Jeder kennt es: Gerade, wenn es richtig gut läuft auf dem Bike, kommt wie aus dem Nichts ein Plattfuß. Aber alles kein Problem, solange man das richtige Werkzeug am Start hat! Das Wichtigste neben einem neuen Schlauch oder Flickzeug ist eine gute Minipumpe.
In erster Linie sollte eine gute Minipumpe gut pumpen! Klar, Priorität Nummer 1 ist es, Luft in den platten Reifen zu bekommen. Und das natürlich möglichst effektiv, damit man nicht stundenlang beschäftigt ist. Um einen guten Vergleich zu bekommen, haben wir bei allen Pumpen die Anzahl der Hübe ermittelt, die man benötigt, um einen MTB-Reifen auf 2,0 bar aufzupumpen.
Günstige Pumpen gibt es schon für wenige Euro beim Discounter, doch wir haben in diesem Test nur hochwertige Modelle von bekannten Marken verglichen. Bei Preisen jenseits der 20 € sollte die Verarbeitungsqualität entsprechend hochwertig sein und den Grundstein für eine lange Haltbarkeit legen, denn eine gute Pumpe hat man oft länger als ein Bike. Die meisten Pumpen setzen auf einen Mix aus Aluminium und Kunststoff, um das Gewicht niedrig zu halten. Kunststoff muss nicht zwingend ein Nachteil sein, jedoch gibt es hier deutliche Unterschiede.
Auswahlkriterien für Minipumpen
Die Unterschiede im Detail sind riesig, hier das Wichtigste im Überblick:
- Pumpenkopf: Am komfortabelsten sind Multifunktionsköpfe, während andere Modelle einen Umbau erfordern.
- Staubschutzkappe: Schützt die innere Pumpenmechanik vor Spritzwasser und Dreck.
- Schlauch: Flexible Schläuche entkoppeln den Pumpvorgang vom Ventil und erhöhen den Komfort.
- Manometer: Zeigt den aktuellen Druck im Schlauch an.
- Druckbereich: Variabilität für verschiedene Räder und Reifentypen.
Testkriterien
Die Testkriterien umfassten:
- Pumpleistung: Wie viele Hübe sind nötig, um einen Reifen auf 3 bar aufzupumpen?
- Handhabung/Ergonomie: Wie gut liegt die Pumpe in der Hand? Gibt es ein Klemmrisiko?
- Ausstattung: Sind Staubkappe, Rahmenhalterung und CO2-Adapter vorhanden?
- Gewicht/Packmaß: Wie kompakt und leicht ist die Pumpe?
Die SKS Airflex Explorer im Detail
Die SKS Airflex Explorer ist eine tolle Allround-Pumpe für Biker und sichert sich den Testsieg in unserem Vergleich. Mit jedem Pumpstoß kann man es auf dem Kolben der SKS-Pumpe lesen: Die Airflex Explorer ist Made in Germany. Das ist natürlich umso schöner, wenn man bedenkt, dass der Großteil der Testkandidaten irgendwo in Asien vom Band rollt.
Ausstattung
Ausgestattet ist die SKS mit einer robusten Staubkappe hinter der sich ein ausziehbarer Schlauch befindet.
Der Ventilkopf lässt sich einfach über ein Gewinde von Presta auf Schrader umfunktionieren. Somit entfällt das nervige Umbauen, bei dem im dümmsten Fall das Pumpenköpfchen irgendwo in der Pampa verschwindet. Angenehm: der großzügig gummierte Griff der SKS Minipumpe.
Handhabung / Verarbeitung
Optisch ist der Alu-Kunststoff-Mix der Airflex durchaus ansprechend. Beim Pumpen wackelt der Kolben aber - SKS-typisch - spürbar im Zylinder. Gelungen finden wir den praktischen Ventilkopf, der über eine einfache Verschraubung zwischen den Ventilarten wechselt, ohne dass dabei der ein Bauteil abgenommen werden muss. Durch die mittige Teilung der Pumpe haben beide Hände ordentlich Grifffläche zur Verfügung. Auch die Gummierung am hinteren Teil der Pumpe trägt zum hohen Komfort bei. Gefahr, dass man sich die Finger quetscht besteht hier nicht.
