E-Fatbikes sind eine spezielle Art von Elektrofahrrädern, die sich durch ihre breiten Reifen sowie die motorisierte Unterstützung auszeichnen. Schon auf den ersten Blick sind die Unterschiede zu herkömmlichen E-Bikes erkennbar. Die breiten Reifen und der massivere Rahmen verleihen dem Fatbike einen robusten Eindruck. Anfangs galt diese Sorte von Fahrrad als eine Randerscheinung, doch in den letzten Jahren hat seine Beliebtheit stark zugenommen. Viele Produzenten reagierten und entwickelten ihre eigenen E-Fatbikes.
Die wichtigsten Merkmale von E-Fatbikes
Die wichtigsten Merkmale sind vor allem praktischer Natur. Die Optik spielt bei E-Fatbikes eine geringere Rolle:
- Breite Reifen: Das auffälligste Merkmal von Fatbikes sind ihre extrem breiten Reifen. Diese verfügen über eine Breite von 3,8 Zoll (9,65 cm / 96,5 mm) oder mehr. Die breiten Reifen ermöglichen es dem E-Fatbike, auf schwierigem Gelände wie Schnee, Sand oder Schlamm besser zu fahren, da sie eine größere Aufstandsfläche bieten und so für mehr Stabilität bzw. Traktion sorgen.
- Geländetauglichkeit: E-Fatbikes sind speziell für den Einsatz auf schwierigem Untergrund konzipiert. Die Kombination aus breiten Reifen und elektrischer Unterstützung ermöglicht es dir, auch auf anspruchsvollem Terrain komfortabel zu fahren.
- Elektrische Unterstützung: Wie der Name es vermuten lässt, greift das E-Fatbike auf elektrischen Antrieb zurück. Diese motorisierte Unterstützung erleichtert das Fahren im Gelände.
- Vielseitigkeit: E-Fatbikes sind äußerst vielseitige Fahrräder. Sie eignen sich nicht nur für Offroad-Abenteuer, sondern können auch im urbanen Bereich eingesetzt werden.
- Spaßfaktor: E-Fatbikes sind einfach Spaßmaschinen. Das Fahrgefühl auf den breiten Reifen und die Möglichkeit, mit Leichtigkeit durch schwieriges Gelände zu fahren, machen sie zu einem einzigartigen Erlebnis.
Günstige E-Mountainbikes im Test: Eleglide M2 und Telefunken Aufsteiger M925
Eleglide M2
Eleglide hat es wieder einmal geschafft: Mit dem M2 zeigen sie ein E-MTB, das in dieser Preisklasse ungewöhnliche Features wie hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor sowie einen großzügigen Akku bietet. Hydraulische Bremsen, stärkerer Motor, größerer Akku und eine sanfte Federung: Das E-MTB Eleglide M2 bessert an vielen Stellen nach und kostet dennoch weniger als viele andere E-Bikes.
Das Eleglide M1 wurde vor etwa zwei Jahren vorgestellt. Seitdem hat Eleglide das E-Bike stetig verbessert. So wurde unter anderem der Fahrradcomputer besser, die Reifen größer und die Federung sanfter. Das Eleglide M1 Plus Gen 2 ist die aktuelle Integration des E-MTBs. Das uns nun vorliegende Eleglide M2 schraubt an vielen Details und ist dennoch kaum teurer geworden. Wir schauen es uns hier im Testbericht ganz genau an.
Aufbau & Optik
Das Eleglide M2 kommt zum großen Teil vormontiert in einem dicken Karton zu uns. Der Aufbau sollte von jedem mit technischem Grundverständnis zu bewerkstelligen sein. Trotzdem gibt es hier mehr zu schrauben als etwa bei Fiido C21 (Testbericht). Gut: Die hydraulischen Scheibenbremsen schleifen nicht.
Optisch gefällt uns das 22 Kilogramm schwere Pedelec gut. Es wirkt dank dicker Reifen und sportlicher Geometrie, die sich auch für größere Fahrer eignet, vergleichsweise schick und hochwertig. Wie beim M1 ist auch beim neuen Modell das Kabelmanagement weniger gut gelöst. Vor dem Lenker sammeln sich zu viele über Spiralbinder gebündelte Kabel, die überwiegend am Rahmen entlang zu ihrer Destination führen. So ist es im Zweifelsfall zwar besser reparierbar, sieht aber unaufgeräumt aus.
