gefühlt wird es sogar immer enger: Seit Corona nutzen viel mehr Menschen das Fahrrad, um im Alltag, aber auch in der Freizeit vorwärtszukommen, sich im Freien und der Natur zu bewegen. Ein allgemein steigendes Mobilitätsbedürfnis bei gleichzeitig enger werdenden Platzverhältnissen - das kann auf Dauer nicht gut ausgehen. Einen konstruktiven Ansatz zur Veränderung der Verhältnisse bieten Falt- und Kompakträder: Sie beanspruchen deutlich weniger Raum als ein normales Fahrrad - sowohl in Fahrt als auch im Stand, zu Hause, im Büro oder gar unterwegs in den Öffentlichen.
Mittlerweile akzeptieren die Bahn und fast alle Nahverkehrsverbünde Räder mit 20-Zoll-Rädern oder kleiner als Handgepäck, sofern sie gefaltet sind. Dann gelten keine Sperrzeiten, und auch extra Fahrrad-Tickets sind obsolet. Ungefaltete 20-Zöller oder kleiner dürfen vielerorts auch mit, solange die „baulichen Voraussetzungen im Verkehrsmittel“ gegeben sind. Solche Regeln erweitern den Radius für Radler erheblich, wenn unter dem Stichwort Intermodalität eine engere, möglichst nahtlose Verschränkung möglichst vieler Verkehrsarten entsteht. Selbst Langstrecken-Pendeln ist mit zuverlässiger Nahverkehrs-App und persönlich optimiertem Gepäckmanagement viel einfacher möglich. Grund genug, uns die Kategorie „20-Zöller und kleiner“ genauer anzuschauen.
Faltrad-Fahren ist speziell
Fast alle Lenker werden aus Stabilitätsgründen als konischer, oft ausziehbarer Schaft mit Faltgelenk konstruiert. Der geringen Vorwärtsneigung des Schafts entspricht die Vorbaulänge eines konventionellen Rads. Um ein möglichst knappes Faltmaß zu erzielen, verzichten viele Hersteller darauf, eine ausreichend lange, beruhigende Vorbaulänge einzubauen. Zusammengefasst fahren sich deshalb fast alle Falträder deutlich nervöser, als man es vom normalen Fahrrad gewöhnt ist. Manche sind sogar grenzwertig nervös. Für Anfänger ist das gewöhnungsbedürftig, gibt sich aber schnell, je mehr Zeit man auf seinem Falter verbringt.
Vorteile von Falträdern
Ist man sich vorab darüber im Klaren, wie und wofür man sein Falt- oder Kompaktrad einsetzen möchte, könnte es sein, dass das „Normalrad“ immer öfter in der Garage bleibt. Ein Faltrad kann, muss aber bei Weitem nicht mehr nur Zweit- oder Drittrad für überzeugte Bike People sein. Denn rund um den Alltagsgebrauch gibt es kaum eine Nutzungsart, die nicht auch mit kleinen Laufrädern bedienbar wäre. Und wo ein Falter durch seinen geringeren Platzanspruch oft sogar neue Möglichkeiten und Freiheiten schafft.
Beispiele für Falt- und Kompakträder
Hier sind einige Beispiele für Falt- und Kompakträder, die in Tests gut abgeschnitten haben:
Brickerton Argent 1909
- MYBIKE-Note: 2,6
- Fazit: Solide konstruiertes, vielseitiges Rad; preisgünstig; reichhaltiges Zubehörangebot
Brompton S6
- MYBIKE-Note: 3,4
- Fazit: Sehr kompakt und schnell klein faltbar; seitensteif und wendig; ruhiges Fahrverhalten
Dahon Curl 14
- MYBIKE-Note: 4,0
- Fazit: Stabile Gabel und Rahmen; sehr kleines Faltmaß, dabei gut manövrier- und tragbar
Hercules Versa R3
- MYBIKE-Note: 3,3
- Fazit: Alltagstauglich für kürzere Strecken; solide Bauart und Fahrverhalten; sehr preisgünstig
Moulton TSR Kensington
- MYBIKE-Note: 2,4
- Fazit: Vielseitiges Bike mit exzentrischem, aber praktischem Konzept
Riese & Müller Birdy Touring
- MYBIKE-Note: 1,9
Weitere Aspekte beim Kauf eines Klapprads
Falträder sind so konzipiert, dass sie sich bei Bedarf einfach in der Mitte kniehoch einklappen lassen. Ein gutes Klapprad sollte eine raffinierte Rahmengeometrie besitzen, aber auch robust genug sein, um nicht beim erstbesten, etwas härteren Kontakt in sich zusammen zu brechen.
