Mountainbike Lange Touren: Tipps für unvergessliche Erlebnisse

Eine Mountainbiketour kombiniert Sport mit atemberaubenden Landschaften und Ausblicken. Da auf umweltschädliche Verkehrsmittel verzichtet wird, ist sie außerdem perfekt für Menschen, die nachhaltig reisen wollen. Für eine gelungene Mountainbiketour gibt es aber trotzdem einige Dinge, die du beachten solltest.

Das richtige Mountainbike wählen

Ein Mountainbike ist für eine Fahrt auf unwegsamem Gelände ausgerichtet. Zumeist hat es eine Federung der Räder, Reifen mit grobem Profil und einen breiten Lenker. Dennoch ist Mountainbike nicht gleich Mountainbike.

  • Full-Suspension: Diese Mountainbikes haben auch eine Hinterradaufhängung.
  • All-Mountain-Bikes: Auch diese Mountainbikes ähneln Full-Suspension-Mountainbikes und sind für herausfordernde Strecken geeignet.

Falls du gerade am Anfang bist und vor allem längere Mountainbiketouren fahren willst, ist ein Hardtail-Mountainbike eine gute Wahl.

Körperliche Vorbereitung und Gesundheitscheck

Mountainbiketouren sind wunderschöne Freizeitaktivitäten, aber kein Zuckerschlecken. Du solltest dir unbedingt über deine eigenen körperlichen Grenzen im Klaren sein. Fahre vorher am besten eine kleine Tour in deiner Gegend und beobachte, wie es dir dabei geht. Wenn deine Kondition nicht deinen Ansprüchen entspricht, kannst du sie durch regelmäßige Besuche im Fitnessstudio verbessern. Darüber hinaus wäre es auch sinnvoll, einen Gesundheitscheck zu machen. Dabei kannst du auch gezielt nachfragen, ob eine lange Mountainbiketour für dich geeignet ist.

Routenplanung und nachhaltiges Reisen

Bei der Wahl der geeigneten Route gibt es ein paar Dinge zu beachten. Besonders bei Mountainbiketouren bieten sich lokale Reisen an. Schließlich ist es einfacher, das Mountainbike im Zug durchs Land zu transportieren, als im Flugzeug einmal um die Weltkugel zu fliegen. Daher sind Mountainbiketouren auch eine gute Möglichkeit, um nachhaltig zu reisen. So sind sie gut für die Umwelt, da Züge viel weniger Emissionen ausstoßen.

Mountainbike-Touren in Deutschland

So gibt es schon hier in Deutschland viele schöne Mountainbiketouren. Ein besonderes Erlebnis erwartet dich in Rheinland-Pfalz. Hier lockt die Vulkaneifel mit einem umfangreichen Streckennetz von mehr als 750 Kilometern.

  • Himmel un Ääd: Auf dieser Strecke kannst du alle drei Dauner Maare erkunden.
  • Bergwerk auf Stollenreifen: Diese Tour führt dich zum alten Schieferbergwerk.
  • Die Eifel im Blick: Du willst so viel wie möglich sehen? Dann ist diese Strecke für dich geeignet.

Wie du siehst, musst du mit deinem Mountainbike nicht weit reisen, um tolle Touren zu finden. Vielleicht gibt es ja sogar eine Tour ganz in deiner Nähe.

Mountainbiketouren sind nach Schwierigkeitsgrad unterteilt. Als Anfänger solltest du dich eher auf S0-S2 Strecken beschränken. Bei diesen Strecken gibt es kaum festen Untergrund.

Die richtige Ausrüstung für Mountainbike-Touren

Bei einem umfangreichen Unterfangen wie einer Mountainbiketour darf natürlich die geeignete Ausrüstung nicht fehlen. Für eine Mountainbiketour eignet sich ein eigenes GPS-Gerät. Das Gerät ist aufs Fahrradfahren ausgelegt und hat einen passenden Bildschirm. Dieser zeigt dir jede noch so kleine Abzweigung im Detail an. Neben einem GPS-Gerät ist es auf jeden Fall nützlich, auch eine klassische Karte mitzunehmen. In manchen Fällen könnte dein elektronisches Gerät ausfallen oder nicht funktionieren. Wie bei allen Sportarten ist ein Erste-Hilfe-Paket unabdinglich. Doch nicht nur du selbst brauchst im Ernstfall einein Erste-Hilfe-Paket. Auch für dein Fahrrad solltest du ein kleines Werkzeugset dabei haben. Vor allem bei Strecken in unterschiedlichen Höhenlagen kann es zu Wetterumschlägen kommen. Wenn du also den ganzen Tag unterwegs bist, solltest du dich auf alle Wetterlagen einstellen. Packe neben ausreichend Sonnencreme für schöne Stunden also auch unbedingt eine Regenjacke und eine Regenhose ein. Nichts ruiniert eine schöne Tour mehr als völlig durchnässte Kleidung.