Mit ihrem gummierten Griff liegt die SKS sehr angenehm und sicher in der Hand
Pumpleistung / Handkraft
Mit etwas über 120 Hüben pro bar rangiert die SKS in etwa im Mittelfeld. Damit schafft sie noch ausreichend komfortabel dicke MTB-Pneus, befüllt aber dank ihres Maximums bei 5 bar auch Gravel-Reifen zuverlässig. Sensible Fahrer könnten sich am leisen Klappern des Schlauchs auf rütteligen Schotterpisten stören.
SKS Airflex Explorer Minipumpe - Infos & Preis
SKS liefert mit der Airflex Explorer eine tolle Allround-Pumpe für Biker und sichert sich den Testsieg in unserem Vergleich
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Preis | 34,99 Euro |
| Gewicht | 135 g / 14 g |
| Länge / Durchmesser | 205 mm / 31 mm |
| Ventilart | Presta / Schrader |
| Ausstattung | Staubkappe; ausziehbarer Schlauch; Softgriff; Halterung |
| Pumpstöße pro bar / Druck max. | 120 / 5 bar |
Dank der mittigen Teilung bietet sie beiden Händen einen guten Griff, die Gummierung an der Pumphand ist sehr komfortabel. Auch der Pumpenkopf, der sich einfach zwischen Presta- und Schrader-Ventilen umschrauben lässt, überzeugt. Etwas störend: das Klappern des Schlauchs im Inneren der Pumpe.
Tolle Ausstattung, solides Handling und gute Pumpleistung - Testsieg
Weitere getestete Minipumpen
Neben der SKS Airflex Explorer wurden noch weitere Minipumpen getestet, darunter:
- Birzman Velocity Apogee Road
- Topeak Mountain TT
- Topeak Peak DX II
- PRO Minipumpe Performance XS
- Lezyne Pocket Drive Pro
- Lezyne CNC Micro Floor Drive HP
- BBB Traveller Telescopic
- SKS Injex T-Zoom Minipumpe
Die Bedeutung des richtigen Luftdrucks
Der richtige Luftdruck ist abhängig von Fahrergewicht, Gepäck, Reifendurchmesser, -breite, Untergrund und Witterung. Minimal- und Maximaldrücke des Reifens sind auf der Seitenwand aufgedruckt und sollten nicht unter- oder überschritten werden. Wer mehr oder weniger Gewicht auf die Waage bringt, sollte den Druck je Kilogramm um etwa ein Prozent nach oben oder unten anpassen.
Für weniger Rollwiderstand auf Asphalt, höheren Durchschlagschutz und längere Reifenlebensdauer den Druck etwas erhöhen. Am Vorderrad, für mehr Komfort, Traktion und weniger Rollwiderstand im Gelände den Luftdruck etwas senken. Wer tubeless fährt, kann den Druck ebenfalls etwas senken.
Laut Reifen- und Schlauchhersteller Schwalbe ist ein Druckverlust von knapp 1 bar im Monat bei Butylschläuchen völlig normal. Der Luftdruck sollte daher spätestens alle drei Wochen, bei Tubeless-Systemen alle zwei Wochen und bei Latexschläuchen sogar vor jeder Fahrt überprüft werden.
Viele Radfahrer meinen, dass der Luftdruckcheck per Daumendruck funktioniert. Die Reifenhersteller sind sich hingegen einig: Diese Messmethode ist unzuverlässig und wird zudem durch Karkassenqualität, spezielle Pannenschutzeinlagen oder das persönliche Druckempfinden deutlich verfälscht. Einzig die Messung über ein Manometer führt zum Ziel.
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