Display
An der linken Seite des Lenkers sitzt das hintergrundbeleuchtete Display mit vier Tastern, welches sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesen lässt. Das Display zeigt die aktuelle Geschwindigkeit mit einer Nachkommastelle, die gewählte Unterstützungsstufe, die Akkuladung in fünf Balken und die gefahrenen Kilometer an. Der untere Taster steuert das ausreichend helle Frontlicht. Ein Hecklicht gibt es nicht und muss nachgekauft werden. Außerdem aktiviert der Fahrradcomputer auf Wunsch einen Gehmodus, der das Fahrrad auf 6 Kilometer pro Stunde auch ohne Tritt in die Pedale "anschiebt".
Gangschaltung
Was schon die M1-Serie auszeichnete, hat zum Glück auch den Sprung auf das M2 geschafft: die 24-Gang-Schaltung mit Shimano-Schaltwerk. Sie gewährt im niedrigsten Gang eine derart tiefe Übersetzung, dass selbst steile Anstiege kein Problem darstellen. Im höchsten Gang sorgt sie dafür, dass man auch bei 25 Kilometer pro Stunde noch gemütlich mitpedalieren kann. Diese Gangschaltung ist im Bereich der günstigen China-E-Bikes ein echtes Novum. Die meisten anderen haben eine 7-Gang-Schaltung mit unpassender Übersetzung.
Bremsen
Das Eleglide M2 bietet statt der sonst bei E-MTBs unter 1000 Euro üblichen mechanischen Scheibenbremsen sogar hydraulische Scheibenbremsen. Sie bieten im Vergleich zu mechanischen Scheibenbremsen höhere Bremskraft und präzisere Dosierbarkeit. Zudem benötigen sie weniger Handkraft, justieren sich selbstständig und bremsen in nasser Umgebung besser. Nachteil: Sie sind im schwerer zu reparieren, hier ist Fachwissen und spezielles Werkzeug erforderlich.
Fahren
Der 250-Watt-Motor am Hinterrad des Eleglide M2 mit einer Nennspannung von 36 Volt ist ausgesprochen stark. Er erreicht in der Spitze 570 Watt und bietet ein Ausgangsdrehmoment von 55 Newtonmeter. Das ist mehr als noch beim Eleglide M1. So beschleunigt der Motor auch schwerere Fahrer bis zu den zugelassenen 120 Kilogramm problemlos moderate - dank der guten Gangschaltung auch heftige - Steigungen hinauf.
Wie schon beim M1 benötigt der Motor auch beim M2 beim Pedalieren etwa eine halbe Umdrehung, damit er loslegt. Etwa genauso lange läuft er nach, kann jedoch über das Betätigen der Bremse sofort gestoppt werden. Schade, dass Eleglide hier keinen besseren Drehmomentsensor einbaut. Damit einher geht auch das Verhalten der Unterstützungsstufen. So regulieren diese eben nicht die Kraft des Motors wie beim Mittelmotor-E-Bike Magmove CEH55M (Testbericht), sondern die Endgeschwindigkeit. Stufe 1 unterstützt bis 12 Kilometer pro Stunde, Stufe 5 bis zu den maximal erlaubten 25 Kilometer pro Stunde.
Insgesamt zeigt sich das Eleglide M2 beim Fahren wendig und vermittelt ein gutes Fahrgefühl. Das liegt auch an der nun deutlich besseren hydraulischen Frontgabelfederung, die auf Wunsch fixiert werden kann. Aber auch die Reifen von Kenda auf den 27,5-Zoll-Rädern haben ihren Anteil. Sie greifen etwa bei Matsch besser als noch die Reifen des Eleglide M1.
Akku
Der Akku sitzt deutlich sichtbar auf dem Rahmen des Eleglide M2. Über einen Schlüssel kann er entnommen werden, um ihn etwa in der Wohnung zu laden, während das Fahrrad im Keller bleibt. Seine Kapazität ist zum Eleglide M1 von 450 Wattstunden auf stolze 540 Wattstunden gestiegen. Das ist im Vergleich zu anderen E-Bikes richtig viel und in dieser Preiskategorie kaum zu sehen. Eleglide spricht unter Idealbedingungen von einer erreichbaren Maximalreichweite von 125 Kilometern. Bei einem Fahrergewicht von 80 Kilogramm, viel Stopp-&-Go und Motorunterstützung, überwiegend flachem Untergrund und warmen Wetter gehen wir von 50 bis 60 Kilometern aus, bis der Akku leer ist. Nachgeladen wird er über das mitgelieferte Netzteil.