Planung ist das A und O

Wie du siehst, steckt viel Planung in einer erfolgreichen Mountainbiketour. Besonders für Neulinge gibt es viel zu bedenken. Neben der Wahl des richtigen Mountainbikes solltest du auch deine eigene Kondition in Betracht ziehen. Basierend auf diesen beiden Punkten kannst du anschließend eine passende Route auswählen. Die Wahl der geeigneten Ausrüstung ist teilweise auch routenabhängig. Wenn du alle 4 Punkte beachtest, steht einer erfolgreichen Mountainbiketour nichts mehr im Weg.

Training für Mehrtagestouren

Um dich auf eine Mehrtagestour vorzubereiten, solltest du sechs Wochen lang drei bis vier Tage pro Woche trainieren. Lege nach spätestens zwei Trainingstagen einen Ruhetag ein, an dem du deinen Körper eine Pause gönnst, damit er sich erholen kann. Nutze die Ruhetage, um deinen Körper mit Krafttraining zu stärken, Ausgleichsübungen durchzuführen, im Schwimmbad ein paar Bahnen zu ziehen oder eine Runde Yoga zu machen. Gut geeignet für Ruhetage ist auch ein Mix aus Ausdauer- und Kraftübungen - ganz nach dem Crossfit-Prinzip. Crosstraining stärkt deine Core-Muskulatur (Bauch- und Gesäßmuskeln, Hüfte und Rücken), die eine Schlüsselrolle für Ausdauer und Kraft im Sattel spielt.

Tagesetappen und Unterkunft

Wie viele Kilometer du dir pro Tag vornehmen solltet, lässt sich pauschal nicht sagen. Für Genussradler können Tagesetappen zwischen 50 und 80 Kilometern ausreichend sein, für ambitionierte Rennradfahrer 70 bis 150 Kilometer. Wie lang die Etappen sein sollten, hängt von deiner Fitness, der gewünschten Reiseatmosphäre (sportlich oder gemütlich) und vom Terrain ab. Berücksichtige bei der Planung auch, was ihr auf dem Weg sonst noch alles erledigen bzw. Wer die Unterkunft im Voraus bucht, hat auf der Tour weniger Stress. Außerdem erhält man im Zuge der Planung direkt einen Überblick über die Strecke und die täglichen Etappen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, zunächst die Strecke zu planen, sie in geeignete Distanzen einzuteilen und abschließend Hotels, Pensionen oder Campingplätze entlang der Route zu suchen. Wer es spannend mag, muss sich nicht unbedingt im Voraus festlegen: Entlang von Flussradwegen und anderen Etappenradwegen gibt es, zumindest außerhalb der Saison, viele Unterkünfte, die noch einen Platz frei haben und Radfahrer spontan beherbergen. Wer die Unterkunft nicht im Voraus bucht, kann die tägliche Distanz und die Länge der Tour selbst bestimmen - und nach Lust und Laune entscheiden, wohin die Reise geht.

Verpflegung und Notfallausrüstung

Auf einer mehrtägigen Reise kann sich das Wetter schnell ändern. Radfahrer verlieren pro Stunde einen halben bis zu einem Liter Wasser pro Stunde - und schwitzen einige Mineralstoffe aus. Logisch, dass immer etwas zu trinken mit an Bord sein muss. Den Flüssigkeitsverlust gleichst du am besten mit natriumreichen Mineralwasser, Sportgetränken, die dir auch gleich Kohlenhydrate und Mineralien mitliefern, oder auch mal einem alkoholfreien Bier aus. Damit dich unterwegs deine Kräfte nicht verlassen, solltest du ein paar Snacks im Gepäck haben.