Gerade für Pendler bietet das Klapprad oft eine brillante Möglichkeit, schnell von Bahnhof oder Haltestelle zum Arbeitsplatz zu kommen. Denn Zeit ist bekanntlich Geld und davon sparen Sie sich mit einem Klappbike eine ganze Menge.
Die Technik, um das Klappbike möglichst einfach einklappen zu können, ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Üben Sie das Zusammenklappen Ihres Faltrades einige Male, bevor Sie sich auf die Straßen stürzen.
Fahreigenschaften und Bremsen
Der erste Eindruck beim Fahren eines Klapprads ist ungewöhnlich: Das Rad ist dank seiner 20“(=Zoll)-Laufräder extrem wendig, was Ihnen zunächst Schwierigkeiten beim Fahren bereiten könnte. Mit der Zeit werden Sie die Vorteile der kleinen Räder allerdings zu schätzen wissen. Ein Falt-Fahrrad lässt sich genauso abbremsen wie ein ganz normales Fahrrad. Die ganze Bandbreite von den Felgenbremsen bis hin zu Scheibenbremsen ist daher für Ihr Klapprad verfügbar.
An fast allen Falträdern lassen sich außerdem sowohl Nabenschaltungen als auch Kettenschaltungen verbauen. Je nach Konstruktion des Bikes sind so zwischen 3 und 27 Gängen möglich. Entscheidend für den richtigen Sitzkomfort und die richtige Kraftübertragung von Bein zu Pedal ist die sogenannte Rahmenhöhe, also der Abstand zwischen der Mitte des Tretlagers und der Oberkante des Sattelrohrs.
Pflege und Ausstattung
Gerade wenn Sie sich ein Klapprad für Reisen anschaffen wollen, müssen Sie dieses regelmäßig pflegen. Aber auch der gemütliche Stadtpendler sollte für sein Klapprad alle paar Wochen zum Putzlappen greifen.
Ein großer Vorteil, den die meisten Klappräder besitzen, ist ihre StVZO-gemäße Ausstattung. Neben einer funktionierenden Lichtanalge verfügen sie meist auch über Reflektoren, Katzenaugen und eine Klingel. Solange Ihr Klappbike abgedeckt und eingeklappt ist, dürfen Sie es auch in S-Bahnen, Bussen oder ICEs mitnehmen.
Klapprad als vollwertiges Fahrrad
Langjährige Nutzer von Klapprädern schwörten sogar ihrem Tourenrad ab und benutzten nur noch ihr Klapprad für unterwegs, da es wendiger, aber robust genug ist. Seit einiger Zeit gibt es auch ein Elektro Faltrad zum einklappen und mitnehmen. Dieses Elektro Faltrad eignet sich perfekt zum bequemen Shoppen in der Stadt, aber auch für den täglichen Weg zur Arbeit oder zur Schule.
Preis und Fazit
Die Preise der Klappräder sind einander sehr ähnlich. Je nach Ausstattung können Sie ein Klappbike bereits für wenige hundert Euro bekommen. Ein hochwertigeres Klapprad kann dagegen schon mal bis zu 2000 Euro kosten.
Verwandte Beiträge:
- Klapprad Mountainbike 26 Zoll: Mobilität & Geländetauglichkeit
- Bestes Mountainbike unter 1000€: Test & Vergleich der Top-Modelle
- Naturnser Alm Mountainbike Tour: Streckenbeschreibung & Tipps
- Mountainbike Sattelfederung: Komfort & Performance im Vergleich
- E-Motorrad bis 11 kW: Die besten Modelle im Vergleich 2024
- So viel Luftdruck braucht dein Fahrradreifen – Die perfekte Anleitung für optimale Fahrt
Kommentar schreiben