Telefunken Aufsteiger M925
Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet solide Ausstattung und gute Verarbeitung für einen günstigen Preis. Trotz einer etwas geringen Reichweite überzeugt es mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und hochwertigen Schwalbe-Reifen. Das Telefunken Aufsteiger M925 ist ein E-Bike mit einem starken 80-Nm-Mittelmotor für knapp 1100 Euro.
Erstaunlicherweise zeigt sich im Test des Telefunken Aufsteiger M925 schnell, dass auch so ein günstiges E-Bike durchaus seine Reize hat. Das Rad ist ein Hardtail-E-Mountainbike mit einem leistungsstarken 250-Watt-Mittelmotor und einer 8-Gang-Kettenschaltung. Aktuell wird das Telefunken Aufsteiger M925 in zwei Farbmodellen angeboten: In Graphit/Grau und in Blau. Zudem ist das Bike in 27,5 Zoll und 29 Zoll verfügbar.
Im Test gefallen uns neben dem starken 250-W-Mittelmotor mit 80 Nm besonders die hydraulischen Scheibenbremsen. Hinzu kommt die Bereifung vom Markenhersteller.
Aufbau & Design
Der Aufbau des Telefunken Aufsteiger M925 ist einfach, da das Fahrrad bei Lieferung bereits zum Großteil montiert ist. Wir empfehlen trotz der vollständigen Montage die Schrauben vor der ersten Fahrt noch mal nachzuziehen.
Optisch sieht das Telefunken Aufsteiger M925 durch den sportlich-modernen Trapezrahmen und der mattblauen Lackierung hochwertig aus. Durch das clevere Design wird der Akku Bestandteil des Rahmens, was das Bike zusätzlich eleganter aussehen lässt. Positiv fällt uns das Kabelmanagement am Lenker auf. Hier sind die Kabel durch Spiralschläuche miteinander verbunden, was den Lenker cleaner aussehen lässt. Die Schweißnähte sind leider nicht alle sauber verarbeitet. Viele Komponenten, etwa Bremsen und Schaltung, sind von Hersteller Shimano.
E-Fatbikes verschiedener Hersteller im Überblick
Wie eingangs bereits erwähnt, kannst du heute aus einer Vielzahl von Hersteller dein E-Fatbike auswählen. Dazu möchten wir dir einen Überblick verschaffen. Die weiterführenden Links bringen dich direkt zu den Onlineshops, sodass du sofort eines bestellen kannst.
E-Fatbikes von Himiway
Ein auf Pedelecs spezialisiertes Unternehmen. Hier bekommst du von der Forschung bis zum Vertrieb alles aus einer Hand. Die sportlichen Konstruktionen eignen sich vorrangig für Geländefahrten. Aber auch in der Stadt wirst du mit ihnen eine gute Figur machen.
Im Sortiment von Himiway kannst du aktuell aus folgenden E-Bikes wählen:
- Cobra
- Cruiser
- Escape
- Big Dog (Lastenfahrrad)
- City
- Rambler
- Zebra
Das E-Fatbike „Cobra“ von Himiway
Sprinte mit diesem Fatbike durch das Gelände und lass dich dabei vom 250 Watt starken Motor unterstützen. Das kräftige Drehmoment von 86 Nm und der verbesserte innere Ring bringen mehr Power auf die Strecke. Das Himiway Cobra verwendet einen Drehmomentsensor, welcher deine Tretkraft an der Kurbel erkennt. Mit dieser Hilfe kannst du Steigungen spielend leicht überwinden. Und der Akku mit 960 Wh gibt so schnell nicht auf. Im Test wurden mit ihm eine maximale Reichweite von 128 km erzielt.
E-Fatbikes von Hitway
Im Jahr 2020 gründete sich die Marke Hitway in Frankreich. Ein engagiertes Team von etwa 100 Menschen ist für die Forschung, Herstellung sowie das Design zuständig. Das Sortiment von Hityway bietet dir ein knappes Dutzend verschiedener E-Bikes und E-Fatbikes:
- BK6S (faltbar)
- BK11 (faltbar)
- BK15
- BK8
- BK8S
- BK7S
- BK2 (faltbar)
- BK5 (faltbar)
- BK3S
- BK29
- BK10 (faltbar)
Das E-Fatbike „BK29“ von Hitway
Ein günstiges E-Fatbike für Einsteiger aus dem Hause Hitway. Das „BK29“ arbeitet mit einem 18 Ah Akku. Damit wird der bürstenlose 250-Watt-Motor angetrieben. Das clevere Energierückgewinnungssystem ermöglicht eine optimierte Batterieleistung für eine Reichweite von maximal 80 km. Mit den 20 * 4,0-Zoll-Reifen lassen sich viele Hindernisse mühelos überwinden. Ob für das lockere Pendeln oder Action im Gelände, dieses E-Fatbike macht alles mit.