Bei einer Mehrtagestour solltest du einenErsatzschlauch oder Flickzeug und eine Minipumpe dabei haben, damit es nach einer Reifenpanne schnell weitergehen kann. Die Reiseapotheke darf bei einer mehrtägigen Radtour nicht fehlen. Neben den üblichen Medikamenten solltest du auch ein Erste-Hilfe-Set an Bord haben. Achte darauf, dass sich Sattel und Lenker in der richtigen Position befinden. Tipp : Du fährst nicht allein? Eigne dir ein paar Handzeichen an, um unkompliziert mit deinen Mitstreitern kommunizieren zu können.

Weitere Tipps und Empfehlungen

Die richtige Ausrüstung zum Beispiel, sowohl was Kleidung und Schutz als auch Fahrrad angeht. Auch die Vorbereitung einer Mountainbike-Tour will durchdacht sein - hinsichtlich eigener Präferenzen und Können, aber auch in puncto Naturschutz. Und wie ich mich auf der Tour gegenüber meinen Mitmenschen und der Natur verhalte, wie ich mit unvorhergesehenen Herausforderungen umgehe, darüber habe ich mir am besten vorab schon mal Gedanken gemacht.

Unsere Themenseite zum Mountainbiken fasst die wichtigsten Grundlagen zusammen, in vielen Alpenvereinssektionen gibt es Kurse und Schulungen für die Praxis.

Basisausrüstung für Mountainbiker

  • Fahrradhelm
  • Brille und Handschuhen
  • Reparaturset mit passendem Schlauch, Flickset, kleinem Werkzeug und kleiner Pumpe
  • Weitere Kleidung sowie spezielle Mountainbike-Ausrüstung (je nach Tourtyp und -länge)
  • Ggf. ein kleines Schloss sowie ein Lichtset für den Straßenverkehr (Front- und Rücklicht)

Tourenplanung und Sicherheit

Bevor ihr euch das erste Mal auf den Trail wagt, solltet ihr euch am besten schon mal mit der Sportart auseinandergesetzt haben. Welches Bike macht Sinn für mich? Wie mache ich mich fit für die Tour? Und was sollte ich zum Thema Fahrtechnik wissen? Dazu gehören zum Beispiel der optimale Aufbau einer Mountainbike-Tour, die 3x3-Matrix, Wegearten und Schwierigkeiten von Singletrails. Eine Vielzahl an Tourenvorschlägen findet sich auf alpenvereinaktiv.com, dem Tourenportal des Alpenvereins. Ein sorgfältiges Prüfen, ob die Strecke meinem Können entspricht, ist aber auch bei der digitalen Vorbereitung unerlässlich.

Mountainbiken ist ein Ausdauersport

Mountainbiken ist ein Ausdauersport, der Gesundheit und eine realistische Selbsteinschätzung voraussetzt. Sorgfältige Planung mit allen zur Auswahl stehenden Hilfsmitteln, abgestimmt auf die aktuellen (Wetter-)Verhältnisse, ist essenziell. Vor allem der technische Zustand des Bikes sollte vor jeder Fahrt gewissenhaft geprüft werden, allem voran die Bremsen. Insbesondere das Bergab-Fahren erfordert, das Tempo an die jeweilige Situation und das eigene Können anzupassen. Dies gilt einmal mehr beim E-Biken.

Naturschutz

Gerade beim Biken ist Naturschutz ein sensibles Thema, speisen sich an der vermeintlichen Naturzerstörung doch die meisten der Vorurteile gegenüber Mountainbiker*innen. Wer diese widerlegen will, feilt am besten an der Fahrtechnik, um Rinnen und Bremswellen auf den Wegen zu vermeiden.

Die Qual der Wahl: Mountainbike-Varianten

Heute gibt es zahlreiche Spielarten des Radelns in den großen und kleineren Bergen. Das ist ein großer Vorteil des Mountainbikens: Der Sport lässt sich beinahe überall ausüben, auch vor der eigenen Haustüre, ohne vorher mit dem Auto fahren zu müssen. Das E-Mountainbike vergrößert diesen Radius noch und lockt immer mehr Menschen aufs Rad.

Zu den wichtigsten Spielarten des Mountainbikens zählen:

  • Tourenradeln: Egal ob im Flachland, Mittel- oder Hochgebirge, von der Haustür weg oder im Urlaub - Tourenfahrer*innen lieben den Aktionsradius mit dem Mountainbike. Die Grenze für Kilometer und Höhenmeter setzen allein Lust und Laune bzw. die eigene Kondition.
  • All Mountain: Für diese technische Variante des Mountainbikens ist einiges an Erfahrung notwendig, denn es geht mit dem Bike in die hohen Berge. Das Gelände ist nicht nur steil und daher fahrtechnisch anspruchsvoll, sondern es sind auch die alpinen Komponenten bei der Tourenplanung und unterwegs zu beachten.
  • Bike & Hike: So lassen sich Gipfel erklimmen - lange, über Talwege führende Zustiege lassen sich zeitsparend mit dem Rad machen. An einer Hütte oder am eigentlichen Bergfuß wird dann das Bike deponiert und der weitere Weg zu Fuß - oder im Spätwinter/Frühling auch mit den Tourenski - gegangen.
  • Bikebergsteigen: Im Gegensatz zu Bike & Hike ist hier das Ziel, mit dem Bike den einen oder anderen Steig auf einen Gipfel zu bewältigen.

Die richtige Taktik für Bergtouren

Schnell starten und langsam eingehen? Nehmen Sie Abstand von dieser Taktik. Mit unserem Drehbuch kommen Sie auch beim fiesesten Touren-Schocker ans Ziel.

  1. Start: Die letzte Mahlzeit sollte beim Losfahren etwa zwei Stunden zurückliegen. Wählen Sie die ersten 20 Minuten ein lockeres Tempo, um das Herzkreislauf­­sys­tem nach der Autofahrt in Gang zu bekommen. Ideal wäre eine Trittfrequenz von 90 bis 95 Umdrehungen pro Minute. Die Herzfrequenz (HF) übersteigt nicht 90 % der max. HF. Tipp: mit Pulsmesser fahren.
  2. Erster Anstieg: Versuchen Sie, die hohe Trittfrequenz beizubehalten. Dadurch schonen Sie Ihre Muskulatur für besonders steile Stücke - lieber runterschalten, als den dicken Gang wuchten. Trinken Sie alle 15 Minuten, am besten ein Elektrolytgetränk. Wer ganz sicher gehen möchte, isst 70 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde - mit dieser Menge erwischt Sie garantiert kein Hungerast.
  3. Erste Abfahrt: Das Panorama inhalieren und ab in die Abfahrt. Nehmen Sie einen kurzen Schluck aus der Pulle und runter geht es. Wichtig: Stopfen Sie sich nicht am ersten Gipfel voll und drücken Sie sich auch keine Gels und Riegel in die Speiseröhre. Der Grund: Wegen der fehlenden Belastung können die süßen Sachen Ihren Blutzuckerspiegel stark abfallen lassen.
  4. Zweiter Anstieg: Jetzt wird es ungewohnt: Die Haltearbeit, die Ihre Muskeln in der Abfahrt verrichtet haben, besonders bei schweren Downhills, kann im Anstieg zu Krämpfen führen. Das hat nichts mit Elektrolytmangel zu tun, vielmehr mit einer ungewohnten Belastung, die zu einer Überstimulation führt. Tipp: nach der Abfahrt stretchen und eine hohe Trittfrequenz kurbeln.
  5. Hütte und Abfahrt: Was Sie auf der Hütte essen, können Sie selbst entscheiden, aber Sie sollten den weiteren Tour-Verlauf berücksichtigen. Wer noch viel vor sich hat, wählt lieber eine längere Pause und eine größere Mahlzeit, die den Blutzuckerspiegel nicht zu hoch schießen lässt (Brotzeit, Reisgericht mit Gemüse). Bei kürzeren Stopps gerne etwas Süßes essen und trinken.

Ernährungstipps für die Bike-Tour

Mit diesen Ernährungstipps fahren Sie ohne Energieloch durch die Berge. Steht eine sehr lockere Tour an, ohne brutalen Anstieg, sollte vor allem darauf geachtet werden, dass der Blutzuckerspiegel konstant bleibt. Haferflocken, Reis oder Mischbrot eignen sich dafür bestens.