E-Fatbikes von Highphoria
E-Bikes für die gesamte Familie, da in verschiedenen Größen erhältlich. Highphoria bietet elektrisch angetriebene Fahrräder für Männer, Frauen und Kinder. Die verfügbaren E-Bikes teilt Highphoria in vier Kategorien ein.
Das E-Fatbike „Mountain Climber“ von Highphoria
Steigungen sind fortan kein Problem mehr für dich. Der Mountain Climber von Highphoria unterstützt dich mit seinem starken 80 Nm Drehmoment. Mittels Anschiebehilfe kannst du bequem von jedem Punkt aus starten. Bei schnellen Abfahrten sichern dich die Scheibenbremsen von Tektro ab.
E-Fatbikes von Shengmilo
Das große Vertriebsnetz von Shengmilo liefert Elektrofahrräder in über 80 Länder aus. Das Portfolio umfasst eine Handvoll von E-Bikes, die stetig verbessert werden. Sie alle sind mit fetten Reifen ausgestattet, um dir maximalen Fahrspaß im Gelände zu gewähren.
Das E-Fatbike „MX06“ von Shengmilo
Mit seinem 500 Watt starken Motor bietet das MX03 doppelt so viel Leistung als die meisten Konkurrenten. Der innovative Half-Twist-Gashebel minimiert das Risiko eines ungewollten Starts. Die kräftigen Downhill-Stoßdämpfer bieten maximalen Komfort und erhöhen die Sicherheit beim Fahren.
E-Fatbikes von Keteles
Ein weiterer Fahrradhersteller mit klarem Fokus auf elektrische Antriebe. Die Produktion geschieht hauptsächlich in China. Für Europa befindet sich ein weiterer Standort in Frankreich.
Keteles teilt seine E-Fatbikes & E-Bikes in drei Kategorien ein:
- Faltbare elektrische Fahrräder
- Elektrische Mountainbikes
- City Bikes
Das E-Fatbike „KF9“ von Keteles
Für das coole Fahrgefühl durch die Stadt. Das Keteles KF9 arbeitet ebenfalls mit einem 250-Watt-Motor. Dies könnte dein elektrisches Lastenrad in der Light-Version werden. Denn im Lieferumfang ist nicht nur ein Gepäckträger, sondern auch ein Korb für den Lenker enthalten.
Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 im Test
Das zu 90% fertig montierte Bike kommt in einem großen Karton und macht schon beim Auspacken und Fertigmontieren einen imposanten ersten Eindruck. Die Lackierung ist super ausgeführt und die matte Farbgebung mit gelben Akzenten passt hervorragend zum Look des E-Bikes. Aber das wahre Highlight sind die wirklich enormen FAT Reifen des E-Mountainbikes.
Akku und Motor sind beim Jeep FAT E-Bike derart gut versteckt, dass sie erst beim zweiten Blick erkennbar sind - das verdient ein Lob und erinnert uns an die durchdachte Lösung, die Jeep schon beim Fold E-Bike FR 7000 gefunden hat. Insgesamt ist die Designsprache des Jeep Fat E-Bike skandalös kompromisslos. Die fetten Reifen lassen den Rahmen fast schon zierlich erscheinen.
Das 23,5 kg leichte Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 hat eine maximale Traglast von 130 kg und ist als Lifestyle-Bike konzipiert, welches Spaß im flachen Gelände machen soll und vor allem cool aussieht.
Komponenten und Verarbeitung
Betrachtet man Rahmen und Anbauteile, fällt die robuste und stabile Verarbeitung ins Auge. Die Entwickler waren sich beim Design bewusst, dass es sich beim Jeep FAT Bike um ein Offroad-Vehicle handelt. Schweißnähte und Verbindungen sind sichtbar und trotzdem gut verarbeitet.
Neben der Rahmengeometrie und den fetten Reifen macht auch der Sattel einen guten Job. Er ist sportlich, und dennoch nicht zu hart. Die fetten 4“ breiten Reifen sind hochwertig verarbeitet und laufen auf schwarzen Felgen, die mit ihrem auffälligen „Buckelmuster“ supercool aussehen.
Motor und Akku
Der Heckmotor des chinesischen Herstellers Xiongda ist mit seinen 40 Nm ausreichend kräftig, um Wald, Wiese oder eben die Eisdiele anzusteuern, aber er ist kein vor Testosteron-protzendes Kraftwunder, um damit steile Berge zu erklimmen. Alle relevanten Informationen wie aktuelle Geschwindigkeit, Streckenlänge, Ladestand des Akkus etc. sind übersichtlich und gut lesbar dargestellt, die zusätzliche USB-Ladebuchse fürs Handy ist ein toller Bonus.
Mit den knapp 375 Wh erscheint der Akku zunächst zu klein, ist unserer Ansicht nach jedoch ausreichend dimensioniert. Drückt man auf die Ladestandsanzeige erhält man mittel drei Farben Auskunft darüber, wieviel Saft noch im Akku steckt. Das ist eine durchaus beachtliche Leistung, die Jeep da aus dem kleinen Akku herausholt. Das spricht für ein gutes Energiemanagement.
Fahreigenschaften
Die fetten Reifen des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 sorgen für einen beinahe stoischen Geradeauslauf und vermitteln fast schon mehr das Gefühl, auf einem Chopper durch den mittleren Westen der USA zu cruisen, als auf einem E-Mountainbike zu fahren. Wir merken dabei, dass die fetten Reifen einen größeren Rollwiderstand haben als übliche Reifen, sodass der Motor in der Grundlast auch etwas mehr arbeiten muss als das beispielsweise beim Jeep Trekking Bike der Fall war, das auf den gleichen Motor setzt.
Kurvigen Streckenabschnitten haben wir mit gemischten Gefühlen entgegengesehen: kann ein so schweres und fettes E-Bike hier überzeugen? Um es kurz zu machen: Absolut! Wir haben uns über die Wendigkeit und Agilität des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 auf dem unebenen Terrain wirklich gewundert.
Einsatz im Gelände und am Strand
Als erstes haben wir die Stabilität in den Sanddünen getestet und schon hier ist zu erkennen, dass die dicken 4“ Reifen Vorteile bieten. Natürlich benötigt man auf dem einsinkenden Sand eine gute Balance, aber wir kommen ohne Mühe voran. Wir nähern uns vorsichtig dem Endgegner - dem Wattenmeer. Wir fahren den Strand weiter hinunter und toben uns zunächst auf dem nassen, festen Strand aus.
Auf den ersten Metern sind wir noch etwas vorsichtig, aber die FAT Tires halten, was sie versprechen! Wir gleiten förmliche über das Wattenmeer. Die Federgabel gleicht dabei zuverlässig Unebenheiten aus.
Sicherheitsausstattung
Die verbauten 160mm Tektro Bremsen vorne und hinten sind Markenqualität und leisten einen sehr guten Job. Sie verzögern nach kurzer Einbremszeit zuverlässig und kräftig, ohne zu brachial zu sein. Stoppt sofort! Leider, leider endet hier die Sicherheitsausstattung des Jeep Mountain FAT E-Bike MHFR 7100 schon. Bis auf einige Reflektoren verfügt das Bike über keine Leuchtelemente.
Fatbike-Reifen im Test: Worauf es ankommt
Dan und Matt von www.fatbike-transalp.de haben mit zwei weiteren erfahrenen Bikern in einem harten Test vier Marktführer Fatbike Reifen der Kategorie Super Fatty mit über 4 Zoll auf den Prüfstand gestellt, und überraschendes herausgefunden. Die Fatbike Reifen Schwalbe Jumbo Jim 4.8 LS, Specialized Ground Control 4.6, Kenda Juggernaut Sport 4.5 sowie die Surly Bud & Lou 4.8 wurden auf identischen Fatbikes von Specialized montiert, das sorgte für Chancengleichheit.