  • Aufladen: Was Ernährungswissenschaftler im Alltag verteufeln, ist für Spätaufsteher perfekt. Das Auszugsmehl und die kurzkettigen Kohlenhydrate der Aufstriche passieren den Magen schnell und sorgen schon beim Tour-Start für ausreichend Energie.
  • Haferbrei: Der Klassiker vor sportlichen Belastungen. Nicht ohne Grund, denn die Mischung aus komplexen und kurzen Kohlenhydraten liefert langfristig Energie. Garnieren Sie das noch mit etwas Apfelmus, Marmelade oder Trockenfrüchten. Aber nicht zu viele, da die Ballaststoffe die Verdauung anregen.
  • Reis: Machen Sie es wie Tour-de-France-Profis. Die Ausdauerasse schwören auf weißen Reis zum Frühstück. Die Körner besitzen eine hohe Energiedichte, ein gutes Flüssigkeitsverhältnis und geringen Ballaststoffanteil. Das Ganze mit Obst und Kokosfett anrühren. Das perfekte Frühstück für harte Touren.

Auf Tour Kohlenhydratriegel, Gels mit und ohne Koffein, Proteinriegel, Reiskuchen, Bananen oder Baguette - Radsportler verzehren so ziemlich alles, was Energie bringt. Wer richtig vorsorgen möchte, verdrückt 50 bis 70 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde, abhängig von der Intensität.

Versorgung für Unterwegs

  • Energieriegel: Der Klassiker unter den Treibstoffen. Meist steckt ein Maltodextrin-Glucose-Fruktose-Mix drin. Für lockere Touren eignen sich Riegel mit höherem Ballaststoffanteil besser (mit Hafer, Trockenfrüchten), da die Verdauung langsamer läuft und der Blutzucker weniger Schwankungen bekommt.
  • Trinken: Wir bestehen zu 70 Prozent aus Wasser. Schon zwei Prozent Flüssigkeitsverlust wirken leistungsmindernd. Deshalb ausreichend trinken, aber wenn möglich, kein pures Wasser, da dies den Natriumhaushalt stört. Lieber ein Elektrolyt Getränk trinken oder Wasser mit einer Messerspitze Salz aufpeppen. Das schützt auch vor Krämpfen.
  • Banane: Der Klassiker unter den Energiebomben. Ideal für lockere Touren, vor allem in Kombination mit Riegeln oder Gels. Aufgrund des höheren Ballaststoffanteils benötigen die Kohlenhydrate der Banane längere Zeit, um in die Blutbahn zu geraten. Essen Sie Bananen deshalb bei längeren Pausen oder noch vor dem Touren-Start.

Auf der Hütte Weißwurst statt Power-Gel, ein Helles anstelle des Elektrolyt-Drinks? Wer kein Rennen fährt oder sehr hart unterwegs ist, der kommt auch gut ohne Performance-Produkte aus. Sein Fazit: auf der Hütte lieber zu den süßen und weniger fettigen Produkten greifen. Zudem einen Kaffee trinken, denn das Koffein beschleunigt die Wiederherstellung der Glykogenvorräte in der Muskulatur.

Kaiserschmarrn, das perfekte Essen nach der Tour. Kaiserschmarrn enthält viele Kohlenhydrate aus Einfachzucker und Mehl. Dadurch werden die Glykogenspeicher schnell wieder gefüllt. Die Eier liefern das nötige Eiweiß zum Aufbau von Muskelprotein. Einzig der geringe Natriumanteil schmälert das Gesamtbild - deshalb mit etwas Salzigem kombinieren.

Weitere wichtige Punkte für die Tourenplanung

  1. Wer im alpinen Gelände unterwegs ist, sollte bereits bei der Planung schwierige Schlüsselstellen wie technische Passagen und lange oder steile Auf- und Abfahrten in der Karte ausfindig machen. Im Idealfall wird die Tour so geplant, dass solche Abschnitte nicht am Ende der Route liegen. Denn dann wird es schwieriger, sie zu meistern. Wenn in den Karten Bikerouten eingezeichnet sind, werden diese häufig in ihrer Schwierigkeit nach der Singletrail-Skala bewertet. Dabei reicht die Bewertung von S0 „leicht fahrbar“ bis S5 „unfahrbar“.
  2. Wenn die Schlüsselstellen der Tour identifiziert sind, lässt sich anhand der geplanten Gesamtzeit festlegen, bis wann man einen bestimmten Umkehrpunkt erreicht haben sollte. So kann man im Fall einer Panne oder anderer ungeplanter Verzögerungen eine sichere Entscheidung treffen und läuft nicht Gefahr, sich oder die Gruppe zu überfordern.
  3. In Deutschland fällt das Radfahren unter das Bundesnaturschutz- und Bundeswaldgesetz und ist auf Wegen grundsätzlich erlaubt. Details regeln die Landesgesetze. Anders verhält es sich in Österreich. Hier ist das Radfahren jenseits von Straßen überall verboten, wo es nicht ausdrücklich erlaubt ist. Auch in der Schweiz gibt es je nach Kanton unterschiedliche Regelungen. Das Befahren der ausgewiesenen Mountainbikerouten der Stiftung Schweiz Mobil ist legal. In Italien regeln die Regionen und Provinzen, ob Wanderwege freigegeben oder gesperrt werden.
  4. Es macht durchaus Sinn, sich bereits ein paar Tage vor der Tour mit der Großwetterlage zu beschäftigen. So lässt sich die Planung an mögliche Schlechtwetter-Verhältnisse anpassen oder die gesamte Tour umplanen. Auch die benötigte wetterfeste Bike-Bekleidung gehört dann als Backup ins Gepäck.