Testergebnisse
Doch einen klaren Gewinner unter den vier Fatbike Reifen gab es nicht. Zwar mussten alle getesteten Reifen auch Kritiken einsammeln, denen entgegen standen aber stets auch reichlich positive Eigenschaften. Der Juggernaut Sport von Kenda wartete mit Top-Traktion in schwerem Gelände auf, dafür hatte er den höchsten Rollwiderstand im Testfeld. Mit dem Schwalbe Jumbo Jim und dem Specialized Ground Control boten sich überragende Allrounder. Jedoch musste der Schwalbe Kritik für mangelnde Traktion auf nassem Untergrund und der Specialized für schwache Dämpfungseigenschaften einsammeln. Das Urgestein-Duo am Fatbike Himmel, der Surly Bud & Lou, überzeugte mit super Komfort und kompromissloser Spurtreue, allerdings sind die Surly auch die teuersten und schwersten Reifen im Testfeld gewesen.
Wichtige Faktoren bei der Reifenwahl
Die Auswahl an Mountainbike-Reifen ist riesig und unübersichtlich. Wir haben über 50 Reifen für euch getestet - und keinen klaren Sieger auserkoren. Stattdessen wollen wir euch erklären, auf was ihr in Zukunft achten müsst, welche Unterschiede es gibt und was ihr von gewissen Anpassungen - wie dem Luftdruck oder der Karkasse - erwarten könnt. Zudem erklären wir euch die unterschiedlichen Philosophien der Hersteller und deren - teils sehr verwirrenden - Produktpaletten, damit ihr in Zukunft die perfekte Wahl für eure Reifen treffen könnt.
- Tubeless-Montage: Die Vorteile von tubeless montierten Reifen liegen auf der Hand: weniger Gewicht, mehr Grip, geringerer Rollwiderstand und höherer Pannenschutz.
- Luftdruck: Der richtige Luftdruck im Reifen ist essenziell: Zu viel davon und ihr könnt euch von Komfort und Grip verabschieden.
- Reifenbreite: Prinzipiell gilt: Die Reifenbreite muss zur Felgenweite passen. Ein breiterer Reifen hat eine größere Aufstandsfläche und kann so mehr Grip generieren.
- Gewicht: Das Gewicht eurer Reifen solltet ihr nicht unterschätzen: Der Reifensatz alleine, ohne Tubeless-Milch und Co., trägt mit etwa 2,5 kg zum Gesamtgewicht eures Bikes bei.
- Karkasse: In erster Linie solltet ihr die Karkasse nicht anhand ihres Gewichts, sondern anhand eures Gewichts, eures Fahrstils und eurer Trails auswählen.
E-Bike-Fatbike Klapprad im Test
Eine spezielle Art des Fatbikes ist das Fatbike-Klapprad und das E-Bike-Fatbike Klapprad als Variante mit Motor. Mit meinem E-Bike-Fatbike Klapprad Test und Vergleich möchte ich dir das beste E-Fatbike Klapprad und weitere Modelle vorstellen.
Das beste E-Bike-Fatbike Klapprad im Test ist das MYVELO Rio und Palma. Das Vakole Y20 Pro bietet die beste Reichweite im Test - bei hohem Komfort und mit praktischen Funktionen wie Blinker und Hupe.
Testübersicht
| Modell | Bewertung |
|---|---|
| MYVELO Palma & Rio (Fatbike Testsieger) | 8.9 |
| MYVELO Molinar (Mein Lieblingsrad) | 8.8 |
| Vakole Y20 Pro (maximale Reichweite) | 8.7 |
| Engwe L20 SE (Preistipp) | 8.4 |
| Hitway BK6S | 8.3 |
Modelle im Detail
- MYVELO Palma: Mein E-Bike-Fatbike Klapprad Testsieger. Die 20 Zoll Räder sind ausgestattet mit 4 Zoll breiten Kenda Reifen, mechanischen Scheibenbremsen und fünf robusten Doppelspeichen. Der Motor und Akku haben bisher die besten Werte in meinem Test.
- MYVELO Molinar: Mein aktuelles Lieblingsklapprad für den Wald und die Berge. In den Kategorien Ausstattung & Zubehör sowie Komfort & Fahrspaß macht dem Molinar keiner was vor.
- Vakole Y20 Pro: Die maximale Reichweite mit einer Akkuladung hat überrascht. Besonders hervorzuheben ist die 960 Wh starke Akkukapazität, mit der ich unter realistischen Bedingungen über 80 Kilometer weit gekommen bin.
- Engwe L20 SE: Mein Preistipp unter den Fatbike-Klapprädern. Durch die nicht ganz so breiten Reifen (3 Zoll) hat das Klapprad ein kleineres Faltmaß und ein geringeres Gewicht, als die anderen drei Modelle.
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