Packliste für eine Mountainbike-Tagestour

  • Mountainbike
  • Fahrradjacke
  • MTB-Shorts
  • Wechseltrikot
  • Funktionsunterziehshirt
  • Weste
  • Armlinge/Beinlinge
  • Buff (Stirnband, Halstuch, Schweißtuch in einem und damit ein Allrounder)
  • Für die kalte Jahreszeit: Überziehschuhe
  • Sonnenbrille/Fahrradbrille
  • Fahrradhandschuhe
  • Mountainbikerucksack, ca.

Die obige Packliste bezieht sich auf eine normale Mountainbike-Tagestour in gemäßigtem Gelände, ohne spezielle Anforderungen. Wer zu Extremen neigt oder sich mehr dem Downhill verschrieben hat, der sollte seine Ausrüstung entsprechend vervollständigen. Auch gilt es zu beachten, dass man je nach Länge und Routenwahl der Tour sicher nicht alles mitnehmen braucht. Eine einstündige Tour durch Felder und Wiesen benötigt eben ein anderes Ausrüstungsspektrum als eine zehnstündige Tour in den Alpen. Daher versucht die Packliste Mountainbike-Tour möglichst vollständig zu sein - gegebenenfalls kann man einige der genannten Ausrüstungsgegenstände getrost zu Hause lassen.

Weitere Hinweise zur Ausrüstung

  • Komfort wird großgeschrieben!
  • Gewichtsfetischisten aufgepasst! Auch beim Biken gilt: leicht spart Kraft. Daher bei der Auswahl der Ersatzklamotten auf niedriges Gewicht achten - lieber die leichte Primaloft-Jacke als den dicken Baumwollkapuzenpullover einpacken.
  • Dem Wettergott huldigen! Manchmal mag es helfen - manchmal eher nicht. Eine gute Regenjacke schadet daher nie und schützt vor Wind und Wetter.
  • Sicherheit geht vor! Das, was man bei der Kleidung an Gewicht spart, darf man dann getrost beim Sicherheitsequipment wieder reinholen. Einige Reparatur-Gegenstände sind Pflicht (kleine Pumpe, Ersatschlauch, kleines Flickset, kleines Werkzeugset), denn jede Tour birgt die Gefahr eines Platten o.ä. Auch auf einen Helm sollte heutzutage bei der Vielzahl an Angeboten in jeder Preis- und Komfortklasse niemand mehr verzichten.

Respektiere die Umwelt und deine Mitmenschen!

Mountainbiken boomt - und das zu Recht. Es ist ein herrliches Mittel, um sich schnell fortzubewegen und dennoch die Natur intensiv zu erleben. Doch wie immer gilt es auch hier Regeln zu beachten. Da immer mehr und mehr Mountainbiker in die Hotspots pilgern, haben sich oftmals spezielle Routen etabliert, während andere verboten sind. Hier gilt es einfach, sich an die örtlichen Regeln (Wildschutzzonen, Naturschutzzonen) zu halten - so haben alle ihre Freude an und mit der Natur.

Die Berge sind für alle da und es gibt genügend Platz, um sich auszutoben - wenn Biker und Wanderer aufeinander Rücksicht nehmen und höflich miteinander umgehen, sollte es keine Probleme geben.

Respektiere Deine Grenzen! Herausforderungen sind gut und man wächst ja bekanntlich mit ihnen. Dennoch gilt es seine eigenen Grenzen zu respektieren und sich nicht zu überfordern - wenn Dir der Trail zu lang oder zu schwer erscheint, nimm einen anderen.

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